Ein Vater im Kampf gegen die Waffenlobby und Killerspiele
11. März 2009 - der Tag, der Hardy Schobers Leben für immer
verändert. Der Tag des Amoklaufs von Winnenden. Jana Schober, 15
Jahre, stirbt durch eine Kugel des Attentäters. Hardy Schober
verliert die geliebte Tochter. Doch statt sich zurückzuziehen,
tritt er an die Öffentlichkeit: Er gibt seine Tätigkeit als
Finanzierungsberater auf, gründet das Aktionsbündnis Amoklauf
Winnenden und wird Vorstand der Stiftung. Damit beginnt sein Kampf
für sichere Schulen, gegen Killerspiele und die unsichtbare Macht
der Waffenlobby. Offene Anfeindungen, Drohbriefe und persönliche
Angriffe gehören nun zu seinem Leben. Aber er lässt sich nicht
einschüchtern und engagiert sich weiterhin, damit eine solche Tat
nicht noch einmal geschieht. Harry Schobers Buch ist die
persönliche, ergreifende Geschichte eines Vaters, der berichtet,
wie ihn der Tod der Tochter traf, wie er mit dem Schmerz umgeht und
bis heute versucht, die unbegreifliche Tat zu verstehen.
Hardy Schober, geb. 1959, ist Diplom-Betriebswirt. Jahrelang war er erfolgreich in der Finanzbranche tätig, unter anderem als Grundstücksgutachter, Repräsentant einer Privatbank, Loanmanager, Immobilienmakler und Baufinanzierungsberater. Nach dem Tod seiner Tochter beim Amoklauf in Winnenden entschied er sich, diese Tätigkeiten aufzugeben. Seit Ende 2009 ist er hauptberuflich als Vorstand des Aktionsbündnisses Amoklauf Winnenden Stiftung gegen Gewalt an Schulen tätig und setzt sich aktiv für Gewaltprävention und Sicherheit an Schulen sowie strengere Waffengesetze ein. Großen Rückhalt bietet ihm seine zweite Tochter Belli. Hardy Schober ist verheiratet und lebt in der Nähe von Stuttgart.
Leseprobe zu "Mein Sonnenkind" von Hardy Schober; Daniel O. Bachmann