Wasser für die Elefanten, 6 Audio-CDs - Gruen, Sara

Sara Gruen 

Wasser für die Elefanten, 6 Audio-CDs

Autorisierte Lesefassung. 463 Min.

Sprecher: Andreas Fröhlich; Übersetzung: Eva Kemper
Audio CD
 
9 Kundenbewertungen
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Wasser für die Elefanten, 6 Audio-CDs

Das schwierigste Kunststück: die Liebe zu finden
Amerika 1931, die Wirtschaftskrise hat das Land fest im Griff. Da kann der junge Tierarzt Jacob Jankowski von Glück reden, als ihm ein Job beim Zirkus angeboten wird. Auch wenn es ein sehr bescheidener Zirkus ist: nicht einmal einen Elefanten gibt es zunächst. Dafür eine wunderschöne Kunstreiterin. Doch Marlena ist verheiratet mit dem wahnsinnigen Dompteur


Produktinformation

  • Verlag: Argon Verlag
  • ISBN-13: 9783839810972
  • Artikeltyp: Hörbuch
  • ISBN-10: 3839810973
  • Best.Nr.: 32558056
  • Laufzeit: 463 Min.
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.10.2008

Stromschläge
Sara Gruen fordert „Wasser für die Elefanten”
Bei der Niederschrift dieses Romans hat eine Elefantenkuh eine wichtige Rolle gespielt, die 1903 ihren Dompteur tötete, nachdem der sie mit einer brennenden Zigarette gefüttert hatte. Der Besitzer des Tiers beschloss, es in einem öffentlichen Spektakel zu erhängen, und kontaktierte nach Protesten der Bevölkerung Thomas Edison, der gelegentlich Hunde, Katzen und manchmal auch Kühe mit Wechselstrom tötete, um das Verfahren seines Konkurrenten George Westinghouse in Verruf zu bringen. Edison ließ Topsy auf Kupferplatten festketten, richtete eine Filmkamera auf sie und exekutierte sie vor großer Menschenmenge mit 6600 Volt.
Sara Gruens Roman „Wasser für die Elefanten” will einen Teil dieses Unrechts wieder gut machen. Er erzählt von einem alten, rüstigen Mann, der in einem Chicagoer Altersheim sitzt und sich an den Unfall erinnert, bei dem siebzig Jahre zuvor seine Eltern ums Leben kamen. Verzweifelt sprang er damals auf einen Güterzug, in dessen Waggons er Artisten kennen lernte, die ihn in ihren kleinen Wanderzirkus aufnahmen. Die Autorin berichtet von einem, der sich während der …

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"Gruen versteht sich auf gute Unterhaltung. Sie schreibt sorgfältig, plottet gut, faszinierend aber ist vor allem die Welt, die sie genau, aber nicht zu genau schildert. Herrlich!." -- DIE WELT

"Ein Werk, intim und einfühlsam wie ein Tagebuch, hochemotional wie eine klassische Liebesgeschichte. [...] Traurig, heiter ist dieser Roman, melancholisch, optimistisch, verträumt und vor allem ohne Rücksicht realistisch." -- ESSLINGER ZEITUNG

"Der Roman gewinnt beim lesen Rhythmus und Perspektive, er vermag eine vergangene Zeit wiedererstellen zu lassen und den Ereignissen neben aller Exotik auch eine Verbindlichkeit zu verleihen. Die Figuren[...] sind schillernd und unverwechselbar und ihre Beziehungen untereinander komplex. Ein ungewöhnlicher, lesenswerter Roman." -- DEUTSCHLANDRADIO

Gruen versteht sich auf gute Unterhaltung. Sie schreibt sorgfältig, plottet gut, faszinierend aber ist vor allem die Welt, die sie genau, aber nicht zu genau schildert. Herrlich! DIE WELT Ein Werk, intim und einfühlsam wie ein Tagebuch, hochemotional wie eine klassische Liebesgeschichte. [ ] Traurig, heiter ist dieser Roman, melancholisch, optimistisch, verträumt und vor allem ohne Rücksicht realistisch. ESSLINGER ZEITUNG Der Roman gewinnt beim lesen Rhythmus und Perspektive, er vermag eine vergangene Zeit wiedererstellen zu lassen und den Ereignissen neben aller Exotik auch eine Verbindlichkeit zu verleihen. Die Figuren[ ] sind schillernd und unverwechselbar und ihre Beziehungen untereinander komplex. Ein ungewöhnlicher, lesenswerter Roman. DEUTSCHLANDRADIO

