Salvador und der Club der unerhörten Wünsche, 4 Audio-CDs - Torres Blandina, Alberto

Alberto Torres Blandina 

Salvador und der Club der unerhörten Wünsche, 4 Audio-CDs

Gekürzte Lesung. 316 Min.

Sprecher: Stephan Benson
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Salvador und der Club der unerhörten Wünsche, 4 Audio-CDs

Die wunderbare Welt des Salvador Der alte Salvador kümmert sich nicht nur um die Sauberkeit des Flughafens: Er plaudert mit den Wartenden, gibt Ratschläge, flirtet mit der Frau vom Kiosk, und immer wieder erzählt er die unglaublichsten Geschichten. Wie die vom Club der unerhörten Wünsche, der den Mitgliedern als Willkommensgeschenk die große Liebe verspricht.Salvador ist der gute Geist des Flughafens. Dreißig Jahre schon fegt er tagaus, tagein die Flughafenhalle, tröstet diejenigen, die nicht von ihren Liebsten abgeholt werden, macht Späße und vertreibt den Wartenden die Zeit bis zum nächsten Flug mit Geschichten, die er gehört und gesehen hat. Geschichten, die das Leben schrieb, wie die vom Club der unerhörten Wünsche. Wer sich dort als Mitglied einschreibt, erhält als Beitrittsprämie einen Lebenspartner frei Haus. Oder die Geschichte von dem Mädchen, das sein Gedächtnis verloren hat und von einem plötzlich auftauchenden jungen Mann eine makellose Vergangenheit geschenkt bekommt. Ein liebenswürdiger Erzähler ist Salvador, charmant und schalkhaft, und jedem schenkt er einen Augenblick des Glücks.


Produktinformation

  • ISBN-10: 3837103072
  • Best.Nr.: 27966843
  • Laufzeit: 316 Min.
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 10.08.2010

Der alte Mann mit dem Besen

Der Flughafen erweist sich als idealer Ort, um fremde Menschen aller Schichten und Länder zusammenzuführen. Der spanische Autor Alberto Torres Blandina blickt in seinem vergnüglichen Roman auf diese Schnittstelle unterschiedlichster Lebensläufe und Schicksale.

Unter den möglichen Varianten ist die Realität immer nur eine von vielen. Und nicht unbedingt die beste", lautet eine der philosophischen Einsichten, die der spanische Autor Alberto Torres Blandina ausgerechnet einer Reinigungskraft am Flughafen in den Mund legt. Der Protagonist seines Romans "Salvador und der Club der unerhörten Wünsche" ist mehr als nur ein Fachmann für Sauberkeit. Er ist gewissermaßen ein Experte für Grenzbereiche der Realität. "Sie können sich gar nicht vorstellen, wie anders die Wirklichkeit an einem Ort ist, wo sich niemand zu verstellen braucht, weil keiner den anderen kennt", sagt Salvador. Zumindest in seinen Geschichten wird der zeitlose und auswechselbare Raum zwischen Duty-free-Shops und Info-Monitoren zu einem Ort der unbegrenzten Möglichkeiten.

Der Flughafen, den Torres Blandina zum einzigen Handlungsort seines …

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"Alberto Torres Blandina, ein junger spanischer Autor, versteht es meisterhaft, den Leser mit seinem liebenswerten Protagonisten in seinen Bann zu ziehen. Mein absoluter Frühjahrs-Favorit 2010 ein wunderbar leichtes, witziges Buch, ideal auch zum Verschenken." (Weilheimer Tagblatt)

"Blandina erzählt einfühlsam und unverblümt vom Leben auf dem Boden und vom Träumen hoch in der Luft. Höchste Zeit, den Koffer vom Schrank zu holen, und endlich die verstaubten Wünsche mal wieder ins Freie zu lassen." (Literarische Welt, 26.06.2010)

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Als Einladung zu einem literarischen Flug der besonderen Art begreift Annika Müller den nun bei uns erhältlichen Debütroman des spanischen Multitalents Alberto Torres Blandina. Menschen auf Flughäfen, diese Konstellation sollte den Leser schon interessieren, gibt Müller zu verstehen. Dann aber, das versichert die Rezensentin gleichermaßen, hat er mit Blandinas Roman ein Buch zur Hand, das nicht nur geeignet ist, Verspätungen im Sessel am Gate zu verschönern. Er bekommt auch einen Erzähler zur Seite, der Trost und Weisheit spendet, indem er die Passagiere (im Roman wieder) mit Anekdoten unterhält. So gewagt Müller die monologische Anlage und die teils fragmentarischen Geschichten auch findet, so unterhaltsam erscheint ihr der Text insgesamt. Zu verdanken ist dies laut Müller der poetisch leichten Sprache, dem Einfallsreichtum und der Liebe des Autors zu den Menschen.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Salvador und der Club der unerhörten Wünsche ist ein köstlicher Roman um einen begnadeten Erzähler, dem man einfach alles glaubt. Lesen und lächeln!"

