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Bewertung von Nessi87 aus Ober-Mörlen am 11.04.2013 |
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Nachdem mir “Erebos” sehr gut gefallen hat, musste ich natürlich auch dieses Buch von Frau Poznanski lesen – allerdings konnte es mich nur teilweise überzeugen. Der Einstieg ist mir sehr leicht gefallen. Ich mag das Mittelalter als Epoche und RPGs sind genau mein Ding. Das Thema war gut umgesetzt und ich habe mich wirklich in ein mittelalterliches Szenario versetzt gefühlt. Mit den Charakteren hatte ich allerdings so meine Mühen. Nicht nur, dass die Gruppe der Rollenspieler relativ groß ist, nein, sie haben dann auch noch jeweils einen Charakternamen, der es dem Leser zusätzlich erschwert den Durchblick zu behalten. Die Charakterausarbeiten war allerdings gelungen. Jeden einzelnen konnte ich mir bildlich vorstellen. Durch ihre Macken und Einzigartigkeiten sind sie tatsächlich zum Leben erwacht. Ein weiterer Minuspunkt geht an die Spannungskurve. Die ersten 200 Seiten haben sich flüssig weglesen lassen und die Spannung baute sich kontinuierlich auf. Danach flachte sie aber sehr ab und ich musste mich durch die restlichen Seiten förmlich durchkämpfen. Allein auf den letzten 50 Seiten wurde es noch einmal spannend und das Verwirrspiel endlich aufgeklärt. Auch wenn ich das Ende nicht ganz ernst nehmen konnte (leider kann ich hier nicht genau sagen, was mir nicht gefallen hat, weil ich sonst spoilern müsste). Die gruseligen Stellen haben mich sehr angesprochen, weil man das Gefühl hatte, dass der Fluch sich tatsächlich erfüllen würde. Mehr als einmal hat das zum Fingernägelknabbern geführt. Wer Lust auf ein mittelalterliches Abenteuer im RPG-Stil hat und darüber hinaus über einen langen Atem verfügt, wird mit diesem Buch viel Spaß haben. 3,5 Sterne |
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| Bewertung von Morpheus aus Köngen am 10.02.2013 | |
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Dies war mein erstes Buch der Autorin und ich muss sagen ich war etwas überrascht. Ich bin ohne Erwartungen an das Buch heran gegangen und hatte keine Vorstellungen. Das einzige was mich ein wenig in die irre geführt hat war; wo es hieß Rollenspiel dachte ich dass es sich um das nachspielen eines Videospiels oder so handelte... Machte jedoch auch nichts. :) Ursula Poznanski baut nach und nach eine unglaubliche Atmosphäre auf und hält die Spannung kontinuierlich durch die ganze Geschichte hindurch. Sie streut immer mal wieder ein paar Rätsel dazwischen die der Leser aufnimmt und auch stutzig macht, das hat mir sehr gefallen da es mich aufgefordert hat, zu spekulieren. Ihre Protagonisten sind sympathisch und authentisch, manche auch undurchsichtig... Auch das Verhalten jedes einzelnen hat die Autoren gekonnt dargestellt. Es wirkte immer passend und wohl dosiert, gegen Ende jedoch auch sehr beängstigend (ohne zuviel verraten zu wollen.) jedoch hege ich persönlich keinen Zweifel daran, dass diese sich auch wirklich so verhalten würden. Menschen sind zu einigem fähig wenn sie in Angst und Schrecken verfallen... In der Mitte des Buchs habe ich mich gefragt was denn da noch kommen soll doch Poznanski fällt immer wieder etwas ein. Das Ende jedoch war für mich ein bisschen enttäuschend da es doch etwas vorhersehbar war, dafür der Stern Abzug. Ansonsten war es ein wirklich spannendes Buch das ich gerne weiter empfehlen kann. |
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Bewertung von Jana.Weber aus Sulzbach an der Murr am 12.12.2012 |
