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Vatikan AG
Ein Geheimarchiv enthüllt die Wahrheit über die Finanz- und Politskandale der Kirche
Übersetzer: Hausmann, Friederike; Seuß, Rita; Kaiser, Petra
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
Produktinformation
- Verlag: Ecowin Verlag
- 2010
- Ausstattung/Bilder: 2010. 356 S.
- Seitenzahl: 356
- Deutsch
- Abmessung: 217mm x 156mm x 36mm
- Gewicht: 620g
- ISBN-13: 9783902404893
- ISBN-10: 3902404892
- Best.Nr.: 28077803
Leseprobe zu "Vatikan AG"
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Produktbeschreibung zu "Vatikan AG"
Beschreibung
Viertausend geheime Dokumente des Heiligen Stuhls Briefe, vertrauliche Mitteilungen, Aktennotizen, Protokolle, Kontoauszüge und Buchungsbelege gewähren einen Blick hinter die Kulissen des vatikanischen Finanzsystems. Die Dokumente stammen aus dem Nachlass Monsignor Renato Dardozzis (1922 2003), bis Ende der neunziger Jahre einer der wichtigsten Mitarbeiter des IOR ( Institut für die Werke der Religion ), wie die Vatikanbank offiziell heißt.
Ende der achtziger Jahre schien mit dem Crash der Ambrosiano-Bank, der rätselhaften Ermordung Roberto Calvis und Michele Sindonas und dem Rückzug von Erzbischof Marcinkus aus der Leitung des IOR der Schlussstrich unter ein unrühmliches Kapitel der Vatikanbank gezogen. Aber dann so beweisen die Dokumente aus Dardozzis Archiv begann alles wieder von vorn. Seit 1992 entstand ein neues, noch raffinierteres System mit Nummernkonten, über die Hunderte Milliarden Lire verschoben wurden. Architekt dieses Netzwerks war Prälat Donato de Bonis, der neue Chef der Vatikanbank. Er legte Konten auf den Namen von Bankiers, Unternehmern und Spitzenpolitikern an, unter ihnen Omissis , der Codename Giulio Andreottis.
Auf diese Konten wurden Erlöse aus Staatspapieren eingezahlt, um schmutziges Geld zu waschen. Auch in den Mega-Korruptionsskandal Enimont war die Vatikanbank verwickelt. Sogar Gelder gläubiger Katholiken, die für heilige Messen bestimmt waren, wurden mit geschickten Manövern auf persönliche Konten transferiert.
Das IOR funktionierte wie eine Bank innerhalb der Bank, eine gigantische Geldwaschanlage mitten in Rom, die von der Mafia genutzt und skrupellos für politische Machenschaften eingesetzt wurde. Ein Steuerparadies, das allein der Gesetzgebung des Vatikans unterworfen war. Und das alles im Namen Gottes.
22.12.2010
Im Dunstkreis
des Papstes
Als der Chef der Vatikanbank, Angelo Caloia, im September vergangenen Jahres plötzlich gehen musste, gab es keine offizielle Erklärung des Kirchenstaates. Caloia war 20 Jahre zuvor angetreten, die Vatikanbank nach Skandalen Ende der achtziger Jahre in ruhigere Fahrwasser zu bringen. Sein Vorgänger war seinerseits abgesetzt worden, weil er in den betrügerischen Bankrott der Banco Ambrosiano und in Geschäfte mit der Mafia verwickelt war. Es hatte sogar mehrere mysteriöse Todesfälle gegeben.
Nun wird spekuliert, Caloia habe die undurchsichtigen Geldgeschäfte der Vatikanbank nicht wirklich stoppen können, andere sehen die Ablösung des Bankers eineinhalb Jahre vor Ende seiner Amtsperiode als Reaktion auf die Finanzkrise. Sicher ist nur, dass wenige Monate vor dem Rauswurf Caloias ein Buch auf den italienischen Markt gekommen ist, das für ein kleines Erdbeben gesorgt hat. Der Journalist Gianluigi Nuzzi veröffentlichte Auszüge aus etwa 4000 Dokumenten des Privatarchivs eines verstorbenen hohen Bankmitarbeiters, die belegen, dass die Zeit von Geldwäsche, Mafia-Geschäften und Veruntreuungen im Vatikan mit Caloia keineswegs …
Kundenbewertungen zu "Vatikan AG" von "Gianluigi Nuzzi"
Bewertung von AJB aus Bad Kön am 29.04.2011
Bewertung von narnia aus Alt Ruppin am 15.04.2010
Man muss sich wirklich den Spaß gönnen, und die im Buch abgedruckten Dokumente genau ansehen. Da schreiben alte Männer, die offenbar hochintelligent und gebildet sind, aber dennoch eine beschränkte Sicht auf diese Welt haben. Und die meinen, dass die Außenwelt letztendlich etwas Manipulierbares wäre. Spannend ist deshalb auch die Quelle dieser Informationen.