Eine großartige Geschichte ? spannend, unterhaltend, bewegend, komisch, traurig, wie eine richtig gute Vorstellung in einem Weltklassezirkus. Christine Westermann, WDR
Sara Gruen schrieb vor 'Wasser für die Elefanten' zwei Jugendromane. Sie lebt mit Mann, drei Kindern, vier Katzen, zwei Ziegen, zwei Hunden und einem Pferd in North Carolina. Derzeit arbeitet sie an ihrem vierten Roman.

Trackliste zu "Wasser für die Elefanten, 6 Audio-CDs"


CD 1
1 Wasser für die Elefanten 08:26
2 Wasser für die Elefanten 15:29
3 Wasser für die Elefanten 07:38
4 Wasser für die Elefanten 07:30
5 Wasser für die Elefanten 11:17
6 Wasser für die Elefanten 10:27
7 Wasser für die Elefanten 15:57

CD 2
1 Wasser für die Elefanten 08:40
2 Wasser für die Elefanten 12:59
3 Wasser für die Elefanten 09:41
4 Wasser für die Elefanten 09:32
5 Wasser für die Elefanten 09:58
6 Wasser für die Elefanten 11:41
7 Wasser für die Elefanten 11:14

Kundenbewertungen zu "Wasser für die Elefanten, 6 Audio-CDs" von "Sara Gruen"

9 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.3 von 5 Sterne bei 9 Bewertungen **** sehr gut)
***** ausgezeichnet
 
(6)
***** sehr gut
 
(2)
***** gut
***** weniger gut
***** schlecht
 
(1)
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Bewertung von Kerry aus Berlin am 07.01.2013 ***** ausgezeichnet
Der 93-jährige Jacob Jankowski lebt in einem Altersheim. In dieses wurde er von seinen Kindern untergebracht, nachdem seine Frau starb und er selbst sich bei einem Sturz die Hüfte brach. Geistig ist er noch voll auf der Höhe, nur sein Körper spielt nicht mehr so mit, wie er es gern hätte. In dem Heim ist ein Tag wie der andere. Doch eines Tages wird in Sichtweite ein Zirkus aufgebaut und Jacob erinnert sich an seine Vergangenheit, denn er selbst ist jahrelang mit einem Zirkus durch Amerika gereist.

Bis zu seinem 23. Lebensjahr führte Jacob ein sehr behütetes Leben. Als einziges Kind seiner Eltern hatte er eine glückliche Kindheit und es stand für ihn nie zur Debatte, dass er einen anderen Beruf ergreifen wollte als sein Vater: Veterinär. Auf der Universität läuft es, trotz Wirtschaftskrise, sehr gut für ihn, die Studiengebühren sind gezahlt und es fehlt nur noch eine Prüfung zu seinem Abschluss. Es ist das schicksalhafte Jahr 1931, das sein Leben für immer verändern soll. Kurz vor der Abschlussprüfung sterben Jacobs Eltern bei einem Autounfall und Jacob steht völlig mittellos da, denn seine Eltern konnten ihm, wider erwartend nichts hinterlassen. Sein Elternhaus und die Praxis seines Vaters sind an eine Bank verloren, bei der die Hypothek für seine Studiengebühren lief. Jacob, der nicht weiß, wo er hin soll und was er mit dem Rest seines Lebens anfangen soll, springt einfach auf einen vorbeifahrenden Zug.

Dass es sich bei dem Zug um einen fahrenden Zirkus handelt, merkt Jacob recht schnell. Mit Hilfe von Camel, der sich in jenem bewussten Waggon aufhält, bekommt er tatsächlich Arbeit als Tierarzt beim Zirkus. Jetzt betritt Jacob eine ihm neue und völlig unbekannte Welt. Schnell lebt er sich ein und merkt, wer seine Freunde und Verbündeten sind und wem er aus dem Weg gehen muss, um ein ruhiges Leben beim Zirkus zu führen. Bereits am ersten Tag sieht er Marlena, eine Artistin und verliebt sich auf den ersten Blick in sie. Marlena ist verheiratet und was das bedeutet, eröffnet sich Jacob schneller, als ihm lieb ist. Und dennoch, er kann Marlena nicht fern bleiben und auch sie scheint, obwohl sie verheiratet ist, ihm gegenüber Gefühle zu hegen. Doch kann das gut gehen, zwei Liebende, die nicht sein dürfen auf so engem Raum? Können sie ihre Gefühle gegenüber den anderen verbergen und was passiert, wenn Marlenas Ehemann davon erfährt?


