Eine kurze Geschichte von fast allem, 2 Audio-CDs - Bryson, Bill

Bill Bryson 

Eine kurze Geschichte von fast allem, 2 Audio-CDs

Ausgabe für junge Hörer. Inszenierte und gekürzte Lesung. 140 Min.

Sprecher: Ralph Caspers
Audio CD
 
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Produktbeschreibung zu Eine kurze Geschichte von fast allem, 2 Audio-CDs

Bestsellerautor Bill Bryson nimmt uns mit auf eine atemberaubende Reise durch Raum und Zeit. Er erklärt uns den Himmel und die Erde, die Sterne und die Meere und nicht zuletzt die Entstehungsgeschichte des Menschen. 'Eine kurze Geschichte von fast allem' ist ein faszinierender Streifzug durch die Naturwissenschaften - faktenreich, klug und dabei höchst vergnüglich und ohne Vorkenntnisse zu verstehen!

"Damit ist dem Autor gelungen, einem jugendlichen Publikum ab etwa 10 Jahren in gut zwei Stunden die wichtigsten Fragen über unser Universum, die Erde, die Entstehung des Lebens und die Entwicklung des Menschen verständlich zu erklären. Und der Sprecher Ralph Caspers, Fernseh-Moderator von Sachgeschichten für Jugendliche, sorgt durch seine pointierte Interpretation dafür, dass diese Lehrstunde niemals langweilig wird." -- Radio Aktiv

"'Eine kurze Geschichte von fast allem' ist ein faszinierender Streifzug durch die Naturwissenschaften - faktenreich, klug und dabei höchst vergnüglich und ohne Vorkenntnisse zu verstehen!" -- www.buchinformationen.de

"Ralph Caspers liest mit dem nötigen Humor in der Stimme. Denn Brysons Wissen über die Entstehung der Welt und der Menschen kommt nicht ohne Augenzwinkern und Weltverbesserungsvorschläge aus. Im Plauderton erzählt zu bekommen, wie aus einem klitzekleinen Proton in der Zeit, 'die man braucht, um sich ein Marmeladenbrot zu schmieren', das Universum wird, hat etwas." -- WAZ

Produktinformation


  • ISBN-10: 3866049633
  • Best.Nr.: 23800796
  • Laufzeit: 140 Min.
"Ralph Caspers liest mit dem nötigen Humor in der Stimme. Denn Brysons Wissen über die Entstehung der Welt und der Menschen kommt nicht ohne Augenzwinkern und Weltverbesserungsvorschläge aus. Im Plauderton erzählt zu bekommen, wie aus einem klitzekleinen Proton in der Zeit, 'die man braucht, um sich ein Marmeladenbrot zu schmieren', das Universum wird, hat etwas." WAZ

"Ralph Caspers liest mit dem nötigen Humor in der Stimme. Denn Brysons Wissen über die Entstehung der Welt und der Menschen kommt nicht ohne Augenzwinkern und Weltverbesserungsvorschläge aus. Im Plauderton erzählt zu bekommen, wie aus einem klitzekleinen Proton in der Zeit, 'die man braucht, um sich ein Marmeladenbrot zu schmieren', das Universum wird, hat etwas."

"Das Sachbuch aller Sachbücher. (...) Nach der Lektüre, wenn man - etwas traurig, weil es vorbei ist - das Buch beiseite gelegt hat, weiß man zwar mehr, als man vorher gewußt hat, aber dieses Mehr an Wissen ist nichts gegenüber dem Meer an Unwissen, das man während der extrem spannenden, extrem kurzweiligen und oft auch sehr lustigen Lektüre kennen gelernt hat ... " (Hannoversche Allgemeine)
"In Zeiten von Pisa gibt es keine bessere Möglichkeit, ein Buch an Jugendliche und Erwachsene zu verschenken, das seine Leser nicht nur fesselt und ihnen spannende Stunden verspricht, sondern mit Leichtigkeit eine trockene Materie für jeden zugänglich macht." (Sächsische Zeitung)
"Der Amerikaner schafft auch bei den Naturwissenschaften das, was ihn als Reiseschriftsteller berühmt genacht hat: die Balance aus Witz und Wissen." (Main-Echo)

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Allen Anfängern, Einsteigen und Laien in Sachen Naturwissenschaften, die sich für Begriffe wie Urknall, Relativitätstheorie, Elementarteilchen usw. interessieren, kann Ernst Horst dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen. Ein langjähriger Leser des "Scientific American" dürfte dagegen darin nur wenig Neues entdecken. Wie Horst ausführt, beschreibt Bill Bryson, von Haus aus ein erfolgreicher Reiseschriftsteller, die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse in historischer Reihenfolge, ergänzt durch "kuriose Anekdoten" aus dem Leben der zugehörigen Wissenschaftler und gewürzt mit kleinen Gemeinheiten. Der Leser bekomme so einen Überblick über die Entstehung des Universums, der Erde, des Lebens und der Evolution des Homo Sapiens. Auch wenn nicht alles "hieb- und stichfest" ist, was Bryson schreibt, spricht ihn Horst für seine Bemühung um Präzision ein großes Lob aus. Und nicht nur dafür: Vor allem der Stil des Autors hat es Horst angetan. Der nämlich, findet der Rezensent, schreibe "wie ein Engel."

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 07.05.2004

Weltuntergang in Anekdoten
Bitte lesen: Bill Brysons viele kurze Geschichten von fast allem

Auf einem unbedeutenden Planeten in einem unbedeutenden Sonnensystem in einer unbedeutenden Galaxis lebt eine Spezies, die sich selbst - ohne jede Ironie - Homo sapiens getauft hat und gerade dabei ist, große Teile ihrer Biosphäre plattzumachen. Bill Bryson ist einer davon. Er hat gerade "Eine kurze Geschichte von fast allem" veröffentlicht, die unter anderem erklärt, wieso es dreizehn Milliarden Jahre gedauert hat, bis endlich jemand so ein Buch schreiben konnte.

Bryson ist eigentlich ein erfolgreicher amerikanischer Reiseschriftsteller. Seine Reportagen können einen Leser süchtig machen, wenn er für ihre sehr angelsächsische Form der liebevollen Bösartigkeit empfänglich ist. An den Naturwissenschaften war Bryson nie sonderlich interessiert, so sagt er jedenfalls. Vor ein paar Jahren wurde er aber vom Saulus zum Paulus. Er wollte wissen, was eigentlich hinter den Begriffen wie Urknall, Relativitätstheorie, Elementarteilchen, Galaxis, Planet, Kontinentalverschiebung, Eiszeit et cetera steckt und wie es zur Entstehung des Menschen durch …

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"Das Sachbuch aller Sachbücher. [...] Nach der Lektüre, wenn man - etwas traurig, weil es vorbei ist - das Buch beiseite gelegt hat, weiß man zwar mehr, als man vorher gewußt hat, aber dieses Mehr an Wissen ist nichts gegenüber dem Meer an Unwissen, das man während der extrem spannenden, extrem kurzweiligen und oft auch sehr lustigen Lektüre kennen gelernt hat. …"
Hannoversche Allgemeine

"In Zeiten von Pisa gibt es keine bessere Möglichkeit, ein Buch an Jugendliche und Erwachsene zu verschenken, das seine Leser nicht nur fesselt und ihnen spannende Stunden verspricht, sondern mit Leichtigkeit eine trockene Materie für jeden zugänglich macht."
Sächsische Zeitung

"Der Amerikaner schafft auch bei den Naturwissenschaften das, was ihn als Reiseschriftsteller berühmt genacht hat: die Balance aus Witz und Wissen."
Main-Echo

