Die Frau an seiner Seite (eBook) - Heribert Schwan

Heribert Schwan 

Die Frau an seiner Seite (eBook)

Leben und Leiden der Hannelore Kohl

eBook
 
Format: EPUB
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Die Frau an seiner Seite (eBook)

Was verbarg Hannelore Kohl hinter ihrem versteinerten Lächeln? Was hatte es mit ihrer Lichtallergie auf sich? 10 Jahre nach ihrem tragischen Tod deckt Heribert Schwan auf, wie Hannelore Kohl lebte und wie sie starb. Er stand bis 2 Tage vor ihrem Selbstmord in engem Kontakt zu Hannelore Kohl und führte seither ausführliche Gespräche mit den engsten Freundinnen und der Familie. Aus dieser Fülle an Insider-Wissen zeichnet er das einfühlsame, aber auch erschütternde Porträt einer einsamen Frau.

Hannelore Kohl führte eine Ehe mit klassischer Rollenverteilung: Er machte Karriere, und sie kümmerte sich um die Kinder. Doch sein Leben als Politiker forderte mehr von ihr - ein Leben im Rampenlicht. Zögernd ließ sie sich darauf ein, doch während ihr Mann politisch immer einflussreicher wurde, versteinerte ihr Lächeln zur Maske. Heribert Schwan war der Erste, dem es gelang, Hannelore Kohl 1985 für ein Fernsehporträt zu gewinnen, das damals großes Aufsehen erregte. Seitdem stand er in regelmäßigem Kontakt mit ihr. Er erlebte aus der Nähe das ganze Drama ihrer Krankheit mit. Als sie zuletzt das Haus tagsüber nicht mehr verlassen konnte, begleitete er sie bei langen nächtlichen Waldspaziergängen. Sein kritisches Urteil über die familiäre Situation der Kohls: In 42 Ehejahren mit dem Machtmenschen Kohl wurde aus Hannelore Kohl, der Frau an seiner Seite, die Frau in seinem Schatten.



Produktinformation

  • Verlag: Heyne
  • 2011
  • 1. Auflage
  • Seitenzahl: 320
  • Best.Nr. des Verlages: 714/05846
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783641058463
  • ISBN-10: 3641058465
  • Best.Nr.: 33602355
"Das Buch bringt Licht in das Dunkle um eine Frau, die zum Schluss eben das Licht wegen einer Allergie mied (...) Die Lektüre des Buches löst Mitleid, Faszination, Ungläubigkeit aus. So, wie man bei menschlichen Tragödien eben mitleidet, fasziniert ist, das Unglück nicht glauben kann."

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 11.07.2011

Schlänglein
Hannelore Kohls Leben

Am 5. Juli 2001 setzte Hannelore Kohl ihrem Leben selbst ein Ende, sechs Tage später fand im Kaiserdom zu Speyer das Requiem statt. Zehn Jahre danach hat Heribert Schwan eine gründlich recherchierte und stark mitfühlende Biographie der Kanzlergattin verfasst. Sie findet reißenden Absatz, wenn auch nicht die Zustimmung des Altkanzlers und mancher seiner Getreuen. Der promovierte Zeithistoriker Schwan, als Journalist bekannt durch Funk und Fernsehen sowie zahlreiche Publikationen, konnte Frau Kohl Mitte der achtziger Jahre für ein WDR-Filmporträt gewinnen. Dies hatte zur Folge, dass er nach Kohls Abwahl 1998 zur "kleinen Gruppe von Wissenschaftlern und Publizisten" gehörte, "die dem Kanzler beim Schreiben seiner Memoiren half". Das ist eher eine Untertreibung. Jedenfalls trübte sich das Verhältnis Kohls zum Chef-Ghostwriter, als sich Maike Richter von 2005 an in Oggersheim einbrachte. Man trennte sich bald von Schwan, der weiter fleißig über die Bonner Republik und den Kanzler der Einheit schreibt.

Der "jungen Altkanzlergattin" Richter-Kohl wirft der Autor "unwürdiges Handeln" vor und unterstellt ihr …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Von der Lebensleistung und von den Qualen der Kanzlergattin Hannelore Kohl, meint Rainer Blasius, legt diese Biografie Zeugnis ab, mitunter vielleicht etwas zu beredt, wie er findet. Dem Journalisten Heribert Schwan attestiert er die nötige Nähe und Einsicht in das Kanzlergattinnenschicksal, aber auch einen Zug ins Romanhafte und Denunziatorische, etwa wenn es um die Rolle von Helmut Kohls zweiter Frau Maike Richter geht. Über mögliche Traumata (Vergewaltigung, Spendensumpf) und eine als Lichtallergie getarnte Depression lässt sich laut Blasius mit diesem Buch hervorragend losspekulieren.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Am 5. Juli 2001 setzte Hannelore Kohl ihrem Leben selbst ein Ende (...) Zehn Jahre danach hat Heribert Schwan eine gründlich recherchierte und stark mitfühlende Biographie der Kanzlergattin verfasst." (Frankfurter Allgemeine Zeitung, Rainer Blasius)

"Das Buch bringt Licht in das Dunkle um eine Frau, die zum Schluss eben das Licht wegen einer Allergie mied (...) Die Lektüre des Buches löst Mitleid, Faszination, Ungläubigkeit aus. So, wie man bei menschlichen Tragödien eben mitleidet, fasziniert ist, das Unglück nicht glauben kann."

