Der Jakubijân-Bau - Aswani, Alaa Al-

Alaa Al- Aswani 

Der Jakubijân-Bau

Roman aus Ägypten

Übers. v. Hartmut Fähndrich
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Produktbeschreibung zu Der Jakubijân-Bau

Die Armen wohnen oben, auf dem Dach, in kleinen Kabüffchen, die ursprünglich als Abstellkammern konzipiert waren. In den Stockwerken darunter geht es weniger knapp zu. Dort hat ein durch die Revolution von 1952 teilenteigneter Grundbesitzer sein Büro mitsamt Liebesnest, ein Chefredakteur seine Wohnung, ein Neureicher das Domizil für seine Zweitfrau und haben viele Ungenannte ihr ganz normales Zuhause. Auf vielfältige Weise verweben sich die Leben der Bewohner. Das Haus wird zum Mikrokosmos für Ägypten. Alaa al-Aswanis Roman stellt vieles dar, was es in Ägypten gibt, worüber aber nicht häufig - und eigentlich nie in dieser Direktheit - gesprochen wird. Da kommt der junge Mann nicht an die Polizeischule, weil sein Vater nur Türhüter ist. Da hält sich der wohlhabende Journalist einen armen Oberägypter als Bettgenossen. Da predigt der eine Geistliche für die Regierungspolitik, der andere für den Terror. Da bereichern sich manche schamlos mit den zweifelhaftesten Geschäften. Da wird das junge Mädchen, das für seine Familie sorgen muss, von allen Arbeitgebern systematisch belästigt. Da träumt der ehemalige Aristokrat von vorrevolutionären, besseren Zeiten. Da wird im Bereich der Politik geschmiert, geschnüffelt und gefoltert. Da wird eben das tägliche Leben Ägyptens gezeigt.

Produktinformation


  • Verlag: Lenos
  • 2010
  • 3. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 372 S.
  • Seitenzahl: 372
  • Lenos Pocket Bd.123
  • Deutsch
  • Abmessung: 187mm x 116mm x 30mm
  • Gewicht: 350g
  • ISBN-13: 9783857877230
  • ISBN-10: 3857877235
  • Best.Nr.: 25615325
Das Buch ist eine Sensation, ein so mutiger, zupackender Roman, dass den Lesern der Atem stockt. Alles ist drin: das vornehme und das dreckige Kairo, Religion, Politik, Sex, Terror, die Liebe. Hunderttausende haben das Buch gelesen, es ist der Bestseller der zeitgenössischen arabischen Literatur. (Der Spiegel)

Weltweit über 1 Million Mal verkauft - der erfolgreichste arabische Roman aller Zeiten. "Das Buch ist eine Sensation, ein so mutiger, zupackender Roman, dass den Lesern der Atem stockt. ... Hunderttausende haben das Buch gelesen, es ist der Bestseller der zeitgenössischen arabischen Literatur." Der Spiegel

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 13.08.2007

Der Gotteskrieger auf dem Dach
Ein ägyptischer Bestseller: Alaa al-Aswani erzählt aus Kairo

Was bei uns Hinterhöfe oder Souterrainwohnungen sind, ist am Jakubijân-Bau in Kairo das Dach. Immerhin: Zimmer mit Aussicht, in luftiger Höhe! Aber wer, bitte, will in einer Eisenkammer von vier Quadratmetern wohnen? Einem Abstellraum? Mit Familie und Hausvieh, unter der sengenden Sonne Ägyptens? Glückliche Häuser gleichen einander, jedes unglückliche ist unglücklich auf seine Art.

Das Haus gibt es wirklich. Von einem reichen Armenier 1934 in der Innenstadt der Metropole für die Hautevolee gebaut, wird der zehnstöckige Prachtbau im Romandebüt des 1957 geborenen Ägypters Alaa al-Aswani zur spektakulären Kulisse eines Politdramas und zum nostalgisch verklärten Sinnbild des gesellschaftlichen Niedergangs. Die Großbürger von einst sind in den Jahren nach der Revolution von 1952 bis auf wenige verschwunden, in den Beletagen haben sich die neue militärische Elite und andere Sozialaufsteiger eingerichtet. Dienstboten und Hungerleider dürfen sich auf dem Dach einmieten, dem neuen Domizil der kleinen Leute.