"Salvador und der Club der unerhörten Wünsche ist ein köstlicher Roman um einen begnadeten Erzähler, dem man einfach alles glaubt. Lesen und lächeln!"
Alberto Torres Blandina, 1976 in Valencia geboren, arbeitet als Schriftsteller, Musiker, Drehbuchautor und Journalist, hauptberuflich unterrichtet er spanische Literatur. 2007 erhielt er den prestigeträchtigen Literaturpreis Las Dos Orillas für Salvador und der Club der unerhörten Wünsche, seinen ersten Roman. Seine beiden nachfolgenden Romane wurden ebenfalls für Literaturpreise nominiert.

Leseprobe zu "Salvador und der Club der unerhörten Wünsche, 4..."

Würden Sie mal kurz die Füße heben, damit ich hier kehren kann? Gut so, danke. Nach Indien, stimmt's?

Ganz einfach. Reiseziele sind wie Frisuren, Schuhe ... oder Ehepartner. Wir suchen uns die aus, die am besten zu uns passen.

Meine Nichte hat blonde Strähnchen im Haar, liebt hochhackige Schuhe und hat letztes Jahr einen Informatiker geheiratet. Zur Hochzeit waren vierhundert Gäste geladen. Was meinen Sie wohl, wo sie die Flitterwochen verbracht haben? Genau. Entweder in Cancun oder auf einem Kreuzfahrtschiff. Also, sie waren in Cancun. Ihr Mann wird seekrank.

Ja, er ist Brillenträger. Gut kombiniert. Sehen Sie, so schwierig ist das gar nicht. Anfangs glaubt man noch an Zufälle, doch je mehr Leute man kennenlernt, desto klarer wird einem, dass Klischees nicht von ungefähr kommen ...

Sie zum Beispiel fahren nach Indien, um sich selbst zu finden. Habe ich recht? Nein, Sie machen nicht den Eindruck, als hätten Sie sich verloren. Aber Sie sind der typische Indienreisende. Seien Sie nicht beleidigt, vorhin haben Sie gesagt, alle Informatiker sind Brillenträger, und jetzt sage ich Ihnen, dass Ihnen Reiseziel Neu-Delhi quer über die Stirn geschrieben steht. Nach Indien geht man allein - Sie sind allein - und für mindestens einen Monat - wie mir dieser dicke Rucksack verrät. Aber ich sage Ihnen jetzt schon, dass es immer einen gibt, der drei Monate dort war und Ihnen erklären wird, dass man für nur vier Wochen nicht nach Indien fährt. Und einen anderen, der sechs Monate dort war und sich noch dazu Amöbenruhr oder sonst eine ungewöhnliche Krankheit geholt hat ... da kann man dann gar nicht mehr mithalten.

Sie sind frisch rasiert. Weil Sie sich ab jetzt den Bart stehen lassen wollen, stimmt's? Sie starten glatt und rosig wie ein Baby und kommen mit Vollbart zurück. Nach Ihrer Rückkehr werden Sie mit dem Rasieren noch ein paar Tage warten, bis alle Sie gesehen haben.

Verzeihen Sie meine Direktheit ... Wenn wir in die Köpfe anderer Menschen schlüpfen könnten, wären wir überrascht, wie wenig anders es dort ist. Erkenne dich selbst, und du kennst alle anderen. Ich mache mich nicht über Sie lustig, ich mache mich über die Menschheit lustig, darüber, wie wir sind . Meine Nichte entschied sich für Cancun aus ähnlichen Gründen wie Sie ...

Das glauben Sie nicht?

Sie werden mit einem Bart zurückkommen, und sie kam mit einem Armbändchen zurück. Sie hat von den Daiquiris und der Sonne erzählt, Sie werden von Spiritualität und Karma reden. Sie hat vielleicht Fotos von ihrem Mann in Badehose herumgezeigt, und Sie werden Bilder von diesen entzückenden Kindern mit den geschminkten Augen herumzeigen .

Das ist Kajal, eine aromatische Substanz, die die Sehkraft der Kleinen stärkt ...

Das fragen Sie mich? Ich bin bloß Putzmann. Außerdem ist es schwierig, etwas über Indien zu sagen. Im Grunde lässt es sich nur mit den immer gleichen Sätzen beschreiben: Es ist eine andere Welt; man muss dort gewesen sein, um sie zu verstehen; es wühlt dich innerlich auf; die spinnen, die Inder, und so weiter ... das Übliche halt.

Ja, angeblich soll es eine Reise nach innen sein. Ich glaube, das kommt ganz darauf an. Wenn man mit der Absicht hinfährt, etwas zu finden, findet man auch etwas. Und Indien eignet sich zum Wühlen. Es ist eher eine Rumpelkammer als ein Land: ein wildes Durcheinander aus den seltsamsten Menschen, den seltsamsten Bräuchen und den seltsamsten Dingen.

