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| Bewertung von KimVi aus Niedersachsen am 25.01.2011 | |
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Das Buch ist in der Ich-Form, aus der Sicht des Profikillers Toxic, geschrieben. Er erzählt in einem lockeren und eher respektlosen Plauderton seine Geschichte. Sein rabenschwarzer Humor ist dabei allgegenwärtig. Schnell wird klar, Toxic liebt seinen Beruf und ist stolz auf seine Erfolgsquote. Aufgrund seiner Berufsauffassung ist das Opfer bei ihm noch König und wird zuvorkommend behandelt! Durch die gewählte Erzählperspektive schlüpft man in die Haut des Auftragskillers, bekommt einen Einblick in seine Gedanken und verfolgt seine skurrilen Ansichten zu Land und Leuten. Alleine seine Berufswahl deutet daraufhin, dass Toxic die Welt mit anderen Augen sieht als der Durchschnittsbürger. Ausgerechnet ihn verschlägt es nach Island und dann noch in der Gestalt eines angesehenen Gottesmannes. Schnell stellt er fest, dass Island kein Land für Auftragskiller ist und es gar nicht so einfach ist, als gottesfürchtiger TV-Prediger möglichst wenig Aufsehen zu erregen. Obwohl sich Toxic redlich bemüht, lassen sich alte Gewohnheiten nicht auf Knopfdruck abstellen. Der Einstieg in Toxics ereignisreiches Leben ist rasant und seine Schilderungen triefen vor Sarkasmus. Doch meiner Meinung nach, gibt es auch einige Längen, die recht langatmig wirken. Dennoch bleibt das Buch interessant und Toxic wirkt, trotz seines Berufs als Auftragskiller, sympathisch und durchaus humorvoll. Durch Rückblicke in seine Vergangenheit lernt man die Hintergründe seiner Persönlichkeit besser kennen. Das Buch hat also mehr zu bieten, als eine Aneinanderreihung von skurrilen Begebenheiten. Toxics Weiterentwicklung wirkt auf mich allerdings nicht immer glaubhaft und nachvollziehbar. Dennoch ist mir der Profikiller mit den schrägen Ansichten und dem tiefschwarzen Humor ans Herz gewachsen. Ich greife eher selten zu Büchern von skandinavischen Autoren, da ich die Atmosphäre dieser Romane meist zu düster und erdrückend empfinde. Das war bei Toxics Erzählung allerdings keinen Moment so. Meistens habe ich Schwierigkeiten mir die fremden und ungewohnten skandinavischen Namen in solchen Romanen zu merken und richtig einzuordnen. Doch da Toxic eine ganz eigene Art hat, mit diesem Problem umzugehen, habe ich auch in dieser Hinsicht nichts auszusetzen.Das Ende trifft mich allerdings abrupt und unvorbereitet. Ich hatte mir einen anderen Abschluss erhofft, doch das Leben ist bekanntlich kein Wunschkonzert. "Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen" hat mich durch den tiefschwarzen Humor überzeugt. Allerdings muss man dieser Art von Humor mögen, um das Buch zu genießen. Ich bewerte es mit vier von fünf Sternen. Den einen ziehe ich, wegen einiger Längen im Mittelteil und dem abrupten Ende, ab. |
1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
Bewertung von Prettytiger am 24.01.2011 |
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Tomislav Boksic ist Auftragskiller für die kroatische Mafia. Gemeinsam mit seiner südamerikanischen Freundin Munita Rosales lebt der aus Split in Kroatien stammende Tomislav in New York, Amerika. Unter dem Decknamen Toxic verbreitet er Angst und Schrecken, denn er führt seine Aufträge stets sehr gründlich aus. Doch dann geht etwas schief. Bei seinem 66. Auftragsmord wird Toxic vom FBI erwischt. Nur mit viel Mühe und knapper Not kann er den Polizisten entkommen und beschließt