Rot ist mein Name, 2 Audio-CDs - Pamuk, Orhan

Orhan Pamuk 

Rot ist mein Name, 2 Audio-CDs

Hörspiel

Sprecher: Berkel, Christian; Fitz, Peter; Groth, Sylvester / Mitwirkender: Rothin, Peter
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Rot ist mein Name, 2 Audio-CDs

Ein Toter kehrt zurück: aus der Tiefe eines Brunnens spricht der erschlagenen Vergolder Fein Effendi - er kennt seinen Mörder und auch das Motiv für die Tat. Es ist das Jahr 1591: Es gibt einen Komplott gegen das gesamte Osmanische Reich, seine Religion, seine Kultur und seine Traditionen. Und darin verwickelt sind die Buchmaler, die Kollegen des Ermordetet, die für den Sultan zehn Buchblätter bemalen sollen, die zum islamischen Jahr eintausend dem venezianischen Dogen zu überbringen sind. Der Auftrag aber widerspricht dem islamischen Bilderverbot - die Welt darf nicht aus der Sicht des Menschen gestaltet werden. Soviel ist klar: Der Mörder befindet sich unter den Künstlern und sein Stil wird ihn entlarven. Und dann ist da noch der ehemalige Illustrator Kara, der nach zwölf Jahren aus dem fernen Persien nach Istanbul zurückgekehrt ist, um das Herz der schönen Seküre zu erobern.

"Literaturnobelpreis 2006 für Orhan Pamuk""Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2005" "Ein wunderbar reiches Stück Weltliteratur." -- Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Orhan Pamuk blickt tief in die Seelen der Menschen und entdeckt mit großer Begeisterung die schwarzen Flecken und erschreckenden Abgründe. Grausamkeit ist neben Nostalgie, Humor und intellektueller Verspieltheit das hervorstechendste Merkmal seines Schreibens." -- Neue Zürcher Zeitung


Produktinformation

  • ISBN-10: 3899407210
  • Best.Nr.: 15157183
  • Laufzeit: 155 Min.
"Literaturnobelpreis 2006 für Orhan Pamuk""Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2005" "Ein wunderbar reiches Stück Weltliteratur." Frankfurter Allgemeine Zeitung

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 25.09.2001

Nicht gleichen sich der Sehende und der Blinde
Hinter diesem Mord steht eine Verschwörung wider den Islam: Orhan Pamuks großer Roman über das Abendland im Orient
Ein Toter, ein Ermordeter spricht aus der Tiefe des Brunnens, in den der Mörder seine Leiche geworfen hat: „Wer ist mein Mörder, gegen den ich eine solche Wut empfinde, und warum hat er mich auf diese gänzlich unerwartete Weise umgebracht? Versucht es herauszufinden! Die Welt ist voller gemeiner Mörder, die alle nichts taugen, der eine wie der andere, was soll’s, sagt ihr? Dann will ich euch sogleich warnen: Hinter meinem Tod steht eine widerwärtige Verschwörung gegen unseren Glauben, unsere Tradition und unsere Art, die Welt zu sehen. Öffnet eure Augen, erkundet, warum die Feinde des Islam, die Feinde jenes Lebens, an das ihr glaubt, mich umbrachten und eines Tage auch euch umbringen könnten.” Mit dieser Rede, dieser Klage voller Leidenschaft beginnt „Rot ist mein Name”, der neue Roman des türkischen Schriftstellers Orhan Pamuk (Hanser Verlag, München 2001, 58 Mark).
Die Türkei ist ein Erdbebenland, eine seismisch aktive Zone. Als vor zwei Jahren entlang der nord-anatolischen …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 10.11.2001

Vom Himmel durch die Welt zur Hölle
Die heimliche Logik der Farbe: In seinem meisterhaften Roman "Mein Name ist Rot" fragt Orhan Pamuk, auf welcher Seite Allah steht · Von Ernst Osterkamp

Diesem Roman stehen drei Motti voran. Das erste: "Wenn ihr jemand erschlagen habt und über den Täter streitet . . ." Ein gutes Motto für einen Kriminalroman. Das zweite: "Nicht gleichen sich der Blinde und der Sehende." Ein treffliches Motto für einen Künstlerroman. Das dritte: "Allah ist Herr über Ost und West . . ." Ein theologischer Roman also auch - zumal alle drei Motti dem Koran entstammen. Mithin ein hochaktueller politischer Roman.

