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Dies ist eigentlich kein Buch über Hundeerziehung, sondern eines über Menschenerziehung: Intelligent, wissenschaftlich, humorvoll und manchmal einfach verblüffend erklärt Patricia B. McConnell, Professorin für Zoologie und zertifizierte Tierverhaltenstherapeutin, welche typischen Missverständnisse zwischen dem "Affen""ten Beziehung oft im Wege stehen. Menschen wie Affen umarmen gerne, was sie lieben - für Hunde ist das eine glatte Beleidigung. Zahlreiche Aha-Erlebnisse und vergnügtes Schmunzeln sind beim Lesen garantiert!…mehr

Produktbeschreibung
Dies ist eigentlich kein Buch über Hundeerziehung, sondern eines über Menschenerziehung: Intelligent, wissenschaftlich, humorvoll und manchmal einfach verblüffend erklärt Patricia B. McConnell, Professorin für Zoologie und zertifizierte Tierverhaltenstherapeutin, welche typischen Missverständnisse zwischen dem "Affen""ten Beziehung oft im Wege stehen. Menschen wie Affen umarmen gerne, was sie lieben - für Hunde ist das eine glatte Beleidigung. Zahlreiche Aha-Erlebnisse und vergnügtes Schmunzeln sind beim Lesen garantiert!
  • Produktdetails
  • Piper Taschenbuch Bd.5325
  • Verlag: Piper
  • Seitenzahl: 368
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 363 S. 36 Abb. auf Taf. 187 mm
  • Deutsch
  • Abmessung: 185mm x 123mm x 30mm
  • Gewicht: 287g
  • ISBN-13: 9783492253253
  • ISBN-10: 3492253253
  • Best.Nr.: 25573315
Autorenporträt
Patricia B. McConnell, Autorin des Buchs "Das andere Ende der Leine. Was unseren Umgang mit Hunden bestimmt"rin der Zoologie an der Universität von Wisconsin-Madison, USA, und zertifizierte Tierverhaltenstherapeutin. Ihr Unternehmen "Dog's Best Friend Ltd." von Familienhunden und die Behandlung aggressiver Hunde spezialisiert. Patricia McConnell ist überall in den USA als Referentin höchst beliebt.
Rezensionen
Besprechung von 11.02.2005
Das gute Leben an der Leine steht auf sechs Beinen
Erkenntnisse der Hundeverhaltenstherapie: Patricia B. McConnell über den Umgang mit dem Freund des Menschen

Patricia B. McConnell ist Professorin für Zoologie an der Universität von Wisconsin-Madison und Tierverhaltenstherapeutin. Zuerst denkt man, daß es einen Beruf wie Tierverhaltenstherapeutin gar nicht gibt. Dann erinnert man sich, daß die ganzen Beziehungsprobleme erst mit den Menschen und ihren Neurosen in die Welt gekommen sind und daß deswegen auch Tiere, die mit Menschen zusammen ihr Leben verbringen, irgendwann ihre Probleme und Verhaltensauffälligkeiten kriegen und daß es in diesen Fällen naheliegt, sie zum Tierverhaltenstherapeuten zu schicken. Da nun vor allem Hunde in einem sehr engen Kontakt mit den Menschen leben, der viel enger ist als der lose Kontakt anderer Haustiere wie zum Beispiel der Katzen und der Wellensittiche zu den Menschen, wundert es nicht, daß Patricia B. McConnell vor allem von haltlosen Hunden und ratlosen Hundebesitzern aufgesucht wird.

Obwohl oder gerade weil ich keinen Hund mein eigen nenne, fühle ich mich nach der Lektüre des ausführlichen und aus einem Herz für Hunde geschriebenen Buches wohler, wenn ich an den knurrenden und zerrenden Verhaltenskomplex am anderen Ende der Leine denke - das Vertrauen, eine friedenschaffende und angemessene Beziehung zum anderen Ende der Leine zu gelangen, hat sich verstärkt. Doch auch und gerade Hundebesitzer mit oder ohne Sorgen und Neurosen sollten sich dieses Buch unter den Arm klemmen und sich zu ihrem Hund auf das Sofa legen und nachlesen, was sie in ihrem Hundebesitzerleben alles falsch und was sie richtig gemacht haben.

