Die Mitte der Welt - Steinhöfel, Andreas

Die Mitte der Welt

Roman. Ausgezeichnet mit dem Jugendbuchpreis Buxtehuder Bulle 1998 und der IBBY Ehrenliste 2000

Andreas Steinhöfel 

 
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Die Mitte der Welt

Was immer ein normales Leben auch sein mag - der 17-jährige Phil hat es nie kennengelernt. Denn so ungewöhnlich wie das alte Haus, in dem er lebt, so ungewöhnlich sind auch die Menschen, die dort ein- und ausgehen: seine chaotische Mutter Glass, seine verschlossene Zwillingsschwester Dianne. Und dann ist da noch Nicholas, der Unerreichbare, in den Phil sich unsterblich verliebt hat ...


Produktinformation

  • Verlag: Piper
  • 2009
  • 3. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 459 S. 190 mm
  • Seitenzahl: 459
  • Piper Taschenbuch Bd.5475
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahre
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 120mm x 27mm
  • Gewicht: 372g
  • ISBN-13: 9783492254755
  • ISBN-10: 3492254756
  • Best.Nr.: 26246490
»Andreas Steinhöfel hat einen grandiosen Entwicklungs- und Familienroman von großer literarischer Komplexität und Innerlichkeit geschrieben.« Der Tagesspiegel »Jedes Kapitel hält dieses geheimnisvolle Gleichgewicht zwischen der Neugierde auf den Schluss und dem Genießen des Augenblicks. Ein ungewöhnlicher Wurf: der klarsichtige Roman eines Kinder- und Jugendbuchschriftstellers, der seine Grenzen durchbrochen hat.« Die Zeit »Steinhöfel hat mit >Die Mitte der Welt< ein Tabu in der Kinder- und Jugendliteratur gebrochen.« Die Welt »Ein zauberhafter, erfrischend unverkrampfter Initiationsroman, der jugendliche wie erwachsene Leser gleichermaßen begeistern wird.« Frankfurter Rundschau

kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Warum gilt Rufus Beck eigentlich als König der Hörbuchsprecher? Mag ja sein, dass er gut mit Magiern und Hexen kann, doch bei Molltönen bekommt er Probleme. Der 17-jährige Phil lebt als klassischer Außenseiter am Rande einer süddeutschen Kleinstadt. Seine alleinerziehende Chaosmutter verweigert alle Infos über Phils Vater, und auch Zwillingsschwester Dianne hat sich vollkommen in sich selbst zurückgezogen. Doch zum Glück sind da noch seine beste Feundin Kat und Nicholas - in den er sich unsterblich verliebt. Andreas Steinhöfel hat mit "Die Mitte der Welt" einen sehr sensiblen Roman über das Erwachsenwerden eines schwulen Jungen geschrieben. Leider steht Beck der verführerischen Melancholie des Buches ratlos gegenüber: Durch gnadenlose Übersteuerung verwandelt er stilleren Humor in Slapstick, und streckenweise verkommen die Charaktere zu Karikaturen. Grandios hingegen ist die fürs Hörbuch gekürzte Textfassung, bei der die etwas zu langatmigen Passagen des Romans gestrichen wurden. Herrlich, dass das neue Jugendlabel Silberfisch mit der Steinhöfel-Adaption startet - doch statt einer Neuauflage hätten sie besser eine Neuproduktion angekurbelt. (cs)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 23.02.2006

Band 24
Rätselhafte Melancholie
Andreas Steinhöfel: „Die Mitte der Welt”
Wenn ich ein Buch lese, ist es eigentlich weniger ein Lesen als ein Hören, besser gesagt, ein Hineinhören in einen Roman. Ich stelle mir die Stimmung, den Klang, den Sound vor. Ich will wissen, wohin die Reise geht. Ist der Text Dur oder Moll, wechseln die Rhythmen, swingt es, gibt es eine Leitmelodie? In Andreas Steinhöfels „Die Mitte der Welt” fasziniert von Anfang an ein geheimnisvolles Moll-Thema, eine rätselhafte und doch verführerische Melancholie.
Der vaterlose Phil ist der Ich-Erzähler. Er sucht seine Identität in einer chaotischen Familiengeschichte, in deren Verlauf er etwa 17 Jahre alt sein wird. Von Beginn an stellen sich dem Leser Fragen. Wer ist diese junge hochschwangere Frau, die mit einem Schiff von Amerika nach Deutschland will und nicht, wie in der üblichen Emigrationsgeschichte, von der Alten in die Neue Welt? Was will dieses junge Mädchen mit dem merkwürdigen Namen „Glass” in einer kleinen Stadt irgendwo in Deutschland? Wir werden die Beweggründe nie genau erfahren. Jedenfalls will Glass zu ihrer Schwester …

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Band 24

Rätselhafte Melancholie

Andreas Steinhöfel: „Die Mitte der Welt”

Wenn ich ein Buch lese, ist es eigentlich weniger ein Lesen als ein Hören, besser gesagt, ein Hineinhören in einen Roman. Ich stelle mir die Stimmung, den Klang, den Sound vor. Ich will wissen, wohin die Reise geht. Ist der Text Dur oder Moll, wechseln die Rhythmen, swingt es, gibt es eine Leitmelodie? In Andreas Steinhöfels „Die Mitte der Welt” fasziniert von Anfang an ein geheimnisvolles Moll-Thema, eine rätselhafte und doch verführerische Melancholie.

Der vaterlose Phil ist der Ich-Erzähler. Er sucht seine Identität in einer chaotischen Familiengeschichte, in deren Verlauf er etwa 17 Jahre alt sein wird. Von Beginn an stellen sich dem Leser Fragen. Wer ist diese junge hochschwangere Frau, die mit einem Schiff von Amerika nach Deutschland will und nicht, wie in der üblichen Emigrationsgeschichte, von der Alten in die Neue Welt? Was will dieses junge Mädchen mit dem merkwürdigen Namen „Glass” in einer kleinen Stadt irgendwo in Deutschland? Wir werden die Beweggründe nie genau erfahren. Jedenfalls will Glass zu ihrer Schwester Stella, die dort ein Haus besitzt, das auf den Namen „Visible” (Sichtbar) getauft wurde. Merkwürdig, denn es ist wie eine Festung, eine dunkle alte Villa, ein verfallenes Anwesen am Rande der Stadt, das auf der anderen Seite des Flusses liegt. Visible passt so wenig in dieses provinzielle Städtchen wie unsere späteren Helden (sind es wirklich Helden?), die immer nur die Zugereisten, die Fremden bleiben. Glass wird ihre Schwester nie antreffen. Sie wird kurz nach der Ankunft Diane und Phil gebären. Diese Zwillingsgeschwister sind so unterschiedlich, dass sie sich emotional verlieren und erst am Ende der Geschichte wieder zueinander finden.

„Die Mitte der Welt” ist ein Initiationsroman, eine traurig-schöne Liebes- und Familiengeschichte, ein Coming-Out- Abenteuer. Phil ist auf der Suche nach seinem Vater, nach Liebe, Sicherheit und nach seiner Sexualität. Mit Phils Augen erfahren wir etwas über diese merkwürdigen Charaktere und ihr Leben als Außenseiter. Über die Mutter Glass, die nie den Namen des Vaters der Zwillingsgeschwister verraten wird, und dennoch Buch führt über ihre Liebhaber, die so rasch verschwinden, wie sie aufgetaucht sind. Wir hören von Nicholas, einem fremden Jungen, in den Phil sich heillos verlieben wird, über Kat, Phils Freundin, über Gable, den Abenteurer, Seefahrer und Freund. Immer ist die Liebe des Autors zu seinen Romanfiguren spürbar.

Steinhöfel zieht mit seinen wunderbar leichten, zarten und poetischen Beschreibungen den Leser immer tiefer in das Leben in und um Visible herum hinein. Er schildert das Erwachsenwerden als ein aufregendes Abenteuer, er lässt uns durch die Augen seines Protagonisten an der Suche nach dem Glück, der Sehnsucht nach Geborgenheit und dem Hunger nach Liebe teilnehmen. Phil wird in die Heimat seiner Mutter zurückkehren. Ob er seinen verschollen geglaubten Vater finden wird, erfahren wir nicht, aber wir träumen weiter und hoffen auf eine Fortsetzung dieses Märchens, wir wollen mehr hören von dieser Ballade „in a mellow Tone”.

RUFUS BECK

Träume

Illustration: Eberhard Wolf

SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Eine Dienstleistung der DIZ München GmbH

Andreas Steinhöfel, geb. 1962, Studium der Anglistik, Amerikanistik und Medienwissenschaften in Marburg. Tätig als Übersetzer, schreibt Drehbücher und rezensiert Jugendliteratur für die FAZ und DIE ZEIT. Zahlreiche Veröffentlichungen von Kinder- und Jugendbüchern mit nationaler und internationaler Auszeichnung. 2009 erhielt Andreas Steinhöfel den 'Erich Kästner Preis für Literatur', 2013 den 'Deutschen Jugendliteraturpreis'.


