" Lesevergnügen mit Augenschmaus Wer ein paar vergnügliche
Lesestunden verbringen will, der ist mit dem Buch
""Holundertee mit Doppelkorn"" sehr gut
bedient. Allerdings muss man das Skurrile lieben, wenn man die
Familiensaga der Lewins bis zum Schluss verfolgen will. Karina
Albrecht erzählt alles rund um das kunterbunte Leben der Einwohner
aus Piepnest. Und die Autorin aus Vorpommern steigert sich:
skurril, skurriler und noch skurriler. Die Lewins sind auf den
ersten Blick gewöhnliche Bauern. Aber, da gibt es einen
ritterlichen Vorfahren aus dem 12. Jahrhundert. Dass es diesen
Urahnen wirklich gab, beweist eine Rüstung, die sorgsam auf dem
Boden des Hauses bewahrt wird. Und dann ist da noch die Sache mit
den Ohren. Wie Stammvater Blasius haben alle männlichen Lewins
große Ohren und sie sind schlitzohrig. So kommen sie durch alle
Zeiten. Angetan mit besagter Rüstung, stellt sich Karl Lewin einem
Duell. Sein Ende als Einzelbauer steht auf dem Spiel. Als Lewin auf
einem doppelköpfigen schnaubenden Tier angeritten kommt, flüchten
die anderen Bauern, die ihn als Verlierer sehen wollten, vor dem
ungeheuerlichen Reittier. Sie sind nicht gewitzt genug, um einen
Lewin zu besiegen. Der wiederum handelt nach dem Motto, der Klügere
gibt nach und unterschreibt die Beitrittserklärung für die LPG. Das
Schlitzohr hat schon Pläne. Das ländliche Leben hält immer wieder
Überraschungen bereit. Ein Nachfahre eines vor über 150 Jahre nach
Amerika ausgewanderten Lewin, findet durch eine List den Weg nach
Piepnest. Das neue Familienmitglied ist ein Indianer. Seine
Verwandtschaft ist eindeutig durch die Ohren belegt. Finnitu aus
Amerika lebt nun in der DDR. In Karina Albrechts Episoden wird so
gut wie nichts ausgelassen. Es wird von Liebe, Eifersucht, einer
ungewöhnlichen Geburt, großen Mengen Alkohol, wunderlichen Frauen,
rätselhaften Fähigkeiten und von Mord erzählt. Ein Pfarrer und ein
Postbote verschwinden. Es liegt nicht der in einem Grab, der da
liegen soll. Und die Lewin Enkelin findet das Skelett ihrer
Großmutter samt Kette unter dem Kirschbaum im Garten. Zum
Lesevergnügen des satirischen Romans gesellt sich ein wahrer
Augenschmaus an stimmungsvollen Illustrationen der
multitalentierten Künstlerin Ute Patel-Missfeldt. Hat man die 479
Seiten bis zum Schluss gelesen, bleibt Bewunderung für die Autorin,
für ihren ungebündelten und ausufernden schwarzen Humor und die
bildhafte Sprache mit großem Wortschatz."
Lesevergnügen mit Augenschmaus
Wer ein paar vergnügliche Lesestunden verbringen will, der ist mit
dem Buch "Holundertee mit Doppelkorn" sehr gut bedient.
Allerdings muss man das Skurrile lieben, wenn man die Familiensaga
der Lewins bis zum Schluss verfolgen will. Karina Albrecht erzählt
alles rund um das kunterbunte Leben der Einwohner aus Piepnest. Und
die Autorin aus Vorpommern steigert sich: skurril, skurriler und
noch skurriler.
Die Lewins sind auf den ersten Blick gewöhnliche Bauern. Aber, da
gibt es einen ritterlichen Vorfahren aus dem 12. Jahrhundert. Dass
es diesen Urahnen wirklich gab, beweist eine Rüstung, die sorgsam
auf dem Boden des Hauses bewahrt wird. Und dann ist da noch die
Sache mit den Ohren. Wie Stammvater Blasius haben alle männlichen
Lewins große Ohren und sie sind schlitzohrig. So kommen sie durch
alle Zeiten.
Angetan mit besagter Rüstung, stellt sich Karl Lewin einem Duell.
Sein Ende als Einzelbauer steht auf dem Spiel. Als Lewin auf einem
doppelköpfigen schnaubenden Tier angeritten kommt, flüchten die
anderen Bauern, die ihn als Verlierer sehen wollten, vor dem
ungeheuerlichen Reittier. Sie sind nicht gewitzt genug, um einen
Lewin zu besiegen. Der wiederum handelt nach dem Motto, der Klügere
gibt nach und unterschreibt die Beitrittserklärung für die LPG. Das
Schlitzohr hat schon Pläne.
Das ländliche Leben hält immer wieder Überraschungen bereit. Ein
Nachfahre eines vor über 150 Jahre nach Amerika ausgewanderten
Lewin, findet durch eine List den Weg nach Piepnest. Das neue
Familienmitglied ist ein Indianer. Seine Verwandtschaft ist
eindeutig durch die Ohren belegt. Finnitu aus Amerika lebt nun in
der DDR.
In Karina Albrechts Episoden wird so gut wie nichts ausgelassen. Es
wird von Liebe, Eifersucht, einer ungewöhnlichen Geburt, großen
Mengen Alkohol, wunderlichen Frauen, rätselhaften Fähigkeiten und
von Mord erzählt. Ein Pfarrer und ein Postbote verschwinden. Es
liegt nicht der in einem Grab, der da liegen soll. Und die Lewin
Enkelin findet das Skelett ihrer Großmutter samt Kette unter dem
Kirschbaum im Garten. Zum Lesevergnügen des satirischen Romans
gesellt sich ein wahrer Augenschmaus an stimmungsvollen
Illustrationen der multitalentierten Künstlerin Ute
Patel-Missfeldt. Hat man die 479 Seiten bis zum Schluss gelesen,
bleibt Bewunderung für die Autorin, für ihren ungebündelten und
ausufernden schwarzen Humor und die bildhafte Sprache mit großem
Wortschatz.
»Selten habe ich bei der Lektüre eines Buches so gelacht, selten war ich von den beschriebenen Situationen so betroffen, selten habe ich mich für einen Duktus so begeistern können. ¿ Mit treffender Ironie sowie einem sicheren Gespür für derben Humor und überraschende Pointen erschafft sie eine Welt liebevoll beschriebener Figuren. ... Ob nun die Darstellung des sexbesessenen Pfarrers Lewerenz, der zur Strafe in ein geöffnetes Garb fällt, ob die der fettleibigen Minna Zott, die ihren Sessel zu einem Klo umfunktioniert hat, die Beschreibung von Alwine, die aus der Quersumme der Fliegen an der Decke die jeweilige Tageszahl ermittelt, ... - alle Protagonisten bewältigen ihr Schicksal mit Hilfe derber Naivität und Bauernschläue.« (Hans-Jürgen Schumacher, Vorsitzender des Schriftstellerverbandes M-V)
Kundenbewertungen zu "Holundertee mit Doppelkorn" von "Karina Albrecht"
1 Kundenbewertung
(Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen
ausgezeichnet)
Grandios! Nicht mit vollem Mund oder vollen Blase lesen.
Das gibt Sauerei.
Ich habe selten ein Buch mit derart viel Wortwitz und
Situationskomik gelesen.
Man wartet mit Schmerzen auf ein nächstes Werk der
Autorin.
2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich?