Pubertät - wenn Erziehen nicht mehr geht - Juul, Jesper

Jesper Juul 

Pubertät - wenn Erziehen nicht mehr geht

Gelassen durch stürmische Zeiten

Hrsg. v. Mathias Voelchert
Gebundenes Buch
 
2 Kundenbewertungen
**** ausgezeichnet
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Produktbeschreibung zu Pubertät - wenn Erziehen nicht mehr geht

Wenn Jugendliche unerreichbar scheinen: Jesper Juuls Beziehungsbuch zur PubertätIn der Pubertät braucht es neue Wege für ein Miteinander, denn Erziehung wie in Kindertagen nützt nichts mehr: Jesper Juuls brandaktueller Bestseller basiert auf einem Intensivseminar, in dem Eltern und Jugendliche gemeinsam mit dem Familientherapeuten Lösungen für ihre Probleme erprobten. Orientierung, die weiterhilft.

"Seit dreißig Jahren beschäftigt sich Juul mit der Frage, wie eine Familie es miteinander aushalten kann. Und dabei womöglich auch noch glücklich wird." -- Die Zeit

"Der dänische Familientherapeut und Autor Jesper Juul, dessen Ratgeber zu Erziehungsfragen auch in Deutschland dankbare Reaktionen hervorrufen, hat jetzt ein Buch über die stürmischen Jahren zwischen zwölf und 16 verfasst. Darin rät er den Eltern vor allem zu einem: Gelassenheit." -- Frankfurter Allgemeine Zeitung, Ute Rasche

"Ein sehr einfühlsames Buch. [...] Als kleiner Tipp vielleicht: man würde besonders davon profitieren, wenn man dieses Buch schon vor Beginn der Pubertät der Kinder liest." -- DeutschlandRadio Kultur, Susanne Nessler

Produktinformation


  • Verlag: (Kösel)
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 207 S.
  • Seitenzahl: 207
  • Deutsch
  • Abmessung: 222mm x 143mm x 23mm
  • Gewicht: 372g
  • ISBN-13: 9783466308712
  • ISBN-10: 3466308712
  • Best.Nr.: 27947378
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 28.07.2010

Bloß keine pädagogische Torschlusspanik!

Wenn unsere Töchter und Söhne erst einmal zwölf Jahre alt sind, ist Erziehung nicht mehr möglich: Die Bücher von Jesper Juul und Willem Heuves helfen Eltern, durch die Pubertät ihrer Kinder zu kommen.

Wenn das Hormongewitter der Pubertät auf die Kinder niedergeht und ganze Familien in Aufruhr versetzt, versuchen viele Eltern, quasi in erzieherischer Torschlusspanik, noch schnell das nachzuarbeiten, was sie versäumt zu haben glauben. Plötzlich verlangen sie Gehorsam, Pünktlichkeit und Tischmanieren, wollen die Hausaufgaben kontrollieren, mischen sich ungebeten in Kleidungsfragen ein. Meistens funktioniert das nicht. Eltern sind verzweifelt, wenn die Schulnoten schlechter werden und der Umgangston ruppiger wird, die Kinder sich zurückziehen und ihnen emotional zu entgleiten drohen. Kinder sind verstimmt, wenn die Kritik an ihnen anschwillt und dauernd jemand etwas von ihnen will - zumal sie gerade selbst nicht so genau wissen, was eigentlich mit ihnen los ist. Kurzum: Eltern mühen sich vergeblich, einen verbindlichen Rahmen zu setzen, während die Jugendlichen fortwährend am liebsten diesen Rahmen …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Merkwürdig findet Uta Rasche an diesem Band, dass der dänische Familientherapeut Jesper Juul die sexuelle Entwicklung bei Pubertierenden ganz vernachlässigt. Ansonsten hält sie den Autor für einen großen Fürsprecher des Kindes, der mit Disziplinierungsversuchen nichts am Hut hat, wenn es um die 12- bis 16-Jährigen geht. Juuls Ratschläge für überforderte Eltern, sich zu entspannen und sich an ihren Kindern und deren Entwicklung zu erfreuen und im übrigen für sie da zu sein, wenn nötig, findet Rasche ganz offensichtlich sympathisch.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Der dänische Familientherapeut und Autor Jesper Juul, dessen Ratgeber zu Erziehungsfragen auch in Deutschland dankbare Reaktionen hervorrufen, hat jetzt ein Buch über die stürmischen Jahren zwischen zwölf und 16 verfasst. Darin rät er den Eltern vor allem zu einem: Gelassenheit." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

