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Disteln im Weinberg
Tagebuch aus Palästina. Hrsg. v. Chudi Bürgi, Martin Heule u. Regula Renschler
Mit e. Essay v. Ernest Goldberger
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch

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Produktinformation
- Verlag: Lenos
- 2007
- Ausstattung/Bilder: 2007. 312 S.
- Seitenzahl: 312
- Deutsch
- Abmessung: 195mm x 125mm x 31mm
- Gewicht: 405g
- ISBN-13: 9783857873867
- ISBN-10: 3857873868
- Best.Nr.: 22808370
Leseprobe zu "Disteln im Weinberg"
Produktbeschreibung zu "Disteln im Weinberg"
Kurzbeschreibung
Die Palästinenser leben in einem besetzten Land, ihr Alltag ist von geschriebenen und ungeschriebenen Regeln geprägt, von der Willkür der Besatzungsmacht Israel, von der Schwierigkeit und der Mühsal, in einem von Mauern mehr und mehr begrenzten Gebiet zu überleben. Wie sieht der Alltag der Palästinenserinnen und Palästinenser aus? Sumaya Farhat-Naser lebt mit ihrem Mann Mun r in Birseit, mitten in der kargen Schönheit der palästinensischen Landschaft, seit vielen Jahren setzt sie sich für eine friedliche Lösung im Nahen Osten ein. Sie schildert ihren Alltag in einem Tagebuch, das von Juni 2006 bis März 2007 geschrieben wurde. Wir lernen ihre Familie, ihre Verwandten und deren Schicksale kennen, und wir begleiten die Autorin bei ihrer Friedensarbeit in Schulen und in Frauengruppen, bei den Auseinandersetzungen mit Israelis an den Checkpoints, bei Vorträgen im Ausland, aber auch beim Wiederaufbau ihres Weinbergs, bei Festen mit Angehörigen und Freunden. Ergänzt wird das Tagebuch durch Gespräche, die Regula Renschler und Martin Heule mit Familienangehörigen und Bekannten Sumaya Farhat-Nasers geführt haben.
03.12.2008
Terrortagebuch
Neun Monate eines ganz normalen palästinensischen Lebens, neun
Monate ganz normaler Wahnsinn. Die Friedensaktivistin Sumaya
Farhat-Naser hat Tagebuch geführt über ihren Alltag im
israelisch-palästinensischen Grenzgebiet. Ein Alltag, der keine
Ruhe gewährt, der eingepfercht ist zwischen den Scharmützeln der
politischen Kontrahenten und vom Vorgefühl des Terrors ausgezehrt
wird. Hoffnung entspringt, wenn Farhat-Naser ihre israelische
Freundin Hanna zum ersten Mal nach fünf Jahren E-Mail-Kontakt in
die Arme schließen kann. Ohnmacht entsteht, wenn wieder einmal alle
Straßen Richtung Bethlehem gesperrt sind und die Menschen, die nur
ihrer Arbeit nachgehen wollen, unverrichteter Dinge zurückkehren
müssen. Freude bricht durch, wenn Erntezeit ist und sich Nachbarn
gegenseitig von ihren Früchten schenken. Enttäuschung und Wut
treffen auf Hoffnung, politische Verzweiflung auf zukunftbringende
Projekte mit Jugendlichen und Kindern. Sumaya Farhat-Naser lebt in
dieser zerrissenen Welt. Sie kennt die Probleme aus eigener
Anschauung, von ihrer eigenen Familie. Unbeirrt trotz vieler
Hindernisse, sieht sie sich getragen von ihrem Glauben. (Sumaya
Farhat-Naser: "Disteln im Weinberg". Tagebuch aus
Palästina. Nachwort von Ernest Goldberger. Hrsg. von Martin Heule,
Regula Renschler, Chudi Bürgi. Lenos Verlag, Basel 2008. 312 S.,
Abb., geb., 19,90 [Euro].) kito
Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
04.12.2007
So gut, dass er "fast jede Seite zitieren" möchte, findet
Rezensent Arnold Hottinger das Tagebuch der prominenten
Palästinenserin Sumaya Farhat-Naser über neun Monate ihres Lebens
im besetzten Westjordanland. Viel besser als die
sensationsorientierte Tagespresse ist dieses Medium seiner Ansicht
nach geeignet, das andauernde Leid der palästinensischen
Bevölkerung auch für Außenstehende spürbar zu machen. Dabei wird
die Autorin zur Freude des Rezensenten jedoch nicht wehleidig.
Äußerst mutig findet der Rezensent, wie Farhat-Nasar die
Manipulationsstrategien der Besatzer schildert, und den dem
Tagebuch beigefügten Essay des in Israel lebenden Baslers Ernest
Goldberger, der für eine Aufgabe der Schuldfrage plädiert und an
Israel appelliert, als stärkerer Part Verantwortung zu übernehmen,
zählt er zu dem "Durchdachtesten, was in den letzten Jahren
über den Konflikt geschrieben wurde."
© Perlentaucher Medien GmbH
Autorenporträt zu "Sumaya Farhat-Naser"
Sumaya Farhat-Naser, geboren 1948 in Birseit bei Jerusalem. Studium der Biologie, Geographie und Erziehungswissenschaft an der Universität Hamburg. Promotion in Angewandter Botanik. Seit 1982 Dozentin für Botanik und Ökologie an der Universität Birseit in Palästina. Mitbegründerin und Mitglied zahlreicher Organisationen, u.a. von Women Waging Peace an der Harvard-Universität und von Global Fund for Women in San Francisco. Von 1997 bis 2001 war Sumaya Farhat-Naser Leiterin des palästinensischen Jerusalem Center for Women. Sie lebt in Birseit.
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