Payback, 2 Audio-CDs - Schirrmacher, Frank
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Frank Schirrmacher 

Payback, 2 Audio-CDs

Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind, zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir die Kontrolle über unser Denken zurückgewinnen. Gesprochen v. Autor. 150 Min.

Sprecher: Schirrmacher, Frank
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Produktbeschreibung zu Payback, 2 Audio-CDs

Wir haben mehr Wissen als je zuvor, aber dies stimmt nicht mehr mit unseren Erfahrungen überein. Deshalb rufen wir im Zeitalter der wachsenden Überforderung unsere Leistungen, unsere Gefühle, unsere ganze Lebensbahn immer stärker wie Informationen ab und zerstören so unsere Fähigkeit, mit Unerwartetem umzugehen. Die Frage lautet, ob wir damit begonnen haben, uns selbst wie Computer zu behandeln, und ob der Preis für intelligente Maschinen dümmere Menschen sind.In ?x20AC;žPayback?x20AC;œ beschreibt Frank Schirrmacher, wie sich schon in den nächsten Jahren, das Selbstbild des denkenden Menschen wandeln könnte und welche faszinierenden Antworten auf diese Krise möglich sind.?

Produktinformation


  • ISBN-10: 3866049110
  • Best.Nr.: 26924581
  • Laufzeit: 150 Min.
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 19.11.2009

Die Ich-Erschöpfung
Frank Schirrmacher und die kognitive Krise der Gesellschaft
Es gibt in der industrialisierten Welt kein Land, in dem die Debatte um den Einfluss des Internets auf die Gesellschaft mit so vielen dogmatischen Verkrustungen und ideologischen Verschärfungen geführt wird wie in Deutschland. Die digitale Kluft, die sich durch unser Land zieht, verläuft meist entlang der Generationengrenze zwischen „Digital Natives” und „Digital Immigrants”, also zwischen jenen, die mit dem Internet aufgewachsen sind, und jenen, die den digitalen Technologien erst als Erwachsene begegneten. Dabei ist das Thema längst größer als der knickrige Streit um alte und neue Mediengewohnheiten und Urheberrechtsfragen oder die politische Panikmache vor Amokspielen und Kinderpornos, auf die die digitalen Debatten in Deutschland meist hinauslaufen. Das neue Buch des FAZ-Herausgebers und Feuilletonisten Frank Schirrmacher, „Payback” (Blessing Verlag München, 2009, 240 Seiten, 17,95 Euro), erweitert die Debatte nun endlich um kluge Gedanken. Auch wenn der Untertitel „Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir die …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 24.12.2009

FRANK SCHIRRMACHER, Mitherausgeber dieser Zeitung, hat ein Buch über die kognitive Überforderung im digitalen Zeitalter geschrieben. Diese Ich-Erschöpfung ist nicht den Technologien geschuldet, sondern der Tatsache, dass nur das im Menschen gefördert und gefordert wird, was mit den Rechnern kompatibel ist. Unter dem Druck, zu simsen, zu twittern und zu googlen, verändert sich unser Gehirn, so dass wir zunehmend auf die Gesetze der Rechnerlogik festgelegt werden. Der Ausweg aus der digitalen Berechenbarkeit des Lebens, den Schirrmacher beschreibt, liegt nicht etwa in der Verweigerung der Technik, sondern in einem neuen Denken, das dem Menschen seine Stärken bewusstmacht: Kreativität, Toleranz und die Fähigkeit, mit Unberechenbarem umzugehen. (Frank Schirrmacher: "Payback". Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir die Kontrolle über unser Denken zurückgewinnen. Karl Blessing Verlag, München 2009. 240 S., geb., 17,95 [Euro].)