Vor vielen Jahren hatte ich einmal einen Freund, der nach Indien gegangen ist. Er hat sein Leben nicht mehr ertragen, deshalb wollte er fort. Andere mögen das anders sehen, aber mir können Sie glauben, denn ich habe ihn gut gekannt. Er machte sich auf den Weg nach Indien, wie andere sich eine Pistole in den Mund stecken, entschuldigen Sie den Vergleich. Er ging, um ein für alle Mal mit allem abzuschließen. Das ist jetzt ungefähr fünfzehn Jahre her. Damals fuhr man nicht einfach so nach Indien. Heute ist das ganz normal. Es ist richtig Mode geworden. Zu gewissen Hosen passt eine Reise in irgendein exotisches Land eben perfekt, nicht wahr?

Er hieß Eduardo Juesas und war die Zurückhaltung in Person. Sehr korrekt und ernst ... zu ernst, finde ich. Selbst sein Lächeln war eine schiefe Grimasse, von der man nicht recht wusste, wie sie gemeint war. Ich weiß nicht, was ich über ihn gedacht hätte, wenn wir uns hier am Flughafen begegnet wären. Vermutlich das, was alle anderen auch dachten: ein komischer Kauz, so einsilbig, dass es schon an Unhöflichkeit grenzt. Aber ich kannte Eduardo von klein auf und wusste, dass er ein faszinierender Mensch war.

Seine Mutter und er zogen in die Nachbarwohnung.

Er war immer ein Einzelgänger und hatte kaum Freunde, doch das machte ihm anscheinend nicht viel aus. Er las viel ...

Sehen Sie, wieder so ein Klischee: Wer viel liest, wird mit der Zeit ein bisschen irre. Wie Don Quijote oder Madame Bovary, die am Ende glaubten, das wirkliche Leben sei wie die Romane, für die sie so schwärmten. Aber das wirkliche Leben ist anders, meinen Sie nicht auch? Nicht besser, nicht schlechter, aber anders. Eduardo erging es ähnlich. Womit ich allerdings nicht sagen will, die Bücher seien schuld, wie gewisse Leute behauptet haben. Die Bücher haben Eduardo nicht zum Eigenbrötler gemacht. Weder ihn noch sonst jemanden. Eher umgekehrt, und sein scheues Wesen fand in den Büchern Verbündete.

Der Einfluss seiner Mutter war, offen gesagt, nicht sehr gut für den Jungen. Sie war eine bezaubernde Frau, immer fröhlich, aber als Mutter, ich weiß nicht. Kinder sollten mit Murmeln und Kreiseln spielen ... Computerspiele? Nun ja, Kinder sollten sich mit Kinderspielen beschäftigen. Aber Eduardos Mutter behandelte ihn immer wie einen kleinen Mann. Sie nahm ihn mit in Museen, in Bars, ins Grüne zum Meditieren ... Ich habe Ihnen noch nicht gesagt, dass sie Fotografin war, und ledig, damit Sie wissen, wovon ich rede. Das Kerlchen hatte keinen Vater. Wenn man ihn fragte, zuckte er mit den Schultern, denn seine Mutter hatte ihm nicht einmal den Namen seines Erzeugers verraten.

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Würden Sie mal kurz die Füße heben, damit ich hier kehren kann? Gut so, danke. Nach Indien, stimmt's?

Ganz einfach. Reiseziele sind wie Frisuren, Schuhe ... oder Ehepartner. Wir suchen uns die aus, die am besten zu uns passen.

Meine Nichte hat blonde Strähnchen im Haar, liebt hochhackige Schuhe und hat letztes Jahr einen Informatiker geheiratet. Zur Hochzeit waren vierhundert Gäste geladen. Was meinen Sie wohl, wo sie die Flitterwochen verbracht haben? Genau. Entweder in Cancun oder auf einem Kreuzfahrtschiff. Also, sie waren in Cancun. Ihr Mann wird seekrank.

Ja, er ist Brillenträger. Gut kombiniert. Sehen Sie, so schwierig ist das gar nicht. Anfangs glaubt man noch an Zufälle, doch je mehr Leute man kennenlernt, desto klarer wird einem, dass Klischees nicht von ungefähr kommen ...

Sie zum Beispiel fahren nach Indien, um sich selbst zu finden. Habe ich recht? Nein, Sie machen nicht den Eindruck, als hätten Sie sich verloren. Aber Sie sind der typische Indienreisende. Seien Sie nicht beleidigt, vorhin haben Sie gesagt, alle Informatiker sind Brillenträger, und jetzt sage ich Ihnen, dass Ihnen Reiseziel Neu-Delhi quer über die Stirn geschrieben steht. Nach Indien geht man allein - Sie sind allein - und für mindestens einen Monat - wie mir dieser dicke Rucksack verrät. Aber ich sage Ihnen jetzt schon, dass es immer einen gibt, der drei Monate dort war und Ihnen erklären wird, dass man für nur vier Wochen nicht nach Indien fährt. Und einen anderen, der sechs Monate dort war und sich noch dazu Amöbenruhr oder sonst eine ungewöhnliche Krankheit geholt hat ... da kann man dann gar nicht mehr mithalten.

