Ein Traum von einem Schiff, 3 Audio-CDs - Herbst, Christoph M.
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Christoph M. Herbst 

Ein Traum von einem Schiff, 3 Audio-CDs

Eine Art Roman. Ungekürzte Autorenlesung. 240 Min.

Sprecher: Herbst, Christoph Maria
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Ein Traum von einem Schiff, 3 Audio-CDs

Nicht nur für Stromberg-Fans: das erste Buch von Christoph Maria Herbst! Drei Wochen unterwegs mit der "schwimmenden Schwarzwaldklinik" - Traum oder Alptraum? Schauspieler Christoph Maria Herbst war im Januar 2010 zum ersten (und letzten?) Mal auf dem TV-Traumschiff engagiert und hat seine Erlebnisse rund um diese Winterreise auf dem Dampfer der Nation aufgezeichnet. Bei der Ankunft in Panama ist sein Koffer immer noch in Madrid, auf höchster See jagt er Pantoffeldiebe, an der chilenischen Küste wird er als Stromberg erkannt und beschimpft, und auf Bora Bora ist er viel zu hautnah dabei, als ein Zyklon die ganze Inselgruppe neu sortiert.
Unvergessene Begegnungen mit Montezuma und liebenswerten öffentlich-rechtlichen Fossilen, aufgezeichnet mit höchst unterhaltsamem ironischen Blick auf Kollegen und Eingeborene, Sitten und Gebräuche. Ein traumhafter Lesespaß rund um eines der letzten Abenteuer unserer Zeit!


Produktinformation

  • Verlag: Argon Verlag
  • ISBN-13: 9783839810927
  • Artikeltyp: Hörbuch
  • ISBN-10: 3839810922
  • Best.Nr.: 32240071
  • Laufzeit: 240 Min.
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 28.01.2011

Schweigen, Hitze, Senioren
In Pointengewittern: Heinz Strunk, Christoph Maria Herbst & Co. über die Tücken des Reisens in der Altengesellschaft
Es geht steil los in der lustigen Reiseliteratur dieses Winters, schon bei der Wahl des Urlaubsziels. Näher als Kenia wären ja die Kanaren, denkt sich die Hauptfigur von „Heinz Strunk in Afrika“, nur leider seien die „als Vorgriff auf das, was uns in naher Zukunft überall auf der Welt erwarten wird, fest im Griff der Rentner. Eine Seniorendiktatur. Steinalte, verkohlte Truthähne, so weit das Auge reicht. Erst Teneriffa, dann den Rest der Welt.“
Damit ist das Thema der Humor-Saison gefunden: der Lebensabend. Dieser dauert heute ja oft sehr lange, erklärt Strunk das Dilemma, unter Umständen länger als Morgen und Mittag zusammen. Entsprechend sind die Promenaden vieler Urlaubsorte von Alten besetzt, „Greise, die ohne Nutzen für irgendjemanden und ohne nennenswerte Erfahrung ihren endlosen Abendfrieden, die sinnlose Lebensverlängerung, den frech nach hinten geschobenen Tod genießen.“
Strunk, bald fünfzig, schrieb vor Jahren „Fleisch ist mein Gemüse“, einen Bestseller. Er gehört also …

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Schweigen, Hitze, Senioren

In Pointengewittern: Heinz Strunk, Christoph Maria Herbst & Co. über die Tücken des Reisens in der Altengesellschaft

Es geht steil los in der lustigen Reiseliteratur dieses Winters, schon bei der Wahl des Urlaubsziels. Näher als Kenia wären ja die Kanaren, denkt sich die Hauptfigur von „Heinz Strunk in Afrika“, nur leider seien die „als Vorgriff auf das, was uns in naher Zukunft überall auf der Welt erwarten wird, fest im Griff der Rentner. Eine Seniorendiktatur. Steinalte, verkohlte Truthähne, so weit das Auge reicht. Erst Teneriffa, dann den Rest der Welt.“

Damit ist das Thema der Humor-Saison gefunden: der Lebensabend. Dieser dauert heute ja oft sehr lange, erklärt Strunk das Dilemma, unter Umständen länger als Morgen und Mittag zusammen. Entsprechend sind die Promenaden vieler Urlaubsorte von Alten besetzt, „Greise, die ohne Nutzen für irgendjemanden und ohne nennenswerte Erfahrung ihren endlosen Abendfrieden, die sinnlose Lebensverlängerung, den frech nach hinten geschobenen Tod genießen.“

