"Das Schwere leicht zu sagen" - darin liegt in Peter
Rühmkorfs Augen Erich Kästners große Kunst. Rühmkorf war siebzehn
jarhe alt, als er Kästner zum ersten Mal begegnete, einem Dichter,
der ihn "auf der Stelle in den Bann schlug und eines Neuen
belehrte". In diesem Band versammelt Rühmkorf eine persönliche
Auswahl der besten Gedichte seines großen Kollegen und gibt
Auskunft darüber, warum ihm Kästner ein Leitbild war.
Erich Kästner, geb. am 23.2.1899 in Dresden, studierte nach dem Ersten Weltkrieg Germanistik, Geschichte und Philosophie. Neben seinen schriftstellerischen Tätigkeiten war Kästner Theaterkritiker und freier Mitarbeiter bei verschiedenen Zeitungen. Von 1945 bis zu seinem Tode am 29. Juli 1974 lebte Kästner in München und war dort u.a. Feuilletonchef der 'Neuen Zeitung'. 1957 erhielt er den Georg-Büchner-Preis. "Erich Kästner war ein wehmütiger Satiriker und ein augenzwinkernder Skeptiker. Er war Deutschlands hoffnungsvollster Pessimist und der deutschen Literatur positivster Negationsrat. War er ein Schulmeister? Aber ja doch, nur eben Deutschlands amüsantester und geistreichster. Er war ein Prediger, der stolz die Narrenkappe trug." (Marcel Reich-Ranicki)
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