Die stumme Bruderschaft - Navarro, Julia

Julia Navarro 

Die stumme Bruderschaft

Roman

Aus d. Span. v. Sabine Giersberg
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Die stumme Bruderschaft

Nach einem Brandanschlag auf den Turiner Dom wird eine Leiche geborgen - mit abgeschnittener Zunge. Die Ermittlungen führen Kommissar Valoni, die attraktive Archäologin Sofia Galloni und die spanische Journalistin Ana Jiménez zu dem heiligen Grabtuch Christi, das in der Kathedrale aufbewahrt wird, und zu zwei rivalisierenden Geheimbünden. Ihr Konflikt wurzelt tief in der Vergangenheit des Christentums - und noch heute schrecken diese Bruderschaften selbst vor Mord nicht zurück ...

Kommissar Marco Valoni steht vor einem Rätsel. Jemand scheint es auf die kostbarste Reliquie der Christenheit abgesehen zu haben: das Grabtuch Jesu. Einen Brandanschlag auf den Turiner Dom hat das Grabtuch zum Glück unversehrt überstanden. Allerdings wird im Kirchenschiff die Leiche eines Mannes mit herausgeschnittener Zunge gefunden. Besteht ein Zusammenhang zu dem Mann, der, ebenfalls ohne Zunge, im Turiner Gefängnis sitzt? Kommissar Valoni vermutet es. Die Spuren führen zu zwei rivalisierenden Geheimbünden, deren Konflikt tief verwurzelt in der christlichen Vergangenheit liegt.


Produktinformation

  • Verlag: Blanvalet
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 416 S. 183 mm
  • Seitenzahl: 416
  • Blanvalet Taschenbuch Bd.37499
  • Deutsch
  • Abmessung: 184mm x 118mm x 35mm
  • Gewicht: 321g
  • ISBN-13: 9783442374991
  • ISBN-10: 3442374995
  • Best.Nr.: 27949157
"Ein gewagtes Unterfangen, 2000 Jahre Geschichte in einem Roman unterzubringen. Aber Julia Navarro hat es brillant geschafft - ein großartiges Lesevergnügen!" (Felipe Gonález, El País)

kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Wieder einmal muss der Templer-Orden herhalten, wenn es um Verbrechen und Mystery mit historischem Hintergrund geht. In der Kathedrale von Turin liegt das weltberühmte Grabtuch Christi. Eine auffällige Häufung von Brandanschlägen auf das Gotteshaus bringt eine Sondereinheit der italienischen Polizei auf die Spur zweier sich befehdender Geheimbünde. Natürlich liegt das Geheimnis tief in der Vergangenheit verborgen, viele pseudo-historische Rätsel werden gelöst, aber richtig gepackt wird der Leser von dem Roman nicht. Mit jeder Zeile möchte Julia Navarro förmlich herausschreien: "Seht her, ich bin genau so gut wie Dan Brown. Ich löse ein Mysterium auf. Ich habe auch die Templer. Ich habe auch recherchiert", aber leider vergißt sie dabei die Grundlagen soliden Erzählens: Keine der Personen wird entwickelt. So bewegen sich blasse und unsympathisch-fremde Abziehbilder durch eine wirre Geschichte, die an Trivialität und Klischees nur schwer zu überbieten ist. Das größte Mysterium des Buches ist die Frage, wie dieses misslungene Werk ein Bestseller in Spanien werden konnte. (am)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 23.07.2005

Anstrengend ist das Templerleben
Der Roman, der "Das Sakrileg" in Spanien von Platz eins verdrängte: Julia Navarro erzählt vom Kampf um das Grabtuch Christi