Kundenbewertungen zu "Die Mitte der Welt" von "Andreas Steinhöfel"

18 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.5 von 5 Sterne bei 18 Bewertungen   ausgezeichnet)
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Bewertung von its.any aus Recklinghausen am 10.02.2013   gut
In dem Buch "Die Mitte der Welt" von Adreas Steinhöfel geht es um den den homosexuellen, 17-jährigen Phil, der aus seiner Perspektive über sein Leben berichtet. Phil wohnt zusammen mit seiner Schwester Dianne und seiner Mutter Glass in einem großen Haus, dass "Visible" genannt wird. Seine Mutter bringt immer wieder andere Männer nach Hause und verschweigt Phil die Identität seines richtigen Erzeugers. Phil lernt Nicholas kennen, in den er sich verliebt. Die meiste Zeit mit seiner besten Freundin Kat. Am Ende beschließt Phil, die Suche nach seinem richtigen Erzeuger in Angriff zu nehmen.

Ich gebe diesem Buch 3/5 Sternen, da ich die Spannungskurve eher als ein "Auf-und-Ab" bezeichnen würde. Anfangs war es mMn sehr schwer, sich "reinzulesen". Zwischendurch hat sich die Story ein bisschen gezogen und war eher langweilig geschrieben, dann wurde es mal wieder spannender. Insgesamt geht es in dem Buch über die Gefühle eines homosexuellen 17-jährigen und seine Geschichte über das Erwachsenwerden und der Suche nach seiner eigenen Identität.

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Bewertung von Mattes aus Mönchengladbach am 02.12.2012   ausgezeichnet
Auf den Inhalt brauche ich hier nach den vielen treffenden Beschreibungen nicht weiter einzugehen. Es ist jedenfalls eine spannungsvoll wie sensibel geschriebene Geschichte, in die Andreas Steinhövel auch autobiographische Aspekte einfließen lässt.
Ich habe das Buch mit großen Erwartungen zu lesen begonnen, weil ich nach der Lektüre seiner Jugend- und Kinderbücher angetan war von dieser ihm eigenen wunderbaren Sprache.
Ich wurde nicht nur nicht enttäuscht, sondern fand in der glänzenden Schilderung skurriler Handlungsabläufe und der Beschreibung von Personen das entspannende Augenzwinkern des Erzählers wieder.
Man kann auf weitere Bücher von ihm gespannt sein, ich bin es jedenfalls.

