Keine regionale Geschichtsschreibung, vielmehr legt der Autor mit
diesem Buch eine literarische Auseinandersetzung vor, die sich
wohltuend abhebt, von vielem, was sonst zu dieser Zeit und Region
angeboten wird. Das Werk gibt Einblick in eine Zeit der Umbrüche.
Als Volksschüler erlebt Robert Glasl die Tschechoslowakei der 30er
Jahre, dann den Einmarsch der Deutschen, die Jahre des Kriegs und
die Besetzung seiner Heimatstadt durch amerikanische Truppen. Nach
dem Verlust des Elternhauses durch Enteignung kommt er in ein als
Lager dienendes leerstehendes Hotel. Das Buch endet mit einer
dramatischen Flucht. Obwohl Fiktion, weist der Roman viele Bezüge
zum Leben des Autors auf. Mag sich auch mancherlei Einzelnes der
Komposition verdanken, also fiktiv sein, so bleibt doch der naive
Blick des Kindes und Jugendlichen auf das zeithistorische Umfeld
authentisch.
Wurde am 25. April 1930 in Marienbad im westlichen Sudetenland geboren. Er war 20 Jahre lang Professor an der Universität Koblenz-Landau. Sein wissenschaftliches Werk umfasst zahlreiche Bücher und Beiträge zur Romanistik und deren Didaktik. Im Ruhestand wendet er sich einer lebenslang gehegten Neigung zu, der literarischen.
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