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Saeculum Von Ursula Poznanski Als Bastian mit Sandra auf einem Mittelaltermarkt ist, lernt er ihre Freunde aus ihrer Rollenspielgruppe Saeculum kennen. Als sie ihm anbieten, mit ihnen an einer Convention teilzunehmen, eine Zeitspanne von fünf Tagen, in denen sie wie im Mittelalter leben, sagt er nicht nicht. Am Anfang acht es ihm auch Spaß. Doch schon am Bahnhof macht Doro, eine Abergläubische Wahrsagerin aus der Gruppe, einen Aufstand. Das Gebiet in dem sie die Convention abhalten ist anscheinend verflucht. Als dass Rindenstücke mit seltsamen Sprüchen auftauchen, denke alle erst, dass das Organisationsteam diese Rindenstücke versteckt hat. Als dann aber drei Leute verschwinden denkt keiner mehr an einen Zufall. Ist der alte Fluch wieder erwacht? Doch die Unglücksfälle gehen weiter. Und als sie dann gegen Ende der fünf Tage endlich denken einen Ausweg gefunden, ist dieser Ausweg aber für Bastian tödlich. Als er dann am Ende herausfindet, warum sie ihn bei der Convention dabeihaben wollte, glaubt er es kaum. Mir hat das Buch Saeculum sehr gut gefallen, weil es sehr spannend geschrieben ist, und ein Buch für Mädchen und Jungen ist. |
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| Bewertung von PortaCaliginis aus Gegenerde am 15.11.2012 | |
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Es ist schon eine ganze Weile her, wo ich Saeculum gelesen habe, daher wird es auch nur eine Kurzreview geben. Da der Covertext nicht wirklich erahnen lässt, um was es eigentlich im Buch geht, hier mal die Geschichte kurz zusammengefasst: eine Gruppe Jugendlicher bzw. junger Erwachsener plant eine Mittelalter-Convention an einem abgelegenen Ort. Um diesen Ort rankt eine Sage um einen Rachegeist und einem Fluch, der immer noch seine Wirkung entfaltet. So verschwinden dort im Wald auch Gruppenmitglieder und Gräber tun sich auf und es liegt ein wenig am Neuling Bastian der Sache auf den Grund zu gehen. Es klingt zwar nach einer Horrorgeschichte, aber es ist keine. Ich will da jetzt nichts spoilern, möchte aber auch nicht falsche Erwartungen wecken. Es ist viel mehr ein Jugendbuch mit leichtem Thriller und Drama-Anleihen. Dennoch ist es verdammt spannend, weil man einige Zeit lang nicht weiß, wo es eigentlich hingeht und zum Ende hin tritt noch die ein oder andere Wendung ein. Mit dem Lesen kommt man hier auch gut voran, denn es gibt keine Verwirrungen und Verirrungen in denen man sich verlieren kann und der Text ist nicht allzu komplex gestaltet. Was mir auch gut gefällt, ist die Aufmachung vom Buch. Cover komplett in schwarz-weiß gehalten und geprägter Schrift. Und besonders schön finde ich, dass die Seiten außen schwarz sind. Das sieht schon nett aus. Damit soll dann auch meine Kurzreview zu Saeculum enden. Es ist ein schönes und unterhaltsames Jugendbuch, hatte meinen Spaß damit, aber ich fand dennoch Erebos von Poznanski besser. Dort hat aber auch mehr die Videospiel-Thematik gepunktet. |
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Bewertung von Blacky (blacky-book@live.de) am 30.10.2012 |
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Inhalt: Der 20-jährige Medizinstudent Bastian ist fasziniert von Sandra aus der Mittelalterszene und begleitet sie zu einem Live-Rollenspiel. Doch schon bald fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein. Was zunächst keiner der Jugendlichen ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus der harmlosen Reise in die Vergangenheit wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit... Ein Roman, der an Spannung kaum noch zu überbieten ist. Bis zum Ende ist ungewiss, ob alle dieses Abenteuer überleben oder nicht. Fast jeder aus der Gruppe hat Geheimnisse, die jedoch nach und nach ans Licht kommen. Was hinter dem ganzen steckt, kommt auch erst fast am Ende heraus. Auf jeden Fall ein sehr empfehenswerte Roman. |