"Am 5. Juli 2001 setzte Hannelore Kohl ihrem Leben selbst ein Ende (...) Zehn Jahre danach hat Heribert Schwan eine gründlich recherchierte und stark mitfühlende Biographie der Kanzlergattin verfasst." (Frankfurter Allgemeine Zeitung, Rainer Blasius)
Heribert Schwan, Dr. phil., war Redakteur beim Deutschlandfunk und beim WDR-Fernsehen u.a. für die Kulturfeatures im ARD-Programm verantwortlich. Für seine Dokumentationen erhielt er zahlreiche nationale und internationale Preise; für seinen Film "Die verdrängte Gefahr - Neonazismus" wurde er mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Er ist Autor zahlreicher Bücher, von denen einige zu Bestellern wurden.

Leseprobe zu "Die Frau an seiner Seite (eBook)" von Heribert Schwan

Kapitel 8 HÖHEN UND TIEFEN (S. 179-180)

Zu Beginn der neuen Legislaturperiode wurde das übliche Ritual der Koalitionsverhandlungen über ein zukunftsorientiertes Regierungsprogramm abgespult. Kanzlerwahl und Kabinettsvereidigung – das beobachtete und begleitete die Kanzlergattin zum dritten Mal mit abnehmendem Interesse. Staatsbesuche im Ausland, Staatsgäste in der Bundesrepublik, für Hannelore war das Meiste inzwischen Routine.

Sie kannte die amtierenden Staats- und Regierungschefs, freute sich auf manche Besuche, sah anderen kritisch entgegen. Kohls Hang zur Schwarz-Weiß-Malerei, seine Liebe zu den sogenannten Kohlianern und seine Abneigung gegenüber den Kohl-Gegnern innerhalb und außerhalb des CDU/CSU-Milieus teilte Hannelore in gleicher Weise. Gelegentliche Abweichungen führten zu anstrengenden Auseinandersetzungen zwischen den Eheleuten. Aber im Grunde blieb alles beim Alten: Hannelore stellte sich weiterhin komplett in den Dienst ihres Mannes.

Einen guten Teil ihres Selbstverständnisses zog sie aus ihrem nicht nachlassenden Engagement als Präsidentin des Kuratoriums ZNS. Die längst schon traditionellen Benefizkonzerte mit Sandra Schwarzhaupt in Köln oder »Up with People« in Bonn, die dortige Opern-Gala und die Goldberg-Gala in Berlin gingen weiter. Der Berliner Juwelier David Goldberg veranstaltete für das Kuratorium ZNS seit 1987 bis Ende der Neunzigerjahre an verschiedenen Orten Berlins Bälle, deren Einnahmen dem Kuratorium zuflossen.

Dieser Mäzen sorgte nicht nur für ein gesellschaftliches Ereignis, sondern gehörte zu den eifrigsten Spendern und Spendeneintreibern. Im Mannheimer Rosengarten fand der alljährliche »Ball der Sterne« mit vielen Stars und viel politischer Prominenz statt. Auf dieser Veranstaltung präsentierte sich eine schlagfertige, witzige und unterhaltsame ZNS-Präsidentin. Ohne den Hauch von Lampenfieber war sie ganz in ihrem Element und warb mit neuen Ideen und Überzeugungskraft Spenden ein.

Auftritte wie diese waren Highlights in ihrem Leben, Höhen in einem oft grauen Alltag. Mit tiefer Zufriedenheit reagierte sie auch auf die Entscheidung des Deutschen Bundestages vom 20. Juli 1991, der mit 338 gegen 320 Stimmen für Berlin als künftigen Sitz von Regierung und Bundestag votiert hatte. Bis zuletzt hatte sich das Ehepaar Kohl mit Äußerungen zu dieser wichtigen Entscheidung zurückgehalten. Dass der Kanzler schließlich mit Herz, Verstand und großer Leidenschaft für den Berlin-Beschluss votierte, entsprach ganz und gar der Überzeugung seiner Frau. Niemals hätte Hannelore ihrem Mann verziehen, wenn er wie Norbert Blüm, Johannes Rau und viele andere prominente West-Politiker für Bonn als Regierungssitz plädiert hätte.