nun, sich ins Ausland, nach Zagreb abzusetzen. Unter dem Namen Igor Illitsch versucht Toxic also, das Land zu verlassen. Doch der amerikanische Statt hat auf Toxics 66. Mord reagiert und so wimmelt es am Flughafen von New York von Undercoveragenten. Als Toxic dies bemerkt, versteckt er sich in einer Herrentoilette. Dort bringt er den freundlichen Pastor David Friendly um und nimmt dessen Identität an. Mit Hilfe dessen Papiere gelingt es Toxic, nach Island auszureisen, wo Mr. Friendly am Flughafen bereits von zwei Einheimischen erwartet wird... Der gesamte Roman ist in einer leichten und flüssigen Sprache verfasst, die sich sehr schön lesen lässt. Schon zu Beginn des Buches konnte ich es kaum aus der Hand legen, da es an vielen Stellen spannend ist, aber an anderen Stellen auch zum Brüllen komisch war. Der schwarze Humor und die Wortspielereien sind einfach grandios. Selbst in den heikelsten Situationen fällt Toxic immer wieder ein cooler Spruch oder sarkastischer Kommentar ein, der mir als Leserin das ein oder andere Schmunzeln entlocken konnte. Jedoch benötigt man eine gewisse Einlesezeit, da man sich zuerst an die morbide, bissige und sehr rabiate Sprache des Auftragskillers gewöhnen muss. Dieser betrachtet im Buch meist nüchtern und emotionslos sein Leben und erst am Ende des Buches zeigt auch der eiskalte Killer Gefühle. Inmitten vieler komischer Stellen finden sich jedoch auch nachdenkliche und sentimentale Passagen. Meist treten diese auf, wenn sich Toxic an den Krieg oder an seine ermordete Freundin Munita erinnert. Auch der Selbstmordversuch zeugt vom wankelmütigen Charakter Toxics, der in Island nicht zurechtkommt und erst durch seine neue Freundin Gunnhildur lernt, dort zu leben. Mit diesem Roman ist Hallgrímur Helgason ein wirkliches Kunststück gelungen, das durch schwarzen Humor und eine derbe Sprache glänzt. Jedoch ist das Buch nichts für weiche Gemüter, da die Beschreibungen teils sehr morbide sind. Und auch jeder, der ein offenes Ende nicht mag, sollte die Finger von diesem Buch lassen. Die Geschichte endet nämlich sehr abrupt und man kann sich leider auch nicht wirklich vorstellen, wie es mit Toxic nun weitergehen soll. |
6 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von Hardy aus Sonthofen am 14.11.2010 | |
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Lakonischer Humor gepaart mit einer blutigen Gangsterbalade, man fühlt sich in einen Tarantino-Movie versetzt. Ein Mafiakiller aus dem Balkan muss nach 66 Morden aus den USA fliehen. Unfreiwilliger Fluchthelfer ist ein Prediger, der als Nummer 67 in die Geschichte eingeht. Statt nach Zagreb verschlägt es den Killer nach Island. Dort gelingt es ihm nur kurz, seine aberwitzige Tarnung aufrecht zu erhalten. Zwischen Sexfantasien, Reflektionen des Balkankrieges und den Versuchen, den Killer zum Gläubigen zu wandeln entsteht eine herrlich schräge, rabenschwarze Killer-Komödie, die es aber auch schafft, trotz des trockenen Humors die Erinnerungen an den Krieg glaubhaft und traurig erscheinen zu lassen. Ein äußerst gelungenes Buch. Teilweise musste ich prustend das Buch beiseite legen, weil der Autor knappe, brüllend-komische Sätze einfließen läßt, in denen er sich hauptsächlich über das schockgefrostete Leben in Island lustig macht. Natürlich verliebt sich unser Held, was das Ganze nicht einfacher macht. Ein witziges Buch, das viel zu schnell gelesen ist, aber auch ein Buch, dass das Zeugs zum Kultroman hat. Ich würde sogar sechs Sterne vergeben, weil ich auf diese Art von Geschichte stehe. Flott, witzig, toxic! |