Sie sind frisch rasiert. Weil Sie sich ab jetzt den Bart stehen lassen wollen, stimmt's? Sie starten glatt und rosig wie ein Baby und kommen mit Vollbart zurück. Nach Ihrer Rückkehr werden Sie mit dem Rasieren noch ein paar Tage warten, bis alle Sie gesehen haben.

Verzeihen Sie meine Direktheit ... Wenn wir in die Köpfe anderer Menschen schlüpfen könnten, wären wir überrascht, wie wenig anders es dort ist. Erkenne dich selbst, und du kennst alle anderen. Ich mache mich nicht über Sie lustig, ich mache mich über die Menschheit lustig, darüber, wie wir sind . Meine Nichte entschied sich für Cancun aus ähnlichen Gründen wie Sie ...

Das glauben Sie nicht?

Sie werden mit einem Bart zurückkommen, und sie kam mit einem Armbändchen zurück. Sie hat von den Daiquiris und der Sonne erzählt, Sie werden von Spiritualität und Karma reden. Sie hat vielleicht Fotos von ihrem Mann in Badehose herumgezeigt, und Sie werden Bilder von diesen entzückenden Kindern mit den geschminkten Augen herumzeigen .

Das ist Kajal, eine aromatische Substanz, die die Sehkraft der Kleinen stärkt ...

Das fragen Sie mich? Ich bin bloß Putzmann. Außerdem ist es schwierig, etwas über Indien zu sagen. Im Grunde lässt es sich nur mit den immer gleichen Sätzen beschreiben: Es ist eine andere Welt; man muss dort gewesen sein, um sie zu verstehen; es wühlt dich innerlich auf; die spinnen, die Inder, und so weiter ... das Übliche halt.

Ja, angeblich soll es eine Reise nach innen sein. Ich glaube, das kommt ganz darauf an. Wenn man mit der Absicht hinfährt, etwas zu finden, findet man auch etwas. Und Indien eignet sich zum Wühlen. Es ist eher eine Rumpelkammer als ein Land: ein wildes Durcheinander aus den seltsamsten Menschen, den seltsamsten Bräuchen und den seltsamsten Dingen.

Vor vielen Jahren hatte ich einmal einen Freund, der nach Indien gegangen ist. Er hat sein Leben nicht mehr ertragen, deshalb wollte er fort. Andere mögen das anders sehen, aber mir können Sie glauben, denn ich habe ihn gut gekannt. Er machte sich auf den Weg nach Indien, wie andere sich eine Pistole in den Mund stecken, entschuldigen Sie den Vergleich. Er ging, um ein für alle Mal mit allem abzuschließen. Das ist jetzt ungefähr fünfzehn Jahre her. Damals fuhr man nicht einfach so nach Indien. Heute ist das ganz normal. Es ist richtig Mode geworden. Zu gewissen Hosen passt eine Reise in irgendein exotisches Land eben perfekt, nicht wahr?

Er hieß Eduardo Juesas und war die Zurückhaltung in Person. Sehr korrekt und ernst ... zu ernst, finde ich. Selbst sein Lächeln war eine schiefe Grimasse, von der man nicht recht wusste, wie sie gemeint war. Ich weiß nicht, was ich über ihn gedacht hätte, wenn wir uns hier am Flughafen begegnet wären. Vermutlich das, was alle anderen auch dachten: ein komischer Kauz, so einsilbig, dass es schon an Unhöflichkeit grenzt. Aber ich kannte Eduardo von klein auf und wusste, dass er ein faszinierender Mensch war.

Seine Mutter und er zogen in die Nachbarwohnung.

Er war immer ein Einzelgänger und hatte kaum Freunde, doch das machte ihm anscheinend nicht viel aus. Er las viel ...

Sehen Sie, wieder so ein Klischee: Wer viel liest, wird mit der Zeit ein bisschen irre. Wie Don Quijote oder Madame Bovary, die am Ende glaubten, das wirkliche Leben sei wie die Romane, für die sie so schwärmten. Aber das wirkliche Leben ist anders, meinen Sie nicht auch? Nicht besser, nicht schlechter, aber anders. Eduardo erging es ähnlich. Womit ich allerdings nicht sagen will, die Bücher seien schuld, wie gewisse Leute behauptet haben. Die Bücher haben Eduardo nicht zum Eigenbrötler gemacht. Weder ihn noch sonst jemanden. Eher umgekehrt, und sein scheues Wesen fand in den Büchern Verbündete.

