Geschichten aus Tel Ilan - Oz, Amos

Amos Oz 

Geschichten aus Tel Ilan

Aus d. Hebräisch. v. Mirjam Pressler
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Produktbeschreibung zu Geschichten aus Tel Ilan

Tel Ilan ist ein kleiner Ort irgendwo im nördlichen Israel. Umgeben von Weinbergen und Obsthainen, erinnert hier noch manches an die Gründergeneration, doch neben den baufälligen Unterkünften für Saisonarbeiter finden sich heute Galerien, Boutiquen und Restaurants, das unspektakuläre und provinzielle Tel Ilan lebt mittlerweile mehr von Wochenendtouristen und Schnäppchenjägern als von Landwirtschaft. Amos Oz erzählt in seinem neuen Buch von den Einwohnern dieses kleinen Kosmos, ihren unerfüllten Sehnsüchten, ihrem Scheitern, von Menschen, die zwischen dem, was hätte sein können und wohl nie sein wird, ihr scheinbar durch und durch alltägliches Leben führen.

In Eine Geschichte von Liebe und Finsternis erzählt Amos Oz, wie Sherwood Anderson ihm »die schreibende Hand löste«. Auf Geschichten aus Tel Ilan trifft zu, was Amos Oz über dessen Winesburg, Ohio schrieb: ein Zyklus von Erzählungen aus dem Leben eines kleinen Ortes, »der Komödie mit Tragödie, Alltagseinerlei mit Poesie vereint«.

Produktinformation


  • Verlag: Suhrkamp
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 187 S.
  • Seitenzahl: 187
  • Best.Nr. des Verlages: 42067
  • Deutsch
  • Abmessung: 205mm x 132mm x 23mm
  • Gewicht: 324g
  • ISBN-13: 9783518420676
  • ISBN-10: 3518420674
  • Best.Nr.: 25553412
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 16.10.2009

Wünschen hilft nicht nicht mehr, Fluchen auch nicht
Das neue Buch des israelischen Erzählers Amos Oz, „Geschichten aus Tel Ilan”, lässt den Menschen ihre Merkwürdigkeiten
In der frühen Dunkelheit eines Februarabends sitzt Gili Steiner, die Ärztin der Krankenkassenambulanz von Tel Ilan, an der einzigen Bushaltestelle des Dorfes und wartet auf den Bus aus Tel Aviv. Frühzeitig ist sie aus dem Haus gegangen, denn sie will keineswegs zu spät kommen, wenn ihr Neffe ankommt. Er ist zwar längst kein Kind mehr wie bei den früheren Besuchen, nicht einmal mehr der Abiturient, der sich bei der Tante auf die Biologieprüfung vorbereiten sollte und statt dessen mit ihr fernsah und Dame spielte, er ist mittlerweile ein gestandener Mann von zwanzig Jahren. Bei einer Routineuntersuchung des Militärs hat man jüngst eine Nierenerkrankung entdeckt. Seine Mutter hat ihn zu ihrer Schwester geschickt, auch wenn das Verhältnis zu ihr seit Jahren vergiftet ist. Aber Gili Steiner, die hagere Junggesellin mit den kurz geschnittenen grauen Haaren und der eckigen randlosen Brille, gilt als glänzende Diagnostikerin. Außerdem hat sich Gideon immer gut bei ihr erholt.
Nun …

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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Rezensentin Stefana Sabin bewundert Amos Oz auch in diesem Buch für sein Talent, Alltagsunglück und -leben literarischen Glanz und der Banalität eine allgemeinmenschliche Gültigkeit zu verleihen. Auch kehrt der israelische Autor ihrem Eindruck zufolge mit dieser Erzählsequenz über einfache Leute und ihr einfaches Leben zu seinen literarischen Anfängen zurück. Wie bereits in seinem 1966 erschienenen Buch "Ein anderer Ort" verzichte Oz auf eine zusammenhängende Handlung, schreibt die Kritikerin, und stelle "allein aus der Beschreibung von Beziehungen und Befindlichkeiten" die Spannung her, die durch die Erzählungen führen.

