Der irische Freund - Hamilton, Hugo

Hugo Hamilton 

Der irische Freund

Roman

Übersetzung: Ahrens, Henning
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Der irische Freund

Über Freundschaft und Verrat, Heimat und Fremde Wie ist das, wenn man sich in der Fremde eine neue Heimat aufbaut? In seinem neuen Roman erzählt Hugo Hamilton die Geschichte des Serben Vid Cosic, der nach Dublin geht und dort ein neues Leben, Arbeit, Freunde sucht. Der Blick des Fremden auf Irland, seine Menschen und seine Eigenheiten ist ebenso faszinierend wie die Geschichte der Freundschaft zwischen dem zurückhaltenden Vid und dem temperamentvollen Iren Kevin, einer Freundschaft, die auf Loyalität und Schuld gegründet ist und den Verrat schon in sich trägt.Der Serbe Vid Cosic versucht in seiner neuen Heimat Dublin als Schreiner Fuß zu fassen. Er möchte alles wissen über Irland und seine Geschichte, seine Sprache und seine Menschen, möchte einer von ihnen sein. Als er durch einen Zufall auf Kevin Concannon trifft, einen jungen Anwalt, und schnell einen Freund in ihm findet, ist er unendlich dankbar. Aber von Anfang an liegt der Schatten der Gewalt über dieser Freundschaft, es ist eine Allianz aus Loyalität und Schuld. Als Vid von Kevin den Auftrag erhält, das Haus der Concannons von Grund auf zu renovieren, lernt er dabei auch Kevins Mutter kennen, seine jüngere Schwester, seine Freundin. Die Familie, die ihn so offen aufnimmt, fasziniert Vid zutiefst, aber erst spät, zu spät, begreift er, dass sein irischer Freund so viel Nähe gar nicht wollte ... "Der irische Freund" ist ein grandioser Roman über das heutige Irland, über Heimat und Fremde und über den schmalen Grat zwischen Liebe und Gewalt, zwischen Freundschaft und Verrat.

"Hugo Hamilton hat sich mit seinem neuen Roman noch einmal selbst übertroffen. Was der schon durch einige Preise geehrte Hamilton mit "Der irische Freund" verfasst hat, wird Bestand haben." -- Frankurter Allgemeine Zeitung

"Ein Hochgenuss. Einmal angefangen, kann man nicht mehr aufhören." -- Berner Zeitung


Produktinformation

  • Abmessung: 219mm x 118mm x 30mm
  • Gewicht: 488g
  • ISBN-13: 9783630873008
  • ISBN-10: 3630873006
  • Best.Nr.: 32535901

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Großes Vergnügen haben Franziska Sperr die Geschichte und die deutsche Übersetzung dieses Romans von Hugo Hamilton bereitet. Hamiltons Thema ist ihr schon vertraut, es geht um Irland und die Schwierigkeiten, sich als Einwanderer in diesem eher schroffen Land zu behaupten, um Männerfreundschaft und Familienprobleme, schließlich um Gewalt und Schuld und Verrat. Große Themen also, die der Autor laut Sperr mit einem Gespür für die Entwicklung seiner Figuren und autobiografischem Hintergrundwissen anpackt. Der Schluss scheint ihr allerdings erzwungen zu sein. Ein offenes Ende, meint sie, hätte dieser differenzierten und poetischen Prosa besser gestanden.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 23.07.2011

Kuss ist das wichtigste Wort

Wer braucht noch die "News of the World", wenn er solche Literatur hat? Hugo Hamilton hat sich mit seinem neuen Roman "Der irische Freund" noch einmal selbst übertroffen.

Von Thomas Leuchtenmüller

Seit je bringt die Begegnung mit der Fremde große Dichtkunst hervor. Schon viele Reisende, Exilanten und Migranten haben die nötige Distanz, die gute Beobachtungsgabe und das schreiberische Talent gehabt, um das Besondere, das die Einheimischen nicht (mehr) sehen, zu erkennen und zu benennen. Ganze Genres sind so entstanden, ganze Generationen haben sich so zu Erkundungen animieren lassen, ganze Nationen sind so zusammengerückt. Den jüngsten Spross, der dem etwa von Homers "Odyssee" geprägten Stamm entwachsen ist, bildet hierzulande die humorvolle interkulturelle Erlebnissammlung.

Im Gefolge von Jan Weilers Bestseller "Maria, ihm schmeckt's nicht!" (2003), der eine deutsch-italienische Sippe auf die Schippe nimmt, sind mittlerweile etliche europäische und manche außereuropäische Länder ins Visier geraten. Bücher wie "Fish and Fritz", "Finnen von Sinnen", "Elchtest", "Problem Piefke", "Mordsgouda", "Tokio …

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"Ein Hochgenuss. Einmal angefangen, kann man nicht mehr aufhören."

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 16.01.2012

Unter Verdacht
Von einem Serben, der auszog, Ire zu werden: Hugo Hamiltons Roman „Der irische Freund“
„Ich hatte wieder einmal alle Zeichen falsch gedeutet“, gesteht sich der Serbe Vid ein, nachdem er von seinem besten Freund ordentlich eine in die Fresse gekriegt hat. Gegen die Erkenntnis, dass dies nicht ein bloßer Ausraster war, wird er sich aber noch lange wehren. Er möchte nichts weiter, als in Dublin eine Existenz als Schreiner gründen, in dem fremden Land heimisch werden, dazugehören. Genau das aber wird ihm zum Verhängnis. Er gibt sich Mühe mit der Sprache, der Wortwahl, der Aussprache, er hat alle Antennen ausgefahren um Signale und Gesten in der Fremde richtig zu deuten. Er kontrolliert seine Reaktionen, weiß seine Unsicherheit zu kaschieren. Wie schnell einer zur Lachnummer wird, wenn er die Sprüche nicht auf Anhieb versteht, das hat er bereits erfahren. „Ich ahmte solche Sprüche oft nach, aber trotz vielen Übens klangen sie bei mir nie ganz richtig. Ich blieb sozusagen ein Mensch aus zweiter Hand.“
Fremdheit ist für Vid eine Krankheit, die er mit allen Mitteln kurieren will. Sein Ziel ist es, ein Ire zu werden, beliebt …

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"Hugo Hamilton hat sich mit seinem neuen Roman noch einmal selbst übertroffen. Was der schon durch einige Preise geehrte Hamilton mit "Der irische Freund" verfasst hat, wird Bestand haben." Frankurter Allgemeine Zeitung

"Hugo Hamilton hat sich mit seinem neuen Roman noch einmal selbst übertroffen. Was der schon durch einige Preise geehrte Hamilton mit "Der irische Freund" verfasst hat, wird Bestand haben." Frankurter Allgemeine Zeitung
Hugo Hamilton wurde 1953 als Sohn eines irischen Vaters und einer deutschen Mutter in Dublin geboren. Er arbeitete zunächst als Journalist, bevor er Kurzgeschichten und Romane veröffentlichte. Als DAAD-Stipendiat lebte und arbeitete er 2001/2002 ein Jahr lang in Berlin. Hugo Hamilton lebt mit seiner Familie in Dublin. 2004 erhält er in Paris den "Femina-Preis" für ausländische Literatur.

Leseprobe zu "Der irische Freund" von Hugo Hamilton

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