Die Blendung, 3 Audio-CDs - Canetti, Elias

Elias Canetti 

Die Blendung, 3 Audio-CDs

Hörspiel. 173 Min.

Regie: Robert Matejka. Sprecher: Felix von Manteuffel, Petr Simonischek u. a.
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Produktbeschreibung zu Die Blendung, 3 Audio-CDs

Canettis Roman "Die Blendung" erzählt die Geschichte des Sinologen Peter Kien, der in den Flammen seiner Bibliothek stirbt. Habgier, Brutalität und Weltfremdheit münden in den Zustand völliger Verblendung, die für die unheimlichen Personen des Romans den Untergang bedeutet

Produktinformation


  • ISBN-10: 3899406230
  • Best.Nr.: 13991791
  • Laufzeit: 173 Min.
Der persönliche Tipp von Hans Altenhein:
"Gelehrter mit Bibliothek von ungewöhnlicher Größe sucht verantwortungs-bewusste Haushälterin" ' mit dieser Zeitungsannonce hat der ganze Wahnsinn angefangen. Denn: Professor Kien lebt nur mit seinen Büchern, da ist das weibliche Element ein Feind. Als er schließlich seine Wohnung verlassen muss, nimmt er die Bücher mit ' im Kopf. Für ihn ist das Unheimliche das Gewöhnliche. Wiener Volkstheater durch die Brille von Sigmund Freud gesehen. Erst hören, dann unbedingt lesen!
(hr2 Hörbuch-Bestseller)

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Eigentlich kann Jochen Hieber nur den Kopf schütteln angesichts dieser recht barbarischen Kürzung von Canettis Roman, den er freilich selbst schon für "die frauenfeindlichste Prosaetüde der jüngeren deutschen Literatur" hält. Den Sprechern, Peter Simonischek als Erzähler, Libgart Schwarz und Felix von Manteuffel als Hauptfiguren, sei in dieser Produktion im übrigen kein Vorwurf zu machen. Was dann aber doch eine totale Verdammung verhindert, ist die Tatsache, dass die durch die rabiate Kürzung erfolgende "rasante Beschleunigung" den Parabelcharakter des Romans immerhin deutlich hervortreten lasse.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 08.03.2009

Menschenhassprosa

Nein, ich kann nicht nüchtern und sachlich über dieses Buch schreiben. Denn es ist kein nüchternes Buch. Es ist ein von sich selbst besoffenes, von seiner eigenen grenzenlosen Misanthropie berauschtes Romanmonstrum. Es ist ein Buch, das mich gequält hat, und nun will ich es zurückquälen. Was natürlich auf siebenundachtzig Zeilen ein Ding der Unmöglichkeit ist: siebenundachtzig Zeilen gegen fünfhundert Seiten. Und so wird Canetti, den selbst die herzensgute Hilde Spiel einmal eine "wirkliche Giftspritze" genannt hat, auch in diesem Zweikampf wieder Sieger bleiben, wie in allen Zweikämpfen seines an Giften und Gegengiften reichen Lebens. Aber ganz unbeleidigt kommt mir der große Beleidiger diesmal dennoch nicht davon.

Die beiden Hauptfiguren der "Blendung" sind ein Sinologe namens Kien und seine Haushälterin Therese. Über die Frau heißt es einmal: "Sie hätte sich in ihre Hauptbestandteile, Rock, Schweiß und Ohren, aufgelöst, wenn der Hass gegen ihn, den er mit der Wollust eines Pedanten steigerte, nicht zu ihrem erhaltenden Zentrum geworden wäre." Der Sinologe seinerseits wird in einer Szene vorgestellt, in der er einen …

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"Felix von Manteuffel als Privatgelehrter Kien, für den Bücher leibhaftig werden, Libgart Schwarz als naiv-berechnende Therese und Wolfgang Böck als Hausbesorger machen das Hörbuch zum Genuss." Rheinische Post
Elias Canetti, geb. 1905 in Rustschuk/Bulgarien geboren. 1911 zog seine Familie nach England und 1913, nach dem Tod des Vaters, nach Wien. Hier studierte Canetti bis 1929 Naturwissenschaften und promovierte in Philosophie. Er lebte bis zu seinem Tod im Jahre 1994 als freier Schriftsteller in Zürich. Sein Werk wurde mit zahlreichen internationalen Preisen bedacht. 1981 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen. Zu seinen herausragenden Werken zählen neben dem Roman 'Die Blendung', seine Autobiographie sowie seine gesammelten Aufzeichnungen aus den Jahren 1942 bis 1993.

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Elias Canetti 

Die Blendung, 3 Audio-CDs

Die Blendung, 3 Audio-CDs - Canetti, Elias

Hörspiel. 173 Min.