Der Einfluss seiner Mutter war, offen gesagt, nicht sehr gut für den Jungen. Sie war eine bezaubernde Frau, immer fröhlich, aber als Mutter, ich weiß nicht. Kinder sollten mit Murmeln und Kreiseln spielen ... Computerspiele? Nun ja, Kinder sollten sich mit Kinderspielen beschäftigen. Aber Eduardos Mutter behandelte ihn immer wie einen kleinen Mann. Sie nahm ihn mit in Museen, in Bars, ins Grüne zum Meditieren ... Ich habe Ihnen noch nicht gesagt, dass sie Fotografin war, und ledig, damit Sie wissen, wovon ich rede. Das Kerlchen hatte keinen Vater. Wenn man ihn fragte, zuckte er mit den Schultern, denn seine Mutter hatte ihm nicht einmal den Namen seines Erzeugers verraten.

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12 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.4 von 5 Sterne bei 12 Bewertungen **** sehr gut)
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Bewertung von Angela.Bücherwurm aus Wülfrath am 01.04.2013 ***** sehr gut
Ein philosophischer Putzmann

Der schon nicht mehr ganz junge Salvador ist für die Sauberkeit des Flughafens zuständig. Aber er ist nicht nur Putzmann, sondern er " kümmert " sich auch um die Reisenden und Wartenden. Er unterhält sich mit ihnen, gibt gut gemeinte Ratschläge, verkürzt die Wartezeit und hat meist ein offenes Ohr für jeden.

Und so reiht sich eine kleine Geschichte an die andere, doch nicht immer erfahren wir, wie sie ausgehen. Denn manches Mal werden sie unterbrochen , weil entweder die Reisenden mitten im Gespräch in ihr Flugzeug steigen müssen oder aber Salvador wieder an die Arbeit muss. Hin und wieder gibt es aber eine Fortsetzung, wenn die betreffenden Personen erneut am Flughafen Salvadors Weg kreuzen.

Der Schreibstil ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig. Trotz der vielen " Gespräche " gibt es keine Dialoge, da wir über alles einzig und allein aus dem Mund von Salvador erfahren. Obwohl wir nur diesen einseitigen Teil der Unterhaltung " hören " , hat man nicht den Eindruck, dass die " Antworten " fehlen. Salvador lässt uns auch an seinen ergänzenden und philosophisch anmutenden Gedanken und Betrachtungen teilhaben.

Und am Ende des kleinen Buches denkt man , wie schön es wäre , wenn die Menschen viel öfter so offen und freundlich aufeinander zugehen würden. Mir hat das Buch viel Freude bereitet und ich kann es nicht nur Reisenden am Flughafen empfehlen.

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Bewertung von a.schmalzbauer aus Sünching am 03.09.2010 ***** weniger gut
Kennen Sie den "Club der unerhörten Wünsche"? Ihr Nachbar könnte Mitglied darin sein oder ihre Mutter oder Ihr bester Freund. Allerdings ist es vielleicht nicht so sehr erstrebenswert alle Wünsche erfüllt zu bekommen. Oder wissen Sie, was es bedeutet mit einem Buch zu wedeln wie mit einem Fächer? Nicht ganz ungefährlich dies am Flughafen zu machen. Dies sind die Geschichten von Salvador, seit 30 Jahren kehrt er den Boden des Flughafens und unterhält die Passagiere, vertreibt ihnen und sich die Zeit.

Ich habe das Lesen des Buches lange vor mir hergeschoben und es hat fast 2 Wochen gebraucht es zu lesen. Was die Leseprobe schon nicht geschafft hat, gelingt dem Buch leider auch nicht. Mich zu überzeugen. Der Stil von Blandina ist gut zu lesen, die Geschichten halten leider nicht was sie versprechen. Mir fehlt die wirkliche Botschaft dahinter. Sie machen keinen Eindruck auf mich. Da er der einzige wirkliche Protagonist in diesem Buch ist stellt er die Fragen und gibt sich gleichzeitig die Antworten. Und er scheint wirklich alles zu wissen, über jeden Passagier und jedes Land. Das ist mir zu perfekt, zu hellseherisch.

Einband und Buchgestaltung habe mir gut gefallen. Diesmal hat sich mein erster Eindruck, den ich bei der Leseprobe hatte bestätigt, dies ist kein Buch für mich.

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Bewertung von MinnieMay aus Dortmund am 28.07.2010 ***** ausgezeichnet
Salvador ist der gute Geist des Flughafens, und die Seele dieses Buches. Der Schreibstil ist so ungewöhnlich, wie die Idee zu diesem Roman, denn den Leser erwartet hier nicht etwa eine Geschichte, sondern viele kleine Geschichten und Anekdoten, witzig und charmant, unerhört und skurril oder einfach kaum zu glauben. Erzählt werden sie von Don Salvador, der den Flughafen fegt und die Leute unterhält, den Alltag schöner macht und mit seinen Geschichten den Menschen etwas mitgibt. Wir haben teil wenn er sich mit Fluggästen, oder Juana der Kioskbesitzerin unterhält und es ist gerade so, als wäre man persönlich dort und hörte ihm zu. Bücher, so unwahrscheinlich und komisch wie dieses, kann ich nicht lesen ohne zu schmunzeln und zu träumen.