Mattes

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Bewertung von The big surprise aus Bad Berka am 29.07.2011   ausgezeichnet
Glass, die bald Zwillinge erwartet und ein neues Leben beginnen möchte verlässt ihr Heimatland, die USA, Richtung Europa, um dort ihre Kinder mit der Hilfe ihrer Schwester aufzuziehen. Doch nichts verläuft wie geplant: Phil und Diannne kommen unter eigenwilligen Umständen zur Welt und Glass erfährt, dass ihre geliebte Schwester tot ist. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als ihre Kinder alleine in dem riesigen Haus, welches "Visible" genannt wird, großzuziehen.Das alles ist schon seltsam genug, doch das Leben der kleinen Familie ist noch ungewöhnlicher. Dianne ist stark in sich zurückgezogen, bei Glass gehen die Männer aus und ein und Phil ist schwul. Welche Überraschungen das Buch außerdem birgt und was mit dem Vater der beiden Kinder ist, wirst du selber herausfinden müssen...
Das Buch hat mir sehr gut gefallen,obwohl es an einigen Stellen etwas spannender geschrieben sein könnte. In dem Buch geht es ums Erwachsen werden und der Suche nach dem eigenen Ich. Das Buch sorgt durch die Homosexualität einer Figur für mehr Toleranz gegenüber diesen Menschen. Mich hat das Buch zum Nachdenken angeregt und ich kann es nur weiterempfehlen.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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Bewertung von Buchsi, Marc Sch, Adi aus Mössingen am 19.05.2011   gut
In dem Buch "Die Mitte der Welt" von Andreas Steinhöfel geht es um einen homosexuellen Jungen namens Phil, der aus der Ich-perspektive über seine Jugend erzählt.
Die Geschichte beginnt als Glass in jungen Jahren von Amerika nach Visible, wo ihre Schwester lebt. Visible ist eine große Villa mit vielen Zimmern. Als Glass im Schnee nach Visible stapft kommt Tereza aus dem Haus und sagt, dass Glass´ Schwester gestorben. Danach bekommt Glass ihre Zwillingen Phil und Dianne. Tereza hilt von nun an Glass im Job und mit ihren Kindern. Außerdem gibt sie Phil im laufe der Geschichte einen Ratgeber. Es ist eine Porzelanfigur namens Paleiko.
Phil erinnert sich ständig an Vorkommnise aus der Vergangenheit. Er erzählt auch, dass er und Dianne früher viel unternommen haben. Heute ist Dianne nicht mehr so wie früher, die beiden unterhalten sich kaum mehr. Phils beste Freundin Kate ist die Tochter vom Rektor der Schule. Als der neue Schüler Nicholas in die Klasse kommt, verliebt sich Phil in ihn. Er ist ein hervorragender Läufer. Sie treffen sich beim Sportplatz das erste Mal, nachdem Nicholas trainiert hatte. Sie gehen gemeinsam in die Kabine und sie machen Sex miteinander. Die beiden treffen sich immer öfters und verlieben sich immer stärker. Phil stellt Kate seinen neuen Freund vor. Die drei verbringen viel Zeit miteinander. Als Phil Kate und Nicholas beim Sex sieht reißt die Liebe. Tereza und ihre Lebensgefährtin Pascal ziehen um. Zu Weinachten kommt Phils Onkel Gable, er bietet ihm an mit nach Amerika zu kommen, wo Phils Vater lebt. Phil hat ihn noch nie gesehen und will ihn schon seit langer Zeit kennenlernen. Nun darf Phil mit Gable auf dem Schiff nach Amerika reisen und könnte sein lang ersehntes Ziel erreichen.
Das Buch hat uns eher mäßig gefallen, da es nie eine Spannung gibt. Es sind oft die selben Situationen. Außerdem ist es ein wenig gewöhnungsbedürftig wenn ständig diese Rückblenden geschrieben sind.
Ich würde das Buch nur Leuten empfehlen, die wirklich richtig gern lesen. Das Buch ist ab 14 Jahren geeignet.

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Bewertung von Andreas F. aus Mössingen am 17.05.2011   ausgezeichnet
In dem Roman "Die Mitte der Welt" von Andreas Steinhöffel geht es um einen 17-Jährigen Jungen, Namens Phil, der angeblich keinen Vater hat und mit seiner Mutter und Schwester alleine in einem großen alten Haus wohnt. Die Familie wohnt weit abseits der Stadt und ist mit dieser über einen großen Fluss getrennt. Die Familie ist erst vor 17 Jahren gekommen. Da Phils Mutter viele Beziehungen mit anderen Männern hat, wird sie als „Schlampe“ bezeichnet. Deswegen werden Phil und seine Zwillingsschwester, auch von den Kindern der Stadt, sehr oft als „Hexenkinder“ bezeichnet. Dadurch hat vor allem Phil sehr viele Schwierigkeiten sich in der Stadt zurechtzufinden. Drüberhinaus ist er homosexuell was die Sache noch schwieriger macht.
Nach dem ihn sein „Liebes-Freund“ Nicholas verläst, beschließt er sich auf die Suche nach seinem Vater zu machen Er versucht immer wieder herauszufinden wo sich sein Vater aufhält. Als ihm seine Mutter verrät, wo sie seinen Vater zuletzt gesehen hat, machte er sich auf den Weg nach Amerika, zu dem Ort, wo sein Vater zuletzt gesehen wurde, mit seinem Onkel, Dabei verlässt er aber seine beste „Freundschafts-Freundin“ Kate.
Ich finde das Buch sehr gut, da es sehr ausführlich und sehr detailliert geschrieben ist. Die Umgebung ist ebenfalls sehr gut beschrieben. Was es bedeutet ein Außenseiter und homosexuell geprägt zu sein, ist ebenfalls eine gute und wertvolle Erkenntnis. Allerding könnten die Ausführungen von Steinhöffel etwas kürzer sein, da es deswegen manchmal ein wenig langweilig zu lesen war. Ich würde dem Buch Neun von Zehn Sternen geben. Ich empfehle das Buch mit gutem Gewissen weiter.