Regie: Robert Matejka. Sprecher: Felix von Manteuffel, Petr Simonischek u. a.

  • Erscheinungstermin: 2005
  • Audio CD 
 
  • EUR 24,95
  • Alle Preise inkl. MwSt.
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  • Sofort lieferbar

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  • ISBN-10: 3899406230
  • Best.Nr.: 13991791
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Kurzbeschreibung

Canettis Roman "Die Blendung" erzählt die Geschichte des Sinologen Peter Kien, der in den Flammen seiner Bibliothek stirbt. Habgier, Brutalität und Weltfremdheit münden in den Zustand völliger Verblendung, die für die unheimlichen Personen des Romans den Untergang bedeutet

08.03.2009

Menschenhassprosa

Nein, ich kann nicht nüchtern und sachlich über dieses Buch schreiben. Denn es ist kein nüchternes Buch. Es ist ein von sich selbst besoffenes, von seiner eigenen grenzenlosen Misanthropie berauschtes Romanmonstrum. Es ist ein Buch, das mich gequält hat, und nun will ich es zurückquälen. Was natürlich auf siebenundachtzig Zeilen ein Ding der Unmöglichkeit ist: siebenundachtzig Zeilen gegen fünfhundert Seiten. Und so wird Canetti, den selbst die herzensgute Hilde Spiel einmal eine "wirkliche Giftspritze" genannt hat, auch in diesem Zweikampf wieder Sieger bleiben, wie in allen Zweikämpfen seines an Giften und Gegengiften reichen Lebens. Aber ganz unbeleidigt kommt mir der große Beleidiger diesmal dennoch nicht davon.

Die beiden Hauptfiguren der "Blendung" sind ein Sinologe namens Kien und seine Haushälterin Therese. Über die Frau heißt es einmal: "Sie hätte sich in ihre Hauptbestandteile, Rock, Schweiß und Ohren, aufgelöst, wenn der Hass gegen ihn, den er mit der Wollust eines Pedanten steigerte, nicht zu ihrem erhaltenden Zentrum geworden wäre." Der Sinologe seinerseits wird in einer Szene vorgestellt, in der er einen …

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Perlentaucher-Notiz zur FAZ-Rezension

30.07.2005

Eigentlich kann Jochen Hieber nur den Kopf schütteln angesichts dieser recht barbarischen Kürzung von Canettis Roman, den er freilich selbst schon für "die frauenfeindlichste Prosaetüde der jüngeren deutschen Literatur" hält. Den Sprechern, Peter Simonischek als Erzähler, Libgart Schwarz und Felix von Manteuffel als Hauptfiguren, sei in dieser Produktion im übrigen kein Vorwurf zu machen. Was dann aber doch eine totale Verdammung verhindert, ist die Tatsache, dass die durch die rabiate Kürzung erfolgende "rasante Beschleunigung" den Parabelcharakter des Romans immerhin deutlich hervortreten lasse.

© Perlentaucher Medien GmbH

Rezension

Der persönliche Tipp von Hans Altenhein:
"Gelehrter mit Bibliothek von ungewöhnlicher Größe sucht verantwortungs-bewusste Haushälterin" ' mit dieser Zeitungsannonce hat der ganze Wahnsinn angefangen. Denn: Professor Kien lebt nur mit seinen Büchern, da ist das weibliche Element ein Feind. Als er schließlich seine Wohnung verlassen muss, nimmt er die Bücher mit ' im Kopf. Für ihn ist das Unheimliche das Gewöhnliche. Wiener Volkstheater durch die Brille von Sigmund Freud gesehen. Erst hören, dann unbedingt lesen!
(hr2 Hörbuch-Bestseller)

Rezensionen und Kritik

"Felix von Manteuffel als Privatgelehrter Kien, für den Bücher leibhaftig werden, Libgart Schwarz als naiv-berechnende Therese und Wolfgang Böck als Hausbesorger machen das Hörbuch zum Genuss." Rheinische Post

Autorenporträt zu "Elias Canetti"

Elias Canetti, geb. 1905 in Rustschuk/Bulgarien geboren. 1911 zog seine Familie nach England und 1913, nach dem Tod des Vaters, nach Wien. Hier studierte Canetti bis 1929 Naturwissenschaften und promovierte in Philosophie. Er lebte bis zu seinem Tod im Jahre 1994 als freier Schriftsteller in Zürich. Sein Werk wurde mit zahlreichen internationalen Preisen bedacht. 1981 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen. Zu seinen herausragenden Werken zählen neben dem Roman 'Die Blendung', seine Autobiographie sowie seine gesammelten Aufzeichnungen aus den Jahren 1942 bis 1993.

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