Kundenbewertungen zu "Die Frau an seiner Seite (eBook)" von "Heribert Schwan"

8 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 8 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von buecerwurm 12 aus Bremen am 27.02.2012 ***** schlecht
Lohnt sich nicht - das Buch ist eine Liebeserklärung von Herrn Schwan (Autor) an Hannelore Kohl -- die angeblich alleinerziehende Mutter, (trotz vieler Hausangestellte) die "Stilikone", die perfekte Chefin, Mutter, Frau etc.

langweilig!!!!!!!!!!!!

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 27.01.2012 ***** ausgezeichnet
Meine Frau war begeistert!

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Bewertung von Valadon aus Mandela am 10.09.2011 ***** sehr gut
Eine Liebesgeschichte
Macht war Kohls Job. Dafür war er geboren, dafür hatte er einen unfehlbaren Instinkt, dem wir die Wiedervereinigung Deutschlands verdanken.
Den Mächtigen umgeben viele von ihm selbst ausgewählte, zuverlässige - sprich treue - und kompetente Mitarbeiter. Und das Volk von Möchtegernen, Neidern, Intriganten, Opportunisten, Schmeichlern und all denjenigen, die von der Macht profitieren wollen, also auch Männern, die in jeder Hosentasche stets ein fesches Bündel Geldnoten parat haben und damit ihre raschen Geschäfte machen, und totschick auftretenden Frauen, die zweckmäßigerweise gleich mal Slip und BH zuhause gelassen haben. Für dieses Völkchen hat der Mächtige magnetische Wirkung, und er tut gut dran, ihr politisches Gewicht ernst zu nehmen, denn sonst ist er die Macht im Handumdrehen wieder los. Die Moral ist eine der Komponenten im Kräftespiel der Macht.
Hinter jedem bedeutenden Mann steht eine bedeutende Frau. Und das war Hannelore. Sicherlich war sie ihm eine unverzichtbare Stütze, außerhalb der politischen Fadengespinste, in die sie, da sie nun mal seine Frau war, trotz allem mit einbezogen wurde. Mag sein, dass er einiges nicht gesehen hat, aber welcher Ehemann ist denn schon so perfekt. Ich plädiere hier nicht für eine einsame Frau, die immer nur im Schatten ihres Mannes gestanden und unglaublich gelitten hat. Sie hatte einen Job, der ihr aus ihrer Ehe erwuchs, und den hat sie akzeptiert und wirklich gut gemacht. Und dafür hat sie auch eine Menge Lorbeeren geerntet. Es war bestimmt kein langweiliges oder inhaltsloses Leben.
Zur Macht gehört zuletzt auch der Abstieg. Und der ist immer ein verdammtes Problem, denn in dem Moment schwenkt das oben beschriebene Völkchen rasch um zu neuen Mächtigen, und manch einer kann es sich eben nicht verkneifen – warum sollte er auch – mal ein Paar Hiebe auf den nun nicht mehr Mächtigen runterrasseln zu lassen, aus dessen Teller er bis vor fünf Minuten selbst noch gegessen hat.
Was Kohl unter anderem nicht gesehen hat, war, dass seine Frau keine so dicke Haut hatte wie er. An der Schlammschlacht nach seinem Ausstieg ist sie zugrunde gegangen. Die Vergewaltigung wird von manchem Kommentator überbewertet, sie war in den Kriegs- und ersten Nachkriegsmonaten Gang und Gäbe, wie alle andere heute nur noch aus den Fernsehberichten möglichst ferner Länder zu uns klingende Gewalt an Männern, Frauen und Kindern in Kriegeszeiten; die russischen Männer rächten sich für das, was die deutschen Männer in ihrem Land angerichtet hatten. Die deutschen Frauen erlitten auch dies und manche (sicherlich etwas ältere Frauen als Hannelore damals war) sagten: lieber einen Russe auf dem Bauch als die Amis über dem Kopf (die bombardierten nämlich) . Solche Logik ist nach 65 Jahren Frieden, Freiheit und Wohlstand nicht nachvollziehbar.
Wir alle haben dieser Frau viel zu verdanken.
Gerade deshalb ist es wichtig, dass solche Bücher geschrieben, und dass sie auch gelesen werden. Mag sein, dass der Verfasser ein wenig in Hannelore Kohl verliebt war. Das ist doch immer die schönste Motivation, um tätig zu werden. Mag sein, dass er manchmal langatmig schreibt, etwas zu sehr auf die aus Frau Kohls Depressionen in den letzten Jahren hervorgehende negative Tube drückt. Mag sein, dass das Lektorat überhaupt nicht funktioniert hat. Unprofessionell, der Verlag. Aber das Buch gibt - ohne Gemeinheiten und Hinterhältigkeiten - Aufschluss über viele bisher unbekannte Hintergründe und Zusammenhänge aus dem Leben von zwei Menschen, die die Geschichte Deutschlands tiefgreifend geprägt haben.