Was für eine ergreifende Geschichte! Der Plot wurde sehr detailliert und gefühlvoll erarbeitet, ich war einfach nur hingerissen. Besonders gut haben mir die fließenden Übergänge von Gegenwart und Vergangenheit gefallen, sie waren gleitend, nicht abrupt, wie es häufig der Fall ist. Die Figuren wurden allesamt facettenreich und tiefgründig in Szene gesetzt, ich war von jeder einzelnen, ob gut oder böse fasziniert und begeistert. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich das Buch am Stück gelesen habe - es hatte mich einfach gepackt und nicht mehr losgelassen. Hier hat mir besonders gut gefallen, dass das Buch ausschließlich aus der Sicht Jacobs erzählt wird. Ich musste mich hier nicht auf irgendwelche anderen Sichtweisen einstellen, sondern konnte einfach in die Geschichte eintauchen und mit ihr schwimmen. Abschließend kann ich sagen, dass es sich hier um ein sehr einfühlsames Buch handelt, dass mir wundervolle Lesestunden bereitet hat und von dem ich mir vorstellen könnte, es durchaus noch einmal zu lesen.

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Bewertung von Toni B aus München am 08.11.2012 ***** sehr gut
Als der alte Jacob Jankowski Nachts alleine vor dem Zirkus steht und es draußen aus eimern regnet holt ihn der zirkus inhaber in sein wohnwagen und versucht sein Altersheim zu erreichen bis der alte mann anfängt seine GEschichte vom Zirkus erzählt. Als er die letzte prüfung zum Tierartzt schreibt wird er mitten drinnen vom Professor heraus geholt und bekommt die Meldung, dass seine Eltern beide bei einem Autounfall gestorben sind. Nun steht er vor dem Nichts. kein Haus, kein Geld, nur ein Koffer mit seinen letzten Sachen. Er geht an den Eisenbahnschienen entlang bis er einen Zug hört er springt hinauf und bewirbt als Tierpfleger, als er erfährt das er auf einem Zirkuszug der „Benzini Brothers" gelandet ist. Als er die wunderschöne Kunstreiterin Marlena, die Frau von seinem Chef August, trifft verändert sich sein leben. Sie arbeiten nun zusammen mit einem Elefanten namens "Rosie" und lernen sich so besser kennen. Er verliebt sich in sie und sie ihn ihn. Sie wird so schlecht von ihrem Mann behandelt, sodass sie beschließt mit Jacob abzuhauen. Als sie dann in dem nahe liegendem hotel gefunden werden kommt Marlena zu ihrem Mann zurück und Jacob wird zusammen geschlagen. Als er eines Tages zurück in den Zirkus kommt geschieht es anderes als erwartet.
ich findes das buch gut, spannend und aufretgend. ich empfehle es weiter.

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Bewertung von buchwürmchen aus reutlingen am 29.02.2012 ***** sehr gut
Ein ganz besonderes Werk hat Sara Gruen erschaffen, eine großartige Geschichte.

Der in die Jahre gekommene Jacob Jankowski lebte in einem Pflegeheim, als ein Wanderzirkus sich in der Nähe niederlies und mit ihm, Jakobs bewegte Vergangenheit. Er blickt zurück, auf ein Zirkusleben im Amerika der 30er Jahren.

Die Autorin konstruiert gekonnt lebhaft Bilder, verbindet diese mit Freundschaft, Leidenschaft und Schicksal zu einer stimmigen Geschichte. Das Buch fesselt von Anfang an, ist unterhaltsam und tiefsinnig. Das bunte und scheinbar perfekte Zirkusleben wird auseinander genommen. Hinter den Kulissen gibt es eine andere Welt, und diese gilt es zu entdecken.

Toll!

