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Der Meister und Margarita
Roman
- Einband: Buchleinen
- Buch mit Leinen-Einband
Produktinformation
- Gesammelte Werke
- Bd.3
- Verlag: Volk Und Welt
- 2001
- 6. Aufl.
- Ausstattung/Bilder: 513 S.
- Seitenzahl: 513
- Deutsch
- Abmessung: 22 cm
- Gewicht: 590g
- ISBN-13: 9783353009425
- ISBN-10: 3353009426
- Best.Nr.: 04696937
Leseprobe
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Produktbeschreibung zu "Der Meister und Margarita"
Beschreibung
Leseprobe zu "Der Meister und Margarita" von Michail Bulgakow
Sprechen Sie nie mit Unbekannten
An einem ungewöhnlich heißen Frühlingstag erschienen bei
Sonnenuntergang auf dem Moskauer Patriarchenteichboulevard zwei
Männer. Der eine, etwa vierzig Jahre alt, trug einen mausgrauen
Sommeranzug, war von kleinem Wuchs, dunkelhaarig, wohlgenährt und
hatte eine Glatze; seinen gediegenen Hut, der wie ein Brötchen
aussah, hielt er in der Hand, und das glattrasierte Gesicht war mit
einer überdimensionalen schwarzen Hornbrille geschmückt. Der
andere, ein breitschultriger junger Mann mit wirbligem rötlichem
Haar, hatte die gewürfelte Sportmütze in den Nacken geschoben und
trug ein kariertes Hemd, zerknautschte weiße Hosen und schwarze
Turnschuhe.
Der erste war niemand anders als Michail Alexandrowitsch Berlioz,
Chefredakteur einer dickleibigen Literaturzeitschrift und
Vorsitzender einer der größten Moskauer Literatenassoziationen,
abgekürzt MASSOLIT; sein junger Begleiter war der Lyriker Iwan
Nikolajewitsch Ponyrew, der unter dem Pseudonym
"Besdomny" schrieb.
Nachdem die beiden Schriftsteller den Schatten der grünknospenden
Linden erreicht hatten, stürzten sie sich als erstes auf ein
buntgestrichenes Büdchen …
11.01.1997
Das Teufelsdutzend
Der maskierte Diarist - Michail Bulgakows Briefe und Dokumente
zu seinem Werk · Von Ralph Dutli
"Manuskripte brennen nicht." Wäre Michail Bulgakow nicht
durch sein 1928 bis 1940 geschriebenes Hauptwerk "Der Meister
und Margarita" weltberühmt, er wäre es gewiß durch den
winzigen Aphorismus aus nur drei Worten, der sich selbst in diesem
zerstörungswütigen Jahrhundert immer wieder als wahr erwiesen hat.
Dichter kehren zurück, verbrannte Manuskripte auferstehen auf
wundersame Weise.
Am 5. Mai 1926 waren Bulgakows freimütig geführte Tagebücher von
1922 bis 1925 bei einer Hausdurchsuchung beschlagnahmt worden. Als
er sie auf Betreiben Gorkis 1929 zurückbekam, verbrannte der
erschrockene Bulgakow das Belastungsmaterial unverzüglich. Daß die
bürokratisch-pingeligen GPU-Schergen sich eine Kopie erstellt
hatten, wußte er nicht. Als zu Glasnost-Zeiten die KGB-Archive
einen Spalt breit geöffnet wurden, kam auch das "verhaftete
Tagebuch" wieder zum Vorschein (es ist in Band 5 der deutschen
Bulgakow-Ausgabe zu finden). Bulgakow soll sich 1926 geschworen
haben, nie wieder ein Tagebuch zu führen. Doch ganz konnte er die …
Kundenbewertungen zu "Der Meister und Margarita" von "Michail Bulgakow"
Durchschnittliche Kundenbewertung (aus 2 Bewertungen):




ausgezeichnet
- 2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung von Polar aus Aachen am 21.08.2008