"Seit dreißig Jahren beschäftigt sich Juul mit der Frage, wie eine Familie es miteinander aushalten kann. Und dabei womöglich auch noch glücklich wird." (Die Zeit)

"Ein sehr einfühlsames Buch. [...] Als kleiner Tipp vielleicht: man würde besonders davon profitieren, wenn man dieses Buch schon vor Beginn der Pubertät der Kinder liest."

»Herausgekommen ist ein bei knapper Seitenzahl äußerst gewichtiger Ratgeber, den man mit viel Gewinn sich zu Gemüte führen kann.«
Jesper Juul, geboren 1948 in Dänemark, einer der bedeutendsten und innovativsten Gruppen- und Familientherapeuten Europas, ist Gründer von familylab die Familienwerkstatt. Seit über 35 Jahren arbeitet er mit Familien. Seine respektvolle, gleichwürdige Art, mit Menschen umzugehen, beeindruckt Fachleute und Eltern immer wieder neu. Er leitete von 1979 - 2004 das "Kempler Institut of Scandinavia".

Leseprobe zu "Pubertät - wenn Erziehen nicht mehr geht"

Eltern tun immer ihr Bestes! Noch nie habe ich erlebt, dass Eltern ihren Kindern Schaden zufügen wollten. Immer waren diejenigen Handlungen von Eltern, die man vielleicht als unsinnig oder falsch beschreiben könnte, getrieben von Hilflosigkeit, Angst und Verunsicherung. Aber nie wollten Eltern, dass ihre Kinder Schaden nehmen. (Ich spreche hier von den 99,9 Prozent der Familien und nicht von den 0,1 Prozent, über die so spektakulär in den Medien berichtet wird.) Die Liebe, die Kinder und Eltern verbindet, ist viel tiefer, als uns klar ist. Diese Liebe richtet sich auf Wesentliches. Alltägliche Details wie das Einhalten oder Nichteinhalten von vereinbarten Regeln sind davon unberührt. Was wir Eltern tun und sagen, hat Gewicht. Und es führt oft nicht unmittelbar zu den gewünschten Ergebnissen. Aber es macht immer einen Eindruck auf unsere Kinder.

In seiner Arbeit mit Familien ist es dem dänischen Familientherapeuten Jesper Juul ein Anliegen, Eltern zu stärken, die nach neuen Wegen mit ihren Kindern suchen. Wie kann ich als Vater oder Mutter meine eigene Integrität erhalten, ohne die der Kinder zu verletzen? Auf einem solchen Weg werden sich die Eltern darüber klar, was sie wollen und welche Folgen das für die Beteiligten hat. Eine solche Klärung kann zum Beispiel im Gespräch gelingen und indem Eltern bemerken, dass sie nicht allein mit ihren Sorgen sind. Sie bemerken auch, dass es Fachleute oft selbst nicht besser können, aber so leicht besser wissen. Und dass die Kunst darin besteht, sich auf die Wachstumschance "Beziehung" zum Partner und zu den Kindern einzulassen - wobei es genügt, "ausreichend gut" zu sein, nicht "perfekt".

In diesem Buch geht es um Pubertät und wie Eltern und ihre Kinder gemeinsam gut durch diese stürmische Zeit kommen können. Wir möchten Ihnen möglichst wenig Theorielastiges und möglichst viel Praxisnahes anbieten. Nach Jesper Juuls grundlegenden Hinweisen darüber, was für Eltern und Jugendliche in der Pubertät nützlich sein kann, lesen Sie deshalb mehrere Briefwechsel zwischen Jesper Juul und Eltern bzw. Jugendlichen, die ihm von ihren Nöten geschrieben haben. Häufige Sorgen, die rund um die Pubertät auftauchen (zum Beispiel Schulprobleme, Übernahme von Verantwortung für sich selbst und für die Gemeinschaft, Umgang mit Alkohol, Strafe und Konsequenzen, Kommunikation und Vertrauen), kommen hier zur Sprache. Mögliche Lösungen werden deutlich.