Strunk, bald fünfzig, schrieb vor Jahren „Fleisch ist mein Gemüse“, einen Bestseller. Er gehört also selbst nicht mehr zur jugendlichen Zielgruppe seines Buches. Trotzdem kultiviert Strunk eine ausgewachsene Urlaubs-Gerontophobie. Tun die Senioren etwas, findet er das schrecklich: „Wollen einfach nicht alt werden, die Alten. Hochbetagt besteigen sie den Mount Everest, lassen sich mit Ende neunzig immatrikulieren, wissen einfach nicht, wohin mit der sinnlosen Lebenserwartung.“ Tun sie nichts, ist das fast noch schlimmer: „Raus aus der Erotik, rein ins Alter. Hineingezwungen in völlige Untätigkeit, ohne Geschäfte, ohne Aufgaben, gefangen im rückwärtsgewandten Leben, eingemauert in der eigenen Erstarrung, irren sie durch die hellen Nebel der Kindheit.“

Irgendwann denkt er sich dann selbst, es sei jetzt aber auch mal gut mit dem Seniorenbashing. Etwas erleichtert und amüsiert über das ansonsten wie immer hervorragende Buch, wendet man sich sogleich an Strunks Reisebegleiter, der im Buch immer nur als „C“ auftaucht.

Das steht für Christoph Grissemann, Teil des deutsch-österreichischen Satiriker-Duos Stermann & Grissemann, die soeben selbst einen gewagten Avantgarde-Thriller vorlegen, der im Februar unter dem Titel „Speichelfäden in der Buttermilch“erscheint: 700 Seiten, gefühlte 14 000 gelungene Pointen. Und was begegnet einem da, auf Seite 26? Die reinste Altersdiskriminierungs-Prosa: „Das Problem war, dass es für die Senioren keine Freizeitangebote gab, kaum Seniorenzentren, so war es kein Wunder, dass sie Alkohol tranken und Zigaretten rauchten. Auch körperlich waren sie in schlechtem Zustand, Falten, schlechte Zähne, schlechte Haltung. Außerdem hatte keiner der Senioren einen Job. . . . Was uns traurig machte, war, mitansehen zu müssen, wie perspektivenlos sie waren, sie waren die ‚No future‘-Generation. Aber – na bravo! – medikamentensüchtig.“

Schließlich hat es auch der zweite humoristische Reiseroman dieses Winters auf die Alten abgesehen: Christoph Maria Herbsts „Ein Traum von einem Schiff“. Herbst schreibt jetzt Bücher, weil er nicht mehr als der kalauernde Versicherungsangestellte aus der genialen Serie „Stromberg“ wahrgenommen werden möchte. Er hat also eine Pause vom guten Humor gemacht und den eigenen gefunden – das heißt, er klingt jetzt wie ein kalauernder Versicherungsangestellter ohne geniale Serie. Dafür aber mit einer Rolle in „Das Traumschiff“.

Und los geht’s. Das „MS“ in „MS Deutschland“ stehe für „Mumienschlepper“, denn das vermeintliche Traumschiff sei in Wahrheit eine Art „schwimmende Schwarzwaldklinik: so zittrig die Stimmchen, so gebeugt die Körper, so löchrig das Deckhaar der Insassen“, „Café Kranzler mit einem Schuss Charité“. Das erklärt dann auch die schwarzen Schleifspuren auf Deck: „der gemeine Rollatornutzer wird ab Windstärke vier über Bande gespielt, wie ein Puck mit Gebiss“.

Was ist da los? Bevor sie sich auch unter anderen deutschsprachigen Komikern verbreitete, war Gerontophobie die alleinige Domäne von Politikern. Ein früh vergreister Jung-Funktionär erklärte 2003 in einem Interview, er halte wenig davon, „wenn 85-Jährige noch künstliche Hüftgelenke auf Kosten der Solidargemeinschaft bekommen“, früher seien die Leute ja auch auf Krücken gelaufen. Fünf Jahre später legte ein früherer Bundespräsident nach, Deutschland verwandele sich in eine „Rentnerdemokratie“, in der „die Älteren die Jüngeren ausplündern“. Auch der Chef des parteinahen Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft steuerte seine Erkenntnisse bei: „Wer mit 65 Jahren topfit auf der Parkbank sitzt, erzeugt sozialen Widerwillen“. Harte Verteilungskämpfe zwischen den Generationen stünden bevor, den Beginn der Französischen Revolution habe ja auch keiner vorausgeahnt. Und das waren allein die Stimmen aus der Alte-Leute-Partei verschrienen CDU.