Vom ersten Roman der spanischen Journalistin Julia Navarro wurden innerhalb eines Jahres eine halbe Million Exemplare verkauft. Unter dem Titel "Die stumme Bruderschaft" ist das Buch jetzt auch auf deutsch erschienen. "La Biblia de Barro" (Die Bibel aus Lehm), der zweite Roman der Autorin, steht wenige Wochen nach seinem Erscheinen weit oben auf den spanischen Bestsellerlisten. Die Parlamentsjournalistin Julia Navarro hatte vor ihrem Debütroman einige gutinformierte Sachbücher über die aktuelle Politik ihres Landes geschrieben; als "La hermandad de la Sábana Santa", so der Originaltitel der "Stummen Bruderschaft", herauskam, verdrängte der Roman in Spanien sogar Dan Browns "Sakrileg" von Platz eins. Julia Navarro sagt zwar, sie sei nicht von Browns Erfolg zu ihrem historischen Thema angeregt worden; doch zweifellos ist der spannende historische Unterhaltungsroman derzeit nicht nur in Spanien zu einer äußerst beliebten Lektüre geworden.

"Die stumme Bruderschaft" handelt von der …

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"Ein gewagtes Unterfangen, 2000 Jahre Geschichte in einem Roman unterzubringen. Aber Julia Navarro hat es brillant geschafft - ein großartiges Lesevergnügen!" (Felipe Gonßlez, El Pais)<br/><br/>

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Streckenweise sehr amüsant findet Rezensent Walter Haubrich die Lektüre dieses spanischen Bestsellers. Der Unterhaltungsroman hat ihm außerdem gezeigt, "von was Bestseller heute handeln". Was die Handlung betrifft, kann man den Ausführungen des Rezensenten entnehmen, dass um kriminelle Machenschaften und Handlungen rund um das sagenumwobene, "mehrfach gestohlene und entführte" Turiner Grabtuch Christi geht. Eine wichtige Rolle spielt hier Haubrich zufolge die titelgebende Bruderschaft des Templerordens. Natürlich dürfe man keine tieferen Erkenntnisse erwarten, warnt der Rezensent, "etwa über die düsteren Kapitel der Kirchengeschichte". Die eigentliche Leistung der Autorin sieht der Rezensent in der Konstruktion dieser aktuellen Kriminalgeschichte, deren Handlungsstränge "bis zu zwei Jahrtausende auseinanderklaffen". Die Sprache sei einfach und funktional. Die deutsche Übersetzung fällt ihm allerdings auf Grund eines Hangs zu Anglizismen unangenehm auf.

© Perlentaucher Medien GmbH
Julia Navarro wurde 1953 in Madrid geboren. Sie arbeitete als Journalistin für renommierte spanische Zeitschriften sowie Radio- und Fernsehsender. Nach mehreren erfolgreichen Sachbüchern eroberte sie mit ihrem Debütroman Die stumme Bruderschaft auf Anhieb den ersten Platz der spanischen Bestsellerlisten und entthronte damit den absoluten Favoriten des Jahres, Dan Browns Sakrileg. Auch Die Bibel-Verschwörung und Das Blut der Unschuldigen waren von Presse und Publikum gefeierte Bestseller und wurden in 10 Sprachen übersetzt! Julia Navarro lebt mit Mann und Sohn in Madrid.

Leseprobe zu "Die stumme Bruderschaft" von Julia Navarro

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Leseprobe zu "Die stumme Bruderschaft" von Julia Navarro

Abgarus, König von Edessa, wünscht Jesu dem guten Heilande, der im Lande um Jerusalem erschienen ist, alles Heil!

Ich habe von dir gehört und von deinen Gesundmachungen, wie Du sie ohne Arzneimittel und Kräuter verrichtest.

Denn die Rede geht, dass Du die Blinden sehen, die Lahmen gehen machst, dass Du die Aussätzigen reinigst, die unreinen Geister austreibst und diejenigen heilst, die mit langwierigen Krankheiten kämpfen, und endlich sogar die Toten aufweckst.

Nachdem ich all diese Dinge von Dir gehört habe, so habe ich demnach bei mir selbst geschlossen, eines von beiden müsse wahr sein: entweder Du seiest Gott, vom Himmel herabgekommen - oder Du, der diese Ding tut, seiest doch zum wenigsten ein Sohn des großen Gottes!

Ich ersuche Dich daher durch dieses Schreiben, Dich zu mir zu bemühen, um die Krankheit, die ich habe, zu heilen!