"Eine furiose, jederzeit amüsante und ungemein lehrreiche Sammlung, kurzum: ein phantastisches Buch." BERLINER ZEITUNG

"Eine Enzyklopädie für den Lustleser." STERN


"Ralph Caspers liest mit dem nötigen Humor in der Stimme. Denn Brysons Wissen über die Entstehung der Welt und der Menschen kommt nicht ohne Augenzwinkern und Weltverbesserungsvorschläge aus. Im Plauderton erzählt zu bekommen, wie aus einem klitzekleinen Proton in der Zeit, 'die man braucht, um sich ein Marmeladenbrot zu schmieren', das Universum wird, hat etwas."
Bill Bryson wurde 1951 in Des Moines, Iowa, geboren. 1977 zog er nach Großbritannien und schrieb dort mehrere Jahre u. a. für die "Times" und den "Independent". Mit seinem Englandbuch "Reif für die Insel" gelang Bryson der Durchbruch, und heute ist er in England der erfolgreichste Sachbuchautor der Gegenwart. Seine Bücher werden in viele Sprachen übersetzt, stürmen stets die internationalen Bestsellerlisten. 1996 kehrte Bill Bryson mit seiner Familie in die USA zurück, wo es ihn jedoch nicht lange hielt. Er war erneut "Reif für die Insel", wo er heute wieder lebt.

Leseprobe zu "Eine kurze Geschichte von fast allem, 2 Audio-CDs"

Bauanleitung für ein Universum

Wir können uns noch so viel Mühe geben - niemals werden wir begreifen, wie winzig, wie räumlich bescheiden ein Proton ist. Dazu ist es einfach viel zu klein.
Ein Proton ist ein letzter Baustein eines Atoms, und auch das ist natürlich kein greifbares Gebilde. Protonen sind so klein, dass ein kleiner Fleck Druckerschwärze, beispielsweise der Punkt auf diesem i, ungefähr 500000000000 von ihnen Platz bietet, das sind mehr als die Sekunden in einer halben Million Jahre.1 Protonen sind also, gelinde gesagt, überaus mikroskopisch.
Nun stellen wir uns vor (was wir natürlich nicht können), eines dieser Protonen würde auf ein Milliardstel seiner normalen Größe schrumpfen und einen so kleinen Raum einnehmen, dass ein Proton daneben riesengroß wirkt. Und in diesen winzig kleinen Raum packen wir nun ungefähr 30 Gramm Materie. Ausgezeichnet. Jetzt können wir ein Universum gründen.
Natürlich gehe ich davon aus, dass wir ein inflationäres Universum bauen wollen. Wer stattdessen das altmodische Standard-Urknalluniversum bevorzugt, braucht zusätzliches Material. Dann müssen wir sogar alles zusammensammeln, was es gibt - jedes kleine Fitzelchen und Teilchen der Materie von hier bis zu den Rändern der Schöpfung -, und alles in einen so unendlich kompakten Punkt zusammenpressen, dass er überhaupt keine Dimensionen hat. So etwas bezeichnet man als Singularität.
So oder so müssen wir uns auf einen richtig großen Knall vorbereiten. Dabei würden wir uns natürlich gern an einen sicheren Ort zurückziehen und das Schauspiel von dort aus beobachten. Leider können wir aber nirgendwo Zuflucht suchen, denn außerhalb der Singularität gibt es kein Wo. Wenn die Ausdehnung des Universums beginnt, füllt sich damit keine größere Leere. Es existiert nur ein einziger Raum: der Raum, der während des Vorganges erschaffen wird.
Sich die Singularität als eine Art schwangeren Punkt vorzustellen, der in einer dunklen, grenzenlosen Leere hängt, ist zwar eine natürliche, aber auch falsche Vorstellung. Es gibt weder Raum noch Dunkelheit. Um die Singularität herum ist nichts. Dort existiert kein Raum, den sie einnehmen könnte, kein Ort, an dem sie sich befindet. Wir können noch nicht einmal fragen, wie lange sie schon dort ist - ob sie wie eine gute Idee gerade erst ins Dasein getreten ist oder ob sie schon immer da war und in aller Ruhe auf den richtigen Augenblick gewartet hat. Die Zeit existiert nicht. Es gibt keine Vergangenheit, aus der sie hervortreten könnte.
Und so, aus dem Nichts, nimmt unser Universum seinen Anfang.
In einem einzigen blendenden Stoß, in einem Augenblick der Prachtentfaltung, der für jede Beschreibung mit Worten viel zu schnell und umfangreich ist, nimmt die Singularität himmlische Dimensionen an und wird zu einem unvorstellbar großen Raum. In der ersten, lebhaften Sekunde (und viele Kosmologen widmen ihre gesamte Berufslaufbahn dem Versuch, diese Sekunde in noch dünnere Scheiben zu zerlegen) entstehen die Schwerkraft und die anderen beherrschenden Kräfte der Physik. Nach noch nicht einmal einer Minute hat das Universum einen Durchmesser von weit mehr als einer Million Milliarden Kilometern, und es wächst schnell. Wärme ist jetzt reichlich vorhanden, zehn Milliarden Grad, genug, damit die Kernreaktionen beginnen und leichte Elemente entstehen lassen - im wesentlichen Wasserstoff und Helium mit einem Schuss (ungefähr einem unter hundert Millionen Atomen) Lithium. Nach drei Minuten sind 98 Prozent aller Materie entstanden, die existiert oder jemals existieren wird. Wir haben ein Universum. Es ist ein Ort der erstaunlichsten und lohnendsten Möglichkeiten, und wunderschön ist es auch. Und alles ist ungefähr in der Zeit geschehen, die man zur Zubereitung eines Sandwichs braucht.
Wann sich dieser Augenblick ereignet hat, ist noch ein wenig umstritten. Die Kosmologen haben lange darüber diskutiert, ob der Augenblick der Schöpfung sich vor zehn Milliarden Jahren abspielte, oder vor doppelt so langer Zeit, oder irgendwo dazwischen. Heute bewegt man sich offenbar auf eine Einigung bei ungefähr 13,7 Milliarden Jahren zu, aber die Messung solcher Dinge ist, wie wir noch sehen werden, von berüchtigter Schwierigkeit. Eigentlich kann man nur eines mit Sicherheit sagen: An irgendeinem unbestimmten Punkt in der sehr weit entfernten Vergangenheit kam aus unbekannten Gründen der Augenblick, der in der Wissenschaft als t = 0 bezeichnet wird. Von da an waren wir unterwegs.
Natürlich wissen wir vieles noch nicht, und von dem, was wir zu wissen glauben, wussten wir vieles vor kurzem ebenfalls noch nicht, oder wir glaubten noch nicht, es zu wissen. Selbst die Vorstellung vom Urknall ist noch relativ neu. Die Idee als solche geisterte schon seit den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts herum, als der belgische Priester und Gelehrte Georges Lemâitre sie erstmals vorsichtig äußerte, aber in der Kosmologie spielt sie erst seit Mitte der sechziger Jahre eine größere Rolle. Damals machten zwei junge Radioastronomen eine außergewöhnliche, unerwartete Entdeckung.
Die beiden - sie hießen Arno Penzias und Robert Wilson - wollten 1965 mit einer großen Funkantenne arbeiten, die den Bell Laboratories gehörte und in Holmdel, New Jersey, stand. Dabei störte sie aber ein ständiges Hintergrundgeräusch - ein ununterbrochenes Zischen, das jede experimentelle Arbeit unmöglich machte. Es war ein erbarmungsloser, unbestimmter Lärm, der Tag und Nacht, zu allen Jahreszeiten, von allen Stellen des Himmels kam. Ein Jahr lang versuchten die jungen Astronomen alles, was ihnen in den Sinn kam, um die Ursachen des Geräusches ausfindig zumachen und zu beseitigen. Sie überprüften sämtliche elektrischen Geräte. Sie bauten Instrumente um, prüften Stromkreise, spielten mit Kabeln herum, staubten Stecker ab. Sie kletterten in die Antennenschüssel und brachten Klebeband auf allen Schweißnähten und Nieten an. Sie kletterten noch einmal in die Schüssel, dieses Mal mit Besen und Bürsten, und schrubbten alles ab, was sie in einem späteren Fachaufsatz als »weißes dielektrisches Material« bezeichneten - normalerweise nennt man es Vogelscheiße. Aber was sie auch versuchten, es nützte nichts.
Was sie nicht wussten: Nur 50 Kilometer entfernt, an der Princeton University, suchte ein Wissenschaftlerteam unter Leitung von Robert Dicke genau nach dem, was die beiden mit so viel Mühe loszuwerden versuchten. Die Forscher in Princeton waren von einem Gedanken ausgegangen, den der in Russland geborene Astrophysiker George Gamow schon in den vierziger Jahren geäußert hatte: Danach musste man nur weit genug in den Weltraum blicken, dann würde man eine kosmische Hintergrundstrahlung finden, die vom Urknall übrig geblieben war. Nachdem diese Strahlung die Weiten des Universums durchquert hatte, sollte sie nach Gamows Berechnungen in Form von Mikrowellen auf die Erde treffen. In einem späteren Fachaufsatz hatte er sogar ein Instrument genannt, das sich für ihren Nachweis eignete: die Bell-Antenne in Holmdel. Leider hatten weder Penzias und Wilson noch irgendjemand aus der Arbeitsgruppe in Princeton diesen späteren Artikel gelesen.
Natürlich hatten Penzias und Wilson genau das Geräusch gehört, das Gamow postuliert hatte. Sie hatten den Rand des Universums gefunden, oder zumindest den Rand seines sichtbaren Teils, der 150 Milliarden Billionen Kilometer entfernt ist. Sie »sahen« die ersten Photonen, das älteste Licht des Universums, das allerdings über Zeit und Entfernung hinweg zu Mikrowellen geworden war, genau wie Gamow es vorausgesagt hatte. Wenn wir diese Entdeckung im richtigen Licht betrachten wollen, hilft uns ein Vergleich, den Alan Guth in seinem Buch Die Geburt des Kosmos aus dem Nichts anstellte: Wenn man sich den Blick in die Tiefen des Universums als Blick vom 100. Stock des Empire State Building vorstellt (wobei der 100. Stock die Gegenwart und die Straße den Augenblick des Urknalls darstellt), befanden sich die am weitesten entfernten Galaxien zur Zeit von Wilsons und Penzias' Entdeckung ungefähr im 60. Stock, und die am weitesten entfernten Objekte überhaupt - die Quasare - lagen ungefähr in Höhe des 20. Geschosses. Mit ihrer Entdeckung erweiterten die beiden unsere Kenntnisse über das sichtbare Universum bis auf einen Zentimeter über dem Bürgersteig.
Wilson und Penzias wussten immer noch nicht, woher die Geräusche kamen; sie riefen Dicke in Princeton an, beschrieben ihm ihr Problem und hofften, er würde eine Lösung vorschlagen. Dicke war sofort klar, was die beiden jungen Männer gefunden hatten. Als er den Hörer aufgelegt hatte, sagte er zu seinen Kollegen: »So Jungs, man hat uns überrundet.«
Kurz darauf erschienen im Astrophysical Journal zwei Artikel: In dem einen beschrieben Penzias und Wilson ihre Erfahrungen mit dem Zischen, in dem anderen erklärte Dickes Arbeitsgruppe, worum es sich dabei handelte. Obwohl Penzias und Wilson nicht nach der kosmischen Hintergrundstrahlung gesucht hatten, obwohl sie sie nicht erkannten, nachdem sie sie gefunden hatten, und obwohl sie auch ihre Eigenschaften in keinem Fachaufsatz beschrieben oder interpretiert hatten, erhielten sie 1978 den Nobelpreis für Physik. Den Wissenschaftlern in Princeton blieben nur freundliche Worte. Dazu schrieb Dennis Overbye in Das Echo des Urknalls, Penzias und Wilson hätten die wahre Bedeutung ihrer Entdeckung erst verstanden, als sie darüber etwas in der New York Times gelesen hätten.
Nebenbei bemerkt: Die Auswirkungen der kosmischen Hintergrundstrahlung hat jeder von uns schon einmal erlebt. Man braucht nur den Fernseher auf einen nicht belegten Kanal einzustellen: Das »Schneegestöber«, das man dort sieht, wird zu ungefähr einem Prozent von diesem uralten Überbleibsel des Urknalls hervorgerufen. Wer sich das nächste Mal beschwert, dass es im Fernsehen nichts zu sehen gibt, sollte daran denken, dass man immer bei der Geburt des Universums zusehen kann.

