Ein liebender Mann, 6 Audio-CDs - Walser, Martin

Martin Walser 

Ein liebender Mann, 6 Audio-CDs

Vom Autor gekürzt und gelesen

Sprecher: Walser, Martin
Audio CD
 
2 Kundenbewertungen
***** ausgezeichnet
Vergriffen, keine Neuauflage
Nicht lieferbar
Ein Angebot für € 29,90
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Ein liebender Mann, 6 Audio-CDs

Fünfundfünfzig Jahre Altersunterschied liegen zwischen Goethe und seiner letzten großen Liebe Ulrike von Levetzow, als sie sich 1821 in Marienbad kennenlernen. War diese Ulrike wirklich so ein "flatterhaftes Persönchen", wie sie von der Literaturwissenschaft dargestellt wird? Martin Walser glaubt nicht daran: "Goethe wäre ein Idiot gewesen, wenn er sich in sie, wie sie verzeichnet wurde, verliebt hätte." Mit diesem Buch hat Walser eine Ulrike geschaffen, "die der Liebe Goethes würdig" ist. Martin Walser liest selbst.


Produktinformation

  • ISBN-10: 3455305849
  • Best.Nr.: 23332961
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 23.02.2008

Augenkraft, die nichts verbergen kann

Lieben, ohne geliebt zu werden, das dürfte es nicht geben: "Ein liebender Mann", Martin Walsers neuer Roman über die letzte Leidenschaft Johann Wolfgang von Goethes, als Vorabdruck in der F.A.Z.

Der Umstand, dass Männer gern die erste Liebe einer Frau und Frauen die letzte große Liebe eines Mannes sein wollen, hat schon zu vielen Tragödien geführt, im Leben wie in der Literatur. Cervantes, Italo Svevo und Nabokov haben uns Lieben mit Altersgefälle vorgeführt, gerade hat Philip Roth in "Exit Ghost" eindringlich gezeigt, wie eine junge Frau mit dem Anbranden verzweifelter Hoffnung umzugehen versteht, und auch Martin Walser hat die berauschende Wirkung unbekümmert junger Weiblichkeit auf ältere Herren schon einige Male untersucht. Dass sich erfolgreiche Männer mit jungen Frauen belohnen, ist allenthalben zu beobachten: ein ewiges Phänomen der Natur, ein großes Thema der Gegenwart.

Goethe war dank lebhafter Praxis mit Marianne von Willemer, Sylvie von Ziegesar, Bettina Brentano und nicht zuletzt seiner Frau Christiane Experte, was den Umgang mit junger Muse angeht, und begegnete dem Problem im "Mann …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 29.02.2008

Die Leiden des alten Werthers
Er handelt Tag und Nacht mit der Aussichtslosigkeit: Martin Walsers neuer Roman über Goethes letzte Liebe
Martin Walsers Erzähler-Sympathie hat immer den Verlierern gehört, den Abhängigen und Scheiternden. Kein Wunder, dass er – als er sich nun doch nicht mehr um Goethe herumdrücken mochte, dem er einst fast so distanziert gegenüber stand wie dem anderen Olympier Thomas Mann – Goethes gewaltige, peinlich-groteske letzte Liebesgeschichte und größte Liebes-Niederlage zum Thema machte. Also das Lodern des 73-Jährigen für die 19-jährige Ulrike von Levetzow. Diese Passion führte natürlich zur Katastrophe. Auch zum finstersten Fazit, das der Alte je dichtete: „Der ich noch erst den Göttern Liebling war; / . . . Sie drängten mich zum gabeseligen Munde / Sie trennen mich und richten mich zu Grunde”.
Was bei Martin Walser sogleich entzückt, ist die Anmut seiner Schilderung. Man lässt sich bezaubert ein auf Liebes-Passion, Dichter-Gescheitheit, lebendigstes Zeitkolorit. Da übertrifft Walser, sprachmächtig, nicht nur sich selbst, sondern auch so manche berühmte Goethe-Schilderung der deutschen Literatur. Verglichen …

