Amerika - Kafka, Franz

Franz Kafka 

Amerika

Roman

Herausgeber: Brod, Max
Gebundenes Buch
 
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Amerika

Über Kafkas großen Amerika-Roman, den der Prager Dichter selbst in seinen Tagebüchern "Der Verschollene" nannte, schrieb Kurt Tucholsky bewundernd: "Hier ist der ganz seltene Fall, dass einer das Leben nicht versteht und recht hat". Hauptperson ist der junge Karl Roßmann, der, von seiner Familie verstoßen, in die Neue Welt aufbricht, um die Freiheit zu suchen, nach der er sich sehnt. Diese Ausgabe präsentiert die erste Fassung, die Kafkas Freund und Nachlassverwalter Max Brod postum 1927 herausgab.


Produktinformation

  • Verlag: Anaconda
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 320 S.
  • Seitenzahl: 320
  • Deutsch
  • Abmessung: 196mm x 134mm x 33mm
  • Gewicht: 380g
  • ISBN-13: 9783866473744
  • ISBN-10: 3866473745
  • Best.Nr.: 25644946
Franz Kafka wurde am 3. Juli 1883 als Sohn jüdischer Eltern in Prag geboren. Nach einem Jurastudium, das er 1906 mit der Promotion abschloß, trat Kafka 1908 in die "Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt" ein, deren Beamter er bis zu seiner frühzeitigen Pensionierung im Jahr 1922 blieb. Im Spätsommer 1917 erlitt Franz Kafka einen Blutsturz; es war der Ausbruch der Tuberkulose, an deren Folgen er am 3. Juni 1924, noch nicht 41 Jahre alt, starb.

Blick ins Buch "Amerika"

Kundenbewertungen zu "Amerika" von "Franz Kafka"

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Bewertung von olgica am 17.03.2010 ***** sehr gut
Der 16jährige Karl Rossmann wird von seinem Dienstmädchen verführt und schwängert dieses dabei. Um einen Skandal zu vermeiden, wird er daraufhin von Deutschland nach New York zu seinem Onkel geschickt. Genauso naiv wie er sich in dieser Angelegenheit verhielt, benimmt er sich auch in der Neuen Welt. Kurz nach der Ankunft bei seinem Onkel, lässt Karl sich von einem Bekannten zu einem Aufenthalt auf dessen Landsitz überreden, woraufhin ihn sein Onkel nicht mehr bei sich haben will. Karl beschließt darauf sein Glück im Westen zu suchen. Doch unterwegs trifft Karl auf zwei zwielichtige Männer die ihn überreden sich ihnen anzuschließen. Dass die Männer ihn nur ausnutzen merkt der Jugendliche nicht und seine Lage verschlimmert sich immer mehr.

Das Buch war mein erstes von Franz Kafka und ich war überrascht wie leicht es zu lesen war. Hatte ich doch mit einer weitaus negativeren und "kafkaesken" Prosa gerechnet. Der Schreibstil war flüssig und die Geschichte verlief leicht und unterhaltsam. Kafka bedient sich einer schönen, schnörkellosen Sprache, welche gut mit der Aussage des Romans harmoniert. An seinem Stil lässt sich auch ermessen, dass das Buch bereits vor einigen Jahrzehnten verfasst wurde. Die Thematik ist nichtsdestotrotz aktuell, wenn es auch die Rahmenbedingungen und Lebensweise nicht mehr ist. Der Protagonist hat mich mit seiner grenzenlosen Naivität an vielen Stellen genervt, da er aus seiner Gutgläubigkeit nie etwas gelernt hat, obwohl er dadurch oft Nachteile erlitt. Obwohl die Lektüre Spaß machte, hat sie oft auch Unbehagen bereitet, ob des unbeholfenen Protagonisten und der schlechten Menschen, welche dessen schwachen Charakter ausnutzen. Dieses Verhalten spiegelt gut die Natur des Menschen wider und bezeugt auch, dass zur Ausbeutung immer zwei Seiten gehören - Täter und Opfer.

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