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Vergriffen, keine Neuauflage
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2 Angebote ab € 8,98
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Bewertung von http://gottagivethembooks.wordpress.com am 28.07.2011 |
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Donald, 14 Jahre alt, hat keinen Bock auf Leukämie. Wer hätte den schon? Aber wie unfair ist es bitteschön, wenn man noch nicht mal Sex hatte, bevor man letztlich abtritt?! Donald ist aufs Schlimmste hormongeplagt und einfach nur genervt. Von der Fürsorglichkeit seiner Eltern, von seinem großen Bruder und vom Krebs. Großartige Chance auf Heilung besteht längst nicht mehr als er schließlich nach dem gescheiterten Versuch seinem Leben selbst ein Ende zu setzen, bevor die Krankheit es tut, von seinen Eltern zu Dr. Adrian King, dem Klinikpsychologen geschickt wird. Donald hat keine Wahl. Ob er will oder nicht muss er sich mit der Krankheit arrangieren. Er selbst ist allerdings kaum noch in der Lage zu kämpfen und überlässt das deshalb Miracle Man, seinem Alter Ego, das in seinem Comicroman doch am Ende jeden Kampf gegen den fiesen Dr. Gummifinger gewinnt und vielleicht am Ende mit Rachel, seiner großen Liebe, glücklich werden wird. Man merkt, dass Donald keine Zeit mehr hat. Die kurzen, schnellen Schnitte zwischen verschiedenen Handlungsorten und Personen lassen daran keinen Zweifel. Kein Schnickschnack, kein Kitsch, kein Gelaber. Jeder Tag zählt. Dieses Buch wirkt ebenso unausgeglichen und gestresst wie Donald es ist. Die Brüche im Text, scheinbar zusammenhanglose Passagen und seine schonungslos ehrliche und unverblümt brachiale Sprache zeigen es sehr deutlich. Die eingestreuten, von Donald verfassten, Comicszenen zeichnen ein Bild von ihm selbst, wie es eindringlicher kaum sein könnte. Seine pornografischen Zeichnungen schocken seine Eltern und seinen Psychologen. McCarten lässt wenig Platz für (Selbst-)Mitleid in seinem Roman über ein paar – gar nicht mal immer so heldenhafte – Superhelden. Mein persönlicher Superheld neben Donald ist Adrian King, der sich schon damit abgefunden hatte, dass seine Frau ihn betrügt und dass sein Job ihn längst nicht so ausfüllt, wie er das gerne hätte. Bis er ganz am Ende doch noch die Kraft findet und Donalds Rat befolgt: „Schmeißen. Sie. Das. Dreck-. –stück. Raus.“ Ist dieses Buch ein Roman? Ein Drehbuch? Oder ein Comicroman? „Scheißegal!“ würde Donald vermutlich meinen. Da muss ich ihm recht geben. Schon nach wenigen Seiten hatte ich mich nicht nur an den eigenwilligen Schreibstil und Aufbau gewöhnt, sondern war mittendrin in Miracle Mans Kampf um Gerechtigkeit, dem Kampf von Donalds Eltern um das Leben ihres Sohnes, Adrians Kampf mit sich selbst und seinem festgefahrenen Leben und Donalds Kampf darum, etwas von sich zurück zulassen und sich damit genauso unsterblich zu machen wie Miracle Man. Ich vergebe 5 Sterne und normalerweise würde ich jetzt auch eine Begründung dafür liefern. Allerdings fällt es mir dieses Mal wirklich sehr schwer, meine Begeisterung in Worte zu fassen. Der Roman hat mich gefesselt und war spannend von der ersten bis zur letzten Seite, was nicht zuletzt daran liegt, dass der komplette Roman völlig ohne Nebensächlichkeiten auskommt. Zudem hat McCarten mit Donald einen Superhelden erschaffen, der einen gleichzeitig ganz fürchterlich nervt mit seiner herablassenden, aggressiven Art und dann doch wenige Zeilen später wieder durch unfassbare Coolness und Tiefgründigkeit überrascht. Nicht zuletzt deshalb war dieser Roman eine Herausforderung, die ich sehr gerne angenommen habe. Zitate: Sophie: Hast du jemals geweint, Adrian? Weinst du eigentlich nie? Adrian: Manchmal schon. Beim Cricket. [...] Wie die meisten Männer weine ich, wenn es nicht wichtig ist. (Seite 100) Jahre vergehen. Seine Gefühle sind nun schon so lange eingepfercht, dass sie für immer gezähmt sind. (Seite 160) Donald: Wie ist das, wenn man Sex hat? [...] Tanya: Nun, wenn du mit der Richtigen zusammen bist…ich glaube, man könnte sagen, das ist…eine Art Wettbewerb. Ihr wollt beide, dass der andere gewinnt. (Seite 232) (Rezension leicht gekürzt wegen Begrenzung auf 4000 Zeichen) Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch |
1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von ABchen aus Menden am 30.12.2010 | |
| Ein wahrer Held in einer Geschichte, die einem ans Herz geht, ohne dass die Geschichte kitschig wird. Wunderbar gelesen von Rufus Beck. Insgesamt sehr zu empfehlen. |
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| Bewertung von Uli Geißler aus Fürth/Bay. am 08.05.2007 | |
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Wahre Helden sind ihr Gegenteil Eigentlich entspricht der Held der Geschichte gar nicht dem üblichen Bild eines Helden. Schnell begreift man, dass es eine traurige Lebensgeschichte ist, die hier von Donald erzählt wird. Und doch zeichnet sich ebenso schnell und leichtfüßig ab, dass es dennoch eine heldenhafte Beschreibung des Alltags eines vom Krebs gepeinigten 14jährigen Jungen ist, der – im Gegensatz zu seinen ängstlich hoffenden Eltern - mutig und gefasst dem entgegenblickt, was auf ihn zukommt. Ein Kennzeichen, das eben auch einen Helden auszeichnet. Bei aller Traurigkeit des Geschehens gelingt dem Autor des Buches seinen Protagonisten so stark und auch witzig sein zu lassen, dass man die Themenschwere gut verkraften kann. Der vom absehbaren Tod stigmatisierte Junge ist leidenschaftlicher Comiczeichner. Und das ist es, was ihn – so wird es offenbar – gut mit seinem Leben, wie es ist, fertig werden lässt. Er erfindet „Miracle Man“, einen „Superhero“, einen Helden, der in der Parallelwelt des Gezeichneten bisweilen das erleben und erfahren kann, was dem eigentlich, realen Helden in seiner Lebenswirklichkeit verwehrt bleibt. Dem Wunsch des Jugendlichen, nicht als „Jungfrau“ zu sterben, und dessen Phantasien real erlebbar werden zu lassen, versucht der Psychiater Adrian durch die „Buchung“ einer Prostituierten zu entsprechen. Gut gemeint ist dieser Gedanke für die Angehörigen undenkbar und moralisch nicht zu vertreten. Donald nutzt seine Chance – jedoch ganz anders, als alle Vermutungen seines Lebensumfeldes gedacht hatten und stirbt schließlich vermutlich mit sich und dem Schicksal im Reinen. Sein vorher noch fertig gestellter Comic nährt diese Vermutung und gibt zudem einem Tagebuch gleich einen posthumen Einblick in das kurze Leben des wahren Superhelden der Geschichte. Anthony McCarten ist es gelungen, tiefgründig und doch mit ausreichend Witz versehen die Geschichte des Todgeweihten Jugendlichen zu erzählen, ohne dass einem mitleidsvoll die Worte fehlen. Vielmehr ist es geradezu eine Mutmachende und auch mutige Erzählung, die neben der Erfüllung einer unterhaltenden Funktion eine Reihe Hinweise auf die Notwendigkeit wertfreien Verständnisses und aufrichtiger Liebe in der Begleitung todkranker Menschen aufzeigt. Auch das ist fast schon eine kleine Heldentat. © 5/2007, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay. |
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| Broschiertes Buch EUR 10,90 |
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| eBook, ePUB EUR 9,99 |
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