-




- ausgezeichnet
- Unter Diktaturen greift man am besten zur Satire, wenn man die Zustände anprangern will. Selten hat man einem Teufel so gern bei der Arbeit zugesehen. Zumal wenn man von der Zensur weiß, unter der Bulgakow sein Meisterwerk geschrieben hat. Mit Hilfe der Phantasie entflieht Bulgakow der bleiernen Zeit unter Stalin. Allein dass der Teufel, der sich Vorland nennt, ein Ausländer ist, mag der Zensur gefallen haben. Ganz mochte sie den Roman trotzdem nicht veröffentlichen, und er mußte in den Sechziger Jahren erst wieder entdeckt werden. Die Handlung ist Komplex, dreht sich um einen Schriftsteller ohne Namen, den seine große Liebe, die unglücklich mit einem anderen verheiratet ist, liebevoll Meister nennt. Außerdem gibt es den Insassen einer Irrenanstalt, der ein Buch über Pontius Pilatus geschrieben hat. Ihm ist der Teufel in Gestalt Volands, einem Professor für Schwarze Magie begegnet, der vorgibt, schon beim Verhör Jesus durch Pilatus zugegen gewesen zu sein. Menschen verschwinden, tauchen plötzlich ungewollt in Jalta auf, es kommt zu Todesfällen. Hinter allem scheint jener mysteriöse Voland zu stecken. Die Handlung in Moskau wird verschränkt mit jenem Buch über Pontius Pilatus, in dem die letzten Tage Jesus beschrieben werden. Die Ereignisse überstürzen sich in Moskau wie im antiken Jerusalem und es werden satirisch verkleidete Parallelen zu tatsächlichen Ereignissen in Moskau gezogen, ohne sie direkt zu benennen. Eine Farce um politische wie religiöse Erlösung. Im Mittelpunkt der Teufel und eine geheimnisvolle Geliebte, die sich auf einen Handel mit ihm einläßt, indem sie sich auf einem Ball das Knie küssen lassen soll, um ihre Liebe zu retten. Am Ende die Katharsis: Jesus rettet alle, selbst den Teufel. Für sowjetischen Verhältnisse zu Zeiten Bulkagows sicher nicht das, was der Staat hören wollte.
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- 1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung von Uwe aus Berlin am 05.05.2006
-




- ausgezeichnet
- Davon abgesehen, daß es ein Klassiker der Weltliteratur ist::
Bulgakow ist eindeutig der würdigste Nachfolger E.T.A. Hoffmanns.
Diese Übersetzung ist zudem auch noch verständlich, ohne daß man ständig rück und neu übersetzt. Leider läßt Buecher.de keine Krititk an Übersetzungen zu, bei denen es anders ist.
Besonders angenehm fand ich die klassische, vertraute Umschrift.
Denke ich an diese moderne, die uns ein paar dumme Bürokraten aufzwingen wollen , packt mich das Grauen.
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Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
1966, 16 Jahre nach Michail Bulgakows Tod, wurde sein Roman "Der Meister und Margarita" zum ersten Mal in einer gekürzten Fassung veröffentlicht. Vorher war das Hauptwerk des russischen Schriftstellers der Zensur der Kommunistischen Partei zum Opfer gefallen - zu treffend war seine bissige Gesellschaftskritik, zu freizügig waren seine sinnlichen Beschreibungen. "Der Meister und Margarita" schildert mal realistisch, mal grotesk überzeichnet das Leben im Moskau der 30er-Jahre. Im Zentrum steht eine Gruppe kulturschaffender Männer. Als eines Tages der Teufel in Form des Ausländers Voland in der Stadt auftaucht, geschehen seltsame Dinge: Menschen verschwinden, kommen ums Leben, werden verrückt. Parallel erzählt Bulgakow die Geschichte des Prokurators Pontius Pilatus - geschickt lagert der Autor seine Kritik an autoritären Machtstrukturen ins Judäa des Jahres 30 n. Chr. aus. In der Figur des Meisters schließlich, die erst nach der Hälfte des Romans eingeführt wird, verortet er sein eigenes Schicksal: das eines Autors, dessen Werk der Zensur zum Opfer fällt. Der MDR produzierte 1998 dieses elfstündige Hörspiel - das ebenfalls ein Meisterwerk ist. Etwa 75 Sprecher …
Autorenporträt zu "Michail Bulgakow"
Michail Bulgakow wurde 1891 in Kiew geboren und starb 1940 in
Moskau. Nach einem Medizinstudium arbeitete er zunächst als
Landarzt. Er gilt als einer der größten russischen Satiriker und
hatte zeitlebens unter der stalinistischen Zensur zu leiden. Seine
bedeutendsten Werke konnten erst nach seinem Tod veröffentlicht
werden.
Sein berühmtestes Werk: 'Der Meister und Margarita'.
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