Obwohl alle vom Urknall reden, werden wir in vielen Büchern gewarnt, man solle sich darunter keine Explosion im üblichen Sinn vorstellen. Es war vielmehr eine riesige, sehr plötzliche Ausdehnung von ungeheuren Ausmaßen. Aber wodurch wurde sie ausgelöst?
Eine Vorstellung besagt, die Singularität sei vielleicht der Überrest eines früheren, zusammengebrochenen Universums - danach wären wir nur Teil eines ewigen Kreislaufs, in dem sich Universen ausdehnen und zusammenziehen wie der Blasebalg an einem Sauerstoffgerät. Andere führen den Urknall auf ein so genanntes »falsches Vakuum«, ein »Skalarfeld« oder eine »Vakuumenergie« zurück - in jedem Fall auf eine Qualität oder ein Etwas, das in das bestehende Nichts ein gewisses Maß an Instabilität hineinbrachte. Dass aus dem Nichts ein Etwas hervorgeht, erscheint unmöglich, aber die Tatsache, dass vorher nichts da war und jetzt ein Universum existiert, ist der Beweis, dass es möglich ist. Vielleicht ist unser Universum nur ein Teil vieler größerer Universen, von denen manche in anderen Dimensionen existieren, und vielleicht laufen ständig und überall Urknalle ab. Möglicherweise hatten Raum und Zeit auch vor dem Urknall eine völlig andere Form, die wir uns in ihrer Fremdartigkeit nicht vorstellen können, und der Urknall stellt eine Art Übergangsphase dar, in der das Universum sich von einer unbegreiflichen Form in eine andere verwandelte, die wir beinahe verstehen können. »Das sind schon fast religiöse Fragen«, erklärte der Kosmologe Dr. Andrei Linde aus Stanford im Jahr 2001 der New York Times.
In der Urknalltheorie geht es eigentlich nicht um den Urknall selbst, sondern um das, was danach geschah. Nicht lange danach, wohlgemerkt. Nachdem die Wissenschaftler eine Menge Mathematik betrieben und genau zugesehen haben, was in Teilchenbeschleunigern vor sich geht, können sie heute nach eigenen Angaben bis 10 [hoch] -43 Sekunden nach dem Augenblick der Schöpfung zurückblicken - damals war das Universum noch so klein, dass man es nur mit dem Mikroskop hätte sehen können. Wir brauchen nicht jedes Mal in Ohnmacht zu fallen, wenn uns ungewöhnliche Zahlen begegnen, aber von Zeit zu Zeit sollten wir vielleicht doch innehalten und uns daran erinnern, wie erstaunlich und unbegreiflich sie sind. 10 [hoch] -43 ist gleichbedeutend mit 0,0000000000000000000000000000000000000000001 oder einer zehn millionstel billionstel billionstel billionstel Sekunde.
Was wir heute über die ersten Augenblicke des Universums wissen oder zu wissen glauben, geht zum größten Teil auf die »Inflationstheorie« zurück, einen Gedanken, der erstmals 1979 von einem jungen Teilchenphysiker namens Alan Guth geäußert wurde. Guth - er arbeitete damals in Stanford und ist heute am Massachusetts Institute of Technology tätig - war damals 32 und hatte nach eigenem Eingeständnis zuvor noch nicht viel zuwege gebracht. Vermutlich wäre er nie auf seine großartige Idee gekommen, wenn er nicht einen Vortrag über den Urknall gehört hätte, den ausgerechnet Robert Dicke hielt. Der Vortrag weckte bei Guth das Interesse für Kosmologie und insbesondere für die Entstehung des Universums.