Weiter lesen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Mit diesem Buch erweist sich Martin Walser zunächst einmal als Oscar Wilde unserer Tage. In diesem Buch, in dem es um Goethe geht, den man aber auch einfach als sprachverliebten alten Mann nehmen darf, der sich in ein junges Ding verliebt, in diesem Buch macht Walser Goethe und Goethe Walser zum Meister in der "undeutschen", wie Johanna Adorjan betont, "Kunst der Konversation". Und sonst: die Liebe. Über das Innere des alten Mannes, der Goethe heißt, erfährt man viel. Sehr bedauert es Goethe, dem sonst alles gelang, zum Beispiel, dass er dem männlichen Geschlechtsteil in der deutschen Sprache kein unverdächtiges Wort zu geben versteht. Hundert Seiten lang findet die Rezensentin Johanna Adorjan diese Liebesgeschichte einfach nur "herrlich". Ja: "Screwball-Comedy". Ganz genau gesagt: bis Seite einhundertelf. Dann aber: Skandal, Abschied, lange Briefe. Die jedoch stammen leider sehr eindeutig von Walser, der nun weder nach Oscar Wilde noch nach Goethe klinge. Vielmehr seien sie voller unbegreiflicher "Larmoyanz", klagt Adorjan. Sehr schade sei dieser jähe Absturz eines Buches, das mehr als viel versprechend beginnt.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Ein flammender Text." (Süddeutsche Zeitung)"Diskret und zart, erfüllt von Liebe, in einem umfassenden Verständnis Martin Walsers schönster Roman." (Frankfurter Rundschau)"Selten ist die Liebe in ihrer ganzen Leidenschaftlichkeit und Lächerlichkeit so zerreißend dargestellt worden. Für Goethe genügen nur die größten Gefühle. Walser liefert sie ihm." (Deutschlandradio Kultur)"Sein schönstes und weisestes Buch." (Berliner Morgenpost)"Ein Herzensbuch." (NZZ)
Martin Walser geboren 1927 in Wasserburg, lebt in Überlingen am Bodensee. Für sein literarisches Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 1981 den Georg-Büchner-Preis und 1998 den Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Außerdem wurde er mit dem Orden "Pour le Mérite" ausgezeichnet und zum "Officier de l'Ordre des Arts et des Lettres" ernannt.

Kundenbewertungen zu "Ein liebender Mann, 6 Audio-CDs" von "Martin Walser"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
***** ausgezeichnet
 
(2)
***** sehr gut
***** gut
***** weniger gut
***** schlecht
Schreiben Sie eine Kundenbewertung zu "Ein liebender Mann, 6 Audio-CDs" und Gewinnen Sie mit etwas Glück einen 15 EUR buecher.de-Gutschein

Bewertung von rock n eipos aus Bad Berka am 09.09.2010 ***** ausgezeichnet
Martin Walser - der Gott der Göttlichen für die Einen, eine unbekannte Persönlichkeit für die Anderen. Ob man ihn kennt oder nicht ist egal. Man sollte nur wissen, dass er in seinem Roman "Ein liebender Mann" die Geschichte von keinem Anderen als Goethe höchstpersönlich erzählt! Richtig. Goethe. Der berühmte und mittlerweile schon über 70 seiende Schriftstelle verliebt sich in eine 19-jährige. Unmöglich? Er weiß. Leidenschaftlich, aufregend und zart erzählt aber auf jeden Fall.
"Ein liebender Mann" gilt als Martin Walser populärster Roman. Warum, sollte jeder selbst für sich herausfinden. Ich persönlich erachte den Roman als definitiv lesenswert. Wer sich in seiner Frezeit nicht überwinden kann, sich Goethes Leben zu widmen, erfährt im Buch wenigstens einen aufregenden Teil seines Lebens. An den Erzählstil muss man sich erst gewöhnen. Hypotaxen scheinen seine liebsten sprachlichen Mittel zu sein. Entweder man mag es, oder man mag es nicht. Ich für meinen Teil mag es.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Herbert aus Heidelberg am 05.03.2008 ***** ausgezeichnet
Martin Walser erzählt in seinem neuesten Werk von der ungewöhlichen Liebesgeschichte zwischen dem 73-jährigen Goethe Witwer und der 19-jährigen Ulrike von Levetzow. Deswegen bin ich zunächst skeptisch an das Buch herangegangen, wurde aber sehr positiv überrascht. Walser schreibt feinfühlig und zugleich ironisch, eine Mischung, die einen zum Nachdenken und Schmunzeln bringt.
Besonders für Goethe-Kenner ein Muss!

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

19 von 30 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Sie kennen "Ein liebender Mann, 6 Audio-CDs" von Martin Walser ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop

Ein Marktplatz-Angebot für "Ein liebender Mann, 6 Audio-CDs" für EUR 29,90

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
wie neu 29,90 1,90 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung Buchrausch 99,6% ansehen
Mehr von