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Bewertung von Dennis B. aus Mössingen am 17.05.2011   sehr gut
Im Roman „Die Mitte der Welt“ von Andreas Steinhöfel geht es um eine Familie, die ein ganz besonderes Leben führen. Glass ist mit 17 Jahren von Amerika nach Europa eingewandert und bekam Zwillinge. Die Kinder hießen Phil, der Protagonist des Buches, und Dianne. Zusammen leben sie nun in einer alten Villa, die Glass Schwester gekauft hatte, bevor sie starb. Das Haus heißt Visible und ist alt und marode. Es steht außerhalb der Stadt, was die Familie von Phil „automatisch“ zu Außenseitern macht. Phils Mutter hat den Ruf einer Dorfhure und Phil und ihre Schwester werden als Hexenkinder angesehen. Allerdings ist das Phil recht, da sie so in Ruhe gelassen werden. Phils einzige wirkliche Freundin ist Kat, welche die Tochter vom Schuldirektor ist. Doch dann verliebt sich Phil in Nicholas, den neuen in der Klasse. Er schafft es mit ihm zusammenzukommen, doch er weiß nicht, ob es wirklich richtige Liebe ist. Als Phil noch klein war hat er eine Puppe Namens „Paleiko“ von Tereza bekommen. Tereza ist eine Freundin von Glass, welche ihr auch Arbeit in einer Kanzlei gegeben hat. Phil redet mit Paleiko und redet mit ihm über seine Gefühle und Gedanken. Dann sieht Phill Nicholas zusammen mit Kat. Er versucht seine Beziehung mit Nicholas zu retten.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Andreas Steinhöfel schreibt in einem sehr guten Stil und benutzt oft Metaphern um tiefere Gedanken und Gefühle zu beschreiben. Auch ist die Geschichte gut und spannend erzählt und man fragt sich nach jedem Kapitel, wie es wohl weiter gehen könnte. Ich kann dieses Buch jedem weiterempfehlen, der gerne Bücher mit Gefühlen und zwischenmenschlichen Konflikten liest.

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Bewertung von kleinJuri aus Bad Berka am 12.08.2010   schlecht
Wie tief muss man in sich hinein hören, um den Boden der Mitte der Welt fühlen zu können?
Für den 17 jährigen Phil ist das Leben wie eine Achterbahnfahrt : Seine Mutter wechselt ihr Liebschaften wöchentlich, seine Zwillingsschwester distanziert sich zunehmend von der Familie und er verliebt sich Hals über Kopf in seinen Mitschüler Nicholas. Noch ehe er die Spitze der Glückseligkeit erreicht, geraten die Ereignisse außer Kontrolle und ein unglaub-
lich feinsinniger Roman entsteht: „Die Mitte der Welt“ von Andreas Steinhöfel.

Auf einer sehr detaillierten und umfangreichen Art erzählt Steinhöfel die Lebensgeschichte von Phil und seinem Umfeld. Vergleichbar mit einem Puzzle setzen sich Anekdoten und Gegenwartsepisoden Stück für Stück zu einem Ganzem zusammen. Mit einer realitätsnahen,
zum Teil erschreckender Normalität erzählt der Autor, womit er mir tief unter die Haut ging und ließ mich u.a. darüber nachdenken, wie stark der „eigene Lebensstil“ in der Gesellschaft toleriert werden kann.

„Deine Fußstapfen werden tiefer mit jedem Weg, den du zurücklegst. Dein Horizont wird kleiner mit jedem Blick aus dem Fenster“
Der Roman bietet ein großes Repertoire an Lebensweisheiten. Nach dem ich die ersten Kapi-
tel gelesen und mich allmählich mit dem Inhalt und den Figuren vertraut gemacht habe,
legte die Geschichte sanft ihre Fesseln um mich und ließ mich bis zum letzten Satz nicht wieder los. Ein Gefühl von Geborgenheit umhüllte mich, während ich Wort für Wort laß.
Die Thematiken bieten speziell dem jugendlichen Leser einen reizvollen und interessanten Hintergrund in dieser Geschichte. Aber auch Mütter oder stark mit Jugendlichen verbundene Leser können sich mit Figuren wie z.B. Glass oder Tereza identifizieren.
Insgesamt empfehle ich das Buch an alle weiter, die gerne in der Badewanne oder ähnlichem vom stressigen Alltag abschalten wollen. Die Sentimentalität und leichte Romantik eignet sich vor allem für die herbstliche bis winterliche Jahreszeit.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

Es gibt 1 Kommentar zu dieser Bewertung
  • flip am 31.10.2010
    wieso geben Sie dem Buch dann die Note "schlecht" ?