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Bewertung von sabatayn76 am 16.06.2010 |
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Von Auftragskillern, Fernsehpredigern und der großen Wandlung Inhalt: Der Kroate und Wahl-Amerikaner 'Toxic' hat ein Problem. Seine Karriere als Auftragskiller scheint beendet, nachdem er nach 65 erfolgreichen Liquidierungen aus Versehen einen FBI-Mann zur Strecke bringt. Mit einem neuen Pass will er sich auf den Weg nach Kroatien machen, muss am Flughafen jedoch ganz spontan Nummer 67 umbringen, um seiner Verhaftung zu entkommen. Bei dem Getöteten handelt es sich um Reverend David Friendly, der nach Island fliegen wollte. 'Toxic' nutzt die Gunst der Stunde, nimmt die Identität des Kirchenmannes an und ist kurz darauf auf dem Weg nach Reykjavík. Mein Eindruck: Bei der Lektüre fühlte ich mich oft zwischen sehr gegensätzlichen Gefühlen/Meinungen hin und her gerissen. Einerseits hat mir das Buch einige Lacher beschert, und der schwarze und teils bitterböse Humor gefiel mir oft sehr gut. Andererseits empfand ich viele Witze als zu flach, zu bemüht und zu aufgesetzt. Stellenweise liest sich das Buch schnell und unterhaltsam, dann hat es wieder Längen. Das Ende und die Gedanken des Protagonisten über Krieg haben mir sehr gut gefallen. Mein Resümee: Selten hatte ich eine so neutrale Meinung zu einem Buch. Meiner Meinung nach ist 'Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen' nichts besonderes. Kann man lesen, muss man aber nicht. |
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| Bewertung von Janine aus Bochum am 15.05.2010 | |
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Toxic hat ein Problem: Er ist ein Auftragskiller und bei seinem letzten "Fall" ist einiges schief gegangen. Vom FBI gejagt, bringt er einen Geistlichen um und nimmt seine Identität an. Sein Weg führt ihn nach Island... Schon die Beschreibung des Buches fand ich echt klasse! Und beim Lesen habe ich schnell rausgefunden: Das ganze Buch ist top! Von der ersten bis zur letzten Seite, habe ich das Lesen sehr genossen. Der Erzählstil aus der Ich-Perspektive passt wunderbar und man konnte wirklich mit Toxic "mitleiden". Sein Weg führt ihn von einem Schlamassel in das Nächste. Und doch sieht es so aus, als wenn alles ein gutes Ende hätte... Mit seiner "Butterblondine" und einigen "Freunden", die ihn nicht aufgeben wollen, tritt er seinen Weg in ein neues Ich an. Das Buch beinhaltet eine Menge feine Ironie, Witz und schwarzen Humor. Und gegen Ende gibt es sogar einige Passagen, die zum Nachdenken anregen. Aber ich fand auch die Beschreibungen eines fremden Landes (Island) wunderbar gelungen und konnte mir bildlich vorstellen, wie die Umgebung und die verschiedenen Unterschlupfe von Toxic aussahen. Alles in allem ein gelungenes Buch, welches ich auch ein zweites oder drittes Mal lesen würde! |
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| Bewertung von a.schmalzbauer aus Sünching am 30.03.2010 | |