© Perlentaucher Medien GmbH

kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Mit seiner großartigen Saga "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" schlug der israelische Autor Amos Oz den Bogen von der eigenen Familiengeschichte zur Geschichte der aus Europa vertriebenen Juden. Sein neuer Erzählband "Geschichten aus Tel Ilan" hingegen beschreibt den provinziellen Mikrokosmos eines fiktiven Dorfes. Das liegt zwar mitten in Israel, doch die acht lose verknüpften Geschichten könnten tatsächlich überall spielen. Denn wie in wohl jedem Dorf, lebt hinter der scheinbaren Idylle in unmittelbarer Nachbarschaft die Angst, lauert hinter jeder Hauswand eine unterschwellige Unruhe. Wie etwa in der Erzählung über Arie Zelnik, der auf seiner von Weinranken beschatteten Veranda, auf der er träge die Tage verbringt, ungebetenen Besuch erhält. Ein selbstbewusster Fremder, der das Erbe der alten, bettlägerigen Mutter fordert und sich schließlich zur Mutter legt, sie streichelt und küsst. In allen Erzählungen reißen in der verdichteten Schilderung von Alltagssituationen plötzlich Abgründe auf, die oft sogar ins Absurde kippen. Und trotzdem sind Oz' Geschichten liebevoll, spricht aus ihnen eine tiefe Anteilnahme an der ziellosen Suche seiner Protagonisten nach dem, was eigentlich sein könnte. Und als Leser begleitet man ihn dabei mit Freuden, folgt seiner leichtfüßigen, poetischen Spur, lugt hinter Hauswände und schaut gebannt in die verstörenden Abgründe der Nachbarn. (un)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 02.01.2010

Konzentrat eines Lebensgesprächs

Ein Dorf als Laboratorium des neuen und alten Israel: Amos Oz erzählt in seinen "Geschichten aus Tel Ilan" von den unheimlichen Veränderungen einer vertrauten Welt.

Von Anja Hirsch

Tel Ilan ist ein Dorf in der israelischen Provinz. Genauer: es ist ein von Amos Oz ausgedachtes Dorf, eher also ein Laboratorium. Tel Ilan hat einen Bürgermeister, Gemäuer aus der Gründerzeit, kleinere Häuser, die an Zypressen grenzen. Es ist umgeben von Obstgärten und Plantagen, Weinbergen und langen Reihen von Mandelbäumen. Im Zentrum gibt es seit einiger Zeit neue Boutiquen, die am Schabbat Fremde anziehen und das abgelegene Nest für ein paar Stunden beleben. Nachts heulen die Schakale. Tagsüber trifft man sich zufällig im Gedenkpark oder in der kleinen Bibliothek und plaudert. Zum Beispiel über den neuen israelischen Roman, der gerade in aller Munde ist. "Meiner Meinung nach wiederholt er sich", sagt eine Leserin; und die geduldige Bibliothekarin hält etwas pathetisch dagegen: "Es gibt Themen und Motive, zu denen ein Autor immer wieder zurückkehrt, weil sie der Wurzel seiner Seele entstammen."

Amos Oz ist im …

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"Amos Oz zeichnet in sieben Novellen Tscheschow'sche Menschen, die es in das heutige Israel verschlagen hat. Was sie von den Erfolgsmenschen aus der Großstadt unterscheidet, sind ihr Witz, ihre Träumerei, ihre Menschlichkeit. Das Buch ... setzt dem Israel der Zeit nach 1949 ein beeindruckendes, traurig stimmendes Denkmal. Gleichzeitig gelingt es Oz einmal mehr, dem modernen israelischen Alltag Poetisches abzuringen. Er ist der große Chronist des israelischen Lebens."
Tobias Wenzel Focus

