Meine Arbeit im Sonderkommando Auschwitz - Venezia, Shlomo

Shlomo Venezia 

Meine Arbeit im Sonderkommando Auschwitz

Das erste umfassende Zeugnis eines Überlebenden. Vorwort von Simone Veil

In Zus.-Arb. mit Beatrice Prasquier
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Meine Arbeit im Sonderkommando Auschwitz

Shlomo Venezia beschreibt, wie er und seine "Kollegen" zu Arbeitern in der Vernichtungsfabrik der Nazis gemacht wurden. In der Hoffnung, so zu überleben, befolgten sie die Befehle der SS und führten täglich 400-500 Menschen, darunter sogar Verwandte, in die Krematorien und "entsorgten" danach die Leichname. Was spielt sich im Innersten eines Menschen ab, der für einen solchen Zwangsdienst zwar mehr Essen und Kleidung als "normale" Häftlinge erhält, aber der nur noch mit "Stück Nummer 182 727" gerufen wird?

Als Zeugen der Massenvernichtung wurden die Mitglieder des Sonderkommandos in der Regel nach einigen Monaten erschossen. Venezia blieb dieses Schicksal erspart. Mitglieder der Sonderkommandos haben vor Jahren in Interviews Auskunft erteilt. Aber Venezia ist der Erste, der in Buchform ausführlich erzählt: die Ghettoisierung der Juden in Saloniki, der Zugtransport nach Auschwitz-Birkenau, das Verhältnis der Sonderkommando-Mitglieder zu den anderen Häftlingen, den Kapos und Blockältesten, die Evakuierung des Lagers im Januar 1945 und der "Todesmarsch" nach Mauthausen. Er erzählt von unvorstellbarer Grausamkeit, aber auch von beinahe übermenschlicher Opfer- und Hilfsbereitschaft.

Eines der wenigen authentischen Zeugnisse
"Man kommt nie wirklich aus dem Krematorium heraus. Was immer ich tue oder sehe, alles bringt mich ins Lager zurück. Ich will nichts verschweigen." Als Jude italienischer Abstammung wuchs Shlomo Venezia in Saloniki auf. Im April 1944 wurde er von den Deutschen nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Dort musste er im Sonderkommando den Opfern die Haare schneiden, sie in die Krematorien führen, ihnen vorlügen, sie würden nur geduscht, und sie nach dem Erstickungstod verbrennen. Venezia beteiligte sich am Aufstand seines Sonderkommandos, der von der SS brutal niedergeschlagen wurde. Dies ist sein Bericht aus der Hölle.
Shlomo Venezia beschreibt, wie er und seine "Kollegen" zu Arbeitern in der Vernichtungsfabrik der Nazis gemacht wurden. In der Hoffnung, so zu überleben, befolgten sie die Befehle der SS und führten täglich 400-500 Menschen, darunter sogar Verwandte, in die Krematorien und "entsorgten" danach die Leichname. Was spielt sich im Innersten eines Menschen ab, der für einen solchen Zwangsdienst zwar mehr Essen und Kleidung als "normale" Häftlinge erhält, aber der nur noch mit "Stück Nummer 182 727" gerufen wird?
Als Zeugen der Massenvernichtung wurden die Mitglieder des Sonderkommandos in der Regel nach einigen Monaten erschossen. Venezia blieb dieses Schicksal erspart. Mitglieder der Sonderkommandos haben vor Jahren in Interviews Auskunft erteilt. Aber Venezia ist der Erste, der in Buchform ausführlich erzählt: die Ghettoisierung der Juden in Saloniki, der Zugtransport nach Auschwitz-Birkenau, das Verhältnis der Sonderkommando-Mitglieder zu den anderen Häftlingen, den Kapos und Blockältesten, die Evakuierung des Lagers im Januar 1945 und der "Todesmarsch" nach Mauthausen. Er erzählt von unvorstellbarer Grausamkeit, aber auch von beinahe übermenschlicher Opfer- und Hilfsbereitschaft.


