Die Geschichte des mittelalterlichen Kreuzgangs beginnt im Rahmen
der Anianischen Reform um 800. Als Wegarchitektur ist er zunächst
zwar nur das Erschließungssystem des klösterlichen Alltags. Dem
Kreuzgang fiel jedoch als Herzstück der Klausuranlage innerhalb der
abendländischen Klosterbaukunst eine besondere Funktion zu, die
sich in besonders dekorativen Formen äußert. Kein anderes Baumotiv
der monastischen Architektur der Zeit von 800 bis 1600 steht
deshalb so sehr für das Kloster als Ganzes wie dieses glückliche
Baumotiv. Aus seiner existenziellen Notwendigkeit für das Kloster
entstand ein Wunderwerk der mittelalterlichen Architektur. Rolf
Legler studierte Malerei, Grafik und Bildhauerei in Nürnberg. Er
ist einer der besten Kenner des Themas, da er sich bereits in
seiner Dissertation mit dem Kreuzgang auseinandersetzte. Neben
weiteren Büchern zu diesem Thema befasste er sich auf diversen
Studienreisen mit der Kunst und Kultur des Mittelmeerraumes, des
Vorderen Orients und Lateinamerikas. Er veröffentlichte mehrere
Kunstreiseführer zu Italien und Frankreich sowie Beiträge zum Thema
Klosterbaukunst in führenden Fachzeitschriften und Tageszeitungen.
Dr. Rolf Legler ist Kunsthistoriker und lebt in München. Pulikationen zahlreicher Bildbände und Reiseführer sowie Veröffentlichungen in überregionalen Tageszeitungen und Fachzeitschriften.
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