    (Inhalt anstößig?)

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Bewertung von Kathi aus Gerolstein am 16.07.2010   ausgezeichnet
Phils Mutter Glass betrat vor siebzehn Jahren hochschwanger ein Schiff von Amerika nach Europa zu ihrer älteren Schwester Stella. Doch als sie an dem großen Haus ihrer Schwester ankommt ist diese tot und Glass liegt in den Wehen. Die ebenfalls junge Tereza hilft Glass das Mädchen und den Jungen im Schnee zu gebären. Dianne und Phil. Tereza hilft der jungen Familie sich ein Leben in dem alten aber riesigen Haus Stellas, Visible, aufzubauen. So wachsen Dianne und Phil heran und finden in ihrem Leben Freunde und Feinde und halten sich strikt an das, was Glass ihnen einbläut, seit sie noch ganz klein sind: „Seid stark und wehrt euch. Wer euch verletzt, dem tut doppelt weh oder geht aus dem Weg, aber lasst euch niemals vorschreiben, wie ihr zu leben habt.“
Sie müssen zusammenhalten, denn die anderen Kinder fürchten sie. Nennen sie Hexenkinder. Das reden ihnen ihre Eltern ein, denn diese verachten Glass wegen ihres Lebensstils.
Phil und Dianne schlagen Schlachten und lernen die sonderlichsten Leute kennen. Die dicke Annie zum Beispiel, mit den roten Lackschuhen, die Phil den Spaß am Verbotenen lehrte, Gable, ein Verwandter von ihnen, der ein Seefahrer ist und für Phil so etwas wie ein Vaterersatz, denn den lernte er nie kennen. Er ist die Nummer drei auf Glass sorgfältig geführter List von Liebhabern. Kein Name steht hinter der Zahl.
Oder aber den Jungen mit dem schönen Mund und den funkelnden Augen, den Phil vor vielen Jahren in einem verschneiten Winter sah und den jetzt zum ersten Mal wieder sieht, denn dieser kommt nach den Sommerferien auf seine Schule und Phil verliebt sich zum ersten Mal.
„Die Mitte der Welt“ ist eines der am Schönsten geschriebenen Bücher, die ich je gelesen habe. Immer wieder erzählt Phil aus der Vergangenheit, was keinesfalls langweilig ist, denn die Geschichten sind spannend und einfach unglaublich. Das Buch ist spannend und schön, düster und leuchtend hell. Manche Dinge sieht Phil noch mit den Augen eines Kindes, naiv und mit ungeheurer Faszination, andere mit denen eines Erwachsenen und er muss sich endlich entscheiden, ob er sich immer nur klein machen und somit seinem Glück entsagen, oder ob er sich dem Leben und all seinen Tücken stellen möchte. Das Buch ist wirklich absolut empfehlenswert und der Beste Spontankauf, den ich je gemacht haben!

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Bewertung von Lola aus Gebesee am 14.06.2010   ausgezeichnet
In diesem Buch erzählt ein homosexueller Junge, der 17 Jahre alt ist, von seinem Leben. Seine Familie besteht aus seiner chaotischen Mutter Glass, die den Kindern sehr viel Freiheit gibt und aus der Schwester Dianne, die sehr in sich gekehrt ist und auch etwas seltsam. Phil, die Hauptfigur, erzählt viel von seiner Vergangenheit, dem “früherem” Leben von ihm. In der Gegenwart hat er eine “Affäre” mit einem Jungen namens Nicholas. Es gibt so viel zu dem Buch zu sagen, das man den ganzen Inhalt hier nicht aufführen kann. Aber ich denke das war das wichtigste.
Wie Phil sein Leben beschreibt, und diese Beschreibungen aus der Vergangenheit…einfach großartig. Wenn man dieses Buch ließt, denkt man gleichzeitig auch über sein eigenes Leben nach. Ich konnte es garnicht mehr weglegen, so “süchtig” war ich nach diesem Buch. Man lernt die Gedanken eines Teenagers kennen, der für sich allein lebt, der nicht viel mit anderen Menschen zutun hat, nur mit gewissen Personen die er länger kennt.
Das Buch ist sehr zu empfehlen.

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Bewertung von eso aus berlin am 07.04.2009   ausgezeichnet
ich liebes die mitte der welt
ich wünsche mir echt, dass es so richtig berühmt wird

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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