Wie der schrittweise Veränderungsprozess von Erziehung hin zu Beziehung, der für Eltern in der Pubertät ihrer Kinder ansteht, aussehen kann, wird noch genauer sichtbar im dritten Teil des Buches: Im März 2009 nahmen zehn Familien an einem familylab-Workshop teil. Sehr offen sprachen sie über ihre Situation und ihre Schwierigkeiten. Während der intensiven drei Tage skizzierte Jesper Juul zusammen mit Eltern und Jugendlichen die neue Rolle und die neuen Aufgaben der Eltern in dieser Phase. Denn für traditionelle Erziehung ist es zu spät, wenn Kinder in die Pubertät hineinwachsen. Eltern und Familie sind aber nach wie vor für die Teenager von großer Bedeutung, selbst wenn Jugendliche die meiste Zeit mit Gleichaltrigen verbringen. Dieses Buch will anhand konkreter Beispiele neue Perspektiven für ein gelingendes Zusammenleben vermitteln. Dabei möchte ich mich als Leiter von familylab Deutschland und als Herausgeber dieses Buches sehr herzlich für die Offenheit der beteiligten Familien bedanken!

In der Pubertät haben Eltern und Jugendliche die wunderbare Möglichkeit, ihre Beziehung so zu verändern, dass das, was bisher nicht möglich war, möglich wird. Dabei liegt die Führung bei den Eltern. Führung bedeutet in diesem Fall - wie immer, wenn es um Führung geht -, sich auf den anderen einzulassen, seine Sicht verstehen zu wollen, und nicht Befehl, Kontrolle und Gehorsam. Nicht erziehen oder manipulieren, sondern begleiten, zur Verfügung stehen. Das ist so schwer, weil es so neu ist - für uns alle.

Jesper Juul antwortet im Gespräch mit einer Mutter auf ihre Frage: "Wie soll ich mit meinem 19-jährigen Sohn umgehen?", so: "Es geht um deine Grenzen. Womit kannst du leben und womit nicht? Eltern bleiben auch in der Pubertät wichtige Modelle, Vorbilder und Sparringspartner für ihre Kinder. Man sollte seine eigenen Werte, Gefühle und Grenzen nicht für seine Kinder opfern. Ich habe wenig Respekt für solche Ideen, die sagen: Jetzt musst du durchgreifen^ Es ist immer eine Art von Manipulation: Ich verhalte mich auf eine bestimmte Weise, weil ich eigentlich will, dass du anders wirst, und das funktioniert nie in Liebesbeziehungen."

Die Anforderungen, die Eltern heute erleben, sind einzigartig in der Geschichte: Eltern sollen ihre Partnerschaft wie auch ihr Elternsein völlig neu erfinden. Wir sind Zeugen von viel mehr als einem Generationenwechsel. Bis vor einem halben Jahrhundert konnten wir die Beziehungsmodelle, die unsere Eltern vorgelebt haben, einfach wiederholen. Viele Paare und Eltern wollen das heute nicht mehr, was regelmäßig zu einer konstruktiven Verunsicherung führt.

Die Ehe ist keine Notwendigkeit mehr, sondern eine existenzielle und emotionale Wahl; wir sehen neue Formen des Zusammenlebens; die Geschlechterrollen befinden sich in der Auflösung; und mitten in diesem Ganzen sollen wir uns Kindern und Jugendlichen gegenüber verhalten, die sowohl in der Familie als auch in der Gesellschaft einen ganz neuen Status bekommen haben. Kein Wunder, dass wir Eltern immer wieder schwach werden und mit autoritären Befehlen, Strafen und Kontrolle versuchen, der Situation "Herr" zu werden. Das geht regelmäßig schief! Die Kinder und Jugendlichen spüren unsere Unsicherheit und unser schlechtes Gewissen, mit dem wir uns bemühen, eine Richtung vorzugeben. Jesper Juul gibt mit seiner Arbeit und seinen Erfahrungen Eltern die gute Nachricht, dass sie nicht perfekt sein müssen. Dass es nicht so sehr darum geht, mit welchen Manieren mein Kind isst, sondern ob es uns miteinander gut geht und ob es uns schmeckt!