"Ein Roman ist ein Leben als Buch. Jedes Leben hat ein Motto", so hat Novalis gesagt. Und: "Das Motto ist das musikalische Thema." Der Leser dieses Romans, vor dessen Beginn gleich drei Themen angeschlagen werden, hat sich auf eine gewaltige Lebenspartitur mit vielen Stimmen einzustellen. Dies ist wörtlich zu nehmen, denn das Werk hat nicht weniger als einundzwanzig Erzähler: Mörder und Opfer, Tote und Lebende, Maler und gemalte Figuren, Liebende, Tod und Teufel. Sie treten auf wie die Figuren im mittelalterlichen …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Ein wunderbar reiches Stück Weltliteratur", jubelt ein begeisterter Ernst Osterkamp über dies "verwirrend schöne" Buch. Ein Kriminalroman, der von der ersten Seite an auch ein Künstlerroman sei - und "ein Hohelied auf die osmanische Buchmalerei", Abgesang auf eine Kunst, die unter dem "aus dem Okzident kommenden künstlerischen Erneuerungsdruck" zum Untergang verurteilt gewesen sei. Es gehe also auch um den Konflikt zweier Kulturen. Und die Frage, ob Allah über Ost und West gleichermaßen herrscht. Dadurch gewinnt der Roman in Osterkamps Augen auch Züge einer politischen Allegorie, "die aktueller nicht sein könnte". Der Leser habe sich auf eine "gewaltige Lebenspartitur mit vielen Stimmen" einzustellen. "59 Auftritte", nicht weniger als einundzwanzig Erzähler habe das Werk. "Mörder und Opfer, Tote und Lebende, Maler und gemalte Figuren, Liebende, Tod und Teufel". Das Buch sei ein "Meisterwerk des polyperspektivischen Erzählens". Der Rezensent führt durch ein schillerndes historisches Panorama, das im Istanbul des Jahres 1591 angesiedelt ist und sich vom "ärmlichen Teehaus bis zum Palast des Padischah" erstreckt. Nebenbei sei das Buch auch noch eine wunderbare Liebesgeschichte, meint der Rezensent und lobt die Übersetzerin, die es in "angenehm lesbares Deutsch" gebracht habe.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Man wird nicht müde, Pamuk zu lesen, denn wieder hat er ein sprachliches Kunstwerk geschaffen, schildert in tausendundein Farben ein Intrigenspiel um Liebe und Tod, um Tradition und Aufbruch in die Moderne, das in vergangenen osmanischen Zeiten handelt und doch auf das Heute abzielt." Monika Carbe, Neue Zürcher Zeitung, 09.10.01

"Orhan Pamuk blickt tief in die Seelen der Menschen und entdeckt mit großer Begeisterung die schwarzen Flecken und erschreckenden Abgründe. Grausamkeit ist neben Nostalgie, Humor und intellektueller Verspieltheit das hervorstechendste Merkmal seines Schreibens."
Orhan Pamuk, geb. 1952 in Istanbul, studierte Architektur und Journalismus und lebte mehrere Jahre in New York. Für seine Romane erhielt er 1990 den Independent Foreign Fiction Award, 1991 den Prix de la découverte européenne, 2003 der International IMPAC Dublin Literary Award, 2005 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und in demselben Jahr den Ricarda-Huch-Preis, 2006 den Nobelpreis für Literatur und 2007 die Ehrendoktorwürde der FU Berlin als 'Ausnahmeerscheinung der Weltliteratur'. Im Jahr 2012 wurde er mit dem Sonning-Preis ausgezeichnet.

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