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Bewertung von Stephie am 06.10.2012 |
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Mit Saeculum ist der inzwischen mit dem deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichneten Autorin Ursula Poznanski ein weiterer Jugendthriller gelungen, der sowohl die eigentliche Zielgruppe als auch ältere Leser zu begeistern vermag. Der Anfang ist zunächst ein wenig langatmig und zieht sich etwas, denn es dauert fast ein Fünftel des Buches bis das Rollenspiel richtig beginnt. Von da an nimmt die Handlung aber immer mehr an Fahrt auf und damit steigt auch die Spannung kontinuierlich. Durch das äußerst abgeschiedene Waldstück als Handlungsort schafft es die Autorin eine sehr unheimliche Atmosphäre zu kreieren und spätestens als plötzlich Mitglieder aus der Gruppe einer nach dem anderen spurlos verschwinden, bekommt man es mit der Angst zu tun. Dieses Gefühl wird noch durch die schwarzen Seiten verstärkt, die zwischendurch ein paar Mal auftauchen und kurze, aber sehr beängstigende Szenen beschreiben, die man zu diesem Zeitpunkt absolut noch nicht einzuordnen vermag. Man stellt sich danach unweigerlich die Frage, was wohl noch alles auf einen zukommen wird. Immer wieder werden neue Fragen aufgeworfen, deren Antworten man unbedingt erfahren möchte. Auf die meisten davon muss man allerdings bis zum Ende warten, wodurch das Interesse und die Neugier des Lesers stets aufrechterhalten werden. Ist das Rollenspiel tatsächlich harmlos oder in Wirklichkeit sehr gefährlich? Gibt es einen richtigen Fluch oder steckt doch eher irgendeine Person dahinter? Auch die einzelnen Charaktere sind äußerst geheimnisvoll und mysteriös. Fast alle verbergen irgendetwas, sodass man die meisten von ihnen nicht richtig einschätzen kann. Sandra ist dem Leser zum Beispiel zunächst noch sympathisch, ändert aber schon bald darauf ihr ganzes Verhalten, vor allem gegenüber Bastian, und man bekommt immer mehr das Gefühl, dass etwas mit ihr nicht stimmt. Warum verhält sie sich nun so abweisend? Warum hat sie Bastian wirklich zur Teilnahme an diesem Spiel überredet? Und warum durfte er mitkommen, aber andere, erfahrenere Spieler, nicht? Lisbeth und Paul werfen ebenfalls Fragen auf und verhalten sich eigenartig. Warum flippt Liesbeth so aus, nur weil sie ihr Medaillon verloren hat? Was meint Paul damit, dass er mehr von Bastian will als nur Freundschaft? Lediglich bei Bastian und Iris hat man das Gefühl, dass man ihnen trauen kann und sie nichts Böses im Schilde führen, da die Geschichte zum größten Teil abwechselnd aus ihren beiden Perspektiven erzählt wird. Iris verheimlicht zwar auch etwas vor den anderen Mitspielern, das hat jedoch etwas mit ihrer eigenen Vergangenheit zu tun. Man weiß, dass sie auf der Flucht ist, aber noch nicht, vor wem. Für die Furcht einflößenden Geschehnissen im Wald ist sie aber nicht verantwortlich, genauso wenig wie Bastian, mit dem man sich als Leser gemeinsam die Frage stellt, worauf er sich da nur eingelassen hat. Denn selbst, wenn man sich mit der Situation an sich nicht so richtig zu identifizieren vermag, weil man nicht einmal im Traum daran denken würde, im Wald das Leben im Mittelalter nachzustellen, kann man Bastian gut verstehen und fühlt