Am Ende kam dabei die Inflationstheorie heraus. Sie besagt, das Universum habe einen kurzen Augenblick nach Anbeginn der Schöpfung eine drastische Ausweitung erlebt. Es wurde »aufgeblasen« - eigentlich lief es vor sich selbst davon, und seine Größe verdoppelte sich alle 10 [hoch] -34 Sekunden. Die ganze Episode dürfte nicht länger als 10 [hoch] -30 Sekunden gedauert haben - eine millionstel millionstel millionstel millionstel millionstel Sekunde -, aber in dieser Zeit wurde das Universum von einem Gebilde, das man in der Hand halten konnte, zu etwas mindestens 10000000000000000000000000 Mal Größerem. Die Inflationstheorie erklärt die Wellen und Wirbel, die unser Universum möglich machen. Ohne sie gäbe es keine Materieklumpen und damit auch keine Sterne, sondern nur treibende Gase und immerwährende Dunkelheit.
Wenn Guths Theorie stimmt, entstand nach ungefähr einem Zehnmillionstel einer billionstel billionstel billionstel Sekunde die Schwerkraft. Nach einem weiteren lächerlich kurzen Zeitraum kamen der Elektromagnetismus sowie die starken und schwachen Kernkräfte hinzu - das Material der Physik. Einen Augenblick später folgten Schwärme von Elementarteilchen - das Material der Materie. Aus dem Nichts gab es plötzlich Schwärme von Photonen, Protonen, Elektronen, Neutronen und vieles andere - von jedem nach der Standard-Urknalltheorie etwa 1079 bis 1089 Stück.
Das sind natürlich unvorstellbare Mengen. Wir brauchen uns nur zu merken, dass nach einem einzigen entscheidenden Augenblick plötzlich ein riesiges Universum da war - es hat nach der Theorie einen Durchmesser von mindestens 100 Milliarden Lichtjahren, könnte aber auch noch viel größer oder sogar unendlich groß sein. Dieses Universum bot alle Voraussetzungen für die Entstehung der Sterne, Galaxien und anderer komplizierter Systeme.

Aus unserer Sicht ist besonders bemerkenswert, wie sich für uns alles zum Guten gewendet hat. Hätte das Universum bei seiner Entstehung nur ein kleines bisschen anders ausgesehen - wäre die Schwerkraft geringfügig stärker oder schwächer gewesen oder wäre die Ausdehnung nur ein wenig schneller oder langsamer vonstatten gegangen -, dann hätte es wahrscheinlich nie stabile Elemente gegeben, die dich und mich und die Erde, auf der wir stehen, hätten bilden können. Bei einer geringfügig stärkeren Gravitation wäre wahrscheinlich das ganze Universum wie ein schlecht aufgestelltes Zelt in sich zusammengebrochen, und ohne genau die richtigen Werte hätte es weder die richtigen Dimensionen und Bestandteile noch die richtige Dichte gehabt. Bei einer schwächeren Gravitation dagegen hätte sich nichts zusammenfinden können, und das Universum wäre für alle Zeiten eine langweilige, gleichmäßig verteilte Leere geblieben.
Das ist einer der Gründe, warum manche Experten glauben, es habe noch viele andere Urknalle gegeben, vielleicht sogar Billionen und Aberbillionen, die sich über die gewaltige Zeitspanne der Ewigkeit verteilen; dass wir gerade in diesem einen existieren, liegt demnach daran, dass es der Einzige ist, in dem wir existieren können. Edward B. Tryon von der Columbia University formulierte es einmal so: »Als Antwort auf die Frage, warum es passierte, unterbreite ich den bescheidenen Vorschlag, dass unser Universum schlicht und einfach eines von diesen Dingen ist, die von Zeit zu Zeit passieren.« Und Guth fügt hinzu: »Obwohl die Entstehung des Universums äußerst unwahrscheinlich erscheinen mag, hat niemand, wie Tryon betonte, die fehlgeschlagenen Versuche gezählt.«


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Durchschnittliche Kundenbewertung 4.7 von 5 Sterne bei 12 Bewertungen **** ausgezeichnet
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Bewertung von braunbär aus Bad Berka am 04.07.2011 ***** ausgezeichnet
Bill Bryson will es wissen. Warum gibt es die Erde? Wie lange dauerte der Urknall? Was ist der Urknall überhaupt und wer erfand den Begriff? Auf der Suche nach der Wahrheit bereiste er den ganzen Planeten um mit den richtigen Experten für jede Frage zu sprechen. Es zeigt sich im Laufe der Zeit, das viele Vermutusngen früherer Forscher oftmals schon erstaunlich nah an der Wahrheit lagen, aber auch, dass so manche Vorstellungen total daneben lagen. Es dauerte bis ins 20. Jahrhundert, bis jemand erkannte, dass Gebirge nicht durch riesige Überschwemmungen entstehen, sondern weil sich Erdplatten übereinander schieben. So ganz nebenbei gibt Bill Bryson auch ein paar lustige Geschichten von den größten Wissenschaftlern der letzten 500 Jahre zu Besten, egal ob es sich um Newton, Einstein oder Hubble handelt. Wer es noch nicht wusste: Auch Forscher sind Menschen und haben manche skurrile Angewohnheit. Darwin zum Beispiel hatte die Theorie von der Entstehung der Arten schon aufgestellt, wollte aus Rücksicht auf religiöse Gefühle aber nichts veröffentlichen. Erst als ein anderer seiner Theorie gefährlich nah kam, stellte er sein Buch vor. Am Ende des Buches weiß man, dass die Menschheit sich auf einem ziemlich gefährlichen Planeten breit gemacht hat und es besser wäre, sich besser darum zu kümmern, denn einen anderen hat man nicht als Ersatz.
Es ist ein echt lehrreiches Buch, das sich gut für den Urlaub eignet. Selbst wenn man sich nicht alles merken kann, so weiß man doch , wo man suchen müsste, denn der Titel verspricht nicht zuviel.

