Der Junge, der Träume schenkte - Di Fulvio, Luca

Der Junge, der Träume schenkte

Luca Di Fulvio 

Aus d. Italien. v. Petra Knoch
Broschiertes Buch
 
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Der Junge, der Träume schenkte

Ein Leben – ein Buch: Luca Di Fulvio erzählt in dem Roman Der Junge, der Träume schenkte die Geschichte einer Italienerin und ihrem Sohn, die in Amerika ein besseres Leben suchen. Der Leser erlebt auf 800 Seiten 20 emotionale Jahre mit den beiden Auswanderern. Dabei ist das Meisterwerk mal ergreifend und spannend, mal schockierend und verstörend.

Italien im Jahr 1909: Cetta ist 14 Jahre alt, als sie mit ihrem Sohn Natale in eine ungewisse Zukunft aufbricht, in der Hoffnung, dass er es einmal besser haben wird als sie selbst. Natale, von allen Christmas genannt, macht später seine eigenen Erfahrungen – mit Anerkennung, Freundschaft und auch mit der großen Liebe.

Schafft es Christmas sich aus Armut und Kriminalität zu befreien? Erfahren Sie es in Luca Di Fulvios Der Junge, der Träume schenkte - jetzt bei buecher.de!


Produktinformation

  • Verlag: Bastei Lübbe
  • 2011
  • 25. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 781 S.
  • Seitenzahl: 781
  • Bastei Lübbe Taschenbücher Bd.16061
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 128mm x 45mm
  • Gewicht: 485g
  • ISBN-13: 9783404160617
  • ISBN-10: 3404160614
  • Best.Nr.: 32296399
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 12.08.2012

Das Tuch zum Buch

Das kann ja nur heiter werden: Mehr als spannende Lektüre und ein weiches Strandlaken braucht der Mensch nicht für einen Tag in der Sonne. Aber um ganz abzuschalten und sich auf die Geschichte zu konzentrieren, muss das Umfeld stimmen. Wie soll man mit dem Helden des Liebesromans fiebern, wenn sich auf dem Stoff Star-Wars-Figuren bekriegen? Hier liegt zusammen, was zusammengehört.

Von Jennifer Wiebking

Alltag oder Indonesien?

Das Pendleton-Handtuch erzählt von der traditionellen Ikat-Webtechnik, die ihre Wurzeln in Nordostasien hat und sich anschließend südlich, Richtung Indonesien, orientierte, wo auch Allan Karlssons Lebensgeschichte Station macht. Schon zuvor begegnen sich aber Bestseller und Badetuch flüchtig im Altersheim. Denn dort beginnt der Roman über den hundert Jahre alten Rentner, und auch die Grundfarben des Frottee-Tuches, die eher wie ganz gewöhnlicher Alltag als Exotik anmuten, könnten da zu Hause sein. Na ja, bis man eben die spitzen schwarzen Pfeile auf dem Tuch entdeckt und sich Karlsson zum Angriff rüstet: Über das Fenster seines Zimmers im Erdgeschoss, die Pantoffeln noch an den Füßen, …

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Kundenbewertungen zu "Der Junge, der Träume schenkte" von "Luca Di Fulvio"

24 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.4 von 5 Sterne bei 24 Bewertungen   sehr gut)
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Bewertung von Igelmanu aus Mülheim am 22.12.2014   ausgezeichnet
New York, 1909. Aus einem transatlantischen Frachter steigt eine junge Frau mit ihrem Sohn Natale. Sie haben ihre süditalienische Heimat verlassen, um in Amerika ihren Traum von einem besseren Leben zu verwirklichen. Doch ihre Hoffnung weicht schon bald tiefster Ernüchterung, denn in der von Armut, Elend und Kriminalität beherrschten Lower East Side gelten die brutalen Gesetze der Gangs. Nur wer über ausreichend Mut und Kraft verfügt, kann sich hier behaupten. So wie der junge Natale, dem überdies ein besonderes Charisma zu eigen ist, mit dem er die Menschen zu verzaubern vermag… (Klappentext)

Alles ist möglich. Welches Leben ist schon komplett vorherbestimmt?