F.A.Z.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Rezensent Uwe Justus Wenzel weiß Frank Schirrmachers Buch über Fluch und Segen des Informationszeitalters zu schätzen. Es scheint ihm instruktiv, wohlinformiert und durchaus ausgewogen. Eine simple Abrechnung mit der digitalen Gesellschaft und computerisiertem Datenverkehr kann er in dem Buch nicht erkennen. Gleichwohl räumt er ein, dass Kulturkritik und eine ordentliche Dosis Pessimismus nicht zu übersehen sind. Die negativen Folgen von SMS, E-Mails, Feeds, Tweets, Websites, Mobiltelefonanrufe usw. für unser Denken, unsere Lesefähigkeit, unsere Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit werden für ihn an Hand von neueren psychologischen und neurobiologischen Studien klar benannt. Besonders hebt er Schirrmachers Kritik am Multitasking hervor, das als Mythos entlarvt wird. Das Thema Überwachungsstaat interessiert den Autor nach Angaben von Wenzel indes nicht weiter, obwohl es als möglicherweise "ernstes Problem" eingeschätzt wird.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Lesen oder Gelesenwerden: vor diese Alternative stellt uns Frank Schirrmacher in seinem anregungsreichen, wenn auch etwas fahrig konstruierten Essay über die von ihm konstatierte, durch Informationsüberflutung ausgelöste "Ich-Erschöpfung" und die Gefahr einer totalen Vorhersagbarkeit unseres Verhaltens dank immer feinerer Algorithmen. Ein gutes Buch, das einen auf neue Gedanken bringt." (Druckfrisch - Neue Bücher mit Denis Scheck, ARD)

FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher präsentiert eine Bestandsaufnahme der allgegenwärtigen Vernetzung im Computerzeitalter. Er lädt den Leser ein, an seinen persönlichen Erfahrungen, zahlreichen recherchierten Fakten sowie wissenschaftlichen Studienergebnissen teilzuhaben. Dass er die sich rasant weiterentwickelnden Computertechnologien nicht grundsätzlich abgeschafft wissen möchte, betont Schirrmacher ausdrücklich – dennoch könnte man an einigen Stellen diesen Eindruck gewinnen. Er warnt eindringlich, wortgewaltig und sich gelegentlich wiederholend vor den Gefahren der Computerisierung: Durch die Anpassung an die Computerwelt verändere sich die Persönlichkeit des Menschen – nicht zu seinem Vorteil. Gegen Ende seines Werks ruft der Autor den Leser auf, die Entscheidungsfreiheit nicht aus der Hand zu geben und sich dem Geist der Maschine nicht zu unterwerfen. getAbstract empfiehlt das Buch allen Menschen, die bereit sind, den allzu selbstverständlich gewordenen Umgang mit Computer und Internet kritisch zu hinterfragen.
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"Frank Schirrmacher - Der Debattenantreiber."
Frank Schirrmacher, Jahrgang 1959, Studium in Heidelberg und Cambridge, Promotion. Seit 1994 ist er einer der Herausgeber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". 2004 sagte er dem Altersrassismus den Kampf an - für sein Buch "Das Methusalem-Komplott" erhielt er u. a. den "Corine-Sachbuch-Preis" und die Auszeichnung "Journalist des Jahres 2004". Mit "Minimum" landete er 2006 erneut einen publizistischen Coup und setzte das Thema des Jahres. 2007 erhielt er als erster Journalist den "Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache" und wurde 2009 mit dem "Ludwig-Börne-Preis" ausgezeichnet. Zuletzt erschien bei Blessing "Payback". Frank Schirrmacher lebt in Frankfurt und Potsdam.

Leseprobe zu "Payback, 2 Audio-CDs" von Frank Schirrmacher

MEIN KOPF KOMMT NICHT MEHR MIT (S. 3-4)

Was mich angeht, so muss ich bekennen, dass ich den geistigen Anforderungen unserer Zeit nicht mehr gewachsen bin. Ich dirigiere meinen Datenverkehr, meine SMS, E-Mails, Feeds,Tweeds, Nachrichtensites, Handyanrufe und Newsaggregatoren wie ein Fluglotse den Luftverkehr: immer bemüht, einen Zusammenstoß zu vermeiden, und immer in Sorge, das Entscheidende übersehen zu haben. Ohne Google wäre ich aufgeschmissen und nicht mehr imstande, einen Handwerker zu bestellen oder zu recherchieren.