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Bewertung von Ackermann aus Bad Berka am 18.06.2011 ***** ausgezeichnet
Als Kind hat sich Bill Bryson, der Autor, immer gefragt, woher die Forscher all ihr schlaues Wissen über längst vergangene Zeiten haben. Woher wissen die, warum die Dinosaurier ausgestorben sind oder wie das Universum entstand. Schließlich war keiner dabei, der es aufschreiben konnte. Als Erwachsener fand er dann genug Zeit, viele Forscher zu befragen und ein Buch darüber zu schreiben. Los geht’s, wie man ein Universum baut. Natürlich nur zum Spass. Außerdem erfährt man, warum man überhaupt vom Urknall spricht. Danach erklärt er, wie man das Gewicht der Erde ermittelte und erstaunlicher, dass das schon vor 150 Jahren passierte. Überhaupt waren die Forscher früher auch nicht dumm und haben mit einfachsten Mitteln die Welt erklärt. Die Erde selber stellt sich nach dem Lesen des Buches als ziemlich einsam im Universum dar und gefährlich ist das Leben auf ihr allemal. Die Entstehung des Lebens, wie wir es kennen, nimmt einen großen Teil des Buches ein. Groß ist das Erstaunen, dass der Mensch eigentlich ein Zufallsprodukt der Geschichte ist und fast selber ausgestorben wäre. Insofern haben wir mächtig Glück gehabt, dass es uns überhaupt noch gibt.
Das Buch ist unterhaltsam , ohne ein langweiliges Schulbuch zu sein. Bill Bryson erklärt mit viel Witz und einfachen Worten das Leben, das Universum und den ganzen Rest. Es ist eine prima Urlaubslektüre und man kann mit dem erworbenen Wissen ganz herrlich angeben. Außerdem gibt es ab und zu ein paar Anekdoten über wissenschaftlich Berühmtheiten, was auch ganz lustig ist.

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Bewertung von schraeglage aus GMHütte am 30.07.2010 ***** sehr gut
Zustand super, Buch sowieso, war auch schön eingepackt, nur ... warum hat die Lieferung sooooooooo lange gedauert? (1 Punkt Abzug dafür). Egal, in der Ruhe liegt die Kraft und shit happens.

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Bewertung von scribbler aus Karlsruhe am 19.06.2010 ***** ausgezeichnet
Alles könnte so einfach sein: Bücher wie dieses in die Lehrpläne und als Pflichtlektüre für Jung und Alt, Volks-Bildung.
Alles verständlich geschrieben und mit Hintersinn,was will man mehr. Trotz des Umfangs nie langweilig.

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Bewertung von Tauriel aus S. am 02.08.2008 ***** ausgezeichnet
Unbedingt lesen! Ich habe selten soviele interessante Dinge in einem Buch gelesen! Trotz des vielen Wissens, das in diesem Buch steckt ist es so spannend geschrieben, das man alles sehr gut verstehen und behalten kann! Sehr zu empfehlen, bildet wirklich weiter!

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Bewertung von Endres aus Theilheim am 29.09.2007 ***** weniger gut
Teilweise ein informatives Buch (am Anfang) mit sehr langen uninteressanten Passagen.
Leider muß ich sagen,das ich das Buch vor Langeweile nicht zu Ende gelesen habe.

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Bewertung von Polar aus Aachen am 29.08.2007 ***** ausgezeichnet
Wie viele Bücher muß, dieser Autor gelesen haben, um dieses eine Buch zu schreiben? Und wie viele Bücher erspart er uns zu lesen, wenn wir seins gelesen haben? Viele von diesen Büchern will man eigentlich auch gar nicht lesen. Einmal, weil man sie sowieso nicht versteht, zum anderen, weil es Bill Brysons Buch gibt, daß uns die Zusammanhänge in kurzer Form nahebringt. Einigen Wissenschaftler mögen da die Haare zu Berge stehen, wenn sie miterleben müssen, wie nonchalant Bryson mit ihrem Fachwissen umgeht. Andere aufschreien, wenn oft die Biografie eines Forschers interessanter als die Ergebnisse erscheinen, denen er sein Leben gewidmet hat. Doch wischt Bryson alle Einwände vom Tisch, indem er uns zu Anfang beglückwünscht, daß wir als Mensch es überhaupt geschafft haben, sein Buch aufschlagen zu können. Es hat viel in dieser Welt und da draußen zusammenpassen müssen, damit wir so weit kommen. Ein Glücksfall: der Mensch an sich und dieses Buch.

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Bewertung von Heike Kluke aus Mettmann am 16.07.2007 ***** ausgezeichnet
Bill Bryson ist meiner Meinung nach einer der genialsten Schriftsteller unserer Zeit.

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Bewertung von G. aus Neuss am 17.06.2007 ***** ausgezeichnet
Der vielfachen Bewertung als "Meilenstein der Populärwisschenschaft" (u.a. durch den Spiegel) kann ich mich voll und ganz anschließen.
Als bisheriger absoluter Naturwissenschaftsmuffel wollte ich mich endlich einmal davon überzeugen, dass die Naturwissenschaften auch spannend sein können (vor allem in der Richtung Physik habe ich schon vorher viel Interessantes gehört und wollte mir nun einen Überblick verschaffen), und auf eine Empfehlung hin kaufte ich dieses Buch. Ich muss sagen: ich habe es mit keiner Seite bereut!

Bill Bryson gelingt es, einen Ton anzuschneiden, der wie geschaffen dafür ist, ein so unwahrscheinlich breites Publikum mit einer naturwissenschaftlicher Abhandlung zu erreichen, wie es noch nie zuvor gelungen ist. Wie bereits erwähnt, interessierte ich mich bis vor kurzem nicht für die Naturwissenschaften, war aber doch immer neugierig, alles Mögliche zu erfahren. Da ich die letzten vier Jahre Physik- und Chemieunterricht komplett verschlafen habe (bin jetzt am Ende der 10), brauchte ich eine Einführung für absolute Laien, die überhaupt keine Ahnung haben (auch im Hinblick auf meine Fächerwahl für die 11: Bio und Physik). Was für ein genialer Zufall, dass es Mr. Bryson vor dem Verfassen seines Buches also genau so erging wie mir vor der Lektüre. Ich hatte mir schon zuvor eine naturwissenschaftliche Einführung zu Gemüte geführt (verfasst von den Brüdern Brody) und musste spätestens im Kapitel über die Relativitätstheorie (das dritte oder vierte) enttäuscht resignieren, nachdem ich mich durch gerade einmal ca. 80 Seiten gequält hatte. (Nebenbei bemerkt, sehe ich die einzige Schwäche in Brysons Werk auch an dem Punkt: Die Relativitätstheorie erklärt er nicht, er erwähnt sie nur ausführlich.) Nicht so bei der kurzen Geschichte von fast allem: Von der ersten Seite an überzeugt Brysons humoristischer Stil, der gekonnt kuriose Fakten mit wesentlichen naturwissenschaftlichen Gegebenheiten kombiniert und einen wirklich guten Überblick über - nun ja - fast alles gibt.

Insgesamt also ein durch und durch empfehlenswertes Buch, wobei ich noch drei Einschränkungen geben möchte:
1. Bitte den Titel nicht missachten: Es geht um die Geschichte (!!!) der Naturwissenschaften. Somit kommt historischen Entwicklungen und Meilensteinen in der Forschung mindestens eine ebenso große Akzentuierung zu wie den Naturwissenschaften an sich. Wer sich dafür nicht begeistern kann, sollte lieber zu einer rein naturwissenschaftlichen Einführung greifen.
2. Naturwissenschaftlich vorgebildete Leser werden diesem Buch aller Wahrscheinlichkeit nach nichts wesentlich Neues entnehmen können.
3. Wessen Humor die Kauzigkeiten diverser Naturwissenschaftler absolut nicht umfasst, der lasse auch lieber die Finger von diesem Buch, denn derartige Randbemerkungen sind zahlreich.

Ansonsten sollte wirklich jeder gebildete Europäer über die Grundkenntnisse, die dieses Buch in erstklassiger Weise vermittelt, verfügen. Möglicherweise auch eine gute Ergänzung zu Schwanitz' "Bildung"!