»Amos Oz führt den Leser in ungewöhnliche Situationen, schlägt ihn in seinen Bann, vermeidet aber jede Dramatisierung. Das ist das Besondere an dem fiktiven >Tel Ilan< mit seinen Mandel- und Olivenbäumen in schönen Gärten: Die Geschichten zeigen Israel in einem Licht, wie man es bisher nicht kennt. Jeder wird in seiner Eigenart respektiert. ...  Eine Liebeserklärung an Israel. Es ist schön, dieses unaufgeregte Buch zu lesen und sich in die wachsende Spannung hineinziehen zu lassen.«
Amos Oz, geboren 1939 in Jerusalem, studierte Literaturwissenschaften und Philosophie an der hebräischen Universität in Jerusalem. Er gehört zu den großen israelischen Schriftstellern der Gegenwart und unterrichtet hebräische Literatur an der Ben-Gurion-Universität in Beesheva. Seit 1986 lebt er mit seiner Familie in Arad in der Negev-Wüste. 1992 wurde er in Frankfurt am Main mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet, 2004 mit dem "Welt"-Literaturpreis, 2005 mit dem Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main und 2006 mit dem Corine Ehrenpreis. 2007 erhielt Amos Oz den Stefan-Heym-Preis, 2008 den Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf und 2010 den Siegfried Unseld Preis.

Inhaltsangabe

Erben Verwandte Graben Verloren Warten Fremde Singen An einem fernen Ort zu einer anderen Zeit

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Kundenbewertungen zu "Geschichten aus Tel Ilan" von "Amos Oz"

Durchschnittliche Kundenbewertung 5 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** ausgezeichnet
(aus 1 Bewertung)

Bewertung von Tarzan von Aquin aus München am 29.03.2011 ***** ausgezeichnet
Ich war positiv überrascht über die literarische Qualität dieses Buches. Amos Oz habe ich immer gerne gelesen, aber mehr aus Interesse an Israel; insbesondere 'Eine Geschichte von Liebe und Finsternis' lebt mehr vom Plot und der Beschreibung der Historie und weniger von einer besonderen Sprache. In diesem Buch hier aber zeigt Oz , dass er tatsächlich zu außergewöhnlicher Erzählkunst in der Lage ist. Die Beschreibung eine fiktiven Dorfes und seiner Bewohner in Nord-Israel gelingt ihm ausgesprochen poetisch, spannend und tiefsinnig. Sehr lesenswert. Das Buch werde ich sicher mehrmals verschenken.

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  • 2009
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  • Seitenzahl: 187
  • Best.Nr. des Verlages: 42067
  • Deutsch
  • Abmessung: 205mm x 132mm x 23mm
  • Gewicht: 324g
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Tel Ilan ist ein kleiner Ort irgendwo im nördlichen Israel. Umgeben von Weinbergen und Obsthainen, erinnert hier noch manches an die Gründergeneration, doch neben den baufälligen Unterkünften für Saisonarbeiter finden sich heute Galerien, Boutiquen und Restaurants, das unspektakuläre und provinzielle Tel Ilan lebt mittlerweile mehr von Wochenendtouristen und Schnäppchenjägern als von Landwirtschaft. Amos Oz erzählt in seinem neuen Buch von den Einwohnern dieses kleinen Kosmos, ihren unerfüllten Sehnsüchten, ihrem Scheitern, von Menschen, die zwischen dem, was hätte sein können und wohl nie sein wird, ihr scheinbar durch und durch alltägliches Leben führen.

In Eine Geschichte von Liebe und Finsternis erzählt Amos Oz, wie Sherwood Anderson ihm »die schreibende Hand löste«. Auf Geschichten aus Tel Ilan trifft zu, was Amos Oz über dessen Winesburg, Ohio schrieb: ein Zyklus von Erzählungen aus dem Leben eines kleinen Ortes, »der Komödie mit Tragödie, Alltagseinerlei mit Poesie vereint«.

