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Als Erstes sieht man den K opf. Hinter dem Hügel - scheint eine speichelfeuchte Schnauze. Noch ist nicht zu erkennen, wozu sie gehört, doch dann kommt ein Bein zum Vorschein, ein zweites, ein drittes und ein viertes. - rüber ein Körper von 70 Kilogramm: ein Wolfshund mit 90 Zentimetern Schulterhöhe, bis zur Schwanzspitze 150 Zentimeter lang. Er beobachtet die winzige langhaarige Chihuahuahündin, die sich im Gras zwischen den Füßen ihres Besitzers versteckt. Sie wiegt vielleicht drei Pfund, und jedes Gramm davon zittert. Mit einem trägen Satz ist der Wolfshund vor ihr, die Ohren gespitzt. Die…mehr

Produktbeschreibung
Als Erstes sieht man den K opf. Hinter dem Hügel - scheint eine speichelfeuchte Schnauze. Noch ist nicht zu erkennen, wozu sie gehört, doch dann kommt ein Bein zum Vorschein, ein zweites, ein drittes und ein viertes. - rüber ein Körper von 70 Kilogramm: ein Wolfshund mit 90 Zentimetern Schulterhöhe, bis zur Schwanzspitze 150 Zentimeter lang. Er beobachtet die winzige langhaarige Chihuahuahündin, die sich im Gras zwischen den Füßen ihres Besitzers versteckt. Sie wiegt vielleicht drei Pfund, und jedes Gramm davon zittert. Mit einem trägen Satz ist der Wolfshund vor ihr, die Ohren gespitzt. Die Kleine sieht schüchtern beiseite. Der Große beugt sich zu ihr - nab und stupst sie in die Flanke. Nun sieht der Chihuahua den Wolfshund an, dieser streckt das Hinterteil mit - porgerecktem Schwanz sprungbereit nach oben. Doch der Chihuahua ieht nicht vor der vermeintlichen Gefahr, s- dern nimmt dieselbe Haltung ein und springt dem Wol- hund ins Gesicht, wobei er dessen Nase mit den kleinen Pfoten umfasst. Sie beginnen zu spielen. Fünf Minuten lang tollen die beiden Hunde umher, - cken sich, beißen sich, stürzen sich aufeinander. Der Wolfshund wirft sich auf die Seite, und die Kleine qu- tiert dies mit Attacken auf sein Gesicht, seinen Bauch und seine Pfoten. Nach einem Schlag des Großen weicht der 2 Was denkt der Hund? Chihuahua ängstlich aus seiner Reichweite zurück. Der Große bellt, springt auf und landet mit einem Plumps auf den Füßen.
  • Produktdetails
  • Spektrum Taschenbuch
  • Verlag: Springer Spektrum
  • Best.Nr. des Verlages: 86071161
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. x, 430 S. 24 SW-Abb.
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 131mm x 20mm
  • Gewicht: 410g
  • ISBN-13: 9783827429698
  • ISBN-10: 3827429692
  • Best.Nr.: 34984849
Autorenporträt
Alexandra Horowitz unterrichtet Psychologie am Barnard College der Columbia University in New York. Sie hat an der University of California in San Diego in Kognitionswissenschaft promoviert und Menschen, Nashörner, Bonobos und Hunde erforscht. Siebzehn Jahre lang lebte sie mit einem nichtsahnenden Forschungsobjekt, ihrer Mischlingshündin Pumpernickel, zusammen. Vor ihrer wissenschaftlichen Laufbahn arbeitete sie als Lexikographin bei Merriam-Webster und für The New Yorker. Zusammen mit ihrem Ehemann und mit Finnegan, einem Hund von undefinierbarer Abstammung, aber klar definierter Persönlichkeit, lebt Horowitz in New York City. Über ihre Forschungsinteressen sagt sie: "I study dog behavior and cognition. To date, my research has taken four forms: naturalistic observations of social play; observations of dog-human play; tests of anthropomorphisms used with dogs; and, most recently, field recordings of vocalizations during play, and the design of experiments to test the communication and attention abilities of dogs."
Inhaltsangabe
Einleitung
Vorbemerkung über Hunde, ihre Erziehung und Besitzer. Was ich meine, wenn ich "der Hund" sage. Hundeerziehung. Der Hund und sein Besitzer.