Ich für meinen Teil kann jedenfalls behaupten, nach der Lektüre der kurzen Geschichte von fast allem definitiv etwas gelernt zu haben.

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Bewertung von Josef bäcker aus koblenz am 01.12.2006 ***** ausgezeichnet
Ein sehr ausführliches Werk in welchem der Protagonist auf knapp 600 Seiten einen vollständigen Überblick des aktuellen Standes der modernen Wissenschaft abliefert.
Es wird in einer für Laien verständlichen Weise geschrieben, zwar nüchtern und sachlich, dabei ohne größere Längen und nicht an Spannung verlierend.
Der Titel ist etwas irreführend, wissenschaftliche bzw. philosophische Erklärungsversuche nach dem Sinn und den Ursachen unserer Existenz respektive der Frage nach Gott kommen zu kurz.
Ob Kapitel über Krebs und Aids, Genetik, Kontinentalverschiebungen, Ozonschicht oder Wetterprognosen hier wirklich Sinn machen mag jeder Leser für sich selbst beantworten.
Ein Großteil des Buches widmet sich dann aber doch der Astronomie bzw. Kosmologie.
Wer aber schon einige Werke kennt ( Hawking, Gribbin , Davies, o.ä.) wird hier nichts Neues finden.
Aber trotzdem im Ganzen ein umfassendes und empfehlenswertes Buch.
Somit ist es nur als Einstieg zu empfehlen. Nicht so toll ist die Tatsache, das hier mit der Popularität Stephen Hawkings Werbung gemacht wird.



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Bill Bryson 

Eine kurze Geschichte von fast allem, 2 Audio-CDs

Eine kurze Geschichte von fast allem, 2 Audio-CDs - Bryson, Bill

Ausgabe für junge Hörer. Inszenierte und gekürzte Lesung. 140 Min.

Sprecher: Ralph Caspers

  • Erscheinungstermin: 2008
  • Anzahl 2
  • Audio CD 
 
  • EUR 15,00
  • Alle Preise inkl. MwSt.
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  • ISBN-10: 3866049633
  • Best.Nr.: 23800796
  • Laufzeit: 140 Min.

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Produktbeschreibung zu "Eine kurze Geschichte von fast allem, 2 Audio-CDs"

Kurzbeschreibung

Bestsellerautor Bill Bryson nimmt uns mit auf eine atemberaubende Reise durch Raum und Zeit. Er erklärt uns den Himmel und die Erde, die Sterne und die Meere und nicht zuletzt die Entstehungsgeschichte des Menschen. 'Eine kurze Geschichte von fast allem' ist ein faszinierender Streifzug durch die Naturwissenschaften - faktenreich, klug und dabei höchst vergnüglich und ohne Vorkenntnisse zu verstehen!

Beschreibung

"Damit ist dem Autor gelungen, einem jugendlichen Publikum ab etwa 10 Jahren in gut zwei Stunden die wichtigsten Fragen über unser Universum, die Erde, die Entstehung des Lebens und die Entwicklung des Menschen verständlich zu erklären. Und der Sprecher Ralph Caspers, Fernseh-Moderator von Sachgeschichten für Jugendliche, sorgt durch seine pointierte Interpretation dafür, dass diese Lehrstunde niemals langweilig wird." -- Radio Aktiv

"'Eine kurze Geschichte von fast allem' ist ein faszinierender Streifzug durch die Naturwissenschaften - faktenreich, klug und dabei höchst vergnüglich und ohne Vorkenntnisse zu verstehen!" -- www.buchinformationen.de

"Ralph Caspers liest mit dem nötigen Humor in der Stimme. Denn Brysons Wissen über die Entstehung der Welt und der Menschen kommt nicht ohne Augenzwinkern und Weltverbesserungsvorschläge aus. Im Plauderton erzählt zu bekommen, wie aus einem klitzekleinen Proton in der Zeit, 'die man braucht, um sich ein Marmeladenbrot zu schmieren', das Universum wird, hat etwas." -- WAZ

Leseprobe zu "Eine kurze Geschichte von fast allem, 2 Audio-CDs"

Bauanleitung für ein Universum

Wir können uns noch so viel Mühe geben - niemals werden wir begreifen, wie winzig, wie räumlich bescheiden ein Proton ist. Dazu ist es einfach viel zu klein.
Ein Proton ist ein letzter Baustein eines Atoms, und auch das ist natürlich kein greifbares Gebilde. Protonen sind so klein, dass ein kleiner Fleck Druckerschwärze, beispielsweise der Punkt auf diesem i, ungefähr 500000000000 von ihnen Platz bietet, das sind mehr als die Sekunden in einer halben Million Jahre.1 Protonen sind also, gelinde gesagt, überaus mikroskopisch.
Nun stellen wir uns vor (was wir natürlich nicht können), eines dieser Protonen würde auf ein Milliardstel seiner normalen Größe schrumpfen und einen so kleinen Raum einnehmen, dass ein Proton daneben riesengroß wirkt. Und in diesen winzig kleinen Raum packen wir nun ungefähr 30 Gramm Materie. Ausgezeichnet. Jetzt können wir ein Universum gründen.
Natürlich gehe ich davon aus, dass wir ein inflationäres Universum bauen wollen. Wer stattdessen das altmodische Standard-Urknalluniversum bevorzugt, braucht zusätzliches Material. Dann müssen wir sogar alles zusammensammeln, was es gibt - …

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07.05.2004

Weltuntergang in Anekdoten
Bitte lesen: Bill Brysons viele kurze Geschichten von fast allem

Auf einem unbedeutenden Planeten in einem unbedeutenden Sonnensystem in einer unbedeutenden Galaxis lebt eine Spezies, die sich selbst - ohne jede Ironie - Homo sapiens getauft hat und gerade dabei ist, große Teile ihrer Biosphäre plattzumachen. Bill Bryson ist einer davon. Er hat gerade "Eine kurze Geschichte von fast allem" veröffentlicht, die unter anderem erklärt, wieso es dreizehn Milliarden Jahre gedauert hat, bis endlich jemand so ein Buch schreiben konnte.

Bryson ist eigentlich ein erfolgreicher amerikanischer Reiseschriftsteller. Seine Reportagen können einen Leser süchtig machen, wenn er für ihre sehr angelsächsische Form der liebevollen Bösartigkeit empfänglich ist. An den Naturwissenschaften war Bryson nie sonderlich interessiert, so sagt er jedenfalls. Vor ein paar Jahren wurde er aber vom Saulus zum Paulus. Er wollte wissen, was eigentlich hinter den Begriffen wie Urknall, Relativitätstheorie, Elementarteilchen, Galaxis, Planet, Kontinentalverschiebung, Eiszeit et cetera steckt und wie es zur Entstehung des Menschen durch …

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Kundenbewertungen zu "Eine kurze Geschichte von fast allem, 2 Audio-CDs"