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Bewertung von Hedwig aus Norderstedt am 25.07.2010 ***** ausgezeichnet
Alberto Torres Blandina hat uns mit dem Roman "Salvador und der Club der unerhörten Wünsche" ein ganz bezauberndes Stück Literatur geschenkt. Schaut man auf die Informationen über den Autor auf dem Buchcover und betrachtet sein Foto, stellt man auch sehr schnell fest, dass der junge Mann auch wohl selbst den Schalk in den Augen trägt, ebenso wie sein äußerst liebenswerter Protagonist Salvador.

Salvador ist nach seiner eigenen Aussage Putzmann auf dem Flughafen, fegt seit dreißig Jahren schon die Flughafenhalle und ist zufrieden mit seinem Leben. Seine Frau Leonore ist schon seit ein paar Jahren tot und Salvador kümmert sich sowohl um die anderen Angestellten im Flughafengebäude als auch um viele Reisende. Im Stil der irischen oder arabischen Geschichtenerzähler hat er für jeden lustige, nachdenklich machende, romantische und skurrile Geschichten parat. Senorita Juana vom Kiosk, die er damit sogar in liebenswürdiger Weise umwirbt, bekommt genau so ihre auf sie persönlich zugeschnittenen Geschichten von ihm, wie der Aussteiger, der nach Indien fliegen will und bei dem Salvador auch nicht vor einem liebevollen Verkupplungsversuch mit einer netten Stewardess zurückschreckt.

Denn Savador kennt und liebt eben das Leben, die Liebe, die Menschen und die Phantasie und ist der festen Ansicht, ein Flughafen ist eine Art Zwischenstation, ein Niemandsland, wo einfach alles möglich ist. Schließlich gibt es dort einfach alles: Menschen, die gerade im Aufbruch in ein neues Leben oder auch nur ein anderes Land sind - und seien wir doch mal ehrlich: dass es Japan gar nicht wirklich gibt, fotografierende japanische Gruppen und Sushi lediglich ein Werbegag sind - vermuteten wir das nicht alle schon? Egal, ob Menschen also im Flughafenterminal ankommen oder auf ihren Abflug warten, Salvador mit seinem Besen ist der bodenständige Teil, der mit viel Humor und Witz und seiner lebenslangen Erfahrung und Menschenkenntnis seine Gedanken fliegen läßt und jeden dabei mitnimmt, der ihm zuhört. Denn wie er selbst sagt: (Zitat) "Ganz einfach. Reiseziele sind wie Frisuren, Schuhe ... oder Ehepartner. Wir suchen uns die aus, die am besten zu uns passen." (Zitatende).

Dieses Buch nimmt man in die Hand, taucht ein in die vielen herzerfrischenden Episoden, genießt es in einem Rutsch und fühlt sich wunderbar unterhalten und reich beschenkt von diesem ideenreichen Autor. Hoffentlich schreibt er noch viele solcher Kleinode der Literatur.

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Bewertung von sabine am 19.07.2010 ***** sehr gut
Salvador ist ein Putzmann im Flughafengebäude und er beobachtet die Menschen. Er spricht sie an und unterhält sich mit ihnen. Er errät ihre Reiseziele und erzählt von den fremden Orten, als wäre er bereits dort gewesen.
Er erzählt ihnen seine Geschichten und die Geschichten von anderen Reisenden.
Salvador erzählt in der Ich-Form, als würde er direkt mit dir reden. Die Antworten und Reaktionen des Gegenübers gehen aus seinem Monolog hervor.

Dieses Büchlein ist kein Roman im eigentlichen Sinn sondern eher aneinander gereihte Kurzgeschichten. Allerdings wird oft eine Geschichte unterbrochen und dann zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen.
Manchmal fehlte mir einfach das Ende bei einer Erzählung, man denkt sich: da muss doch noch etwas kommen. Am besten gefallen hat mir die Story über Japan und überhaupt nicht die über Eduardo, die mir doch zu absurd vorkam.
Trotzdem ist es aber ein sehr gut geschriebenes Buch, das sich sehr flüssig weglesen lässt. Für eine Flugreise absolut geeignet.