Ist das nun die zweite Stufe? Wird soziale Kälte jetzt lustig? So einfach ist das nicht. Früher hatte man Respekt vor den Alten, die als weise Musterexemplare menschlichen Überlebenswillens galten. Heute ist hohes Alter keine Leistung mehr, sondern die Regel. Darum machen die mittelalten Humoristen als Märtyrer des Morgen schon jetzt Seniorenurlaube: Es ist ihre Aufgabe, unpassend gewordene Tabus zur Seite zu räumen und ihr noch junges Publikum auf den Alltag in der überalterten Gesellschaft einzustimmen. Der eine wird noch schnell die letzten übriggebliebenen 4711-, Dauerkatheter- und Haftcreme-Witzchen los. Der andere heißt Heinz Strunk und weiß, dass eigentlich alles gut wird, denn bald „heißt es ab ins Hansaland oder in den Europapark Rust, den Lebensabend bei einem schönen Stück Erdbeerkuchen und einem Kännchen Kaffee ausklingen lassen.“

JAN FÜCHTJOHANN

HEINZ STRUNK: Heinz Strunk in Afrika, Rowohlt Polaris, Reinbek 2011. 272 Seiten, 13,95 Euro.

CHRISTOPH MARIA HERBST: Ein Traum von einem Schiff, Scherz Verlag, Frankfurt am Main 2010. 207 Seiten, 14,95 Euro

CHRISTOPH GRISSEMANN UND DIRK STERMANN: Speichelfäden in der Buttermilch. Gesammelte Werke 1. Tropen Verlag, Stuttgart 2011. 700 Seiten, 18 Euro(erscheint am 21. Februar).

Schön ist ein Platz an der Sonne: noch schöner ein geschützter Platz an der Sonne Foto: Martin Parr / Magnum  /Agentur Focus

Das Alter fest im Blick: Heinz Strunk Foto: Katja Lenz/ddp/dapd

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Christoph Maria Herbst, geboren 1966 in Wuppertal, verkörpert u. a. die Titelfigur in der Serie "Stromberg", für die er den Deutschen Fernsehpreis, den Grimme-Preis, den Bayerischen Fernsehpreis und dreimal den Deutschen Comedypreis erhielt, spielte neben diversen Engagements am Theater und als Synchronsprecher ("Willkommen bei den Sch'tis", "Horton hört ein Hu") in Kinoproduktionen wie "Der Wixxer", "Hui Buh", "Hände weg von Mississippi" und hat als Hörbuchsprecher u.a. die Comedy-Bestseller von Tommy Jaud und Ralf Husmann eingelesen sowie Stefan Zweigs "Schachnovelle" und Josh Bazells "Schneller als der Tod". Zuletzt drehte C. M. Herbst, in der Titelrolle als Kommissar, den TV-Film "Kreutzer kommt".

Videoclip zu "Ein Traum von einem Schiff, 3 Audio-CDs"

Trackliste zu "Ein Traum von einem Schiff, 3 Audio-CDs"


CD 1
1 Prologbuch. Köln, 14. Dezember 2009, 17:19 Uhr 01:59
2 Logbuch. Berlin, Dienstag, 22. Dezember 2009, 16:48 12:56
3 Mittwoch, 23. Dezember 03:44
4 Freitag, 1. Januar 2010 01:29
5 Samstag, 2. Januar, 14:11 07:24
6 Acht Stunden später 11:53
7 Weitere vier Stunden später 07:17
8 Noch drei Stunden später 14:48
9 Noch drei Stunden später 09:11
10 Sonntag, 3. Januar 09:04

CD 2
1 Sonntag, 3. Januar 13:05
2 Montag, 4. Januar. Auf ihr 06:56
3 Dienstag, 5. Januar, 10:17 Uhr 12:46
4 Die Nacht drauf 03:35
5 Der nächste Abend 10:44
6 Tachsüber 05:56
7 Dienstag, 12. Januar, 16:12 Uhr 09:24
8 Prime time 02:26
9 Mittwoch, 13. Januar, 04:07 Uhr 05:56
10 Ausgeschifft 06:56
11 Nachmittags 02:00

Kundenbewertungen zu "Ein Traum von einem Schiff, 3 Audio-CDs"

4 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3 von 5 Sterne bei 4 Bewertungen ***** gut)
***** ausgezeichnet
 
(1)
***** sehr gut
***** gut
 
(2)
***** weniger gut
***** schlecht
 
(1)
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Bewertung von dreikaesehoch04 aus Dresden am 15.03.2011 ***** gut
Ein sehr unterhaltsames, vor allem lustiges Buch. Meiner Meinung nach lesenswert.

