Blackwater - Scahill, Jeremy

Jeremy Scahill 

Blackwater

Der Aufstieg der mächtigsten Privatarmee der Welt

Übersetzer: Jendricke, Bernhard; Seuss, Rita
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Produktbeschreibung zu Blackwater

Kaum jemand hatte von der Firma Blackwater gehört, als am 16. September 2007 im Irak 17 Zivilisten erschossen wurden - von einem Söldnertrupp. Schnell stellte sich heraus, dass sie zu einer Art Privatarmee gehörten, die im Irak und anderswo für die USA Krieg führt, unbemerkt von der Öffentlichkeit und immun gegen Strafverfolgung. Blackwater: die mächtigste militärische Dienstleistungsfirma der Welt. Ihr Gründer Erik Prince, Multimillionär und christlicher Fundamentalist, hat beste Kontakte zur Regierung. Und erkennt nach dem 11. September 2001, wie viel Geld sich mit dem "Outsourcing" militärischer Leistungen verdienen lässt: Bushs "Krieg gegen den Terror" ist die Steilvorlage für den kometenhaften Aufstieg der Firma. Blackwaters Elitesoldaten schützen US-Politiker und Geschäftsleute im Irak - gegen ein Gehalt, von dem GIs nur träumen können. Blackwater kann bei Bedarf Truppen und eine Flugzeugflotte zur Verfügung stellen, groß genug, Regierungen zu stürzen. Blackwaters Söldner bewachen Öl-Pipelines, seine "Sicherheitskräfte" patrouillierten nach Katrina in den Straßen von New Orleans. Doch erst jetzt fällt dem US-Kongress auf, dass die martialischen Rambos keinerlei parlamentarischer Kontrolle, keiner Gerichtsbarkeit unterliegen. Mit seiner glänzend recherchierten Geschichte der Firma Blackwater zeigt Jeremy Scahill überzeugend auf, welche Gefahren der Demokratie drohen, wenn die Regierung ihr Gewaltmonopol privatisiert.

Produktinformation


  • Verlag: Kunstmann
  • 2008
  • Gek. Fass.
  • Ausstattung/Bilder: Gek. Fass. 2008. 350 S.
  • Seitenzahl: 352
  • Deutsch
  • Abmessung: 218mm x 148mm x 35mm
  • Gewicht: 540g
  • ISBN-13: 9783888975127
  • ISBN-10: 3888975123
  • Best.Nr.: 23375429
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 20.03.2008

Auf dem Weg zum ewigen Krieg
Jeremy Scahill berichtet über Söldner im Irak. Selten wurde uns so viel über Amerika erzählt
Egal, wie gut man über die Kandidaten im amerikanischen Wahlkampf, die Lage in Bagdad und die Zustände an der Wall Street Bescheid weiß: Was sieben Jahre Bush und fünf Jahre Irakkrieg in Amerika angerichtet haben, lässt sich aus der Ferne kaum nachvollziehen. Darum starrt das Münchner Publikum immer ungläubiger auf die Theaterbühne, je länger der junge Autor namens Jeremy Scahill erzählt. Von den Söldnern der Firma Blackwater, der Privatisierung des Staates und des Krieges. Von den Massakern an Zivilisten und von ihren Mördern, die vom amerikanischen Gesetz sogar im Irak geschützt werden. Von Söldnern, die nach dem Hurrikan Katrina in New Orleans Jagd auf verzweifelte amerikanische Bürger gemacht haben. Und von der perfiden Strategie, mit der die Regierung Bush dafür gesorgt, hat, dass ihr Krieg nie enden wird. Nicht im Irak und auch nicht im Rest der Welt.
Weil der 33-Jährige mit dem Abenteurerbart und der modischen Buschjacke das alles aber mit dem Unterton jenes New Yorker Sarkasmus erzählt, der hierzulande nur …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Vorzüglich recherchiert und gut geschrieben findet Rezensent Bernd Greiner dieses Buch über die Privatisierung des Krieges und das Outsourcing staatlicher Gewalt an einen privaten Dienstleister. Dessen strukturelle und politische Bedingungen legt das Buch aus Sicht des Rezensenten überzeugend offen. Anders als Peter W. Singers vorzügliche Studie "Private Military Companies", für den Rezensenten ein Grundlagentext, richte Jeremy Scahill sich an breitere Leserschichten. Diese Leserschichten wünscht der Rezensent Scahills Buch nicht nur, er hält es auch dringend für nötig, dass das Thema größere Aufmerksamkeit erlangt. Denn Scahill mache auch überzeugend klar, dass die "galoppierende Auflösung des staatlichen Gewaltmonopols zugleich einer schleichenden Entsorgung der Demokratie gleichkommt.

