Agrippina Allergien - Bretécher, Claire

Claire Bretécher 

Agrippina Allergien

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Agrippina Allergien

Claire Bretécher ist zurück! Und sie bringt es genau auf den Punkt, das Leben der Frauen und Männer von heute. Detailgenau und unfassbar komisch berichtet sie in kurzen Episoden von den alltäglichen Abenteuern Aggripinas. Dabei widmet sie im aktuellen Band ihre Aufmerksamkeit vor allem einer neuzeitlichen Plage: den Allergien. Da kommt es schon mal vor, dass ein inniger Kuss heftige Reaktionen auslöst allerdings nicht die erwünschten, wenn der Lover zuvor Erdnüsse gegessen hat. Allergien können aber auch helfen, eine missliebige Geschlechtsgenossin loszuwerden: Man muss nur rasch den Pulli aus Katzenhaar überziehen und schon niest sie sich davon.Claire Bretécher hat nichts von ihrem Witz verloren, der niemanden verschont, aber auch niemanden denunziert. Ein zusätzlicher Spass und eine wahre Augenweide ist die Mode, in der wir Aggrippina und ihren Freundeskreis sehen!


Produktinformation

  • Verlag: Reprodukt
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 52 S. farb. Comics.
  • Seitenzahl: 49
  • Deutsch
  • Abmessung: 324mm x 238mm x 8mm
  • Gewicht: 360g
  • ISBN-13: 9783941099036
  • ISBN-10: 3941099035
  • Best.Nr.: 26371574
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 10.03.2010

Zicke mit Putz-Igel
Die neue Agrippina: Claire Bretéchers Comicband „Allergien”
Lange, bevor es Bridget Jones gab, brachte Claire Bretécher ihre Frustrierten zur Welt – zickige Weiber, die mit weiblichen Idealvorstellungen aufräumen, innerlich wie äußerlich, sie sind nicht liebreizend und nicht nett, und sie nehmen kein Blatt vor den Mund. Sie hat diese Figuren in den Siebzigern geschaffen, und sie sind auch bei uns lange Frauen-Comic-Legende gewesen, Wunderwaffe im Feldzug gegen das Vorurteil, Feminismus und Humor schlössen sich aus. Claire Bretécher kam und sorgte für befreites Gelächter.
Man hat ihre Comics nicht mehr oft gesehen in den letzten Jahren, aber Agrippina, eine Figur, die sie in den Achtzigern erfunden hat, hat sie inzwischen fit gemacht fürs neue Jahrtausend – auf das, nebenbei bemerkt, jemand in ihrem letzten Comicband allergisch reagiert. In Frankreich ist „Allergien” 2004 erschienen, jetzt liegt der Band auch in deutscher Übersetzung vor – die zickigen Weiber und ihre Zivilisationskrankheiten: Agrippina hat inzwischen Allergien gegen Religionen und gegen Erdnüsse, die andere gegessen haben, sie geht zum Casting und hat …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Am besten gefallen haben Susan Vahabzadeh die "Beobachtungen am Rande des Degoutanten", die Claire Bretecher in ihrem neuen Comic "Allergien" ihrer Hauptfigur Agrippina in den Mund legt oder besser gesagt zeichnet. Die Protagonistin, die laut Rezensentin den Bretecher-Fans noch aus den achtziger Jahren bekannt sein dürfte, kehrt zurück - ein bisschen zickiger und mit allerhand Allergien ausgestattet -, um mit weiblichen Idealvorstellungen aufzuräumen, wie Vahabzadeh findet. Kennzeichnend für Bretechers Comics waren schon immer die Alters- und Zeitlosigkeit ihrer Themen und Figuren, die auch diesmal wieder - in Person der Agrippina - ordentlich austeilen, so die Rezensentin angetan.

© Perlentaucher Medien GmbH
Claire Bretécher 1940 in Nantes, Frankreich geboren, hat sich als eine der wenigen Comiczeichnerinnen überaus erfolgreich in der von Männern dominierten Comicwelt behauptet. Der internationale Durchbruch gelang ihr in den Siebzigerjahren mit der Serie Die Frustrierten.
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