Aus dem jungen Italiener Natale ist der Amerikaner Christmas geworden. Und der geht entschlossen seinen Weg, verfolgt seine Ziele. Unbeirrt von der denkbar schlechten Ausgangssituation, die er hat, nutzt er seine ganz besondere Fähigkeit, nämlich die, andere Menschen für sich einzunehmen. Er erzählt jedem seine Geschichten und gelangt so Sympathien, selbst bei Gangsterbossen. So „arbeitet“ er sich hoch, vom kleinen Gelegenheitsgauner über die Straßengangs von New York – hin zu seinem großen Traum: Seine Geschichten einem richtig großen Publikum zu erzählen, nämlich über das Radio! Und dadurch auch seine große Liebe wiederzufinden…

Die junge Jüdin Ruth kommt aus gutem Hause. Man ist wohlhabend, bewegt sich in angesehenen Kreisen. Ihr Leben sollte doch eigentlich problemlos verlaufen. Doch Ruth wird das Opfer eines brutalen Überfalls, wodurch sie langfristig traumatisiert wird…

Cetta, Christmas Mutter, hatte von einem besseren Leben in Amerika geträumt. Aber als sie 14jährig mit ihrem Baby alleine in New York steht, bleibt ihr nur der Weg ins Bordell, um sich und den Jungen durchzubringen. Kann es für sie jemals ein Happy End geben?

Noch weitere Charaktere begleiten wir durch das Buch. Nicht wenige davon wuchsen mir richtig ans Herz. Den meisten von ihnen konnte Christmas durch seine Geschichten und seine Beharrlichkeit Mut machen, auch ihre eigenen Wege und Träume weiter zu verfolgen.

Luca di Fulvio zeichnet ein großartiges Bild des New Yorks der 1920er Jahre. Auf der einen Seite Reichtum, auf der anderen Seite Armut, käuflicher Sex, unglaubliche Brutalität und Rassenhass. An dieser Stelle ein kurzer Hinweis: Wer, vielleicht aufgrund des „traumhaften“ Titels annimmt, dieses Buch wäre „nur schön“, könnte wegen der teilweise sehr heftigen Brutalität je nach Gemüt irritiert bis schockiert sein. Also bitte nicht vergessen, in welcher Zeit und an welchem Ort die Geschichte spielt. Ich bin jedenfalls unheimlich froh, dass ich mich auf die Diamond Dogs eingelassen habe.

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Bewertung von Antje0702 aus Nauen am 01.07.2014   weniger gut
Ich fand dieses Buch auch nicht so toll. Wirklich langatmig, flach. Zwischdurch etwas Spannung.

3 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Joschne aus Sittensen am 18.09.2013   ausgezeichnet
Junger Mann bezaubert die Menschen mit seinem Charme

New York, 1909. Aus einem transatlantischen Frachter steigt eine junge Frau mit ihrem Sohn Natale. Sie kommen aus dem tiefsten Süden Italiens - mit dem Traum von einem besseren Leben in Amerika. Doch in der von Armut, Elend und Kriminalität gezeichneten Lower East Side gelten die gnadenlosen Gesetze der Gangs. Nur wer über ausreichend Robustheit und Durchsetzungskraft verfügt, kann sich hier behaupten. So wie der junge Natale, dem überdies ein besonderes Charisma zu eigen ist, mit dem er die Menschen zu verzaubern vermag ...

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7 von 10 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Doris aus Nürnberg am 30.04.2013   ausgezeichnet
Habe mich auf dieses Buch gefreut und bin sehr enttäuscht worden. Viele brutale Szenen und ein flache Handlung, die oft zäh ist. Nicht zu empfehlen.

11 von 16 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Rosi am 08.04.2013   ausgezeichnet
Dieser Roman ist von der ersten bis zur letzten Seite nur spannend geschrieben. Besonders faszinierend ist, dass Beschreibungen kurz gehalten sind und fliesend in die Erzählung hineingleiten und der Leser sich dennoch die Umgebung sehr gut vorstellen kann. Es gibt wirklich keine einzige Seite die beim Lesen langweilig ist. Nur Spannung pur. Ein Autor, der ein unglaubliches Können beweist. Ich hoffe, dass es in Zukunft von Luca di Fulvio noch mehr zu lesen geben wird. Und hoffentlich weiter so spannend. Ich wünsche meinem Liebingsautor viel Erfolg.