Der Autor ist im …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Dieser ägyptische Bestseller beantwortet Rezensentin Iris Radisch viele Fragen. Zum Beispiel, warum einer zum islamistischen Terroristen wird. Und zwar auf altmodische, einprägsame Weise, frei von koketten Melancholien und den "psychologischen Ambivalenzen" des Westens. Erzählt werde die Geschichte von Taha, der unterm Dach eines zehngeschossigen Kairoer Mietshaus lebt, das für die Rezensentin gleichzeitig die Struktur der ägyptischen Gesellschaft abbildet. Das Buch folgt dem Werdegang des armen jungen Mannes in den Fundamentalismus, zeichnet dabei, wie wir lesen, das Panorama des gegenwärtigen Ägypten, das geprägt ist von Folter, Armut, Rechtlosigkeit des Einzelnen und religiöser Radikalisierung. Zwar gerät das Buch aus der Sicht Rezensentin immer wieder in die Nähe der Kolportage. Doch Einwände, diese Spielart eines sozialen Realismus sei literarisch überholt, entkräftet sie plausibel: nach dem dreißigjährigen Krieg seien auch keine "Duineser Elegien" geschrieben worden und Folterstaaten generierten nun mal keine Popliteratur.

© Perlentaucher Medien GmbH
Alaa Al-Aswani, geboren 1957 in Kairo, studierte Zahnmedizin in Ägypten und Amerika. Um 1989 veröffentlichte er seine erste Geschichtensammlung. Alaa Al-Aswani lebt und arbeitet in Kairo. Für seine Erzählungen und Romane erhielt er zahlreiche Auszeichnungen. 2008 wurde Alaa Al-Aswani mit dem "Coburger Rückert-Preis 2008" geehrt und 2011 mit dem "Blue Metropolis Arab Prize - Al Majidi Ibn Dhaher Arab Literary Prize".

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Alaa Al- Aswani 

Der Jakubijân-Bau

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Roman aus Ägypten

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  • ISBN-13: 9783857877230
  • ISBN-10: 3857877235
  • Best.Nr.: 25615325

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Die Armen wohnen oben, auf dem Dach, in kleinen Kabüffchen, die ursprünglich als Abstellkammern konzipiert waren. In den Stockwerken darunter geht es weniger knapp zu. Dort hat ein durch die Revolution von 1952 teilenteigneter Grundbesitzer sein Büro mitsamt Liebesnest, ein Chefredakteur seine Wohnung, ein Neureicher das Domizil für seine Zweitfrau und haben viele Ungenannte ihr ganz normales Zuhause. Auf vielfältige Weise verweben sich die Leben der Bewohner. Das Haus wird zum Mikrokosmos für Ägypten. Alaa al-Aswanis Roman stellt vieles dar, was es in Ägypten gibt, worüber aber nicht häufig - und eigentlich nie in dieser Direktheit - gesprochen wird. Da kommt der junge Mann nicht an die Polizeischule, weil sein Vater nur Türhüter ist. Da hält sich der wohlhabende Journalist einen armen Oberägypter als Bettgenossen. Da predigt der eine Geistliche für die Regierungspolitik, der andere für den Terror. Da bereichern sich manche schamlos mit den zweifelhaftesten Geschäften. Da wird das junge Mädchen, das für seine Familie sorgen muss, von allen Arbeitgebern systematisch belästigt. Da träumt der ehemalige Aristokrat von vorrevolutionären, besseren Zeiten. Da wird im Bereich der Politik geschmiert, geschnüffelt und gefoltert. Da wird eben das tägliche Leben Ägyptens gezeigt.