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Bewertung von Stephanie_Sack aus München am 21.09.2011 ***** ausgezeichnet
~*°..Meine Meinung::°*~

Sara Gruens Stil ist vielseitig. Während sie das Wesen von Tieren und Menschen einfühlsam und liebevoll beschreibt nennt sie andere brutale Dinge oft beim Namen: ihre Beschreibung ist unverblühmt und von derart authentischem Maße, dass man meinen könnte, man stehe direkt daneben.
Diese Mischung verschafft dem Stil eine einzigartige und besondere Note. Sie macht ihn mitreissend und lässt die Spannung nicht weichen.

Die Autorin entschied sich für einen stetigen Zeitenwechsel innerhalb des Buches. So ermöglicht sie dem Leser an Jakobs Leben zu unterschiedlichen Zeitpunkten teilzuhaben.
Wir begegnen ihm mit 93 Jahren – alt und „scheinbar verdattert“ in einem Altenheim sitzend, wo er auf sein bisheriges Leben wehmütig zurückblickt und über die Ausweglosigkeit seines Alltags verzweifelt.

Bevor Jakob zu Onkel Al´s Zirkus kommt ist er noch unreif. Mit seinen jungen 23 Jahren hat er kaum eine Vorstellung vom Leben, geschweige denn von Sex, der Liebe oder seinen Bedürfnissen. Wir dürfen ihm bei seinem Reifeprozess beobachten und sehen wie aus dem Jungen ein stattlicher Mann heranwächst.
Die Begegnung mit Marlena, der Kunstreiterin, wird für Jakob von besonderer Bedeutung, weil er irgendwann bemerkt, dass er von ihr nicht nur fasziniert ist sondern sich in sie verliebt hat. Ihr schizophrener Ehemann, der Dompteur der Show ist eine gewaltige Erscheinung, die nicht nur Marlena sondern auch den Leser mit all seinen Fazetten zu täuschen weiß.

Zudem bekommt der Leser einen sehr guten Eindruck von den Besonderheiten innerhalb eines Zirkusses. Es geht dabei nicht nur um die Abläufe hinter der Menagerie oder dem Alltag der Zirkusbewohner und seinen Tieren sondern auch um den Unterschied der verschiedenen Menschengruppen innerhalb des Zirkusses. Wie auch unsere Gesellschaft von verschiedenen Schichten geprägt ist, werden innerhalb des Zirkusvolks krasse Unterschiede gesetzt. Während der Eine sich in seinem eigenen Privatwaggon ein Glas edlen Whiskey gönnt kann der Andere wiederum sich schon glücklich schätzen, wenn er im Stall bei den Tieren schlafen darf.

Die Geschichte erzählt uns viele kleine Geschichten, die sich wie einzelne Puzzleteile zusammensetzen und irgendwann ein großes Ganzes ergeben. Die Schicksale einiger Zirkusbewohner treffen den Leser oft wie ein Schlag ins Gesicht. Aufgrund der Vielseitigkeit der Geschichte, ist die Liebe, die zwischen Jakob und Marlena irgendwann entflammt zwar Kernpunkt der Geschichte, welcher sich wie ein roter Faden durchs Buch zieht, jedoch wird er stets von vielen nicht unwichtigen Geschichten anderer Protagonisten begleitet. Sicherlich weiß man schon zu Beginn, dass Jakob und Marlena füreinander bestimmt sind, all die anderen Wendungen und Verläufe sind jedoch nicht vorhersehbar und lassen die Spannung immer wieder aufs Neue steigen.

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Bewertung von fuerTiere aus Duisburg am 31.05.2011 ***** schlecht
Zirkustiere sind Zeit ihres Lebens zu einem jämmerlichen Dasein verurteilt. Zum einen wird ihnen in den engen und reizarmen Haltungssystemen ein auch nur annähernd artgerechtes Leben verwehrt. Natürliche Verhaltensweisen, wie zum Beispiel der Bewegungsdrang, können nicht ausgelebt werden. Dadurch leiden viele Tiere an schwerwiegenden Verhaltensstörungen. Zum anderen werden sie gegen ihre Würde zu lächerlichen Kunststückchen gezwungen, die im schlimmsten Fall auch noch körperliche Schäden nach sich ziehen.