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9 von 15 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von elli aus Hamburg am 08.03.2013   sehr gut
Der Beginn des Buches hat mich kurz erst einmal abgeschreckt. Die Handlung beginnt mit der Geschichte der Mutter des Hauptprotagonisten "Natale", die nach furchtbaren Erlebnissen aus Italien nach Amerika auswandert in der Hoffnung auf ein neues Leben. Dort erwartet sie und seinen Sohn jedoch nur neues Leid und ihr Sohn wächst weiterhin in Armut auf und rutscht dabei langsam in die kriminellen Machenschaften der Mafia hinein. Dennoch hat mich der Erzählstil von Luca Di Fulvio gefesselt und so habe ich Natales erste Liebe, sein Aufstieg in der Mafia und seine weiteren Lebensabschnitte mit großer Spannung erlebt und wurde bis zum Ende nicht enttäuscht. Ein sehr schönes Buch, dessen kleine Makel, wie z.B. dass zuvor konstruierte Handlungsstränge am Ende zu einfach, bzw. vorhersehbar gelöst werden. Ein wenig fehlten mir hier einfach kleine Überraschungsmomente. Trotzdem eine klare Empfehlung!

9 von 13 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Nanni aus Salzkotten am 01.03.2013   gut
Dieses Buch läßt die Härte des Lebens und die Konsequenzen daraus erkennen. Natale
bzw. Chrismas läßt sich durch seine Taten und Äußerungen von seinem Umfeld bewundern,
läßt es aber in letzter Konsequenz im Unklaren, so dass die Fantasie der Menschen eigene
Ergebnisse entwickelt. Die Liebe zu Ruth ist unzerbrechlich, trotz aller Hürden, die aufgestellt
werden und das Happy End läßt den Zuhörer am Ende zufrieden sein.

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8 von 9 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 17.12.2012   ausgezeichnet
ich kann nur sagen hervorragend geschrieben ein toller roman bin begeistert,ganz anders als alles was ich schon gelesen habe ......esmeespring aus Leer

10 von 18 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Kerry aus Berlin am 27.11.2012   ausgezeichnet
1907 wird die 13-jährige Cetta Luminita von einem Freund des Gutsherrn ihrer Eltern vergewaltigt. Mit 14 bringt sie ihren Sohn Natale zur Welt. Genau dieses Schicksal hat ihre Mutter versucht, ihrer Tochter zu ersparen, denn schon die Mutter brachte ein Kind des Gutsherrn zur Welt. Cetta, die außergewöhnlich schön ist, wurde von ihr verkrüppelt, um diesem Schicksal zu entgehen, doch gebracht hat es nichts. Cetta weiß genau, was sie vom Leben will. Sie will ihren Sohn, sie will für ihn sorgen und sie will nach Amerika, weil sie weiß, dass in Italien lediglich eine Zukunft beim Gutsherrn auf sie wartet. Als Natale 8 Monate alt ist, läuft Cetta mit ihm von Zuhause weg und gelangt als blinde Passagierin nach Amerika. Um die Überfahrt zu "bezahlen", musste sie dem Kapitän des Schiffes sexuell zu Diensten sein.

Kaum in Amerika angekommen, steht Cetta vor ganz neuen Herausforderungen. Sie beherrscht die Sprache nicht, doch findet sie wider erwartend Hilfe. Ihr Sohn bekommt die amerikanische Variante seines Namens in den Papieren eingetragen, Christmas und ein Italiener nimmt sich Cettas an. Doch die Freude währt nicht lange, schnell ist klar, dass Cetta sozusagen gleich am Hafen ausgesucht wurde, um in einem Bordell zu arbeiten. Widerstrebend stimmt sie dem zu, jedoch unter der Bedingung, dass ihr Sohn bei ihr bleiben kann und ihm nichts geschieht. Tatsächlich wird sie bei einem alten Ehepaar untergebracht, das sich nachts um ihren Sohn kümmert, während die 15-jährige im Bordell arbeiten geht.