Produktinformation

  • Verlag: Blessing
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 271 S. m. Illustr., 8 Fototaf.
  • Seitenzahl: 272
  • Deutsch
  • Abmessung: 222mm x 144mm x 27mm
  • Gewicht: 482g
  • ISBN-13: 9783896673657
  • ISBN-10: 3896673653
  • Best.Nr.: 23334541
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 17.02.2008

Der Zeuge des schlimmsten Verbrechens
Shlomo Venezia, einer der letzten Überlebenden des "Sonderkommandos Auschwitz", hat seine Erinnerungen diktiert

Der ältere Herr ist das, was man eine gepflegte Erscheinung nennt. Weiße Haare, Brille mit zierlichem Rand. Er trägt eine blaue Strickjacke, die er sich manchmal an den Ärmeln zurechtzupft. Sehr aufrecht sitzt er in seinem Sessel, über dessen Armlehnen bunte Deckchen liegen. Auch die zupft er hin und wieder zurecht. Er scheint ein ordentlicher Mann zu sein, Shlomo Venezia, der als junger Mensch an dem Ort gearbeitet hat, an dem das schlimmste Verbrechen stattfand, zu dem Menschen je fähig waren. Er war Häftling des "Sonderkommandos Auschwitz", er arbeitete in der Gaskammer.

Dass er hier heute sitzt, in seiner Wohnung in Rom, neben ihm seine Frau, eine zierliche Person namens Marika, ist ein Wunder. Denn eigentlich wurden Mitglieder des "Sonderkommandos" nach drei Monaten Arbeit getötet. Die Deutschen wollten keine Zeugen. Shlomo Venezia aber hat neun Monate dort gearbeitet, von April 1944 bis Januar 1945, im Krematorium III in Birkenau. Zusammen mit anderen Häftlingen des "Sonderkommandos" …

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"Und wir haben geglaubt, schon alles über Auschwitz-Birkenau gewusst zu haben." (Le Monde)

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

So gründlich, so präzis, wie in diesen Erinnerungen hat Rezensentin Gabriele von Arnim noch nie gelesen, was es bedeutetet hat, in einem sogenannten Sonderkommando im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau zu arbeiten und pflichtet der Vorwortautorin Simone Veil bei, dass es sich hier sogar um das "einzige vollständige Zeugnis" eines Menschen handelt, der zu dieser furchtbaren "Arbeit" gezwungen gewesen sei. Den genauen Ablauf des Massenmordes, das Überwachen der Entkleidung der Opfer, das Herausziehen der ineinander verklammerten Leichen aus dem Gaskammern, die Verwertung und Vernichtung der Körper: die ganze "Architektur des Mordens", samt seiner Umgebung und grauenhaften Details fand sie in diesem Buch geschildert. Neben dem Mut des Autors, diese Dinge niederzuschreiben, hebt die Rezensentin auch den Anteil von Beatrice Pasquier am Zustandekommen dieses Erinnerungsbuches hervor.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Und wir haben geglaubt, schon alles über Auschwitz-Birkenau gewusst zu haben." Le Monde

"Auch wenn es schwer fallen mag: Man sollte dieses Buch lesen, um zu wissen."
Shlomo Venezia wurde 1923 in Griechenland als Sohn eines italienischen Ehepaars geboren. Er, sein Bruder und zahlreiche seiner Cousins wurden erst nach Athen geschickt und dann nach Auschwitz deportiert. Nur etwa zehn Prozent der jüdischen Gemeinde aus Saloniki überlebten die Vernichtungsmaschinerie. Shlomo Venezia war historischer Berater von R. Benignis Film 'Das Leben ist schön' und lebt in Rom.

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Bewertung von Klaus S. aus Ibiza /Spanien am 21.02.2011 ***** ausgezeichnet
Ein wirklich erschütternder Bericht. Kaum vorstellbar, zu was Menschen fähig sein können. Ich kann mir nur zu gut denken, dass der Autor diese Unmenschliichkeit, diese Dinge nie in seinem Leben vergessen kann.Dieses Buch ist das Beste, was ich bisher zu Berichten über die KZ gelesen habe. Einfach ergreifend.

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