Inhaltsangabe

Erben Verwandte Graben Verloren Warten Fremde Singen An einem fernen Ort zu einer anderen Zeit

02.01.2010

Konzentrat eines Lebensgesprächs

Ein Dorf als Laboratorium des neuen und alten Israel: Amos Oz erzählt in seinen "Geschichten aus Tel Ilan" von den unheimlichen Veränderungen einer vertrauten Welt.

Von Anja Hirsch

Tel Ilan ist ein Dorf in der israelischen Provinz. Genauer: es ist ein von Amos Oz ausgedachtes Dorf, eher also ein Laboratorium. Tel Ilan hat einen Bürgermeister, Gemäuer aus der Gründerzeit, kleinere Häuser, die an Zypressen grenzen. Es ist umgeben von Obstgärten und Plantagen, Weinbergen und langen Reihen von Mandelbäumen. Im Zentrum gibt es seit einiger Zeit neue Boutiquen, die am Schabbat Fremde anziehen und das abgelegene Nest für ein paar Stunden beleben. Nachts heulen die Schakale. Tagsüber trifft man sich zufällig im Gedenkpark oder in der kleinen Bibliothek und plaudert. Zum Beispiel über den neuen israelischen Roman, der gerade in aller Munde ist. "Meiner Meinung nach wiederholt er sich", sagt eine Leserin; und die geduldige Bibliothekarin hält etwas pathetisch dagegen: "Es gibt Themen und Motive, zu denen ein Autor immer wieder zurückkehrt, weil sie der Wurzel seiner Seele entstammen."

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In der frühen Dunkelheit eines Februarabends sitzt Gili Steiner, die Ärztin der Krankenkassenambulanz von Tel Ilan, an der einzigen Bushaltestelle des Dorfes und wartet auf den Bus aus Tel Aviv. Frühzeitig ist sie aus dem Haus gegangen, denn sie will keineswegs zu spät kommen, wenn ihr Neffe ankommt. Er ist zwar längst kein Kind mehr wie bei den früheren Besuchen, nicht einmal mehr der Abiturient, der sich bei der Tante auf die Biologieprüfung vorbereiten sollte und statt dessen mit ihr fernsah und Dame spielte, er ist mittlerweile ein gestandener Mann von zwanzig Jahren. Bei einer Routineuntersuchung des Militärs hat man jüngst eine Nierenerkrankung entdeckt. Seine Mutter hat ihn zu ihrer Schwester geschickt, auch wenn das Verhältnis zu ihr seit Jahren vergiftet ist. Aber Gili Steiner, die hagere Junggesellin mit den kurz geschnittenen grauen Haaren und der eckigen randlosen Brille, gilt als glänzende Diagnostikerin. Außerdem hat sich Gideon immer gut bei ihr …

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*****
ausgezeichnet
Ich war positiv überrascht über die literarische Qualität dieses Buches. Amos Oz habe ich immer gerne gelesen, aber mehr aus Interesse an Israel; insbesondere 'Eine Geschichte von Liebe und Finsternis' lebt mehr vom Plot und der Beschreibung der Historie und weniger von einer besonderen Sprache. In diesem Buch hier aber zeigt Oz , dass er tatsächlich zu außergewöhnlicher Erzählkunst in der Lage ist. Die Beschreibung eine fiktiven Dorfes und seiner Bewohner in Nord-Israel gelingt ihm ausgesprochen poetisch, spannend und tiefsinnig. Sehr lesenswert. Das Buch werde ich sicher mehrmals verschenken.
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Rezensentin Stefana Sabin bewundert Amos Oz auch in diesem Buch für sein Talent, Alltagsunglück und -leben literarischen Glanz und der Banalität eine allgemeinmenschliche Gültigkeit zu verleihen. Auch kehrt der israelische Autor ihrem Eindruck zufolge mit dieser Erzählsequenz über einfache Leute und ihr einfaches Leben zu seinen literarischen Anfängen zurück. Wie bereits in seinem 1966 erschienenen Buch "Ein anderer Ort" verzichte Oz auf eine zusammenhängende Handlung, schreibt die Kritikerin, und stelle "allein aus der Beschreibung von Beziehungen und Befindlichkeiten" die Spannung her, die durch die Erzählungen führen.