Ich habe den allergrößten Respekt vor den vielen Eltern, die den Mut haben, sich zu diesen vielfältigen Unsicherheiten zu bekennen und sich damit in eine lebenslange Entwicklung mit ihren Kindern begeben. Für sie ist die Familienwerkstatt familylab mit ihren vielen Angeboten für Eltern, Partner, Familien, Schulen und Unternehmen gedacht. Wir Eltern bemerken heute, dass unser Wunsch nach Orientierung leicht in einer starken Anlehnung an enge, harte Wertesysteme endet. Die vermeintliche Sicherheit zu wissen, was "richtig" und "falsch" ist, schlägt schnell um in Abhängigkeit.

Leseprobe zu "Pubertät - wenn Erziehen nicht mehr geht"

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Kundenbewertungen zu "Pubertät - wenn Erziehen nicht mehr geht"

Durchschnittliche Kundenbewertung 4.5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen **** ausgezeichnet
(aus 2 Bewertungen)

Bewertung von piter schlonz aus Mainz am 30.10.2010 ***** sehr gut
Das ist ein ungewöhnliches Buch, ein Sachbuch. Das Thema ist die Pubertät und die Erziehung in dieser Zeit. In dem Buch kommen übrigens viele Dialoge vor, besser gesagt Gespräche mit Kindern und Eltern und dem Gesprächsleiter Jesper Juul. Der Autor hat offenbar viele Gespräche mit Familien geführt, in denen es Probleme mit der Erziehung von Kindern in der Pubertät gibt - und wo gibt es das nicht? Dabei kommen alle möglichen Familien vor, also auch Familien mit Scheidungen und mit Kindern die vom Babyalter bis 18 Jahre und noch älter sind. Jesper juul hört sich dann immer erst mal die Probleme an und sagt dann etwas dazu. Wahrscheinlich hat er ein Tonband mitlaufen lassen und hinterher alles aufgeschrieben.
Eigentlich hat mein Vater das Buch gelesen und dann lag es im Haus ne Weile rum, insbesondere lag es eine Zeitlang im kleinsten Raum unseres Hauses, naja ihr wisst schon wo. Da habe ich es dann aus Langeweile gelesen und fand es irgendwie interessant. Also mir hat es nach einer Weile richtig gut gefallen, weil man sich und die eigenen Eltern und Geschwister in den besprochenen Personen - den Kindern und den Erwachsenen - manchmal ziemlich gut wiederfindet. Ich habe übrigens das Buch nicht von vorne gelesen, sondern immer mal ein Kapitel gelesen, was mich gerade interessiert hat. Ich fand dann immer sehr tröstlich: DIe kleineren oder größeren Probleme die man zuhause hat mit Eltern und Geschwistern die hat wohl jede Familie. Und der Autor Jesper Juul hat dann immer sehr beruhigend und cool geantwortet. Das hat beim Lesen irgendwie gut getan. Manchmal kommen dann auch Fachausdrücke vor, die fand ich dann nicht so gut, wahrscheinlich ist das Buch auch eher für Erwachsene geschrieben. Natürlich ist es kein Roman oder so. Ich empfehle das Buch weiter, wenn man sich für solche Themen interessiert.

5 von 9 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von JaneCC aus Gevelsberg am 21.06.2010 ***** ausgezeichnet
Hat bei mir und meiner Tochter sofort funktioniert! Seit dem gehts bei unszu Hause ruhiger zu. Sehr interessante Ansichten über die Eigenverantwortlichkeit bei den Teens. Kann ich nur weiter empfehlen.

7 von 7 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Dem Autor für die Bewertung danken
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