Durchschnittliche Kundenbewertung (aus 12 Bewertungen):
4.7 von 5 Sterne bei 12 Bewertungen *****
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Bewertung von braunbär aus Bad Berka am 04.07.2011
*****
ausgezeichnet
Bill Bryson will es wissen. Warum gibt es die Erde? Wie lange dauerte der Urknall? Was ist der Urknall überhaupt und wer erfand den Begriff? Auf der Suche nach der Wahrheit bereiste er den ganzen Planeten um mit den richtigen Experten für jede Frage zu sprechen. Es zeigt sich im Laufe der Zeit, das viele Vermutusngen früherer Forscher oftmals schon erstaunlich nah an der Wahrheit lagen, aber auch, dass so manche Vorstellungen total daneben lagen. Es dauerte bis ins 20. Jahrhundert, bis jemand erkannte, dass Gebirge nicht durch riesige Überschwemmungen entstehen, sondern weil sich Erdplatten übereinander schieben. So ganz nebenbei gibt Bill Bryson auch ein paar lustige Geschichten von den größten Wissenschaftlern der letzten 500 Jahre zu Besten, egal ob es sich um Newton, Einstein oder Hubble handelt. Wer es noch nicht wusste: Auch Forscher sind Menschen und haben manche skurrile Angewohnheit. Darwin zum Beispiel hatte die Theorie von der Entstehung der Arten schon aufgestellt, wollte aus Rücksicht auf religiöse Gefühle aber nichts veröffentlichen. Erst als ein anderer seiner Theorie gefährlich nah kam, stellte er sein Buch vor. Am Ende des Buches weiß man, dass die Menschheit sich auf einem ziemlich gefährlichen Planeten breit gemacht hat und es besser wäre, sich besser darum zu kümmern, denn einen anderen hat man nicht als Ersatz.
Es ist ein echt lehrreiches Buch, das sich gut für den Urlaub eignet. Selbst wenn man sich nicht alles merken kann, so weiß man doch , wo man suchen müsste, denn der Titel verspricht nicht zuviel.
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Bewertung von Ackermann aus Bad Berka am 18.06.2011
*****
ausgezeichnet
Als Kind hat sich Bill Bryson, der Autor, immer gefragt, woher die Forscher all ihr schlaues Wissen über längst vergangene Zeiten haben. Woher wissen die, warum die Dinosaurier ausgestorben sind oder wie das Universum entstand. Schließlich war keiner dabei, der es aufschreiben konnte. Als Erwachsener fand er dann genug Zeit, viele Forscher zu befragen und ein Buch darüber zu schreiben. Los geht’s, wie man ein Universum baut. Natürlich nur zum Spass. Außerdem erfährt man, warum man überhaupt vom Urknall spricht. Danach erklärt er, wie man das Gewicht der Erde ermittelte und erstaunlicher, dass das schon vor 150 Jahren passierte. Überhaupt waren die Forscher früher auch nicht dumm und haben mit einfachsten Mitteln die Welt erklärt. Die Erde selber stellt sich nach dem Lesen des Buches als ziemlich einsam im Universum dar und gefährlich ist das Leben auf ihr allemal. Die Entstehung des Lebens, wie wir es kennen, nimmt einen großen Teil des Buches ein. Groß ist das Erstaunen, dass der Mensch eigentlich ein Zufallsprodukt der Geschichte ist und fast selber ausgestorben wäre. Insofern haben wir mächtig Glück gehabt, dass es uns überhaupt noch gibt.
Das Buch ist unterhaltsam , ohne ein langweiliges Schulbuch zu sein. Bill Bryson erklärt mit viel Witz und einfachen Worten das Leben, das Universum und den ganzen Rest. Es ist eine prima Urlaubslektüre und man kann mit dem erworbenen Wissen ganz herrlich angeben. Außerdem gibt es ab und zu ein paar Anekdoten über wissenschaftlich Berühmtheiten, was auch ganz lustig ist.
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Bewertung von schraeglage aus GMHütte am 30.07.2010
*****
sehr gut
Zustand super, Buch sowieso, war auch schön eingepackt, nur ... warum hat die Lieferung sooooooooo lange gedauert? (1 Punkt Abzug dafür). Egal, in der Ruhe liegt die Kraft und shit happens.
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Bewertung von scribbler aus Karlsruhe am 19.06.2010
*****
ausgezeichnet
Alles könnte so einfach sein: Bücher wie dieses in die Lehrpläne und als Pflichtlektüre für Jung und Alt, Volks-Bildung.
Alles verständlich geschrieben und mit Hintersinn,was will man mehr. Trotz des Umfangs nie langweilig.
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Bewertung von Tauriel aus S. am 02.08.2008
*****
ausgezeichnet
Unbedingt lesen! Ich habe selten soviele interessante Dinge in einem Buch gelesen! Trotz des vielen Wissens, das in diesem Buch steckt ist es so spannend geschrieben, das man alles sehr gut verstehen und behalten kann! Sehr zu empfehlen, bildet wirklich weiter!
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4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Endres aus Theilheim am 29.09.2007
*****
weniger gut
Teilweise ein informatives Buch (am Anfang) mit sehr langen uninteressanten Passagen.
Leider muß ich sagen,das ich das Buch vor Langeweile nicht zu Ende gelesen habe.
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Bewertung von Polar aus Aachen am 29.08.2007
*****
ausgezeichnet
Wie viele Bücher muß, dieser Autor gelesen haben, um dieses eine Buch zu schreiben? Und wie viele Bücher erspart er uns zu lesen, wenn wir seins gelesen haben? Viele von diesen Büchern will man eigentlich auch gar nicht lesen. Einmal, weil man sie sowieso nicht versteht, zum anderen, weil es Bill Brysons Buch gibt, daß uns die Zusammanhänge in kurzer Form nahebringt. Einigen Wissenschaftler mögen da die Haare zu Berge stehen, wenn sie miterleben müssen, wie nonchalant Bryson mit ihrem Fachwissen umgeht. Andere aufschreien, wenn oft die Biografie eines Forschers interessanter als die Ergebnisse erscheinen, denen er sein Leben gewidmet hat. Doch wischt Bryson alle Einwände vom Tisch, indem er uns zu Anfang beglückwünscht, daß wir als Mensch es überhaupt geschafft haben, sein Buch aufschlagen zu können. Es hat viel in dieser Welt und da draußen zusammenpassen müssen, damit wir so weit kommen. Ein Glücksfall: der Mensch an sich und dieses Buch.
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Bewertung von Heike Kluke aus Mettmann am 16.07.2007
*****
ausgezeichnet
Bill Bryson ist meiner Meinung nach einer der genialsten Schriftsteller unserer Zeit.
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2 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von G. aus Neuss am 17.06.2007
*****
ausgezeichnet
Der vielfachen Bewertung als "Meilenstein der Populärwisschenschaft" (u.a. durch den Spiegel) kann ich mich voll und ganz anschließen.
Als bisheriger absoluter Naturwissenschaftsmuffel wollte ich mich endlich einmal davon überzeugen, dass die Naturwissenschaften auch spannend sein können (vor allem in der Richtung Physik habe ich schon vorher viel Interessantes gehört und wollte mir nun einen Überblick verschaffen), und auf eine Empfehlung hin kaufte ich dieses Buch. Ich muss sagen: ich habe es mit keiner Seite bereut!

Bill Bryson gelingt es, einen Ton anzuschneiden, der wie geschaffen dafür ist, ein so unwahrscheinlich breites Publikum mit einer naturwissenschaftlicher Abhandlung zu erreichen, wie es noch nie zuvor gelungen ist. Wie bereits erwähnt, interessierte ich mich bis vor kurzem nicht für die Naturwissenschaften, war aber doch immer neugierig, alles Mögliche zu erfahren. Da ich die letzten vier Jahre Physik- und Chemieunterricht komplett verschlafen habe (bin jetzt am Ende der 10), brauchte ich eine Einführung für absolute Laien, die überhaupt keine Ahnung haben (auch im Hinblick auf meine Fächerwahl für die 11: Bio und Physik). Was für ein genialer Zufall, dass es Mr. Bryson vor dem Verfassen seines Buches also genau so erging wie mir vor der Lektüre. Ich hatte mir schon zuvor eine naturwissenschaftliche Einführung zu Gemüte geführt (verfasst von den Brüdern Brody) und musste spätestens im Kapitel über die Relativitätstheorie (das dritte oder vierte) enttäuscht resignieren, nachdem ich mich durch gerade einmal ca. 80 Seiten gequält hatte. (Nebenbei bemerkt, sehe ich die einzige Schwäche in Brysons Werk auch an dem Punkt: Die Relativitätstheorie erklärt er nicht, er erwähnt sie nur ausführlich.) Nicht so bei der kurzen Geschichte von fast allem: Von der ersten Seite an überzeugt Brysons humoristischer Stil, der gekonnt kuriose Fakten mit wesentlichen naturwissenschaftlichen Gegebenheiten kombiniert und einen wirklich guten Überblick über - nun ja - fast alles gibt.