Umwelt: Aus der Hundeperspektive
Die Sache mit den Regenmäntelchen. Die Welt aus der Sicht einer Zecke. Rollenwechsel. Die Bedeutung der Dinge. Den Hund fragen. Küsschen geben. Hundekunde.

Haustier Hund
Schritt für Schritt erklärt: So bastelt man einen Hund. Wie der Wolf zum Hund wurde. Der Nicht-Wolf. Als sich unsere Blicke trafen. Hunde als Gesellschafter. Der eine kleine Unterschied. Tiere mit Erläuterungsbedarf. Canis nonfamiliaris. Unser Geschöpf.

Welt voller Gerüche
Schnüffeln. Ganz Nase. Vomeronasales Riechen. Geruchsgeschichten. Der (streng) riechende Affe. So riecht Angst. Der Geruch von Krankheit. Hundedüfte. Laub und Gras. Ein Paralleluniversum.

Ohne Worte
Spielarten der Kommunikation. Was Hundeohren hören. Das Gegenteil von stumm. Winseln, Knurren, Quieken, Lachen. Wuff. Mit Körper und Schwanz. Pinkeln mit Hintergedanken.

Hundeaugen
Die Augen der Ballfänger. Hol den Ball! Hol den grünen Ball! Hol den grünen, hüpfenden Ball ... aus dem Fernseher! Die visuelle Umwelt.

Sehen und gesehen werden
Mit den Augen eines Kindes. Aufmerksamkeit bei Tieren. Blickkontakt. Dem Blick folgen. Aufmerksamkeit heischen. Auf etwas zeigen. Aufmerksamkeit manipulieren.

Vierbeinige Anthropologen
Von wegen sechster Sinn. Offene Bücher. In- und auswendig.

Mit Sinn und Verstand
Die Frage nach der Intelligenz. Lernen. Abgeguckt. Mehr Mensch als Vogel. Theory of Mind. Theory of Mind beim Hund? Denkspiele. Was mit dem Chihuahua geschah. Anders als wir.

Was denkt der Hund?
I. Was ein Hund weiß. Hundetage (Gefühl für Zeit). Der innere Hund (Selbst-Bewusstsein). Hundejahre (Vergangenheit und Zukunft). Braver Hund (Richtiges und Falsches). Der alternde Hund (Notfälle und Tod). II. Wie es ist, ein Hund zu sein. Bodennah. Lecken. Dinge passen ins Maul oder nicht. Voller Details. Ganz Gegenwart. Flüchtig und schnell. Ins Gesicht geschrieben.

Eine ganz besondere Beziehung
Bindungsfähig. Tiere berühren. Hallo du! Im Gleichtakt. Was die Bindung bewirkt.

Die Kunst des Zusammenlebens
Riechspaziergänge. Erziehung mit Bedacht. Den Hund Hund sein lassen. Die Frage nach dem Warum. Für Beschäftigung sorgen. Spiel mit mir! Zweimal hinsehen. Heimliches Beobachten. Bitte nicht jeden Tag baden! Die Körpersprache lesen. Freundliches Streicheln. Erste Wahl: der Mischling. Vermenschlichen - aber mit der Umwelt im Blick.

