Die Durchschnittsfalle, 3 Audio-CDs - Hengstschläger, Markus

Markus Hengstschläger 

Die Durchschnittsfalle, 3 Audio-CDs

Gene - Talente - Chancen. 195 Min.

Gelesen v. Roman Danksagmüller
Audio CD
 
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Die Durchschnittsfalle, 3 Audio-CDs

Anders ist viel besser."Entweder man hats oder man hats nicht." Stimmt das? Kann man ohne bestimmte genetische Voraussetzungen nicht erfolgreich sein? Oder ist es umgekehrt? Ohne Fleiß kein Preis? In der vielbeschworenen Leistungsgesellschaft ist die Hervorbringung durchschnittlicher Allround-Könner zur obersten Priorität geworden. Aber wer bestimmt überhaupt, was "normal" ist? Wir kennen die Herausforderungen nicht, die uns die Zukunft stellen wird. Bewältigen können wir sie aber nur, wenn wir jene einzigartigen Talente fördern, die in uns allen schlummern. Es muss die Norm werden, von der Norm abzuweichen. Oder anders ausgedrückt: Wir brauchen Peaks und Freaks!


Produktinformation

  • ISBN-10: 3990220489
  • Best.Nr.: 35105961
  • Laufzeit: 195 Min.
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 19.03.2012

Keine Angst vor der Elite
Mittelmaß schafft keine Innovationskraft

Wer glaubt, dass seine persönlichen Talente vielleicht mehr zur Lösung künftiger Probleme beitragen als die von Plácido Domingo oder Lionel Messi? Kaum jemand unter uns. Die Vertreter dieser Spezies sind so rar wie Unternehmensgründer oder Erfinder. Individualität ist ihnen heilig. Mit dem Einzelnen und seinen Chancen im Gegensatz zur Masse befasst sich der österreichische Genetiker Markus Hengstschläger in seinem Buch über die Notwendigkeit des Individualismus als Überlebensprinzip.

Hengstschläger bricht eine Lanze für eine Geisteshaltung, bei der möglichst eigenständige Entscheidungen und Meinungsbildungen angestrebt werden, gleichgültig ob sie konform zum gesellschaftlichen Kontext sind oder nicht. Das hat auf den ersten Blick nur mittelbar mit Wirtschaft zu tun. Doch auf den zweiten Blick wird klar, dass in der Wirtschaft die Kraft der Individualität entscheidend ist für Innovation und damit das Bestehen im Wettbewerb. Nicht das Kollektiv, sondern der Einzelne bringt entscheidende Ideen und damit Impulse für eine Volkswirtschaft.

Der junge, aber …

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Mit 16 Jahren war Markus Hengstschläger als Punk unterwegs. Mit 24 Jahren promovierte er in Wien zum Doktor der Genetik und wurde 35-jährig zum jüngsten Universitätsprofessor für Medizinische Genetik berufen. An der Medizinischen Universität Wien betreibt er Grundlagenforschung (Entdeckung von Stammzellen im Fruchtwasser, Erforschung der Erbkrankheit Tuberöse Sklerose) und ist für die Erstellung von genetischen Befunden am Menschen verantwortlich. Er gehört verschiedenen (inter)nationalen Ethikkommissionen an. Als Autor von zwei Nr. 1-Bestsellern "Die Macht der Gene" (2007 zum beliebtesten Buch aus dem Bereich "Wissen" gewählt) und "Endlich unendlich", vielfach ausgezeichneter Wissenschaftler und bekannter Ö1-Moderator ("Radiodoktor" Medizin und Gesundheit) beweist Hengstschläger auch mit seinem jüngsten Buch "Die Durchschnittsfalle" eindrucksvoll, dass Erfolg aus Individualität entsteht und man alte Wege verlassen muss, um neue einzuschlagen. Ganz nach dem Motto: Gene sind nur Bleistift und Papier, aber die Geschichte schreiben wir selbst.