Insgesamt also ein durch und durch empfehlenswertes Buch, wobei ich noch drei Einschränkungen geben möchte:
1. Bitte den Titel nicht missachten: Es geht um die Geschichte (!!!) der Naturwissenschaften. Somit kommt historischen Entwicklungen und Meilensteinen in der Forschung mindestens eine ebenso große Akzentuierung zu wie den Naturwissenschaften an sich. Wer sich dafür nicht begeistern kann, sollte lieber zu einer rein naturwissenschaftlichen Einführung greifen.
2. Naturwissenschaftlich vorgebildete Leser werden diesem Buch aller Wahrscheinlichkeit nach nichts wesentlich Neues entnehmen können.
3. Wessen Humor die Kauzigkeiten diverser Naturwissenschaftler absolut nicht umfasst, der lasse auch lieber die Finger von diesem Buch, denn derartige Randbemerkungen sind zahlreich.

Ansonsten sollte wirklich jeder gebildete Europäer über die Grundkenntnisse, die dieses Buch in erstklassiger Weise vermittelt, verfügen. Möglicherweise auch eine gute Ergänzung zu Schwanitz' "Bildung"!

Ich für meinen Teil kann jedenfalls behaupten, nach der Lektüre der kurzen Geschichte von fast allem definitiv etwas gelernt zu haben.
Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JANEIN
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Bewertung von Josef bäcker aus koblenz am 01.12.2006
*****
ausgezeichnet
Ein sehr ausführliches Werk in welchem der Protagonist auf knapp 600 Seiten einen vollständigen Überblick des aktuellen Standes der modernen Wissenschaft abliefert.
Es wird in einer für Laien verständlichen Weise geschrieben, zwar nüchtern und sachlich, dabei ohne größere Längen und nicht an Spannung verlierend.
Der Titel ist etwas irreführend, wissenschaftliche bzw. philosophische Erklärungsversuche nach dem Sinn und den Ursachen unserer Existenz respektive der Frage nach Gott kommen zu kurz.
Ob Kapitel über Krebs und Aids, Genetik, Kontinentalverschiebungen, Ozonschicht oder Wetterprognosen hier wirklich Sinn machen mag jeder Leser für sich selbst beantworten.
Ein Großteil des Buches widmet sich dann aber doch der Astronomie bzw. Kosmologie.
Wer aber schon einige Werke kennt ( Hawking, Gribbin , Davies, o.ä.) wird hier nichts Neues finden.
Aber trotzdem im Ganzen ein umfassendes und empfehlenswertes Buch.
Somit ist es nur als Einstieg zu empfehlen. Nicht so toll ist die Tatsache, das hier mit der Popularität Stephen Hawkings Werbung gemacht wird.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch
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Perlentaucher-Notiz zur FAZ-Rezension

07.05.2004

Allen Anfängern, Einsteigen und Laien in Sachen Naturwissenschaften, die sich für Begriffe wie Urknall, Relativitätstheorie, Elementarteilchen usw. interessieren, kann Ernst Horst dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen. Ein langjähriger Leser des "Scientific American" dürfte dagegen darin nur wenig Neues entdecken. Wie Horst ausführt, beschreibt Bill Bryson, von Haus aus ein erfolgreicher Reiseschriftsteller, die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse in historischer Reihenfolge, ergänzt durch "kuriose Anekdoten" aus dem Leben der zugehörigen Wissenschaftler und gewürzt mit kleinen Gemeinheiten. Der Leser bekomme so einen Überblick über die Entstehung des Universums, der Erde, des Lebens und der Evolution des Homo Sapiens. Auch wenn nicht alles "hieb- und stichfest" ist, was Bryson schreibt, spricht ihn Horst für seine Bemühung um Präzision ein großes Lob aus. Und nicht nur dafür: Vor allem der Stil des Autors hat es Horst angetan. Der nämlich, findet der Rezensent, schreibe "wie ein Engel."

© Perlentaucher Medien GmbH

Rezensionen und Kritik

"Ralph Caspers liest mit dem nötigen Humor in der Stimme. Denn Brysons Wissen über die Entstehung der Welt und der Menschen kommt nicht ohne Augenzwinkern und Weltverbesserungsvorschläge aus. Im Plauderton erzählt zu bekommen, wie aus einem klitzekleinen Proton in der Zeit, 'die man braucht, um sich ein Marmeladenbrot zu schmieren', das Universum wird, hat etwas." WAZ

Rezensionen und Kritik

"Ralph Caspers liest mit dem nötigen Humor in der Stimme. Denn Brysons Wissen über die Entstehung der Welt und der Menschen kommt nicht ohne Augenzwinkern und Weltverbesserungsvorschläge aus. Im Plauderton erzählt zu bekommen, wie aus einem klitzekleinen Proton in der Zeit, 'die man braucht, um sich ein Marmeladenbrot zu schmieren', das Universum wird, hat etwas."

Rezension

"Das Sachbuch aller Sachbücher. (...) Nach der Lektüre, wenn man - etwas traurig, weil es vorbei ist - das Buch beiseite gelegt hat, weiß man zwar mehr, als man vorher gewußt hat, aber dieses Mehr an Wissen ist nichts gegenüber dem Meer an Unwissen, das man während der extrem spannenden, extrem kurzweiligen und oft auch sehr lustigen Lektüre kennen gelernt hat ... " (Hannoversche Allgemeine)
"In Zeiten von Pisa gibt es keine bessere Möglichkeit, ein Buch an Jugendliche und Erwachsene zu verschenken, das seine Leser nicht nur fesselt und ihnen spannende Stunden verspricht, sondern mit Leichtigkeit eine trockene Materie für jeden zugänglich macht." (Sächsische Zeitung)
"Der Amerikaner schafft auch bei den Naturwissenschaften das, was ihn als Reiseschriftsteller berühmt genacht hat: die Balance aus Witz und Wissen." (Main-Echo)

Rezension

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"Der Amerikaner schafft auch bei den Naturwissenschaften das, was ihn als Reiseschriftsteller berühmt genacht hat: die Balance aus Witz und Wissen."
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Rezension

"Eine furiose, jederzeit amüsante und ungemein lehrreiche Sammlung, kurzum: ein phantastisches Buch." BERLINER ZEITUNG

"Eine Enzyklopädie für den Lustleser." STERN

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Autorenporträt zu "Bill Bryson"

Bill Bryson, geb. 1951 in Des Moines, Iowa, zog 1977 nach Großbritannien und schrieb dort mehrere Jahre u. a. für die 'Times' und den 'Independent'. Mit seinem Englandbuch 'Reif für die Insel' gelang Bryson der Durchbruch, und heute ist er in England einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren der Gegenwart. Seine Bücher werden in viele Sprachen übersetzt, stürmen stets die internationalen Bestsellerlisten. 1996 kehrte Bill Bryson mit seiner Familie in die USA zurück, wo es ihn jedoch nicht lange hielt; er war wieder 'reif für die Insel', wo er heute wieder lebt.

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