mit ihm mit. Zum Ende hin spitzt sich das Geschehen mehr und mehr zu und man kann das Buch im letzten Drittel gar nicht mehr aus der Hand legen, weil man endlich wissen will, wer oder was für das alles verantwortlich ist. Das Gefühl von Gefahr wird noch einmal gesteigert und es tun sich erschreckende menschliche Abgründe auf, für die man sich eigentlich nur schämen kann. Die Lösung des Ganzen ist Ursula Poznanski dann brillant gelungen und man ist überrascht und schockiert zugleich. Alles Mögliche hatte man sich ausgemalt und mit allem Möglichen gerechnet, nur nicht mit dem, was die Autoren ihren Lesern dann tatsächlich präsentiert. Für einen solchen ausgeklügelten Plot hat sie einfach nur Bewunderung verdient. Für die Romantiker hat die Autorin außerdem noch eine kleine Liebesgeschichte in den Roman eingebaut, die sich allerdings nicht in den Vordergrund drängt. |
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Bewertung von Kerry aus Berlin am 11.07.2012 |
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Der 20-jährige Bastian Steffenberg konzentriert sich voll und ganz auf sein Medizinstudium, er geht eigentlich nie aus, sondern verbringt seine gesamte freie Zeit damit, sich seinem Studium zu widmen. Doch vor sechs Wochen änderte sich sein Leben in Form von Sandra. Diese junge Frau hat es geschafft, ihn ein Stück weit aus seinem Schneckenhaus zu locken, sodass er mit ihr zusammen sogar einen Mittelaltermarkt besucht. Noch sind die Beiden kein Paar, aber den Weg dorthin haben sie bereits in Angriff genommen. Erstaunt muss er feststellen, dass Sandra nicht wenige Leute auf diesem Markt kennt. Es klärt sich schnell auf, dass Sandra in einer Rollenspielgruppe namens Saeculum ist und diverse Mitglieder derselben Stände auf diesem Mittelalterstand haben und auch Vorführungen anbieten. Hier lernt Bastian auch den Anführer der Gruppe kennen: Paul, der ihm auf Anhieb sympathisch ist. Da Bastian Sandra gerne näher kennen lernen möchte, nimmt er ihre Einladung zu einer Convention über Pfingsten an. Bei dieser Convention geht es darum, 5 Tage im Wald zu leben wie im 15. Jahrhundert, sprich, ohne Strom, Telefon oder andere Annehmlichkeiten des modernen Lebens. Doch wie so oft, versucht Bastians Vater, Maximilian Steffenberg, voll und ganz über das Leben seines Sohnes zu verfügen. Doch dieses Mal lässt Bastian es darauf ankommen und setzt sich zum ersten Mal gegen ihn durch - er wird an dieser Convention teilnehmen. Nach einer mehrstündigen Fahrt ist die Truppe, bestehend aus 16 Teilnehmern, endlich in Wieselburg angekommen, wo sich in der Nähe der Wald befindet, in dem sie die nächsten 5 Tage verbringen wollen. So unterschiedlich die Teilnehmer auch sind, nun sind sie darauf angewiesen, zusammen zu arbeiten, um diese Zeit heil zu überstehen. Ferner gilt es, eine Spezial-Aufgabe des Organisations-Teams zu lösen. Doch so weit kommt es nicht, innerhalb kürzester Zeit verschwinden 3 Teilnehmer der Gruppe, u. a. auch Sandra. Sie scheinen wie vom Erdboden verschluckt. Ist an der alten Sage, dass ein unerlöster Geist in diesem Wald spuckt, doch was dran? Wird er sich nach und nach alle Teilnehmer holen, bis sich sein Fluch erfüllt hat? Ein überaus faszinierendes Jugendbuch! Den Plot fand ich sehr gut ausgearbeitet, allerdings hatte ich von Anfang an so eine Ahnung, in welche Richtung sich das Buch bewegen würde - und ich hatte Recht. Den Schreibstil fand ich fantastisch, ich dachte zwischendrin wirklich, ich würde mich zusammen mit der Rollenspielgruppe in einem Wald befinden. Die Figuren fand ich allesamt sehr gut ausgearbeitet, sodass es mir eine große Freude war, mit ihnen das Abenteuer "5 Tage Leben wie im Mittelalter" zu bestreiten. Allerdings muss ich gestehen , dass ich es irritierend fand, schon wieder ein Buch über Rollenspiele von der Autorin zu lesen. Bereits in Erebos ging es ja um ein Online-Rollenspiel und hier schon wieder. Mir hat sich allerdings auch in diesem Buch nicht eröffnet, warum Menschen von solchen Spielgruppen fasziniert sind, dies ist allerdings meine ganz persönliche Meinung. |