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Bewertung von Toschi3 aus Königswinter am 24.05.2010 ***** sehr gut
Tag ein, Tag aus, ist Salvador auf dem Flughafen anzutreffen. Er arbeitet für die Reinigungsfirma. Seinen Job macht er ordentlich, aber noch lieber unterhält der die Fluggäste oder das Flughafenpersonal mit seinen Anekdoten, die er im Laufe seiner Berufsjahre in seinen Erinnerungen angesammelt hat. Und da erfährt man schon mal vom Club der unerhörten Wünsche, oder dass es Japan in Wirklichkeit far nicht gibt. Mal kurzweilig, mal als Fortsetzungsgeschichte begegnen uns die unterschiedlichsten Menschen und ihre Erlebnisse.
Der Autor legt hier tolle Geschichten in seinem Episodenroman vor. Manche sind sehr kurz, einige tauchen als Fortsetzung wieder auf, manche ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch. Der Schreibstil des Autors ist sehr eigenwillig. Zum Teil liest sich das Buch sehr flüssig, aber wenn Salvador bei seinen Erzählungen ins Poetische, fast schon ins Philosophische abgleitet, dann hatte ich manchmal Schwierigkeiten, der Geschichte noch zu folgen. Hier ist es leider manchmal zu viel des Guten.
Ansonsten sind die Geschichten sehr spannend. Eigentlich ist das Buch dazu geeignet, an einem Stück gelesen zu werden. Aber ich habe festgestellt, dass es noch mehr Spaß macht, nach jedem Kapitel eine kleine Pause einzulegen. So hat man wirklich das Gefühl, dass jede Geschichte einer anderen Person erzählt wird.
Fazit: ein nettes, unterhaltsames Buch, dass man am besten beim Warten auf dem Flughafen (wahlweise auch auf dem Bahnhof) liest.

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Bewertung von Prinzessin_Brambilla am 23.05.2010 ***** ausgezeichnet
"Würden Sie mal kurz die Füße heben, damit ich hier kehren kann?" Selten hat mich bereits der erste Satz von der Qualität eines gesamten Buches überzeugt. Es kitzelt in den Zehen, man möchte die Beine tatsächlich in die Luft strecken - und befindet sich sogleich mitten in der Geschichte, auf einem Flughafen, wo wildes Treiben herrscht, ein ständiges Kommen und Gehen. In diesem Gewühl und Getümmel trifft man auf die einzige Konstante, den Ruhepol des Flughafens: Salvador Fuensanta.

Salvador ist ein Erzähler, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Den Leser erwartet ein einziger Dialog in wörtlicher Rede, von dem aber nur die Worte des alten Putzmannes verfolgt werden können. Dies mag anfangs etwas ungewohnt sein, jedoch schlüpft man schnell in die Rolle der wartenden Fluggäste, die sich von Salvadors Geschichten verzaubern lassen, die so fesselnd und faszinierend sind, dass man sie am liebsten glauben würde. Dabei entpuppt sich die Reinigungskraft als eine sehr kluge und belesene Figur, die für die Reisenden oft wertvolle Ratschäge und kleine Weisheiten parat hat ("Auszeiten sind wichtig im Leben, zum Nachdenken, Lesen, oder um mit fremden Leuten über das Wetter zu reden. Vor lauter Stress vergessen wir, ein paar Minuten dem Nichtstun zu widmen. Es wäre schon eigenartig, wenn man in seinen Kalender schriebe Dienstag 15 bis 16 Uhr: nichts tun."). Salvador hat Freude an seinem Beruf und strahlt, obwohl er schon einige Verluste in seinem Leben verbüßen musste, einen unermüdlichen Optimismus aus. Je mehr man von seinen Geschichten liest, desto wahrscheinlicher kommt es einem vor, dass die Welt genau so ist, wie er sie sieht. Plötzlich erscheint es auch seltsam, dass sich in anderen Büchern die Seitenzahlen unten befinden - gehören sie doch wie bei "Salvador und der Club der unerhörten Wünsche" an die Seitenränder.

Das Romandebüt von Alberto Torres Blandina ist ein wahrer literarischer Leckerbissen. Man kann ihn verschlingen, oder in kleinen Häppchen zu sich nehmen. In jedem Fall ist es ein wahrer Genuss!

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Bewertung von Luckydl am 20.05.2010 ***** ausgezeichnet
Unerhoerte Wuensche? Mein Wunsch ist erfüllt worden! Ich halte den ersten Roman des Schriftstellers Alberto Torres Blandina "Salvador und der Club der unerhörten Wünsche" in meinen Händen. Es ist ein bis ins kleinste Detail liebevoll gestaltetes Buch über 220 Seiten. Die Schrift, die Farbe, das Papier, die besondere Anordnung der Seitenzahlen, das Lesezeichen und die Coverzeichnung - Salvador, der Ruhe und einen gewissen Zauber ausstrahlt und ein Flugzeug, das Fernweh weckt - machen das Werk zu etwas Besonderem.
Gut eingestimmt, beginne ich zu lesen und eine gewisse Begeisterung hat mich schon nach wenigen Seiten erfaßt. Die Erzählung ist in einer sehr angenehmen anspruchsvollen Wortwahl gehalten.
Alberto Torres Blandina hat mit seiner Hauptfigur Salvador einen liebenswerten, fröhlichen und klugen Philosophen mit einem gütigen Herzen geschaffen, den man gerne zum Freund oder Berater hätte. Salvador erzählt seine Erlebnisse in kleinen lustigen oder spannenden aber immer zum Nachdenken anregenden Fortsetzungsgeschichten, die gespickt sind mit brauchbaren Lebensweisheiten. Er besitzt eine gute Beobachtungsgabe und viel Feingefühl und ein wichtiger Lebensgedanke prägt seine Einstellung ! "Wenn wir in die Köpfe anderer Menschen schlüpfen könnten, wären wir überrascht, wie wenig anders es dort ist. Erkenne dich selbst, und du kennst alle anderen (Seite 8).
Alberto Torres Blandina ist mit seinem Erstlingswerk ein hervorragender humorvoller und geistreicher Roman gelungen. Herzlichen Glückwunsch! Ich freue mich auf weitere Romane.
Fazit: SEHR LESENSWERT.

