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Michail Bulgakow 

Der Meister und Margarita

Der Meister und Margarita - Bulgakow, Michail

Roman

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Produktinformation
  • Gesammelte Werke
  • Bd.3
  • Verlag: Volk Und Welt
  • 2001
  • 6. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 513 S.
  • Seitenzahl: 513
  • Deutsch
  • Abmessung: 22 cm
  • Gewicht: 590g
  • ISBN-13: 9783353009425
  • ISBN-10: 3353009426
  • Best.Nr.: 04696937

Leseprobe

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Produktbeschreibung zu "Der Meister und Margarita"

Beschreibung

Unglaubliche Dinge geschehen im Moskau der dreißiger Jahre. Berlioz, der Vorsitzende einer Literaturgesellschaft, und Besdomny, ein junger Lyriker, diskutieren an einem Frühlingsabend über die Nichtexistenz Christi. In ihr Gespräch mischt sich ein Fremder, welcher beiläufig erwähnt, daß er nicht nur mit Kant gefrühstückt hat, sondern auch beim zweiten Verhör Jesu durch Pontius Pilatus zugegen gewesen sei. Die Verblüffung der beiden Literaten kennt keine Grenzen., als der Fremde, angeblich ein Professor der Schwarzen Magie mit Namen Voland, ihnen eröffnet, daß Berlioz noch am selben Abend der Kopf vom Rumpf getrennt würde. Und seine Worte bewahrheiten sich...Der Teufel selbst ist es, der auf diese Weise den Auftakt zu phantastischen Ereignissen gibt und Moskau in ein Chaos aus Hypnose, Spuk und Zerstörung stürzt - die Heimsuchung für Heuchelei und Korruption. Aber die unglückliche Liebesgeschichte zwischen dem Meister und Margarita kann vielleicht noch ein gutes Ende finden...

Leseprobe zu "Der Meister und Margarita" von Michail Bulgakow

Sprechen Sie nie mit Unbekannten

An einem ungewöhnlich heißen Frühlingstag erschienen bei Sonnenuntergang auf dem Moskauer Patriarchenteichboulevard zwei Männer. Der eine, etwa vierzig Jahre alt, trug einen mausgrauen Sommeranzug, war von kleinem Wuchs, dunkelhaarig, wohlgenährt und hatte eine Glatze; seinen gediegenen Hut, der wie ein Brötchen aussah, hielt er in der Hand, und das glattrasierte Gesicht war mit einer überdimensionalen schwarzen Hornbrille geschmückt. Der andere, ein breitschultriger junger Mann mit wirbligem rötlichem Haar, hatte die gewürfelte Sportmütze in den Nacken geschoben und trug ein kariertes Hemd, zerknautschte weiße Hosen und schwarze Turnschuhe.

Der erste war niemand anders als Michail Alexandrowitsch Berlioz, Chefredakteur einer dickleibigen Literaturzeitschrift und Vorsitzender einer der größten Moskauer Literatenassoziationen, abgekürzt MASSOLIT; sein junger Begleiter war der Lyriker Iwan Nikolajewitsch Ponyrew, der unter dem Pseudonym "Besdomny" schrieb.

Nachdem die beiden Schriftsteller den Schatten der grünknospenden Linden erreicht hatten, stürzten sie sich als erstes auf ein buntgestrichenes Büdchen …

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11.01.1997

Das Teufelsdutzend
Der maskierte Diarist - Michail Bulgakows Briefe und Dokumente zu seinem Werk · Von Ralph Dutli

"Manuskripte brennen nicht." Wäre Michail Bulgakow nicht durch sein 1928 bis 1940 geschriebenes Hauptwerk "Der Meister und Margarita" weltberühmt, er wäre es gewiß durch den winzigen Aphorismus aus nur drei Worten, der sich selbst in diesem zerstörungswütigen Jahrhundert immer wieder als wahr erwiesen hat. Dichter kehren zurück, verbrannte Manuskripte auferstehen auf wundersame Weise.

Am 5. Mai 1926 waren Bulgakows freimütig geführte Tagebücher von 1922 bis 1925 bei einer Hausdurchsuchung beschlagnahmt worden. Als er sie auf Betreiben Gorkis 1929 zurückbekam, verbrannte der erschrockene Bulgakow das Belastungsmaterial unverzüglich. Daß die bürokratisch-pingeligen GPU-Schergen sich eine Kopie erstellt hatten, wußte er nicht. Als zu Glasnost-Zeiten die KGB-Archive einen Spalt breit geöffnet wurden, kam auch das "verhaftete Tagebuch" wieder zum Vorschein (es ist in Band 5 der deutschen Bulgakow-Ausgabe zu finden). Bulgakow soll sich 1926 geschworen haben, nie wieder ein Tagebuch zu führen. Doch ganz konnte er die …

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Kundenbewertungen zu "Der Meister und Margarita" von "Michail Bulgakow"