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Bewertung von Eva L. aus Osnabrück am 30.05.2011 ***** ausgezeichnet
Schon lange steht Sara Gruens Bestseller „Wasser für die Elefanten“ ganz oben auf meiner Bücherwunschliste. Von allen Seiten hagelt es Empfehlungen für dieses Buch, und auch der Kinotrailer zur Verfilmung mit Reese Witherspoon, Robert Pattinson und Christoph Walz macht einen vielversprechenden Eindruck.

Das Hörbuch bestätigt den positiven Eindruck, den ich vor dem Hören schon hatte, durchweg, mehr noch, es hat mich richtiggehend begeistert. Sara Gruen entführt in die Welt des Zirkus und stellt sie so authentisch dar, dass man das Gefühl hat, selbst Teil dieses heimatlosen, von Hierarchie und Egoismus geprägten Lebens zu sein. Jeder ist sich selbst der Nächste, und wer unbequem wird, muss „bei Rot aussteigen“. In dieser unromantischen Welt platziert sie eine bittersüße Liebesgeschichte, die ebenso von Verlusten wie von großen Gefühlen gekennzeichnet ist. Diese Mischung macht „Wasser für die Elefanten“ zu einem ebenso großartigen wie kurzweiligen Hörvergnügen.

Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive Jacobs, eines pensionierten Veterinärs, der mit über 90 in einem Altersheim lebt und sich, als ein Zirkus seine Zelte in der Nachbarschaft aufschlägt, an seine eigene Zeit beim Zirkus erinnert. In unregelmäßigen Wechseln wir Gegenwart und Vergangenheit erzählt. Durch diese Erzählperspektive bekommt der Leser (oder in diesem Fall der Hörer) einen Überblick über Jacobs gesamtes Leben.

Ich fand es sehr interessant, einen Blick hinter die Kulissen des Zirkuslebens zu werfen, wobei ich nicht weiß, ob es sich wirklich so abspielt wie von der Autorin beschrieben. Sehr getroffen hat mich jedoch die Gewalt, die in Sara Gruens Zirkus an der Tagesordnung ist. Besonders die Gewalt Augustst gegenüber der Elefantendame Rosie hat mich mehrfach fassungslos gemacht und mir die Tränen in die Augen getrieben. Diese Szenen haben mich letztendlich auch dazu bewogen, mir den Kinofilm doch nicht anzusehen. Sich vorzustellen, wie der Elefant mit dem Elefantenhaken blutig geschlagen wird, war schon sehr grausam, es auf der Leinwand zu sehen, könnte ich, glaube ich, nicht aushalten.

Andreas Fröhlich macht seine Arbeit als Sprecher dieses Hörbuchs ganz hervorragend. Er liest Jacobs Geschichte nicht vor, er wird zu Jacob, sowohl zu dem jungen, der frisch zum Zirkus kommt, als auch zu dem alten Mann, der ein trauriges Dasein in einem Altersheim fristet. Und nicht nur diese beiden Persönlichkeiten bekommen eine eigene Stimme, sondern auch alle anderen. Sie bekommen Stimmen, Akzente, und das so einzigartig, dass man die vielen verschiedenen Charaktere unschwer auseinander halten kann.

Ich kann die ganzen positiven Meinungen, die es von „Wasser für die Elefanten“ gibt, nur bestätigen. Sara Gruen hat eine interessante, bewegende und durchaus ungewöhnliche Geschichte geschaffen, die noch lange nachklingt. Und Andreas Fröhlich hat sich mit seiner großartigen Sprechleistung direkt in die Liste meiner Lieblingssprecher katapultiert.