Würde ich morgen vom Internet oder Computer geschieden werden, wäre das nicht eine Trennung von dem Provider, sondern es wäre das Ende einer sozialen Beziehung, die mich tief verstören würde.

Am Tag meiner Konfirmation, als ich den Spielcomputer Logikus der Firma Kosmos geschenkt bekam, bin ich freudig in das Wettrüsten mit der jeweils neuesten Technologie eingetreten. Moores Gesetz - das Gesetz, wonach sich die Geschwindigkeit der Prozessoren alle zwei Jahre verdoppelt - kannte ich schon, als ich meinen ersten Amstrad-Rechner kaufte.

Bedienungsanleitungen verstehe ich so wenig wie alle anderen Menschen, aber die Geräte selbst konnte ich immer schon nach kurzer Eingewöhnungszeit bedienen. Niemals fühlte ich mich von Computern überfordert. Ich simse am Stück, Leute, die ich nicht kenne, folgen meinem ungenutzten Twitter-Account, ich weiß, wo ich im Internet Antworten auf meine Fragen finde.

Ich will sagen: Weder bin ich der Amish des Internet-Zeitalters noch ein technologischer Einsiedler. Und ich erwähne das alles überhaupt nur, um nicht gleich im nächsten Absatz in den Verdacht zu geraten, einfach nicht mehr lernfähig zu sein.

Aber etwas stimmt nicht mehr. Mein Kopf kommt nicht mehr mit. Zwar bilde ich mir ein, dass ich meinen Gesprächspartnern ebenbürtig bin, und ich habe nicht den Eindruck, dass ich heute weniger von der Welt verstehe als früher.

Das Problem ist meine Mensch-Computer-Schnittstelle. »Das Hirn ist nichts anderes als eine Fleisch-Maschine«, hat leicht verächtlich Marvin Minsky, einer der Begründer der Informatik, schon vor Jahrzehnten gesagt. Und meine »Fleisch-Maschine« ist offenbar nicht mehr besonders gut.

Es ist, als laufe mein Web-Browser mittlerweile auf zwei verschiedenen Plattformen, eine auf meinem Computer und eine sehr viel langsamere Version in meinem Kopf. Damit ein leistungsschwaches Handy eine mit technischen Spielereien vollgepackte Website trotzdem darstellen kann, haben die Programmierer eine Methode erfunden, die sich »graceful degradation« nennt, auf Deutsch: »würdevolle Herabstufung«. Die Website gibt sich gewissermaßen bescheiden, um das Handy, das in diesem Fall zu den armen Verwandten zählt, nicht in seinem Stolz zu verletzen.

Das Verhältnis meines Gehirns zur Informationsflut ist das der permanenten würdelosen Herabstufung. Ich spüre, dass mein biologisches Endgerät im Kopf nur über eingeschränkte Funktionen verfügt und in seiner Konfusion beginnt, eine Menge falscher Dinge zu lernen.

Aber ich habe auch meinen Stolz. Ich schließe von meinem Kopf auf viele Köpfe, und dass es mir wie vielen geht: Ich glaube, es hat, um ein Lieblingswort der Informatiker zu zitieren, eine Rückkoppelung stattgefunden, die jenen Teil der Aufmerksamkeit, den wir früher uns selbst widmeten, abzapft, auffrisst und als leere Hülle zurücklässt. Man nennt das feed-back, wörtlich: eine Rück-Ernährung. Aber wer ernährt sich von unserer Aufmerksamkeit?

Keine SMS, kein Blog, keine E-Mail wird in den Wind gesendet. Keine Suchanfrage, kein Tweet, kein Click geht verloren. Nichts verschwindet und alles speist Datenbanken. Wir füttern mit unseren Gedanken, Worten und E-Mails das Wachstum eines gewaltigen synthetischen Hirns. Das ist keine Vermenschlichung eines technischen Vorgangs. Genau das geschieht, wie wir im Laufe dieses Buches sehen werden.

Videoclip zu "Payback, 2 Audio-CDs"

Trailer lädt den Film

Hörprobe zu "Payback, 2 Audio-CDs"

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