Die Freundin der Hunde McConnell wird ständig von den für ein Zusammenleben mit dem Hund unfähigsten Hundebesitzern aufgesucht, die noch so dreist sind, alle Schuld für schlechtes Betragen auf ihren Hund zu schieben, der doch nur auf den miserablen Umgangston und den ebenso miserablen Erziehungsstil seines Herrchens beziehungsweise Frauchens reagiert. In ihrem Buch erwähnt McConnell ein schönes Beispiel für die Unfähigkeit des Menschen, auf einen guten Weg zum Hund zu finden. Sie erzählt, daß sie sich eines Abends wie üblich die David Letterman Show im Fernsehen angesehen habe. Ob ihre Hunde auch fernsehen, das erfahren wir hierbei nicht. Aus welchen Gründen auch immer, im Studio stand ein Hund. Letterman wäre nicht Letterman, wenn er nicht auf den Hund zugegangen wäre. Er umfaßte dessen Gesicht mit beiden Händen und näherte darauf sein eigenes Gesicht dem Gesicht des Hundes bis auf wenige Zentimeter - wir stellen uns das vor und räumen ein: Letterman hatte dabei sicherlich nur Gutes im Sinn. Damit aber nicht genug. Der gewiefte Showmaster trat dem Vierbeiner leider plump auf den Schwanz. Der Hund hatte darauf offensichtlich die Schnauze voll und biß zu. Nach dem Biß dachte David Letterman wahrscheinlich, was wahrscheinlich alle Fernsehzuschauer bei dieser hündischen Attacke dachten: So ein Biest, ich bin ihm doch nicht mit Absicht auf den Schwanz getreten!

Doch der Biß des Hundes, das wußte die Tiertherapeutin im Bett vor dem Fernseher sofort, ging nicht auf den betretenen Schwanz zurück, sondern darauf, daß Letterman sich viel zu nahe den Hundeaugen genähert hatte. Auf diese Weise mag der Talkmaster vielleicht Julia Roberts begrüßen. Wir stellen uns vor, wie er sein Gesicht ganz nahe an das Gesicht von Julia Roberts bringt und ihr in die Augen schaut, und wenn sie anbeißt, wie man in ähnlichen Nahaufnahmen zu sagen pflegt, beißt sie ihm eben nicht in die Hand.

Aus der Geschichte mit David Letterman kann man lernen: Ein Hund mag die Augennähe nicht, für ihn ist das der wahre Horror. Das weiß Patricia B. McConnell, und sie weiß noch vieles mehr zu berichten, und jetzt wissen wir das auch, und wenn wir nächstes Mal einen Hund begrüßen, werden wir sicherlich nicht in die Letterman-Falle tappen, sondern vielleicht machen, was die Wolfsforscher einen "look away" nennen und was ein Mensch machen soll, wenn er einen Hund begrüßen möchte, aber feststellt, daß sich da bei dem Vierbeiner eine Spannung aufbaut, die zu einem bösen Ausgang der Begrüßung führen kann.

Am besten und sichersten für alle Seiten wäre es, wenn auch der Hund wüßte, was in den Lettermännern dieser Welt vorgeht, wenn die sich fatal, also arteigen und menschlich und nicht hündisch verhalten. Doch so weit ist Patricia B. McConnell mit den Hunden noch nicht gekommen.

EBERHARD RATHGEB

Patricia B. McConnell: "Das andere Ende der Leine. Was unseren Umgang mit Hunden bestimmt". Aus dem Englischen von Gisela Rau. Kynos Verlag, Mürlenbach in der Eifel 2004. 251 S., geb., S/W-Abb., 20,50 [Euro].

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Eberhard Rathgeb, nach eigenen Bekunden kein Hundebesitzer, fühlt er sich nach der Lektüre dieses Buches von Patricia B. McConnell über den Umgang mit Hunden wohler, verstärkt es doch das Vertrauen, dass eine "friedenschaffende und angemessene Beziehung zum anderen Ende der Leine" möglich ist. Tatsächlich nämlich sind es meist Unfähigkeit und Unkenntnis des Menschen, einen guten Weg zum Hund zu finden, die für die Verhaltensauffälligkeiten der Vierbeiner verantwortlich sind. Hier bietet die Autorin, Professorin für Zoologie an der Universität von Wisconsin-Madison und Tierverhaltenstherapeutin, zur Freude des Rezensenten jede Menge Erkenntnisse aus der Hundeverhaltenstherapie, die ein vernünftiges Miteinander gewährleisten sollen. Rathgeb kann das "ausführliche" und "aus einem Herz für Hunde geschriebene" Buch allen Hundebesitzern "mit oder ohne Sorgen und Neurosen" nur ans Herz legen, auch um nachzulesen, "was sie in ihrem Hundebesitzerleben alles falsch und was sie richtig gemacht haben."

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