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Bewertung von Karthause am 12.04.2011 ***** ausgezeichnet
Sara Gruen erzählt die Geschichte des Jacob Jankowski auf zwei Zeitebenen. Sie schildert gegenwärtig sein Leben im Altenheim und blickt immer wieder 70 Jahre zurück und berichtet von Jacobs Leben im Zirkus. Beide Erzählstränge hat sie glaubwürdig mit Leben gefüllt. Die Eintönigkeit des Heimalltages wird so eindringlich geschildert, dass man sich als Leser freut, wenn Jacob seine Lieblingspflegerin zu Gesicht bekommt. Die kleinen Zänkereien zwischen den Heimbewohnern, seine fühlbare Einsamkeit und seine Sehnsucht nach Abwechslung belegen das auf eine sehr einfühlsame Weise. Aber auch das Vergangene wird mit einem sehr ausgeprägten Gespür für die damalige Zeit erzählt. Die Weltwirtschaftskrise und die Prohibition sind mit ihren Auswirkungen auf den um sein Überleben kämpfenden Wanderzirkus überzeugend dargestellt. Als dann noch die verfressene Rosie aufgenommen wurde, die sich zunächst jeder Zurschaustellung ihrer Kunststücke entzog und auch durch August’s Gewaltausbrüche nicht zu Kunststücken bewegt werden konnte, wurden die finanziellen Mittel immer weniger, so dass nicht nur die Arbeiter sondern auch die Artisten nicht mehr bezahlt werden konnten und die Stimmung unter den Zirkusleuten immer angespannter wurde. So werden die Standesunterschiede, die Härten des Zirkusleben, und der Alltag unter wirklich einfachsten, um nicht zu sagen primitivsten, Bedingungen eindringlich dargestellt.
Mit viel Liebe zum Detail lässt die Autorin den Leser am Leben ihres Protagonisten teilhaben, dabei kam aber nie irgendwelche sentimentale Zirkusromantik auf. Sie verstand es gut die gesamte Bandbreite der Emotionen bei mir anzuregen. Das Ende erscheint auf den ersten Blick zwar etwas konstruiert, mir hat es aber trotzdem sehr gefallen. Der Kreis hat sich geschlossen.
„Wasser für die Elefanten“ ist ein sehr detailreicher Roman der glaubwürdige Einblicke in das Leben des Jacob Jankowski gibt. Sara Gruen hat es geschafft, mich mit dieser Geschichte zu unterhalten und zu informieren. Für mich war es in diesem Jahr ein erstes Highlight, ein Buch das gern ein paar Seiten hätte mehr haben dürfen.

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Bewertung von Alisan25 aus Eich am 17.05.2010 ***** ausgezeichnet
Jakob studiert Tiermedizin und ist kurz vor seinem Examen, als seine Eltern verunglücken. Er ist völlig durcheinander und verlässt die Stadt, indem er nachts auf einen fahrenden Zug ausspringt. Mit diesem Zug reist ein Zirkus durch Amerika in der Zeit der Wirtschaftsdepresssion. Jakob findet dort Arbeit als Beinahe-Tierarzt und lernt die strenge Hierarchie des Zirkus kennen. Was so spielerisch aussieht ist harte Maloche, besonders in einer Zeit, in der die Menschen kein Geld haben. Er lernt aber auch eine wunderschöne Artistin kennen, die leider schon mit dem irren Dompteur verheiratet ist und dies auch bleiben muss, damit der Zirkus weiter funktioniert. Eines Tages findet sich auch noch ein Elefant, ein schwieriges Tier, aber Jakob findet heraus, wie man mit ihm umgehen muss. Die Dreiecksgeschichte zwischen Jakob, seiner Artistin und ihrem cholerischen Gatten nimmt ihren tragischen Lauf. Eines Nachts aber werden wieder mal überflüssige Arbeitskräfte "entsorgt", indem man sie aus dem Zug wirft, dabei ist ein guter Kumpel von Jakob. So kommt es zur großen Zirkuskatastrophe.
Die ganze Geschichte wird erzählt in Rückblicken, die Jakob Jankowski im Altenheim erlebt: Er, der da nicht sein will und sich über einen Mitbewohner sehr ärgert, der immer damit angibt, dass er Wasser für die Elefanten geholt habe, wenn ein Zirkus in der Stadt war. Dabei weiß Jakob doch selbst, wie der Zirkus war, denn er war ja dabei! Dann ist da dieser Zirkus, ganz nah beim Altenheim und Jakob wünscht sich nichts so sehr, wie eine Vorstellung mit einem seiner Kinder zu besuchen . Als es dann endlich soweit ist, wartet er vergebens auf sie. Und dann nimmt Jakob Jankowski noch ein einziges Mal sein Schicksal in die Hand, und er macht sich allein auf den Weg zum Zirkus.
Dieses Buch ist einfach nur schön! Sara Gruen verknüpft in wunderbarer Weise Jakobs Leben im Altenheim mit seinen Erlebnissen im Zirkus, und so erklärt sich selbst, warum Jakob sich in dem Altenheim einfach nicht einfinden kann.
Das Buch beschreibt das Leben im Zirkus, wenig Romantik, viel harte Arbeit, aber trotzdem faszinierend. Sehr gut hat mir der Schluss gefallen, der ein für mich unerwartetes Ende bietet.
Ich empfehle es allen, nicht nur Zirkusfans!