13.08.2007

Der Gotteskrieger auf dem Dach
Ein ägyptischer Bestseller: Alaa al-Aswani erzählt aus Kairo

Was bei uns Hinterhöfe oder Souterrainwohnungen sind, ist am Jakubijân-Bau in Kairo das Dach. Immerhin: Zimmer mit Aussicht, in luftiger Höhe! Aber wer, bitte, will in einer Eisenkammer von vier Quadratmetern wohnen? Einem Abstellraum? Mit Familie und Hausvieh, unter der sengenden Sonne Ägyptens? Glückliche Häuser gleichen einander, jedes unglückliche ist unglücklich auf seine Art.

Das Haus gibt es wirklich. Von einem reichen Armenier 1934 in der Innenstadt der Metropole für die Hautevolee gebaut, wird der zehnstöckige Prachtbau im Romandebüt des 1957 geborenen Ägypters Alaa al-Aswani zur spektakulären Kulisse eines Politdramas und zum nostalgisch verklärten Sinnbild des gesellschaftlichen Niedergangs. Die Großbürger von einst sind in den Jahren nach der Revolution von 1952 bis auf wenige verschwunden, in den Beletagen haben sich die neue militärische Elite und andere Sozialaufsteiger eingerichtet. Dienstboten und Hungerleider dürfen sich auf dem Dach einmieten, dem neuen Domizil der kleinen Leute.

Der Autor ist im …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

08.03.2007

Dieser ägyptische Bestseller beantwortet Rezensentin Iris Radisch viele Fragen. Zum Beispiel, warum einer zum islamistischen Terroristen wird. Und zwar auf altmodische, einprägsame Weise, frei von koketten Melancholien und den "psychologischen Ambivalenzen" des Westens. Erzählt werde die Geschichte von Taha, der unterm Dach eines zehngeschossigen Kairoer Mietshaus lebt, das für die Rezensentin gleichzeitig die Struktur der ägyptischen Gesellschaft abbildet. Das Buch folgt dem Werdegang des armen jungen Mannes in den Fundamentalismus, zeichnet dabei, wie wir lesen, das Panorama des gegenwärtigen Ägypten, das geprägt ist von Folter, Armut, Rechtlosigkeit des Einzelnen und religiöser Radikalisierung. Zwar gerät das Buch aus der Sicht Rezensentin immer wieder in die Nähe der Kolportage. Doch Einwände, diese Spielart eines sozialen Realismus sei literarisch überholt, entkräftet sie plausibel: nach dem dreißigjährigen Krieg seien auch keine "Duineser Elegien" geschrieben worden und Folterstaaten generierten nun mal keine Popliteratur.

© Perlentaucher Medien GmbH

Rezensionen und Kritik

Das Buch ist eine Sensation, ein so mutiger, zupackender Roman, dass den Lesern der Atem stockt. Alles ist drin: das vornehme und das dreckige Kairo, Religion, Politik, Sex, Terror, die Liebe. Hunderttausende haben das Buch gelesen, es ist der Bestseller der zeitgenössischen arabischen Literatur. (Der Spiegel)

Rezensionen und Kritik

Weltweit über 1 Million Mal verkauft - der erfolgreichste arabische Roman aller Zeiten. "Das Buch ist eine Sensation, ein so mutiger, zupackender Roman, dass den Lesern der Atem stockt. ... Hunderttausende haben das Buch gelesen, es ist der Bestseller der zeitgenössischen arabischen Literatur." Der Spiegel

Autorenporträt zu "Alaa Al- Aswani"

Alaa Al-Aswani, geboren 1957 in Kairo, studierte Zahnmedizin in Ägypten und Amerika. Um 1989 veröffentlichte er seine erste Geschichtensammlung. Alaa Al-Aswani lebt und arbeitet in Kairo. Für seine Erzählungen und Romane erhielt er zahlreiche Auszeichnungen. 2008 wurde Alaa Al-Aswani mit dem "Coburger Rückert-Preis 2008" geehrt und 2011 mit dem "Blue Metropolis Arab Prize - Al Majidi Ibn Dhaher Arab Literary Prize".

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