Ich habe auch gehört, dass die Juden wider Dich murren und Dir Böses zufügen wollen.

Ich habe eine zwar kleine, aber wohl geordnete Stadt, welche für uns beide hinreichend sein wird."1 Der junge König ließ die Feder ruhen und schaute den ebenfalls jungen Mann an, der reglos und respektvoll am anderen Ende des Gemachs wartete.

"Bist du sicher, Josar?"

"Glaubt mir, Herr..."

Der Mann näherte sich mit schnellem Schritt und blieb vor dem Tisch stehen, an dem Abgarus schrieb.

Aus den apokryphen Schriften

"Ich glaube dir, Josar, ich glaube dir, du bist seit Kindertagen der treueste Freund, den ich habe. Du hast mich nie enttäuscht, Josar, aber die Wundertaten dieses Juden, von denen du mir berichtest, sind so ungeheuerlich, dass ich befürchte, der Wunsch, mir zu helfen, hat deine Sinne verwirrt.'"

"Herr, Ihr müsst mir glauben, denn nur die, die an den Juden glauben, werden gerettet. Mein König, ich habe gesehen, wie Jesus allein durch Handauflegen die erloschenen Augen eines Blinden wieder sehend machte, ich habe gesehen, wie ein Gelähmter Jesus' Gewand berührte und dieser ihm mit sanftem Blick zu gehen befahl, und zum Erstaunen aller trugen seine Beine ihn wie Euch die Eurigen. Mein König, ich habe gesehen, wie eine arme Leprakranke den Nazarener aus der Dunkelheit der Straße beobachtete, während alle vor ihr flohen, und Jesus ging auf sie zu und sagte: "Du bist geheilt." Und die Frau schrie ungläubig: "Ich bin geheilt! Ich bin geheilt!" Und in der Tat, ihr Gesicht bekam wieder menschliche Züge, und ihre vorher verborgenen Hände kamen völlig unversehrt zum Vorschein...

Ich habe mit meinen eigenen Augen das größte Wunder gesehen, als ich Jesus und seinen Jüngern folgte und wir auf eine trauernde Familie stießen, die den Tod eines Angehörigen beweinte. Und er forderte den Toten auf, sich zu erheben, und Gott muss in der Stimme des Nazareners gewesen sein, denn ich schwöre Euch, mein König, der Mann öffnete die Augen, setzte sich auf und war selbst erstaunt, am Leben zu sein."

"Du hast Recht, Josar, ich muss glauben, um geheilt zu werden, ich will an diesen Jesus von Nazareth glauben, der der Sohn Gottes sein muss, wenn er die Toten wieder zum Leben erwecken kann. Aber wird er einen König heilen wollen, der sich von der Fleischeslust hat in Bann ziehen lassen?"

"Abgarus, Jesus heilt nicht nur die Körper, sondern auch die Seelen; er versichert, wenn man sich reumütig zeigt und ein würdiges Leben ohne Sünde führen will, wird Gott einem verzeihen. Die Sünder finden Trost bei dem Nazarener."

"Dein Wort in Gottes Ohr... Ich selbst kann mir meine Lüsternheit gegenüber Ania nicht verzeihen. Diese Frau hat meinen Körper und meine Seele krank gemacht."

"Herr, wie hättest du wissen sollen, dass sie krank ist, dass das Geschenk des Königs von Tyrus eine Falle ist? Wie hättest du ahnen können, dass sie den Samen der Krankheit in sich trug und dich damit anstecken würde? Ania war die schönste Frau, die wir je gesehen haben, jeder Mann hätte wegen ihr den Verstand verloren."

"Aber ich bin König, Josar, und ich hätte meinen Verstand nicht verlieren dürfen, so schön die Tänzerin auch war... Jetzt leidet sie wegen ihrer Schönheit, denn die Spuren der Krankheit zerfressen ihr weißes, makelloses Antlitz, und ich, Josar, bin ständig schweißgebadet, Nebel legt sich über meinen Blick, und ich fürchte vor allem, dass die Krankheit meine Haut faulen lässt und."