Kundenbewertungen zu "Die Durchschnittsfalle, 3 Audio-CDs"

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Bewertung von Siegbert Rudolph, www.der-lesekoch.de aus 90522 Oberasbach am 10.03.2012 ***** ausgezeichnet
Das Buch macht Mut, von der Norm abzuweichen, und ist schon deshalb eine empfehlenswerte Lektüre. Es ist verständlich geschrieben, spannend und er- bzw. einleuchtend. Der Autor überzeugt mit guten Beispielen von seiner These, dass der „Durchschnitt die größte Gefahr für eine erfolgreiche Zukunft ist“. Der Autor sagt wörtlich (Seite 175): „Jeder Mensch weist individuelle Begabungen auf. Der Mensch hat aber auch das Recht, seine Talente zu ignorieren beziehungsweise eventuell fehlende Leistungsvoraussetzungen durch größeren Einsatz, mehr Begeisterung und andere Begabungen zu kompensieren.“ Talente, so der Autor, kann man nicht messen. Messen kann man nur den Erfolg. Und der muss immer hart erarbeitet werden, ganz gleich, wie groß oder evtl. auch kleiner das betreffende Talent ist. „Üben, üben, üben“, rät der Autor auf Seite 70. Und das gilt – meiner Meinung nach – auch ganz selbstverständlich, wenn man Lesen lernen will.
Und diese Passage hat mich als Lesemotivationstrainer besonders fasziniert. Der Autor meint – allerdings ganz generell – auf Seite 71: „Zurzeit hat sich so etwas wie eine genetische Ausrede bei vielen Menschen manifestiert, und keiner traut sich so richtig dagegenzusprechen. Auch deshalb nicht, weil man diese kleine, aber entscheidende Ausrede ja in so bequemer Weise selbst gerne hin und wieder zur Anwendung bringt.“ Und das erinnert mich ganz stark an viele Beiträge zum Thema Legasthenie im Internet oder in der Literatur. Aber nur 50 % unserer Intelligenz, so der Autor auf Seite 42, sind genetisch bedingt. Seite 76: „Der Mensch ist stets ein Produkt der Wechselwirkung zwischen Genetik und Umwelt.“ Eine Passage (Seite 90) hat mir ganz besonders gut gefallen, ich kann da nur voll zustimmen: „Wir haben uns bereits darauf geeinigt, dass „Üben, üben, üben“ unverzichtbar für die Umsetzung von besonderen individuellen Leistungsvoraussetzungen in Erfolg ist. Einerseits müssen dafür individuelle Leistungsvoraussetzungen erst einmal entdeckt werden. Und andererseits ist nun auch klar, dass negativer Stress, ausgelöst etwa durch den Druck überehrgeiziger Eltern oder Trainer, theoretisch auch zu epigenetischer „Falschverwendung“ des vorhandenen genetischen Repertoires führen kann. (Anmerkung, eingefügt: Alle unsere Zellen besitzen alle Gene. Bei der Epigenetik geht es um die Spezialisierung der Zellen. Anders ausgedrückt, welche Gene der einzelnen Zellen abgeschaltet sind, also nicht verwendet werden.) Viele aktuelle Forschungsergebnisse in der Epigenetik betonen doch eigentlich, dass die Umsetzung besonderer Leistungsvoraussetzungen in Erfolg nicht extrinsisch erzwungen werden kann. Es muss das intrinsische Interesse von Kindern, ihre Talente in Erfolg umzusetzen, in einem psychisch positiv belegten Umfeld unter für das Kind erfreulichen Bedingungen (Spaß an der Umsetzung, Neugier wecken, Schmerzfreiheit etc.) entfacht werden.“ Genau so funktioniert „Der Lesekoch“ mit meinem Lesemotivationstraining. Auch ein Grund, weshalb mir das Buch so gut gefällt. Es macht auch Mut, weiter Lesen zu lehren.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

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