Da arbeitet ein Geistlicher über lange Jahre innerhalb der Bank, um die Vorgänge aufzuklären, unterstützt aber durchaus in kritischen Situationen eine Politik der scheibchenweisen Aufdeckung der Wahrheit, um dann nach seinem Tod die gesammelte Dokumentation seiner Tätigkeit einem Journalisten zu übergeben. Treu zum System sein ganzes Leben lang, um dann nach seinem Tod noch für den großen Knall zu sorgen. Für mich deutet das darauf hin, dass er wohl zu Lebzeiten keine Chance auf eine Änderung der Verhältnisse sah. Und darauf, dass den Insidern der Mut fehlte, etwas zu ändern.
Hat man dieses Buch gelesen, denkt man einen Krimi bewältigt zu haben, aber die beschriebene Welt in diesem Buch ist Realität. Und die, die diese Welt regieren, für sie verantwortlich sind, haben an Aufarbeitung kein Interesse. Das ist meine klare Meinung nachdem ich dieses Buch gelesen habe.
Christian Döring,www.buecherveraendernleben.npage.de
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25.05.2010
Meisterhaft eingeführt in die dunklen Machenschaften der Vatikan AG
sieht sich Henning Klüver durch Gianluigi Nuzzi, einen Experten für
Polit- und Finanzskandale, wie Klüver versichert. Klüver erzählt
die abenteuerliche Geschichte der dem Buch zugrunde liegenden
Quellen, Belege, Briefe, Geheimbilanzen, die Nuzzi von einem
wichtigen Kirchenfunktionär zugespielt wurden. Schockiert zeigt
sich Klüver von der hier offengelegten Unverfrorenheit der
Verantwortlichen der Vatikanbank, krumme Geschäfte, Geldwäsche,
Mafiakontakte u.a.m. Umso mehr beeindruckt ihn die
Rechercheleistung des Autors, der die Mauer des Schweigens
durchbricht, ohne jedoch explizit gegen die Kirche anzuschreiben.
Nicht nötig übrigens. Die Fakten, dem Rezensenten erschlossen
mittels eines hilfreichen Glossars, dessen Verlässlichkeit
allerdings nicht immer die beste ist, wie er schreibt, scheinen für
sich zu sprechen.
© Perlentaucher Medien GmbH
Rezension
"Teuflische Verhältnisse" (Süddeutsche Zeitung, 10. 4.
2010)
"Einblick in die geheime Welt der Geldwäscher Gottes. Die
plötzliche Abberufung von Vatikan-Bankchef Angelo Caloia durch
Papst Benedikt XVI. lag zeitlich auffallend nah beim
Erscheinungsdatum." (Der Standard, 25. 3. 10)
"Das Buch Vatikan AG liest sich wie ein Verschwörungsroman von
Dan Brown (Sakrileg). Es geht um Geld- und Machtgier und die
Schwarzgelder von Mafiosi und korrupten Politikern bei der
Vatikanbank." (Kurier, 25. 3. 10)
"Eine unheilige Allianz mit der Mafia. Das Enthüllungsbuch des
italienischen Journalisten Gianluigi Nuzzi liest sich wie ein
Krimi." (Nürnberger Nachrichten, 27. 03. 10)
"Politiker-Schmiergelder, Mafiakonten - das klingt nach einer
Verschwörungstheorie, aber ist offenbar das tägliche Geschäft der
Vatikanbank. (...) Der Vatikan schweigt, das Buch verkauft sich
rasend schnell." (Abendzeitung, 9. 4. 2010)
Autorenporträt zu "Gianluigi Nuzzi"
Gianluigi Nuzzi wurde 1969 in Mailand geboren. Er war für die italienische Tageszeitung "Libero" als Berichterstatter tätig, arbeitete darüber hinaus für "Panorama" und den "Corriere della Sera". Gianluigi Nuzzi beschäftigt sich seit 1994 mit allen wichtigen Justizfällen, die mit Verstrickungen der Politik und der Finanzwelt zu tun haben.
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