Leise Schritte schreckten die Männer auf. Eine Frau mit dunklem Gesicht und schwarzem Haar schwebte lächelnd herein.

Josar bewunderte sie. Ja, er bewunderte die feinen Gesichtszüge und das fröhliche Lächeln, das sie immer bereithielt; er bewunderte auch ihre Treue gegenüber dem König, kein Vorwurf war über ihre Lippen gekommen, als sie von Ania, der Tänzerin aus dem Kaukasus, die ihren Mann mit der schrecklichen Krankheit angesteckt hatte, verdrängt wurde.

Abgarus ließ sich von niemandem mehr anfassen, denn er befürchtete, andere anzustecken. Er zeigte sich immer weniger in der Öffentlichkeit.

Aber er hatte sich dem eisernen Willen der Königin nicht widersetzen können, die darauf bestand, sich persönlich um ihn zu kümmern, und nicht nur das, sie hauchte seiner Seele Mut ein, damit er an Josars Bericht über die Wunder des Nazareners glaubte.

Der König sah sie traurig an.

"Du bist es ... Ich sprach mit Josar über den Nazarener. Ich werde ihm einen Brief mitgeben und ihn einladen, ich werde mein Reich mit ihm teilen."

"Josar sollte mit einer Leibgarde reisen, damit auf der Reise nichts passiert und er den Nazarener hierher geleiten kann."

"Ich werde drei oder vier Männer mitnehmen, das genügt. Die Römer sind sehr misstrauisch und ein ganzer Trupp Soldaten wird ihnen nicht gefallen. Jesus auch nicht. Ich hoffe, meine Herrin, dass ich die Mission erfüllen und Jesus überzeugen kann, mich zu begleiten. Ich werde allerdings schnelle Pferde mitnehmen, damit man Euch rasch Nachrichten überbringen kann, sobald ich in Jerusalem angekommen bin."

"Ich werde jetzt den Brief fertig schreiben, Josar..."

"Im Morgengrauen werde ich mich auf den Weg machen, mein König."

Das Feuer begann an den Bänken der Gläubigen zu nagen, und Rauch verdunkelte das Hauptschiff. Vier schwarz gekleidete Gestalten eilten zur Seitenkapelle.

Kundenbewertungen zu "Die stumme Bruderschaft" von "Julia Navarro"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** gut)
***** ausgezeichnet
***** sehr gut
 
(1)
***** gut
***** weniger gut
 
(1)
***** schlecht
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Bewertung von Lia aus Berlin am 07.06.2010 ***** sehr gut
Dies ist das erste Buch von Julia Navarro das ich gelesen habe.
Ich habe dieses Buch ausgewählt, da es nicht wie meine bisherigen Bücher, die ich
lese, ein Thriller oder Krimi ist.
Meine Neugier wurde geweckt, da es Krimi, Geschichte und Religion ist. Mich hat die
Geschichte und die Art, wie es geschrieben ist, angesprochen und es hat mir großes Vergnügen bereitet, dieses Buch zu lesen.
Bei allen Guten gibt es immer auch ein ABER, meines liegt bei diesem Buch in den vielen
fremdartigen Namen, die man sich merken muss, um der Geschichte richtig zu folgen.
Dadurch wurde mein Geist aber zusätzlich gefordert, bei der Lektüre dieses Buches.
Es wäre auch unglaubwürdig, wenn zu dieser Zeit, in der das Buch spielt, die Figuren in diesem Buch wie mein Nachbar heissen würden.

Ich wünsche jedem Buchliebhaber viel Spaß sich in dieses Buch und seine Geschichte zu vertiefen.

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Bewertung von Marco am 13.02.2008 ***** weniger gut
Ich hatte mir von diesem Buch weitaus mehr erwartet, denn viele sagten, es wäre so wie die Bücher Dan Browns, doch dem war definitiv nicht so...
Ich fand das buch einfach nur langweilig, langatmig und sehr skurril...

Man sollte vorher auf keinen Fall Dan Brown gelesen haben, denn dann wird man ENTTÄUSCHT!!!

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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