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Bewertung von krisrom06 aus Altena am 14.08.2011 ***** sehr gut
Es ist sehr gut geschrieben und interessant.Lohnt sich auf jeden Fall es zu kaufen.

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Bewertung von Bücherwurm aus Hemer am 12.08.2011 ***** ausgezeichnet
Die Biographie und Lebensgeschichte von Hannelore Kohl ist ein faszinierendes Lesevergnügen.
Politik, die Weisheit und Stärke einer klugen Frau werden in diesem Buch zu einer Einheit.
Ein Buch das man nicht nur einemal lesen wird.

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Bewertung von moormaus aus lathen am 18.07.2011 ***** sehr gut
Gut geschrieben, keine Sülzerei. Frau Kohl war , wie man nun erfährt, eine sehr kluge und sehr tüchtige Frau. Umsichtig und eine gute Mutter. Verstehen kann ich allerdings nicht den Rummel den die Söhne jetzt veranstalten.
Der Vater hat beruflich die Leiter Step by Step erklommen und ist bis ganz oben gekommen. Das er nicht ständig zu Hause war - klar - der Postbote kommt jeden abend ins traute Heim. Aber die Mutter war ja ständig für die Kinder da. Das war vor 20 Jahren alles anders.
Die Frauen hielten den Männer den Rücken frei, Frau Kohl hat das in bewundernswerter Weise (so wie damals üblich) getan. Was war falsch daran?
Selbstverwirklichung ist heute wichtig, die Kinder kommen schon mit 3 Monaten in die Krippe. Wer ist tagsüber bei ihnen? Kein Vater und auch keine Mutter.!!!! Am Abend ist dann auch keine Zeit für die lieben Kleinen - am Wochenende stehen "Events" mit Freunden und Kollegen an. - Oma und Opa müssen sich dann um die Kleinen kümmern. (so sehe ich es in meinem Dorf.
Da ich einmal die Gelegenheit hatte mit Frau Kohl ein paar Sätze zu sprechen, war mir nicht aufgefallen wie toll diese Frau doch war. Bescheiden und niemals ins Rampenlicht drängen.
Herr Schwan hat sehr gut geschrieben.
Mir persönlich hat das Buch gut gefallen. Aber die Meinungen werden da wohl (vor allem bei den jungen Lesern) anders sein.

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Bewertung von grossherzog aus Aachen am 15.07.2011 ***** sehr gut
Habe das Buch vor einigen Tagen erhalten.Es lässt sich gut lesen und zeigt,dass Frau Kohl nicht gerade ein leichtes Leben führen durfte.Es zeigt eben auch,dass man selber oft ganz froh sein kann,dass es uns besser ging.

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Bewertung von narnia aus Alt Ruppin am 13.06.2011 ***** ausgezeichnet
Heribert Schwan ist seit langer Zeit als seriöser Journalist bekannt. Jetzt ist er dem Geheimnis der Hannelore Kohl auf der Spur.

Man muss dem Autor zu Gute halten, dass er keine schmutzige Wäsche wäscht und das er sich auch nicht an Spekulationen die sich um die Frau des ehemaligen Bundeskanzlers ranken beteiligt.

Schwan hat dies nicht nötig. Ihm gelang es nicht nur als erstem Journalist Hannelore Kohl zu einem Fernsehinterview zu bewegen, er war es auch der Hannelore Kohl auf nächtlichen Spaziergängen noch kurz vor ihrem Tod begleit hat.

Bei seiner in aller Offenheit geschilderten Meinung über die Famile Kohl, kommt der Exkanzler selbst nicht sehr gut weg. Sicher ist es übertrieben, aber nach der Lektüre dieses Buches und aus der Entfernung heraus, scheint mir Hannelore Kohl nicht nur, aber auch ein Opfer des Machtmenschen Helmut Kohl geworden zu sein.

Die Frau des Kanzlers war eine ganz normale Frau ihrer Zeit. Sie kümmerte sich um die Kinder und stand gern zurück für die sehr ehrgeizige Karriere ihres Mannes. Vielleicht nahm er dieses Schattendasein seiner Frau und ihre unzähligen Dienste für ihn zuletzt als viel zu selbstverständlich entgegen und vergaß dabei immer mehr nach ihren Bedürfnissen zu fragen.

Zehn Jahre nach dem Tod von Hannelore Kohl, legt Heribert Schwan eine ehrliche und deshalb gelungene Biografie vor!

Christian Döring

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