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Bewertung von Claudias Bücherregal aus Schleswig-Holstein am 25.04.2012 |
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Bastian ist ein ehrgeiziger Medizinstudent, der unter seinem berühmten Vater leidet, und eigentlich nie aus seinem konservativen Leben ausbricht. Als er Sandra kennen lernt, lässt er sich von ihr überreden, sie auf ein mehrtägiges Rollenspiel in eine entlegene Gegend zu begleitet. Die beiden und einige andere Spieler tauchen in die Welt des Mittelalters ein. Was als Spiel begann, wird schnell zum Alptraum. Ein bekannter Fluch scheint sich zu bewahrheiten, Spieler verletzen sich oder verschwinden und merkwürdige Hinweise versetzen die Spieler in Angst. Der Wald scheint sie nicht mehr gehen lassen zu wollen. "Saeculum" ist nach "Erebos" der zweite Roman der Autorin Ursula Poznanski, in dem sie die Leser in die Welt der Rollenspiele rund um das Mittelalter entführt. Sie nimmt sich genügend Zeit um die Charaktere und vor allem auch den Ablauf eines Rollenspiels dem Leser vorzustellen, da viele damit sicherlich keine Berührungspunkte im eigenen Leben haben werden, und erzeugt bereits am Anfang eine mittelalterliche Stimmung, in dem sich die beteiligten Rollenspieler auf einem Mittelaltermarkt treffen. Es ist der Autorin gelungen die Einführung interessant zu gestalten, so dass trotz langsamem Einstieg keine Langeweile aufkommt, sondern eher Vorfreude darauf, in die unbekannte Welt einzutauchen. Sobald die Rollenspieler dann jedoch mit ihrem Spiel beginnen, auf alles Moderne verzichten und in den Wald aufbrechen, steigt die Spannung merklich an. Es dauert nicht lange, bis unerwartete Dinge passieren, die einige Charaktere dazu veranlasst von einem alten Fluch zu erzählen. Die Geschehnisse decken sich 1:1 mit dem Fluch. Während einige Spieler dieses für einen Zufall halten und zur Vorsicht mahnen, steigern sich andere hinein und sind bereit alles zu tun, damit der Fluch endet und sie aus dem Wald entkommen können. Der Autorin gelingt es nicht nur hervorragend dem Roman durchweg Spannung einzuhauchen, sondern vor allem die Ausarbeitung der Charaktere gefällt mir sehr. Jeder wird einzeln dargestellt und in dem die Autorin immer wieder etwas aus der Vergangenheit der Personen oder über deren Charaktereigenschaften erzählt, erhält der Leser ein tolles Gesamtbild über die Teilnehmer. Nur durch die besondere Ausarbeiten der Persönlichkeiten ist der Ablauf des Rollenspiels samt Auflösung am Ende möglich. Die Handlung hat mich durchgehend gefesselt, nur der Schluss war, verglichen mit dem Rest, etwas enttäuschend, da in diesem Teil irgendwie die Atmosphäre etwas verloren ging. Gesprochen wird das Hörbuch von Aleksandar Radenkovic, der 1979 in Serbien geboren wurde. Seine Leistung macht das Hörbuch zu einem wahren Genuss. Ich musste mich zunächst in seine Stimme "hinein hören", aber dann schaffte er es eine so düstere Atmosphäre zu erzeugen, dass mich das Hörbuch nicht mehr losließ. Die verschiedenen Charaktere und ihre zahlreichen Emotionen