Schandtat - Pirincci, Akif

Akif Pirincci 

Schandtat

Ein Felidae-Roman

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Produktbeschreibung zu Schandtat

"Pirincci hat ein felines Paralleluniversum erschaffen. Wer sich darauf einlassen will, wird mit Witz und Eleganz unterhalten." -- Die Welt

"Wie immer sorgfältig recherchiert, da dürfte kein Katzenkenner etwas vermissen. Ein Muss für Francis-Fans!" -- Bonner Generalanzeiger

"Mit schonungslosem Blick und einem Hauch von Zynismus seziert Pirincci hier wieder den Zeitgeist." -- Hamburger Abendblatt

Produktinformation


  • Verlag: Diana
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 333 S.
  • Seitenzahl: 336
  • Diana-Taschenbücher Nr.35255
  • Deutsch
  • Abmessung: 186mm x 118mm x 25mm
  • Gewicht: 311g
  • ISBN-13: 9783453352551
  • ISBN-10: 3453352556
  • Best.Nr.: 23816388
»Pirincci hat ein felines Paralleluniversum erschaffen. Wer sich darauf einlassen will, wird mit Witz und Eleganz unterhalten.« Die Welt

»Mit schonungslosem Blick und einem Hauch von Zynismus seziert Pirincci hier wieder den Zeitgeist.«

"Pirincci schreibt die besten Katzenkrimis weit und breit." Bild am Sonntag

"Wie immer sorgfältig recherchiert, da dürfte kein Katzenkenner etwas vermissen. Ein Muss für Francis-Fans!"
Akif Pirinçci wurde 1959 in Istanbul geboren und wuchs in der Eifel auf. Mit seinem Katzenkrimi Felidae, der als Trickfilm auch das Kinopublikum eroberte, schrieb er sich in die Herzen einer internationalen Fangemeinde. Die folgenden Romane stürmten ebenfalls die Bestsellerlisten, wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und erzielten weltweit Millionenauflagen. Der Autor lebt in Bonn.

Leseprobe zu "Schandtat" von Akif Pirincci

2 (S. 17-18)

… aber dennoch verehrten wir dieses liebevolle, warme Wesen, das uns alle erschaffen und trotz armseliger Verhältnisse sechs Monate lang unter viel Mühsal durchgebracht hatte. Sie gehörte jener edlen Rasse der … nun, man sollte die Erinnerung nicht nachträglich zur Erfüllung seiner Ideale mißbrauchen. Unsere Mutti gehörte weder einer edlen noch einer anderen mir bekannten Rasse an. Sie sah irgendwie so aus, als hätte sich der liebe Gott bei ihr für die billige Standardversion entschieden, will sagen, es handelte sich bei ihr um eine graugetigerte Promenadenmischung. Nichtsdestotrotz war sie mit einem Mutterherz ausgestattet, dessen Größe und Kraft alles Edle überstrahlte. Ich hatte noch einen Bruder, einen schwachbrüstigen, kleingeratenen Kerl, der zudem keine große Leuchte gewesen war. Einmal ertappte ich ihn dabei, wie er sich mit einem ausgestopften Elchkopf auf einem Sperrmüllhaufen unterhielt.

Ganz im Gegensatz zu meinen drei ziemlich frechen Schwestern, die den lieben langen Tag nichts anderes im Sinn hatten, als sich miteinander zu streiten. Wir alle waren Winterkinder, geboren irgendwann im November in einem Gelände mit vermoderten Häusern und verwilderten Gärten, das ungefähr einen halben Quadratkilometer groß und völlig sich selbst überlassen war. Nahezu alle Gartenmauern, die die Grundstücke voneinander trennten, waren verfallen. Der Blick ging ungehindert durch Durchbrüche, die an asiatische Tempelrudimente im Dschungel erinnerten. Damals, in den späten Achtzigern des vorigen Jahrhunderts, hatte der Run auf Altbauten erst zögerlich begonnen, und allein sehr hellsichtige Immobilienhaie sahen hier eine goldene Zukunft heraufziehen. Sie waren schon eifrig dabei, Opalein und Omalein dazu zu überreden, ihnen die Gründerzeit-Wracks mit Kohleofen und Klo auf dem Gang für einen Appel und Ei zu überlassen. Freilich erkannte ich solche Zusammenhänge erst viel später. Für mich war das Gelände damals auf den ersten Blick ein kleines Paradies.

Begonnen hatte es allerdings mit der Hölle. Wie das bei meiner Art so üblich ist, hatte mein toller Papa nach der kurzen Liaison mit Mama das Weite gesucht und ward nicht mehr gesehen. Das heißt, das stimmte nicht ganz. Einmal standen wir uns doch von Angesicht zu Angesicht gegenüber. Ich erlernte gerade den lustigen Zeitvertreib des Mückenschnappens, da lief ein ziemlich, wie soll ich sagen, homophil wirkender Typ durchs Gestrüpp. Er war schwarzweiß gefleckt wie eine Holsteinische Kuh, und seine Haare sahen ebenso hochdramatisch toupiert aus wie bei Junior. Sein Gesicht glich dem eines Yves Saint Laurent mit Spitzohren und Schnurrhaaren, und irgend etwas in dem zwischen Langeweile und Weltekel schwankenden Ausdruck verriet mir, daß ich es nicht mit einem x-beliebigen Artgenossen zu tun hatte. Es hätte nur noch die eckige Brille von Yves vor den hell leuchtenden ozeangrünen Augen gefehlt.


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… aber dennoch verehrten wir dieses liebevolle, warme Wesen, das uns alle erschaffen und trotz armseliger Verhältnisse sechs Monate lang unter viel Mühsal durchgebracht hatte. Sie gehörte jener edlen Rasse der … nun, man sollte die Erinnerung nicht nachträglich zur Erfüllung seiner Ideale mißbrauchen. Unsere Mutti gehörte weder einer edlen noch einer anderen mir bekannten Rasse an. Sie sah irgendwie so aus, als hätte sich der liebe Gott bei ihr für die billige Standardversion entschieden, will sagen, es handelte sich bei ihr um eine graugetigerte Promenadenmischung. Nichtsdestotrotz war sie mit einem Mutterherz ausgestattet, dessen Größe und Kraft alles Edle überstrahlte. Ich hatte noch einen Bruder, einen schwachbrüstigen, kleingeratenen Kerl, der zudem keine große Leuchte gewesen war. Einmal ertappte ich ihn dabei, wie er sich mit einem ausgestopften Elchkopf auf einem Sperrmüllhaufen unterhielt.

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Rezension

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Autorenporträt zu "Akif Pirincci"

Akif Pirinçci, geboren 1959 in Istanbul und aufgewachsen in der Eifel, drehte mit vierzehn Jahren seinen ersten Film für den Bayrischen Rundfunk und erhielt kurz darauf den Hörspielpreis des Hessischen Rundfunks. Mit seinem Katzenkrimi, der als Trickfilm auch das Kinopublikum eroberte, schrieb er sich in die Herzen einer internationalen Fangemeinde. Die folgenden Romane stürmten sofort die Bestsellerlisten, wurden in viele Sprachen übersetzt und erzielten weltweit Millionenauflagen. Akif Pirinçci lebt mit seinen Katzen in Bonn.

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