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Toxic, übergewichtiger Auftragskiller aus New York, vermasselt seine Nummer 66. Naja, vermasselt nicht direkt, der Schuss trifft sein Ziel, aber das Ziel ist ein FBI-Agent. Und so ist das FBI hinter ihm her und Toxic auf der Flucht. Eigentlich nach Kroatien, zu Mutti, doch am Flughafen bekommt er es mit der Angst zu tun und ermordet noch schnell einen Prediger, um dessen Identität anzunehmen. Mit neuem Ticket geht die Reise dann nach Island. Dort wird er schon von einem Prediger-Ehepaar mit eigenem Fernsehsender erwartet, wo Toxic dann als Father Friendly auftritt. Er verliebt sich in die Tochter des Hauses - doch es kommt wie es kommen muss, die Vergangenheit holt ihn ein und MWA ( möglichst wenig Aufsehen) funktioniert nicht mehr wirklich. Hallgrímur Helgason liefert uns eine humorige, schwarze Komödie. Der Killer ist der Ich-Erzähler und beschreibt seine Umgebung und Mitmenschen auf manchmal überzogene und Art und Weise (z.B. seine Art, Frauen in Tag1-TagX-Frauen einzuteilen). Er erzählt sein skurriles Leben gewürzt mit coolen Sprüchen, Sarkasmus und einem Schuss Derbheit. Der Stil des Autors ist knapp und die Ereignisse, zumindest am Anfang des Buches rasant. Die Spannung lässt aber im Laufe der Geschichte etwas nach. Die Glaubwürdigkeit bleibt leider auch ein wenig auf der Strecke, denn die Entwicklung von Toxic ist so eigentlich nicht vorstellbar. Doch es wird dem Leser viel geboten, viele Charaktere und Schauplätze, denn das Leben von Toxic ist ereignisreich. Die Rückblicke auf den Krieg in Jugoslawien gehen auch unter die Haut und so ist die Geschichte nicht nur komisch. Das Ende lässt den Leser etwas unbefriedigt zurück, denn es bleiben zu viele offene Fragen. Das Cover finde ich super, der Titel stellt keinen Bezug zur Geschichte her. Denn Tipps gibt es keine. Alles in allem, gute Unterhaltung, welche man auch mal zwischendurch lesen kann. |
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| Bewertung von Kuschelbu am 15.03.2010 | |
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Gerade das Buch zu Ende gelesen, habe ich gemischte Gefühle, was man über diese Geschichte denken soll. Langeweile kam beim Lesen auf jeden Fall nicht auf - eher musste man bei einigen Passagen schmunzeln. Schwarzen Humor hat der Auftragskiller Toxic, der die Frauen danach sortiert, nach wievielen Tagen er mit ihnen schlafen würde, auf jeden Fall. Nachdem ein Auftragsmord ein FBI Agent war, gerät der kroatische in New York lebende Toxic in Bedrängnis und muss die USA verlassen. Am Flughafen wird er verdächtigt und bringt schließlich den Priester Friendly um und fliegt mit dessen Ticket nach Island. Dort verändert sich das Leben von Toxic schlagartig. Erst als Father Friendly und dann als neuer isländischer Bewohner, der den Glauben näher gebracht bekommt. Was dieser Geschichte meiner Meinung nach fehlt, ist ein richtiger Spannungsbogen. Im Prinzip könnte sich die Geschichte jahrelang so weiter ziehen, um das Leben von Toxic in Island, seinen Jobs, seinen Freunden und seinen Frauengeschichten. Dass ihn seine Vergangenheit irgendwann wieder einholt, ist für den Leser sicherlich keine Überraschung. Das Ende des Romans kommt dann aber doch ziemlich plötzlich und kaum hat man sich versehen, ist der letzte Satz gelesen und dem Leser bleibt es selbst überlassen, wie es nun weitergehen könnte. Auf jeden Fall kein langweiliges Buch. Eine Geschichte über Krieg, Liebe, Hass und Glauben. Wer Lust hat, mal etwas anderes zu lesen und mehr über dieses eigentümliche Land Island und seine Bewohner lernen möchte, liegt bei diesem Buch richtig. |
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Bewertung von Toschi3 aus Königswinter am 21.02.2010 |