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Bewertung von mafaldita aus Salzburg am 01.05.2010 ***** ausgezeichnet
Ein Roman der die uralte Kulturtechnik des Geschichtenerzählens dazu verwendet dem Leser das „Biotop“ , den Lebensraum, Flughafen näherzubringen. Salvador Fuensanta kehrt schon seit Jahren den Boden des Flughafens. Er hat eine ausgeprägte Beobachtungsgabe und hoch entwickelte Menschenkenntniss. Er lässt sich vom Alltagsstress nicht einfangen, erledigt seine Arbeit gewissenhaft, gönnt sich aber auch Pausen um mit seiner Freundin Juana, der Verkäuferin am Kiosk, oder den Kellnern in der Cafeteria zu plaudern oder den wartenden Passagieren Geschichten zu erzählen, die diese oft so beeindrucken, dass sie gar nicht mehr wegfliegen möchten. Salvador ist immer da, während für die meisten anderen der Flughafen nur ein sehr flüchtiges Erlebnis ein Durchgangsort ist. Salvador sieht Zusammenhänge, verfolgt Lebenswege über längere Zeiträume und stellt Selbstverständliches, Alltägliches in Frage. Das Buch konfrontiert den Leser mit der Frage, ob die Wirklichkeit so ist wie wir sie wahrnehmen oder ob es da doch noch unsichtbare Zusammenhänge, Erklärungen für Zufälle oder eben etwas gibt wofür es sich lohnt genauer hinzusehen und das Leben vielleicht langsamer aber intensiver zu leben. Gibt es den „Club der unerhörten Wünsche“, Japan oder eine Internetseite auf der man Gefälligkeiten austauschen kann wirklich?
Absurd diese Ideen, oder doch nicht?
Obwohl das Buch eine Übersetzung ist, fällt auch auf Deutsch auf, dass der Autorsich sehr direkt an den Leser wendet, das Geschriebene wirkt eher wie ein Gespräch und man ist sich nicht immer sicher ob Salvador nun mit einen Fluggast plaudert oder gar mit dem Leser selbst. Die vielen kleinen Geschichten fügen sich perfekt zu einem Roman zusammen und so entsteht ein Lesegenuss.

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Bewertung von Xirxe aus Hannover am 01.05.2010 ***** ausgezeichnet
Salvador, ein freundlicher und überaus sympathischer älterer Mann, nutzt seine Arbeit als Putzmann am Flughafen, um Passagieren und anderen Mitarbeitern seine Geschichten zu erzählen. Es ist Unglaubliches was er zu berichten hat, doch nicht unglaublich genug als dass es auch wahr sein könnte.
'Der Club der unerhörten Wünsche' beispielsweise, in dem fast jeder Mitglied zu sein scheint. Und plötzlich scheinen sich so viele Dinge zu erklären, über die man noch vor kurzem immer wieder gerätselt hat...
Oder die Geschichte mit der Gefälligkeitenbörse. Wieso sollte die nicht möglich sein: Man erledigt für jemanden einen Gefallen und bekommt dafür einen erfüllt, egal wie abstrus er auch sein mag.
Japan ist nur eine Marketingerfindung? Wer weiss... Ein Land mit einem Nationalsport, in 'dem sich zwei Fettwänste im Tanga gegenseitig herumschubsen', einem Nationalessen aus rohem Fisch, der mit Stäbchen zu essen ist und einer Sprache mit drei Alphabeten. Sowas kann doch nur eine Erfindung sein.
19 Geschichten. teilweise aus mehreren Teilen bestehend, erzählt Salvador, immer an der Grenze zwischen Realität und Phantasie balancierend. Immer wieder ertappte ich mich bei der Überlegung: Vielleicht stimmt es ja doch??? Sooo unwahrscheinlich ist nun doch nicht...
Auch der Schluss der Erzählungen lässt genug Raum für eigene Gedankenbilder. Entweder fehlt er ganz oder es endet mit Vermutungen.
Ein schönes, einfallsreiches aber auch phantasieanregendes Buch!

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

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