kann Radenkovic perfekt darstellen und ich habe mich teilweise wirklich wie "in" der Geschichte gefühlt, mitgefiebert, mitgelitten und mitgegruselt. Mit Radenkovic wurde wirklich der perfekte Sprecher für diesen Jugendthriller ausgewählt. Ich bin absolut begeistert! Das tolle Cover des Romans, der im Loewe Verlag erschienen ist, ziert auch das Hörbuch und das Booklet. Ich finde es sehr passend, da es den Wald, der nach den Charakteren "greift" und sie nicht mehr kommen lassen will, darstellt und zugleich bereits die düstere Atmosphäre widerspiegelt. Fazit: Absolutes Suchtpotential und in diesem Fall würde ich sogar die Aussage treffen, dass das Hörbuch noch besser ist, als der Roman, da es Radenkovic gelingt eine ungeheure Atmosphäre beim Sprechen zu erzeugen. Audio CD: 5 CDs - ca. 360 Minuten Verlag: JUMBO Neue Medien & Verlag (27. Oktober 2011) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3833728485 ISBN-13: 978-3833728488 |
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Bewertung von http://gottagivethembooks.wordpress.com am 20.01.2012 |
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Sandra ist wirklich ein hübsches Mädchen und sie scheint ehrliches Interesse an ihm zu haben. Nur deshalb lässt sich Bastian so schnell von ihr überreden an dieser Convention teilzunehmen, bei der alle Mitspieler fünf Tage lang im tiefsten Wald Mittelalter spielen. Eigentlich ist das alles nämlich gar nicht sein Ding. Und kaum sind sie angekommen, beginnt auch schon alles irgendwie aus dem Ruder zu laufen. Während die abergläubische Doro ständig von einem Fluch faselt, der auf dem Wald liegen soll, glauben die anderen zunächst noch an Zufälle als plötzlich Mitspieler spurlos verschwinden. Aber die Situation spitzt sich immer mehr zu und aus dem Spiel wird bitterer ernst. Ist doch etwas an Doros Geschichte mit dem Fluch dran? Sehr geschickt hat Ursula Poznanski ihren Thriller angelegt und ihr fesselnder Schreibstil nahm mich sofort mit in den dunklen Wald ohne die Annehmlichkeiten des 21. Jahrhunderts. Die Ängste, die die Protagonisten ausstehen müssen, sind so plastisch geschildert, dass ich der Geschichte stellenweise regelrecht atemlos folgte. Aus Spiel wird ernst – damit erfindet man sicher das Rad nicht neu, aber der Plot ist wirklich gelungen und größtenteils so gut durchdacht, dass das auch gar nicht nötig ist. Ein bisschen hat mich die Story an die Serie “Harper’s Island” erinnert, die Pro7 vor einiger Zeit ausgestrahlt hat. Aber ich kann zur Beruhigung sagen, dass es weitaus weniger blutig zugeht und die Auflösung nichts mit einem brutalen Mörder zu tun hat, der meuchelnd durch den Wald rennt. Immerhin ist Saeculum ein Jugendbuch und kein zu Papier gebrachter Splatterfilm. Die Charaktere sind größtenteils schön ausgearbeitet und besonders Bastian ist gleich ein Sympathieträger. Die gut gewählten Schauplätze geben der Geschichte einen Rahmen, der die gruselige Stimmung perfekt unterstützt. Die Auflösung ist grundsätzlich gut angelegt, der ein oder andere glückliche Zufall weniger hätte sie aber überzeugender gemacht und dem Buch einen runderen Abschluss verschafft. Aber auch so kann ich Saeculum noch mit gutem Gewissen vier Sterne geben, denn ich wurde hervorragend und fesselnd unterhalten und würde es jedem Liebhaber spannender Jugendliteratur umstandslos empfehlen. Zitate: Aber wenn man zwischen Leben und Tod wählen kann, sollte man sich im Zweifelsfall für das Leben entscheiden. Finde ich. Ende der Ansprache, guten Appetit. (Seite 491) |
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