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Strategien gegen die digitale Verdummung
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
Produktinformation
- Verlag: Herder, Freiburg
- 2009
- Ausstattung/Bilder: 2009. 200 S.
- Seitenzahl: 200
- Deutsch
- Abmessung: 220mm x 142mm x 22mm
- Gewicht: 364g
- ISBN-13: 9783451299964
- ISBN-10: 3451299968
- Best.Nr.: 25663069
Produktbeschreibung zu "Klick"
Beschreibung
03.09.2009
Wer nur zuschaut, will nicht schimpfen
Von Blödmachern und gläubigen Digitalisten: Susanne Gaschke,
Michael Jürgs und Alexander Kissler erblicken ein verdummendes Volk
und machen als Schuldige die Massenmedien aus.
Generation Doof: Wie blöd sind wir eigentlich?", "Die
verblödete Republik", "Verblöden unsere Kinder?":
Die Blüte der Blödheitsbücher ist nicht zu übersehen. Die Diagnose,
dass es mit unserer Zivilisation den Bach runtergeht, scheint
glaubwürdig und marktgängig, mancher Autor dürfte sich dank ihr
dumm und dämlich verdient haben. Als ursächlich für die Verblödung
gelten Schule, Unis, Politik. Sowie, an erster Stelle, die Medien.
Nun sind wieder drei neue Verblödungsbücher erschienen, die trotz
erkennbarer Unterschiede in Herangehensweise und Niveau manches
gemeinsam haben. Ihre Autoren bezichtigen jeweils ein Medium der
Blödmacherei, allerdings nicht jenes, für das sie selbst beruflich
arbeiten.
Zwei von ihnen, Michael Jürgs und Alexander Kissler, wählen das
Fernsehen, das man als Verdummungsinstrument im Internetzeitalter
längst auf dem absteigenden Ast wähnte. Beide bemühen prominente
Helfer: Kissler, der …
29.04.2009
Glorifizierte Zeitverschwendung
Das Plädoyer einer pragmatischen Netznutzerin für den kritischen Umgang mit dem Internet
Kein Zweifel, das Internet hat unsere Welt verändert. Es ist Bestandteil unseres Alltags geworden wie die Waschmaschine und das Auto. Inzwischen verwenden zumeist auch diejenigen die neuen digitalen Techniken, die noch vor wenigen Jahren darin Teufelszeug sahen. Weil sie in vielerlei Hinsicht einfach nützlich sind. Eigentlich könnten also Befürworter und Gegner des Internets ihre Rhetorik abrüsten. Wenn es da nicht die beseelten Propheten der totalen Digitalisierung gäbe, die uns den Himmel auf Erden versprechen, die vom Internet als der großen Job-Maschine schwärmen, als Königsweg zur Demokratisierung des Wissens und zur direkten Demokratie, als Ansporn zu lebenslangem selbstbestimmten Lernen und zur Erweiterung menschlicher Erfahrung im Cyberspace.
Die Journalistin Susanne Gaschke gehört zu den pragmatischen Netz-Nutzern, und eben deswegen misstraut sie den großen Verheißungen der Digitalisten. „Wie gut tut das Netz unserer Gesellschaft? Löst es die großen Versprechen der Digitalisten ein? Bringt es tatsächlich mehr …
03.09.2009
Ein wenig einseitig scheint Rezensent Jörg Thomann diese Kritik des
Internets von Susanne Gaschke, die darin wider die "digitale
Verdummung" wettert. Im Zentrum des Buchs sieht er die
negativen Folgen der Digitalisierung, vom Rückgang des Lesens und
der Lesefähigkeit über den Wandel des Freundschaftsbegriffs in
sozialen Netzwerken bis zu den Gefahren von Datensammlungen. Den
Siegeszug des Netzes betrachte die Autorin als Teilerfolg des
flexiblen Kapitalismus und führe dafür Klassiker wie Adorno,
Habermas und Neil Postman sowie etliche Internetkritiker an.
Thomann findet viele Punkte Gaschkes "bedenkenswert", das
Buch insgesamt aber auch "etwas ermüdend".
© Perlentaucher Medien GmbH
Rezensionen und Kritik
"Vor allem Eltern, Lehrern und Bildungspolitikern ist die
Lektüre dringend zu empfehlen." (Süddeutsche Zeitung)
"... bis zum Schluss diskussions- und lesenswert." (NDR
Info)
"An das Internet knüpfen sich viele Hoffnungen. Zu viele,
meint die Journalistin Susanne. Gaschke: Sie liefert mit ihrem Buch
Klick" eine nachdenkenswerte Polemik gegen die große Schar der
Netz-Enthusiasten." (Nürnberger Nachrichten)
Autorenporträt zu "Susanne Gaschke"
Susanne Gaschke, geb. 1967, studierte Anglistik, Öffentliches Recht
und Pädagogik und machte eine Ausbildung an der evangelischen
Journalistenschule. Seit 1997 ist sie Redakteurin bei der
Wochenzeitung DIE ZEIT. Dort schreibt sie sowohl über Themen aus
der Bildungs- und Familienpolitik als auch über die
Herausforderungen der Informationsgesellschaft. Außerdem
verantwortet sie den Bereich "Junge Leser". Sie hat zwei
erfolgreiche Bucheditionen für Kinder herausgegeben und betreut die
wöchentlich erscheinende KinderZEIT.
Susanne Gaschke ist verheiratet, hat eine Tochter und lebt mit
ihrer Familie in Kiel.
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