© Perlentaucher Medien GmbH

"'Meticulously researched and fascinating... Scahill does a fine job' Sunday Times 'Scahill deserves commendation' New Statesman 'Essential reading' Irish Mall on Sunday 'Blackwater is the utterly gripping and explosive story of how the Bush Administration has spent hundreds of millions of public dollars building a parallel corporate army, an army so loyal to far right causes it constitutes nothing less than a Republican Guard. The most important and chilling book about the death throes of U.S. democracy you will read in years and a triumph of investigative reporting' Naomi Klein, author No Logo 'Of all the insane Bush privatization efforts, none is more frightening than the corporatizing of military combat forces. Jeremy Scahill admirably exposes a devastating example of this sinister scheme' - Michael Moore, Academy Award Winning Director"
Jeremy Scahill arbeitet für Zeitschriften wie "The Nation" und ist Korrespondent der Radio-und Fernsehshow "Democracy Now!". Als Reporter hat er aus dem Jugoslawienkrieg, Nigeria und dem Irak berichtet. Er lebt in Brooklyn, New York. "Blackwater" stand in den USA wochenlang auf der Bestsellerliste und wird derzeit verfilmt.

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  • 2008
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  • Deutsch
  • Abmessung: 218mm x 148mm x 35mm
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Leseprobe zu "Blackwater"

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Kaum jemand hatte von der Firma Blackwater gehört, als am 16. September 2007 im Irak 17 Zivilisten erschossen wurden - von einem Söldnertrupp. Schnell stellte sich heraus, dass sie zu einer Art Privatarmee gehörten, die im Irak und anderswo für die USA Krieg führt, unbemerkt von der Öffentlichkeit und immun gegen Strafverfolgung. Blackwater: die mächtigste militärische Dienstleistungsfirma der Welt. Ihr Gründer Erik Prince, Multimillionär und christlicher Fundamentalist, hat beste Kontakte zur Regierung. Und erkennt nach dem 11. September 2001, wie viel Geld sich mit dem "Outsourcing" militärischer Leistungen verdienen lässt: Bushs "Krieg gegen den Terror" ist die Steilvorlage für den kometenhaften Aufstieg der Firma. Blackwaters Elitesoldaten schützen US-Politiker und Geschäftsleute im Irak - gegen ein Gehalt, von dem GIs nur träumen können. Blackwater kann bei Bedarf Truppen und eine Flugzeugflotte zur Verfügung stellen, groß genug, Regierungen zu stürzen. Blackwaters Söldner bewachen Öl-Pipelines, seine "Sicherheitskräfte" patrouillierten nach Katrina in den Straßen von New Orleans. Doch erst jetzt fällt dem US-Kongress auf, dass die martialischen Rambos keinerlei parlamentarischer Kontrolle, keiner Gerichtsbarkeit unterliegen. Mit seiner glänzend recherchierten Geschichte der Firma Blackwater zeigt Jeremy Scahill überzeugend auf, welche Gefahren der Demokratie drohen, wenn die Regierung ihr Gewaltmonopol privatisiert.

20.03.2008

Auf dem Weg zum ewigen Krieg
Jeremy Scahill berichtet über Söldner im Irak. Selten wurde uns so viel über Amerika erzählt
Egal, wie gut man über die Kandidaten im amerikanischen Wahlkampf, die Lage in Bagdad und die Zustände an der Wall Street Bescheid weiß: Was sieben Jahre Bush und fünf Jahre Irakkrieg in Amerika angerichtet haben, lässt sich aus der Ferne kaum nachvollziehen. Darum starrt das Münchner Publikum immer ungläubiger auf die Theaterbühne, je länger der junge Autor namens Jeremy Scahill erzählt. Von den Söldnern der Firma Blackwater, der Privatisierung des Staates und des Krieges. Von den Massakern an Zivilisten und von ihren Mördern, die vom amerikanischen Gesetz sogar im Irak geschützt werden. Von Söldnern, die nach dem Hurrikan Katrina in New Orleans Jagd auf verzweifelte amerikanische Bürger gemacht haben. Und von der perfiden Strategie, mit der die Regierung Bush dafür gesorgt, hat, dass ihr Krieg nie enden wird. Nicht im Irak und auch nicht im Rest der Welt.
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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

07.02.2008

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© Perlentaucher Medien GmbH

Rezensionen und Kritik

"'Meticulously researched and fascinating... Scahill does a fine job' Sunday Times 'Scahill deserves commendation' New Statesman 'Essential reading' Irish Mall on Sunday 'Blackwater is the utterly gripping and explosive story of how the Bush Administration has spent hundreds of millions of public dollars building a parallel corporate army, an army so loyal to far right causes it constitutes nothing less than a Republican Guard. The most important and chilling book about the death throes of U.S. democracy you will read in years and a triumph of investigative reporting' Naomi Klein, author No Logo 'Of all the insane Bush privatization efforts, none is more frightening than the corporatizing of military combat forces. Jeremy Scahill admirably exposes a devastating example of this sinister scheme' - Michael Moore, Academy Award Winning Director"

Autorenporträt zu "Jeremy Scahill"

Jeremy Scahill arbeitet für Zeitschriften wie "The Nation" und ist Korrespondent der Radio-und Fernsehshow "Democracy Now!". Als Reporter hat er aus dem Jugoslawienkrieg, Nigeria und dem Irak berichtet. Er lebt in Brooklyn, New York. "Blackwater" stand in den USA wochenlang auf der Bestsellerliste und wird derzeit verfilmt.

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