Leseprobe zu "Jobhopping Down Under" von Jörn Schulz
Was? Wo willst Du hin? , fragte mich mein Vater sichtlich entsetzt, als ich meinen Eltern verkündete, mit einem Working-Holiday-Visum (WHV) nach Down-Under reisen zu wollen. Nach Australien? Ans andere Ende der Welt? Aber da kennst Du doch niemanden. Und wie willst Du das denn finanzieren , waren die im Vorfeld verständlichen Sorgen meines Vaters.
Meine Mutter sah mein Vorhaben etwas gelassener: Wenn es das ist, was Du machen willst, musst Du es tun. Wir können Dich eh nicht davon abhalten.
Ein gutes Jahr später konnte ich meinen Eltern berichten, dass Australier und Neuseeländer den Ausdruck die andere Seite der Welt bevorzugen und man sich keine Sorgen zu machen braucht, wenn man vor der Reise niemanden in Down-Under kennt. Als Backpacker schließt man nämlich ständig neue Bekanntschaften. Vor allem aber konnte ich meiner Mutter und meinem Vater erzählen, dass es gar nicht so schwer ist, auch ohne Goldreserven im heimischen Depot ein Working-Holiday-Jahr zu finanzieren, wenn man es von Anfang an überlegt anstellt. Das jedenfalls war mir klar, nachdem ich rund 23.000 Kilometern in meinem babyblauen Ford Smokie Falcon zurückgelegt, ganze 12 erlebnisreiche Monate in Australien verbracht, zehn Jobs in diversen Arbeitsbereichen ausgeübt und vier vollgeschriebene Reisenotizbücher nach Hause geschickt hatte.
Zu Hause zurück und nach einer Wiedereingewöhnungsphase entstand zusammen mit Silke Kienecker die Idee zu Jobhopping Down Under . Der Grundgedanke des Buches: künftigen Rucksackreisenden schon vor der Reise einen Leitfaden zum Arbeiten und Backpacken in Australien in die Hand zu geben.
Dazu flossen Unmengen an allgemeinen Informationen und zahlreiche, in der Praxis gesammelte Erfahrungen in das Buch ein. Zusammen bilden sie genau das, was mir damals leider gefehlt hatte: ein Working-Holiday-Reiseführer für Australien, der eine Anleitung zur Arbeitssuche gibt, günstige Wohn- sowie Reisemöglichkeiten aufzeigt und den Backpacker-Alltag näher beleuchtet. Ein Praktikumsteil erläutert, wie man an eines der begehrten Internships kommt.
Von einem geschrieben, der auszog, das Backpacken zu lernen, ist Jobhopping Down Under ein Buch, das aus der Praxis heraus entstanden und für den tatsächlichen Einsatz in Australien gedacht ist. Deswegen zieht sich eine Backpacker-Prämisse wie ein roter Faden durch das Buch: Lebe möglichst geldsparend, um genau solange in Australien bleiben zu können, wie Du es willst und um all das sehen und erleben zu können, was Du möchtest.
Wie man das anstellt? Genau das ist in diesem Buch nachzulesen. In einem Titel gebündelt, präsentiert Jobhopping Down Under über zehn Wege, wie man an einen Job kommt, listet über 200 konkrete, job- und backpackerrelevante Adressen auf und stellt zahlreiche, kreative Möglichkeiten vor, wie sich in den verschiedensten Lebenslagen bares Geld sparen lässt.
Angereichert mit vielen, spannenden Erfahrungsberichten, die den Infoteil auflockern, wird das Buch auf langen Auto-, Bus oder Bahnfahrten zu einer unterhaltsamen Lektüre.
Mit Hilfe dieser Mixtur kann jeder gleichgültig, ob unabhängiger Backpacker oder Work & Travel -Organisationen bucht. Praktisch: Anhand konkreter Zahlen kann sich jeder selbst ausrechnen, wie viel ein Working-Holiday-Jahr ungefähr kosten wird. Praktikum Dieser Abschnitt zeigt, wozu ein Praktikum in Australien sinnvoll sein kann, was man sich zuerst überlegen sollte, mit welchen unterschiedlichen Visumklassen ein Praktikum in Australien möglich ist, wie man sich einen Praktikumsplatz angeln kann und welche Anbieter helfen können, einen Platz in Australien zu bekommen. Besonders interessant für Studenten: Es werden zwei studentische Organisationen vorgestellt, die bei der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz behilflich sind. Vor der Reise skizziert, was u.a. beantragt und beachtet werden muss, bevor man sich auf große Reise nach Down-Under begibt, welche Versicherungspolicen unbedingt in der Tasche sein so