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Bewertung von Bella von www.bellaswonderworld.de aus Karlsruhe am 15.10.2009 ***** ausgezeichnet
Kurze Beschreibung:
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Jacob Jankowski ist 90 Jahre alt. Oder 93, so genau weiß er das schon gar nicht mehr. Seit Jahren verbringt er seine Zeit in einem Heim und beschwert sich über den einheitlichen Brei den er dort zum Essen vorgesetzt bekommt. Doch Jacob flüchtet sich immer wieder in seine Erinnerungen als er damals mit 23 Jahren beim Zirkus gelandet ist.

Meine Meinung:
°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Sara Gruen wählt als Hauptprotagonist in ihrem historischen Roman "Wasser für die Elefanten" Jakob Jankowski, Sohn polnischer Einwanderer die sich in Amerika eine Existenz mit einer Tierarztpraxis aufgebaut haben. Als Jakob an einer Elite-Uni zugelassen wird und kurz vor seinem Examen steht kommen seine Eltern bei einem schweren Verkehrsunfall ums Leben. Die Welt von Jakob stürzt in diesem Moment wie ein Kartenhaus zusammen…

Als er ziellos an den Bahngleisen entlangstreift springt er kurzerhand in den Wagen eines Zuges, der wie Jakob später herausfinden wird der Zug des Wanderzirkuses "Benzini`s Spektakulärster Show der Welt" ist. Schnell findet er im Zirkus Arbeit und kann durch seine an der Uni erworbenen Kenntnise als Tierarzt beim Zirkus bleiben. Sein Boss ist ein schizophrener Stallmeister der mit der schönen Marlene verheiratet ist. Jakob bewundert Marlena schon vom ersten Augenblick an und verliebt sich schon bald in sie. Allerdings ist dies nicht sein einziges Problem, denn die Zeiten beim Wanderzirkus sind hart und viele Arbeiter verschwinden nachts auf unerklärliche Weise.

"Wasser für die Elefanten" ist ein vielschichtiger Roman, der auf der einen Seite das Leben von Jakob Jankowski als 23 Jähriger Zirkustierarzt erzählt und auf der anderen Seite sein jetziges Leben als 93 Jähriger in einem Heim wiederspiegelt. Die Person Jakobs wird besonders facettenreich gezeichnet da man nicht nur seine Gefühle als junger Mann übermittelt bekommt sondern sich auch in seine jetzige psychische Lage versetzt fühlt.

Hautnah erlebt man mit wie gekränkt sich der alte Mann fühlt als seine Kinder ihn ins Heim abgeschoben haben und mit Welchen Alterserscheinungen er kämpfen muss. So fällt es ihm schwer sich an gewisse Dinge zu erinnern oder seine Kinder und Kindeskinder zu erkennen wenn sie ihn besuchen. Aber eines das hat er nie vergessen…seine Vergangenheit als Tierarzt beim Wanderzirkus. Die Erlebnisse die er aus dieser Zeit schildert sind spannend und bewegend zu gleichen Maßen. Teilweise konnte ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen da ich so fasziniert und erschüttert war.

Sehr gut hat mir auch die komplizierte Liebesgeschichte die sich zwischen Marlena und ihm entwickelt gefallen, sie bringt einfach noch viel mehr Spannung und Gefühl in die ganze Geschichte. Die Schwierigkeiten die er daraufhin mit seinem schizophrenen Boss bekommt eskalieren schon bald und ziehen schreckliche Ereignisse hinter sich…

Mein Fazit:
°°°°°°°°°°°°°
Der Bestseller aus den USA hat auch mich begeistert. Sara Gruen hat mit "Wasser für die Elefanten" einen historischen Roman erschaffen der in keinster Weise trocken ist sondern den Leser von der ersten Seite ab fesselt und in seinem Bann hält. Man taucht abwechselnd in die bunte Welt des Wanderzirkuses in den 20er Jahren und die graue Welt des 93 Jährigen Jakob Jankowskis im Heim ein. Beide Welten haben eine gewisse Faszination in mir geweckt.

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