Adressat unbekannt - Taylor, Kressmann

Kressmann Taylor 

Adressat unbekannt

Vorw. v. Elke Heidenreich

Deutsch v. Dorothee Böhm
Broschiertes Buch
 
1 Kundenbewertung
***** schlecht
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Produktbeschreibung zu Adressat unbekannt

"Ein widerständiges Dokument von bestechender Kunstfertigkeit." -- FAZ

"Adressat unbekannt", erstmals 1938 veröffentlicht, ist ein literarisches Meisterwerk von beklemmender Aktualität. Gestaltet als Briefwechsel zwischen einem Deutschen und einem amerikanischen Juden in den Monaten um Hitlers Machtergreifung, zeichnet dieser Roman in bewegender Schlichtheit die dramatische Entwicklung einer Freundschaft. "Selten ist so viel in solcher Dichte ausgedrückt worden", heißt es in einer Rezension. "Welche Hellsichtigkeit! Und welche Kraft!" Der Text wurde 1938 als Fortsetzung in einer Zeitschrift veröffentlicht, geriet dann über sechzig Jahre lang in Vergessenheit.

Produktinformation


  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • 2010
  • 16. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 61 S.
  • Seitenzahl: 64
  • rororo Taschenbücher Nr.23093
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 115mm x 8mm
  • Gewicht: 66g
  • ISBN-13: 9783499230936
  • ISBN-10: 3499230933
  • Best.Nr.: 09933228
"Ein widerständiges Dokument von bestechender Kunstfertigkeit." (FAZ)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.11.2000

Verfolgter Giotto, mehr grün als weiß
Wiederentdeckt: Ein fiktiver deutsch-jüdischer Briefroman / Von Volker Breidecker

Allein der Anblick des schmalen Bändchens mit dem lakonischen Titel "Adressat unbekannt" und dem Faksimile eines frankierten und gestempelten Briefumschlags auf schwarzgrauem Einband erweckt unheimliche Gefühle. Jeder Briefschreiber, der einmal eine persönliche Sendung ungeöffnet wieder zurückerhalten hat, kennt die bedrückende Wirkung jener gespenstischen, durch Dienststempel und Unterschrift beglaubigten Formel, die dem Absender von Amts wegen mitteilt, daß er einen Wettlauf mit der Zeit verloren hat.

Ein amerikanischer Jude schreibt im November 1933 nach Deutschland und bittet einen langjährigen Freund und Geschäftspartner um Hilfe bei der Aufklärung des Schicksals seiner dort verschwundenen Schwester. Die letzten Briefe an sie waren ungeöffnet und mit jenem beängstigenden Stempel versehen zurückgekommen. Dem Deutschen, der seine vormals brüderliche Freundschaft zu dem Juden vor kurzem erst aufgekündigt hatte, bekennt der Schreiber ein letztes Mal seine Gefühle: "Welche Dunkelheit diese Worte bergen! Wie …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Diese Geschichte klingt einfach, beinahe zu einfach", meint Rezensent Volker Breidecker. "Doch der Eindruck täuscht!" Und tatsächlich klingt das, was er über diesen Briefroman zu schreiben hat, ziemlich aufregend. Dieser Roman war, lesen wir, 1938 zuerst in der amerikanischen Literaturzeitschrift "Story" erschienen, und die darin erzählte Geschichte antizipierte, so Breidecker, die "noch kommende Vernichtungsmaschinerie". Ein amerikanischer Jude bittet im November 1933 einen in Deutschland lebenden Freund, ihm zu helfen, das Schicksal seiner verschwundenen Schwester zu klären. Die Klärung erfolgt und ist furchtbar. Aber auch die Rache, die ebenfalls nur durch Briefe geschieht. Doch offensichtlich habe die Realität dieses "Meisterwerk einer aus Äußerste verknappten dramatischen Erzählkunst" eingeholt, meint der Rezensent. Jedenfalls suche man auch nach dem Namen der Autorin Katherine Kressmann Taylor in Werken zur amerikanischen Literaturgeschichte vergeblich. Nach der amerikanischen Neuauflage und der jetzt erfolgten deutschen Übersetzung könnte sich das schlagartig ändern.

© Perlentaucher Medien GmbH
1903 in Portland geboren und von Beruf Werbetexterin, lehrte seit den 40er Jahren am Gettysburg College. Ihr bekanntestes Werk "Adressat unbekannt" erschien bereits 1938, wurde aber erst Jahrzehnte später in Europa bekannt. Die Mutter von drei Kindern verstarb 1997.

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Kundenbewertungen zu "Adressat unbekannt" von "Kressmann Taylor"

Durchschnittliche Kundenbewertung 1 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** schlecht
(aus 1 Bewertung)

Bewertung von kleinJuri aus Bad Berka am 17.08.2010 ***** schlecht
30 Seiten. Nur 30 Seiten, die unter die Haut gehen. Nur 30 Seiten, die die Ausmaße des deutschen Nationalsozialismus zeigen. Es sind nur wenige Briefe zwischen zwei einstigen Geschäftspartnern und auch Freunden. Innerhalb weniger Monate zerbricht das Band einer innigen Freundschaft, um sich der Gewalt der Diktatur zu beugen. Allerdings nicht ganz ohne Folgen. Plötzlich beginnen die Geschehnisse eine tragische Wendung anzunehmen, bis das Unfassbare passiert.
"Adressat unbekannt" schildert innerhalb von wenigen Seiten und Briefen die tragischen Ausmaße eines menschenverachteten Systems. Ich bekam eine Gänsehaut beim Lesen der letzten Seiten. Ich finde dieses Buch eignet sich ideal, um Schülern im Geschichts- oder Deutschunterricht die Schrecken unter Hitlers Regime nahe zu bringen, denn so bekommt man einen persönlicheren Eindruck der damaligen Zeit.

Es gibt 1 Kommentar zu dieser Bewertung
  • Jannibold aus Bayer am 11.10.2011
    Warum bewertest du das Buch nur mit einem Stern, und schreibst gleichzeitig nur Positiv darüber? Leicht verwirrend!
     (Inhalt anstößig?)

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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