Lea Streisand ist mit Ironie und offensichtlich einer sehr eigenen
wunderbaren Beobachtungsgabe gesegnet. In den Geschichten
reflektiert die "heimliche" Berliner Lesebühnenkönigin
ihr Umfeld mit all seinen liebenswerten und hassenswerten
Eigenarten, Schwächen und Stärken. Das ist zwar zu einem großen
Teil Berlin, aber eben nicht nur. Die Episoden offenbaren eine
Liebe zur Sprache und Erzählkultur, ein Staunen über die
allmächtige Dummheit in der Welt und sie beinhalten viele
Lebensweisheiten. Die Geschichten der gebürtigen Berlinerin sind
pädagogisch wertvoll und extrem hintersinnig. Weil sie die
tragischen Momente des Lebens freilegen und überspitzt ironisch auf
den Punkt bringen, sind sie dazu noch extrem unterhaltsam. Dieses
Hörbuch erklärt in nur zwei Stunden alle Fragen zur Person Lea
Streisand und außerdem natürlich alle Fragen, die einem zu Berlin
und zu den Überlebensstrategien der dort lebenden Künstler und
Studenten einfallen. Mit "Wahnsinn in Gesellschaft" zeigt
Lea Streisand, dass Inhalt und Darbietung, "Anspruch" und
"Unterhaltung" sich nicht ausschließen müssen.