Durchschnittliche Kundenbewertung (aus 2 Bewertungen): ***** ausgezeichnet

  • 2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung von Polar aus Aachen am 21.08.2008
  • *****
  • ausgezeichnet
  • Unter Diktaturen greift man am besten zur Satire, wenn man die Zustände anprangern will. Selten hat man einem Teufel so gern bei der Arbeit zugesehen. Zumal wenn man von der Zensur weiß, unter der Bulgakow sein Meisterwerk geschrieben hat. Mit Hilfe der Phantasie entflieht Bulgakow der bleiernen Zeit unter Stalin. Allein dass der Teufel, der sich Vorland nennt, ein Ausländer ist, mag der Zensur gefallen haben. Ganz mochte sie den Roman trotzdem nicht veröffentlichen, und er mußte in den Sechziger Jahren erst wieder entdeckt werden. Die Handlung ist Komplex, dreht sich um einen Schriftsteller ohne Namen, den seine große Liebe, die unglücklich mit einem anderen verheiratet ist, liebevoll Meister nennt. Außerdem gibt es den Insassen einer Irrenanstalt, der ein Buch über Pontius Pilatus geschrieben hat. Ihm ist der Teufel in Gestalt Volands, einem Professor für Schwarze Magie begegnet, der vorgibt, schon beim Verhör Jesus durch Pilatus zugegen gewesen zu sein. Menschen verschwinden, tauchen plötzlich ungewollt in Jalta auf, es kommt zu Todesfällen. Hinter allem scheint jener mysteriöse Voland zu stecken. Die Handlung in Moskau wird verschränkt mit jenem Buch über Pontius Pilatus, in dem die letzten Tage Jesus beschrieben werden. Die Ereignisse überstürzen sich in Moskau wie im antiken Jerusalem und es werden satirisch verkleidete Parallelen zu tatsächlichen Ereignissen in Moskau gezogen, ohne sie direkt zu benennen. Eine Farce um politische wie religiöse Erlösung. Im Mittelpunkt der Teufel und eine geheimnisvolle Geliebte, die sich auf einen Handel mit ihm einläßt, indem sie sich auf einem Ball das Knie küssen lassen soll, um ihre Liebe zu retten. Am Ende die Katharsis: Jesus rettet alle, selbst den Teufel. Für sowjetischen Verhältnisse zu Zeiten Bulkagows sicher nicht das, was der Staat hören wollte.
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  • 1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung von Uwe aus Berlin am 05.05.2006
  • *****
  • ausgezeichnet
  • Davon abgesehen, daß es ein Klassiker der Weltliteratur ist::
    Bulgakow ist eindeutig der würdigste Nachfolger E.T.A. Hoffmanns.
    Diese Übersetzung ist zudem auch noch verständlich, ohne daß man ständig rück und neu übersetzt. Leider läßt Buecher.de keine Krititk an Übersetzungen zu, bei denen es anders ist.
    Besonders angenehm fand ich die klassische, vertraute Umschrift.
    Denke ich an diese moderne, die uns ein paar dumme Bürokraten aufzwingen wollen , packt mich das Grauen.
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(c) bunkverlag

1966, 16 Jahre nach Michail Bulgakows Tod, wurde sein Roman "Der Meister und Margarita" zum ersten Mal in einer gekürzten Fassung veröffentlicht. Vorher war das Hauptwerk des russischen Schriftstellers der Zensur der Kommunistischen Partei zum Opfer gefallen - zu treffend war seine bissige Gesellschaftskritik, zu freizügig waren seine sinnlichen Beschreibungen. "Der Meister und Margarita" schildert mal realistisch, mal grotesk überzeichnet das Leben im Moskau der 30er-Jahre. Im Zentrum steht eine Gruppe kulturschaffender Männer. Als eines Tages der Teufel in Form des Ausländers Voland in der Stadt auftaucht, geschehen seltsame Dinge: Menschen verschwinden, kommen ums Leben, werden verrückt. Parallel erzählt Bulgakow die Geschichte des Prokurators Pontius Pilatus - geschickt lagert der Autor seine Kritik an autoritären Machtstrukturen ins Judäa des Jahres 30 n. Chr. aus. In der Figur des Meisters schließlich, die erst nach der Hälfte des Romans eingeführt wird, verortet er sein eigenes Schicksal: das eines Autors, dessen Werk der Zensur zum Opfer fällt. Der MDR produzierte 1998 dieses elfstündige Hörspiel - das ebenfalls ein Meisterwerk ist. Etwa 75 Sprecher …

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Autorenporträt zu "Michail Bulgakow"

Michail Bulgakow wurde 1891 in Kiew geboren und starb 1940 in Moskau. Nach einem Medizinstudium arbeitete er zunächst als Landarzt. Er gilt als einer der größten russischen Satiriker und hatte zeitlebens unter der stalinistischen Zensur zu leiden. Seine bedeutendsten Werke konnten erst nach seinem Tod veröffentlicht werden.
Sein berühmtestes Werk: 'Der Meister und Margarita'.

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