1922 ist Christmas 14 Jahre alt. Christmas hat nur einen Wunsch - weg, weg aus dem Ghetto, in dem sie leben. Er gründet, zusammen mit dem gleichaltrigen Santo Filesi, die "Gang" Diamond Dogs. Wobei es sich hierbei nicht wirklich um eine Gang handelt. Christmas, der eine wahnsinnige Ausstrahlung hat, schafft es, durch glückliche Fügungen, die Leute in seinem Viertel glauben zu machen, die Diamond Dogs wären real. Eines Tages finden Christmas und Santo ein junges, blutüberströmtes Mädchen. Die 13-jährige Ruth Isaacson wurde brutal zusammengeschlagen, vergewaltigt und ein Finger wurde ihr entfernt. Christmas bringt das Mädchen ins Krankenhaus und verliebt sich auf der Stelle in ihre grünen Augen. Nachdem sie genesen ist, verbindet die beiden mehr als nur Freundschaft, aber auf Grund der traumatischen Ereignisse, ist Ruth nicht bereit, mehr als einen Freund in Christmas zu sehen. Außerdem ist sie Jüdin und ihre Familie nicht einverstanden damit, dass zwischen ihr und einem "Italiener" mehr besteht als Freundschaft. Dann erleidet Ruths Vater mit seinen Geschäften herbe Verluste, sodass er gezwungen ist, in einer anderen Stadt neu anzufangen. Familie Isaacson veräußert alles und verlässt die Stadt. Christmas jedoch kann Ruth nicht vergessen, auch über Jahre hinweg ist sie nach wie vor in seinem Geist präsent und er weiß nur einen Weg, wie er Ruth in einem großen Land wie den USA wiederfinden kann - über das Radio.

Der Plot wurde sehr detailliert und abwechslungsreich ausgearbeitet. Anfangs sind die Kapitel in Gegenwart (Geschichte von Christmas) und Vergangenheit (Cettas Geschichte) unterteilt. Diese nähern sich mit der Zeit an, sodass der Leser, wenn er endgültig in der Gegenwart angekommen ist, weiß, wie sich Christmas und Cetta seit Beginn ihrer Geschichte entwickelt haben. Auf Grund der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart fand ich das Buch bereits von Anfang an fesselnd, denn selbst wenn ich einen Teil der Gegenwart kannte, konnte ich mir zu dem Zeitpunkt jedoch noch kein Bild machen, von dem Weg den Cetta und Christmas gehen mussten. Die Figuren wurden allesamt facettenreich und tiefgründig in Szene gesetzt, sodass ich jede Figur jederzeit wieder erkannt habe, was bei einem solch komplexen Werk nicht zu erwarten war. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen fesselnd, mit der richtigen Prise Dramatik und Emotionalität.

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Bewertung von Kober aus Stuttgart am 20.11.2012   ausgezeichnet
Gropßartiges Gemälde des New York zwischen 1910 und 1920, spannend, äusserst realistisch, aber damit folgerichtigerweise streckenweise auch sehr brutal, Der Autor ist ehrlich und macht keinen Hehl daraus (laufend Verweise im Buch), dass die Idee "gestohlen" ist Wird "Wolfsblut" (Christmas) seinen (weiblichen) "Martin Eden" (Ruth) bekommen oder nicht? Wird buchstäblich erst auf der letrzten Seite entschieden - natürlich zum positiven, wie es sich für ein Happy-End gehört. Aber besonders Ruth's (gewundener) Weg dahin hat mich immer wieder in Bann geschlagen, ist psychologisch geschickt beschrieben und gelöst. Christmas marschiert da ab der zweiten Hälfte des Buches doch ziemlich "straight forward", aber auch das spannend zu lesen, da.ihm zum Schluss auch Zweifel kommen (er einen Moment Martin Eden wird)
Nachsatz : Wfsblut und Martin Eden sind zwei berühmte Romane von Jack London

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