© Perlentaucher Medien GmbH

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Mit seiner großartigen Saga "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" schlug der israelische Autor Amos Oz den Bogen von der eigenen Familiengeschichte zur Geschichte der aus Europa vertriebenen Juden. Sein neuer Erzählband "Geschichten aus Tel Ilan" hingegen beschreibt den provinziellen Mikrokosmos eines fiktiven Dorfes. Das liegt zwar mitten in Israel, doch die acht lose verknüpften Geschichten könnten tatsächlich überall spielen. Denn wie in wohl jedem Dorf, lebt hinter der scheinbaren Idylle in unmittelbarer Nachbarschaft die Angst, lauert hinter jeder Hauswand eine unterschwellige Unruhe. Wie etwa in der Erzählung über Arie Zelnik, der auf seiner von Weinranken beschatteten Veranda, auf der er träge die Tage verbringt, ungebetenen Besuch erhält. Ein selbstbewusster Fremder, der das Erbe der alten, bettlägerigen Mutter fordert und sich schließlich zur Mutter legt, sie streichelt und küsst. In allen Erzählungen reißen in der verdichteten Schilderung von Alltagssituationen plötzlich Abgründe auf, die oft sogar ins Absurde kippen. Und trotzdem sind Oz' Geschichten liebevoll, spricht aus ihnen eine tiefe Anteilnahme an der ziellosen Suche seiner Protagonisten nach dem, was eigentlich sein könnte. Und als Leser begleitet man ihn dabei mit Freuden, folgt seiner leichtfüßigen, poetischen Spur, lugt hinter Hauswände und schaut gebannt in die verstörenden Abgründe der Nachbarn. (un)

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"Amos Oz zeichnet in sieben Novellen Tscheschow'sche Menschen, die es in das heutige Israel verschlagen hat. Was sie von den Erfolgsmenschen aus der Großstadt unterscheidet, sind ihr Witz, ihre Träumerei, ihre Menschlichkeit. Das Buch ... setzt dem Israel der Zeit nach 1949 ein beeindruckendes, traurig stimmendes Denkmal. Gleichzeitig gelingt es Oz einmal mehr, dem modernen israelischen Alltag Poetisches abzuringen. Er ist der große Chronist des israelischen Lebens."
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»Amos Oz führt den Leser in ungewöhnliche Situationen, schlägt ihn in seinen Bann, vermeidet aber jede Dramatisierung. Das ist das Besondere an dem fiktiven >Tel Ilan< mit seinen Mandel- und Olivenbäumen in schönen Gärten: Die Geschichten zeigen Israel in einem Licht, wie man es bisher nicht kennt. Jeder wird in seiner Eigenart respektiert. ...  Eine Liebeserklärung an Israel. Es ist schön, dieses unaufgeregte Buch zu lesen und sich in die wachsende Spannung hineinziehen zu lassen.«

Autorenporträt zu "Amos Oz"

Amos Oz, geboren 1939 in Jerusalem, studierte Literaturwissenschaften und Philosophie an der hebräischen Universität in Jerusalem. Er gehört zu den großen israelischen Schriftstellern der Gegenwart und unterrichtet hebräische Literatur an der Ben-Gurion-Universität in Beesheva. Seit 1986 lebt er mit seiner Familie in Arad in der Negev-Wüste. 1992 wurde er in Frankfurt am Main mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet, 2004 mit dem "Welt"-Literaturpreis, 2005 mit dem Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main und 2006 mit dem Corine Ehrenpreis. 2007 erhielt Amos Oz den Stefan-Heym-Preis, 2008 den Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf und 2010 den Siegfried Unseld Preis.

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