Postskriptum: Mein Hund und ich.
Rezensionen
In diesem gefühlvoll geschriebenen Sachbuch ist der Spagat zwischen trockener Wissenschaft und persönlichem Erleben indes gut gelungen. Tierwelt Die Autorin erforschte die Welt der Hunde. Sie nehmen ihre Welt in erster Linie durch Riechen wahr, sind meisterliche Beobachter und haben erstaunliche Fähigkeiten. Mit akribisch genauen Beobachtungen erkundet die Autorin das Leben der Tiere. Wunderbar beschrieben und ein Muss für jeden Hundebesitzer. ZDF-abenteuer wissen Dieses Buch ist charmant - eine Autorin, die kompromisslos eine Lanze für den Hund bricht...Ein Verdienst des Buches ist es, verschiedenste verhaltensbiologische Arbeiten so zu verarbeiten, dass sich deren Gehalt en passant lesen lässt und sie in einem Gesamtkontext erscheinen. So hilft "Was denkt der Hund" das allgemeine Verständnis unserer Vierbeiner zu vertiefen und gibt vielfältige Anregung zur eigener Beschäftigung mit den Tieren. wissenschaft-online.de Wer mehr über das Innenleben seines Hundes wissen möchte, findet hier klar, einfühlsam und verständlich beschrieben, wie Hunde ihre Umwelt erleben und wie es sich anfühlt, Hund zu sein. Partner Hund Jeder Hundehalter hat sich schon einmal diese Frage gestellt: Was denkt mein Hund? Den geliebten Hund dabei zu vermenschlichen und eigene Emotionen in den Vierbeiner zu projizieren, wird nie ganz zu vermeiden sein. Der Autorin, Hundebesitzerin, Psychologin und Kognitionswissenschaftlerin, ist mit diesem leicht verständlich verfassten Buch das Bravourstück gelungen, wissenschaftliche Erkenntnisse mit großer Empathie darzulegen, die den Kern der Sache umfassend beleuchtet. Sie gibt dem Leser sozusagen auf Schnauzenhöhe einen vielfältigen Einblick in die kognitiven Fähigkeiten und zeigt facettenreich, welche erstaunlichen Leistungen Hunde vollbringen (u.a. Gerüche, Kommunikation, soziale Intelligenz). Dieses Buch könnte ein Klassiker werden wie das von Konrad Lorenz: "So kam der Mensch auf den Hund". ekz-Informationsdienst Die Beziehung zwischen Hund und Mensch ist zweifellos die faszinierendste aller Tier-Mensch-Verbindungen, entwickelte sich doch der Hund vom wilden Tier zum Gefährten des Menschen. Diese Anpassung veränderte seinen Körper, sein Gehirn und sein Verhalten. Dennoch sind und bleiben Hunde Tiere, vertraut und dich rätselhaft. Mit leichter Feder schreibt Alexandra Horowitz über ernsthafte Wissenschaft und präsentiert so das Tier, das wir am besten zu kennen glauben, tatsächlich aber vielleicht am wenigsten verstehen. Mehr über Hunde kann man eigentlich nur erfahren, wenn man selbst einer ist. FAZ (...) vermittelt das Buch auch Hundehaltern ohne Vorkenntnisse einen spannenden Einblick in die Psyche ihrer Lieblinge (...) Gehirn & Geist Alexandra Horowitz nimmt uns mit auf eine ausgesprochen spannende und interessante Reise ins Innenleben unserer Hunde. Zuallererst ist sie zwar Hundeliebhaberin, aber sie ist auch seriöse Wissenschaftlerin. Daher enthält dieses Buch reichlich objektive Fakten und Verhaltensbeobachtungen; aber es ist dennoch weit davon entfernt, dem "Studienobjekt Hund" seinen Zauber zu nehmen. Vielmehr wird aus der Forschungsreise ein Abenteuer. Und am Ende empfindet man ein tieferes Verständnis und eine noch größere Nähe zu unseren täglichen Begleitern. Verbandszeitschrift DKBS Stimmen zur englischsprachigen Originalausgabe: Alexandra Horowitz' Was denkt der Hund? versucht ... zu erkunden, was die Wissenschaft uns über Hunde sagt, ohne dabei unsere Haustiere emotional auf Laborratten zu reduzieren. Als Psychologin und promovierte Kognitionswissenschaftlerin sowie als leidenschaftliche Hundefreundin zielt Horowitz darauf ab, "einen fundierten, phantasievollen Sprung in das Innere eines Hundes zu wagen - um zu sehen, wie es ist, ein Hund zu sein, wie sich die Welt aus der Sicht eines Hundes darstellt." ... Um einen besseren Einblick zu bekommen, schlägt Horowitz vor, sollten wir Menschen uns intellektuell au…mehr