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Toxic, ein amerikanischer Profikiller mit kroatischen Wurzeln, versaut einen Auftrag und muss Hals über Kopf aus den USA fliehen. Seine neue Identität wählt er per Zufall – und wird amerikanischer Fernsehpriester auf dem Weg nach Island. Dort soll er möglichst wenig Aufsehen machen und abwarten ... was natürlich kräftig misslingt. Der isländische Autor findet einen geschickten Weg, das Leben von Toxic zu beschreiben. Er hat einen sehr gut lesbaren Schreibstil, auch wenn die Sprache sehr derb ist. Das passt aber gut zum Wesen des Protagonisten und ist deshalb nicht nur verzeihlich sondern sogar angemessen. Die Personen sind recht gut beschrieben, auch wenn den Charakteren etwas Tiefgang fehlt. Den geneigten Leser wird das jedoch weniger stören, da das Buch ja nur 270 Seiten hat und für wahre Tiefenanalysen kein Platz bleibt. Die Geschichte ist auch nicht so angelegt, als müssten alle Personen haarklein dargestellt werden. Dafür bekommt man einen guten Einblick in das Seelen“heil“ des Killers. Nach meinem Geschmack hätte man aus dem Grundgedanken, der wirklich fantastisch ist, deutlich mehr machen können. Da wäre also nicht nur die Anzahl der Seiten ausbaufähig. Und noch ein Manko in meinen Augen: ich mag keine uneindeutigen Buchenden (und das liegt nicht an mangelnder Fantasie). Doch leider hier haben wir eins. Trotzdem heißt mein Urteil für diese gelungene Idee und die recht gute Umsetzung: 4 Sterne. |
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Bewertung von Chiara aus Kornwestheim am 20.02.2010 |
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Vom Auftragskiller zum Tellerwäscher Das war ja mal was, total schräg, verrückt auf schockierende Weise zum Schreien komisch, makaber, lustig aber auch bewegend und traurig. Die Story beginnt ab Seite 1 mit rasantem Tempo, gegen Buchmitte ebbt es ein wenig ab und bekommt dann noch mal richtig Schwung. Tomislav Boksic, Kroate lebt in NYC als Auftragskiller, 66 Morde gehen auf sein Konto, Mord ist sein Geschäft ,als 3 facher Sixpack hat er sich einen Namen gemacht . Doch bei seinem letzten Auftrag geht einiges schief. Das letzte Opfer ist ein FBI Agent und nun wird es richtig brenzlig. Mit glattrasiertem Schädel, als Russe getarnt und gefälschtem Ausweis möchte er über Frankfurt nach Zagreb fliegen und bei seiner Mutter untertauchen. Kaum entdeckt er das FBI , bekommt er kalte Füße, sucht Zuflucht auf der Toilette und entdeckt dort einen Mann ebenfalls mit Glatze und ähnlicher Statur. Kurzentschlossen legt er ihn um, tauscht die Klamotten, nimmt die Papiere an sich und befindet sich nun ausgerechnet als Father Friendly auf dem Weg nach Island und soll in einer Fernsehshow predigen. Doch auch in Island läuft nicht alles rund, die Vergangenheit holt ihn ein und als er schlechte Nachrichten aus NYC erhält, möchte er sich das Leben nehmen. Das geht allerdings gründlich daneben und so schleppt er sich völlig lädiert zu seiner Gastfamilie und legt sein Schicksal in ihre Hände. Jetzt stehen sie vor der Wahl ihn der Polizei zu übergeben oder im Rahmen der Nächstenliebe ein großes Risiko auf sich zu nehmen und einen Auftragskiller zum Christen zu bekehren. Der Leser erhält nach und nach immer mehr Informationen aus dem Leben von Tomisalv genannt Toxic, so erfahren wir einiges über seine Opfer, den Krieg in Jugoslawien und diverse Identitäten in die er problemlos schlüpft. Dieses Buch fällt völlig aus dem Rahmen trieft vor Rabenschwarzem Humor und eignet sich vermutlich nicht für allzu zarte Gemüter. Was auf jeden Fall nicht aufkommt ist Langeweile. Selbst das Ende lässt Raum für Spekulationen. |
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