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3 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von BuchSaiten aus NRW am 20.01.2011 ***** ausgezeichnet
Ein Comedy Schauspieler, der für das Erfolgsformat „Traumschiff“ engagiert wird? Christoph Maria Herbst macht das Beste aus der Erfahrung und schreibt kurzer Hand ein Buch darüber. Um genauer zu sein ein Logbuch. Dieses enthält, immer jeweils mit Datum, Ort und Uhrzeit versehen seine Reiseerlebnisse, während der Tour mit der von ihm als „schwimmende Schwarzwaldklinik“ betitelten MS Deutschland.

Ab der ersten Sekunde, zieht Christoph Maria Herbst den Leser in die Geschichte und nimmt selbstironisch zahlreiche Kollegen und Bekannte auf die Schippe. Wer ihn bereits aus diversen Hörbüchern und TV-Rollen kennt, wird Stimmlagen sofort wiedererkennen und auch etliche Anspielungen machen das Hörbuch zu einer Verknüpfung des Gesamtkunstwerks Herbst.
Einige Stimmen zum Buch werfen dem Autor vor, die Geschichte sei „platt“ und „der Kauf würde bereits bereut“. Hierbei muss ich gestehen, dass es wirklich nur einen schmalen Grat zwischen Gagfeuerwerk und einer erträglichen Dosis Humor gibt. In bestimmten Bereichen nähert sich Herbst dieser Grenze auch durchaus stark an, aber letztendlich kennen wir ihn so aus Film und Fernsehen, und wer will schon einen reinen Reisebericht hören, ohne dass er aufgepeppt wurde? Was mich persönlich viel mehr überraschte, waren zwei Tatsachen. Zum einen, dass es meiner Ansicht nach offenbar ausreicht, einige „witzige Männerromane“ als Hörbuchsprecher einzulesen, um ein einigermaßen gleichwertiges Buch selbst zu verfassen. Mit den Tommy Jauds und Ralf Husmanns der Buchbranche kann es „Ein Traum von einem Schiff“ locker aufnehmen und enthält dabei über weite Strecken auch weniger Witze, über die eher Männer lachen würden. Zum anderen hat Christoph Maria Herbst in einer Episode einen ausgesprochen persönlichen Blick in sein Leben gewährt, der den Hörer schlucken ließ und ihn selbst in einem wieder neuen Licht erscheinen ließ. Neben für manch einen „flach“ anmutenden Episoden, gibt es aber doch ebenso viele geistreiche und intelligente Stellen. Mein Highlight war zum Beispiel die Stelle, an der er minutenlang Schiffsmetaphern verknüpft!

Alles in allem wird dieses Hörbuch all denjenigen gefallen, die Christoph Maria Herbst als Hörbuchsprecher, Schauspieler und Comedian mögen. Dabei sollte man auf eine Menge schwarzen Humor und eine bunt-gemixte Reisestory gefasst machen. Ich persönlich finde den Sprecher und Autor in Personalunion einfach gigantisch, deshalb kann ich nur mein Kriterium für gute Bücher aus der Sparte Humor nennen: Bist du ganz allein im Raum und musst trotzdem laut lachen, ist es ein wirklich gutes Buch!

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Bewertung von Simone aus Hemer am 14.01.2011 ***** gut
"Ein Traum von einem Schiff" zu kommentieren ist nicht einfach. Ich bin nach der Lektüre sehr zwiegespalten. Teilweise war es sehr lustig und ging humor- und schreibstiltechnisch in Richtung von Tommy Jauds "Hummeldumm", aber dann folgten leider auch viele platte bis beleidigende Stellen, die den Lesespaß doch sehr trüben. Fazit: Kann man lesen, muss man aber nicht! Getreu dem Spruch: "Schuster, bleib bei Deinen Leisten", sollte Herr Herbst lieber wieder schauspielern. Als "Stromberg" ist er nämlich unübertroffen! Und da darf/muss er böse sein.

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Bewertung von zimmerpalme aus Gescher am 05.01.2011 ***** schlecht
Überhablicher Verfasser, Stil minus sechs, tut mir leid, dass ich das buch gekauft hab

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