Der grüne Heinrich - Keller, Gottfried

Gottfried Keller 

Der grüne Heinrich

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Produktinformation

  • Verlag: Insel, Frankfurt
  • 2003
  • Ausstattung/Bilder: 2003. 944 S.
  • Seitenzahl: 944
  • Insel Taschenbücher Nr.2944
  • Best.Nr. des Verlages: 34644
  • Deutsch
  • Abmessung: 175mm x 108mm x 33mm
  • Gewicht: 480g
  • ISBN-13: 9783458346449
  • ISBN-10: 3458346449
  • Best.Nr.: 11255026
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 12.10.1996

Göttliches Federvieh
Neu kommentiert: Kellers "Grüner Heinrich" · Von Heinz Schlaffer

Es ist ein Unglück für die gegenwärtige Geltung der klassischen deutschen Literatur, daß zwei ihrer schönsten Werke mit dem abschreckenden Prädikat eines "Bildungsromans" umlaufen und deshalb bereits im Schattenreich der versäumten Lektüren umgehen: "Wilhelm Meisters Lehrjahre" und "Der grüne Heinrich". Zwar ist der "Bildungsroman" eine germanistische Fiktion, doch reicht ihre verdämmernde Wirkung noch aus, heutige Leser fernzuhalten, denn sie hören aus jenem anspruchsvollen Gattungsbegriff die Drohung heraus, sie selbst sollten gebildet werden. Romanleser mögen sich zwar auf unterschiedlichen Niveaus vergnügen lassen, nur eines wollen sie nicht, wenn sie einen Roman lesen: gebildet werden, auch nicht auf dem leichten, beschämend leichten Weg, indem sie den anstrengenden Bildungsgang einer vorbildlichen Figur verfolgen, während sie selbst es sich gerade auf dem Sofa bequem gemacht haben.

Ein Leser, der einen sogenannten Bildungsroman in Händen hält, wird stets darauf achten, daß er keine der angeblich wichtigen Stufen im angeblich …

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Gottfried Keller wurde am 19. Juli 1819 in Zürich geboren. Nach dem Verweis von der Industrieschule Zürich bildete er sich autodidaktisch weiter. Ab 1840 lebte er als Maler in München, 1842 kehrte er nach Zürich zurück und widmete sich, unterstützt von der Mutter, dem Schreiben. 1846 erschien ein Band seiner Gedichte, 1848/49 hatte er ein Stipendium zum Studium in Heidelberg. Von 1850 bis 1855 hielt Keller sich in Berlin auf. Ab 1861 war er erster Stadtschreiber in Zürich, er pflegte Bekanntschaften u.a. mit Paul Heyse, Theodor Storm und Richard Wagner. Er starb am 15. Juli 1890 in Zürich.

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