Die Dame mit dem Hündchen, 1 Audio-CD - Tschechow, Anton

Anton Tschechow 

Die Dame mit dem Hündchen, 1 Audio-CD

60 Min.

Gelesen v. Evely Hamann
Audio CD
 
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Produktinformation

  • ISBN-10: 3829120974
  • Best.Nr.: 23425047
  • Laufzeit: 60 Min.
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 08.12.2009

Vorübergehend
Otto Sander spricht Cechovs „Dame mit dem Hündchen”
Gurov verachtete die Frauen, die sich mit ihm einließen, er verachtete das ganze Geschlecht, nannte es nur „die niedere Rasse”. Aber er brauchte die Frauen dennoch, suchte immer wieder ihre Nähe, wollte erobern. Und gerade diesmal schien es so naheliegend: eine Frau war aufgetauchte, die keiner kannte in dem Kurort auf der Krim. Gurov sah sie, einen weißen Spitz hatte sie bei sich, man nannte sie nur die „Dame mit dem Hündchen”. Und sie ließen sich aufeinander ein, aber die Dame, Anna, entsprach dem geringen Bild nicht, das er von Frauen überhaupt sich gemacht hatte. Nach einer Nacht, nach einem Morgen, nach Spaziergängen hat sich alles verändert.
Schwer dürfte es fallen, für Anton Tschechows berühmteste Erzählung – auf diesem Hörbuch in der Übersetzung von Peter Urban – einen besseren Sprecher zu finden also Otto Sander (Anton Cechov: Die Dame mit dem Hündchen. Gelesen von Otto Sander. Diogenes Verlag, Zürich 2009. 1 CD, 50 Minuten, 14,90 Euro.). Seine tiefe Stimme hat das Bergende, Umhüllende, Einladende, das zum Liebesabenteuer im Kurort gehört. Aber er …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 15.07.2004

An den Menschen glaubte er nicht
Dauerkatastrophe: Anton Tschechows Erzählungen in Neuausgaben

Im heutigen Rußland ist Dostojewski zweifellos der meistpublizierte und meistdiskutierte "vaterländische Klassiker" überhaupt. Seine Wirkungsmacht beschränkt sich keineswegs auf den Unterhaltungswert seiner in Raum und Zeit weit ausgreifenden, zwischen Sex, Crime und Hysterie oszillierenden Plots, sie bezieht ihre staunenswerte Energie gleichermaßen aus dem Fundus seiner Gedankenwelt, die für Leser jeglicher politischen oder ideologischen Orientierung passende "Wahrheiten" bereithält. Dostojewskis Polyphonie reicht von aggressiver, nationalchauvinistischer Rhetorik über "allmenschliches" Verbrüderungspathos bis zur demütigen Zwiesprache mit Gott, und es verwundert nicht, daß er heute zwischen Staraja Russa und dem sibirischen Omsk von "Liberalen" und "Orthodoxen", von "Turbokapitalisten" und "Reformkommunisten", von "Neofaschisten" und "Nationalbolschewiken" gleichermaßen als Vordenker beansprucht, instrumentalisiert, auch vielfach mißbraucht wird.

Ebenso auffällig wie Dostojewskis Allgegenwart als vielzitierter Meisterdenker ist die …

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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Bevor der Rezensent Ralph Dutli auf die Artemis-und-Winkler-Ausgabe der Erzählungen zu sprechen kommt, preist er erst einmal die Übersetzungskunst des für die Diogenes-Ausgabe zuständigen Peter Urban. Dagegen, das erfahren wir dann sogleich, sehen die hier von einem ganzen Team erarbeiteten Übersetzungen, nicht besonders gut aus. Auch an der vorgenommenen Auswahl gibt es für Dutli einiges zu bemäkeln. Dass ausgerechnet die "Steppe" fehlt, ein Werk, das Tschechow selbst sehr hoch einschätzte, sei nicht recht begreiflich, zumal man auch keineswegs auf Entdeckungen aus sei. Irritierend auch das Nachwort zur Erzählung "Ariadne", in dem der Name der Arzt Ragin immerzu als Dr. Rabin bezeichnet wird - ein, wenn man zusammenfassen darf, wohl recht symptomatischer Lapsus in einer Ausgabe, mit der der Rezensent nicht recht glücklich geworden ist.

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Anton Tschechow, geb. am 29. Januar 1860 als Sohn eines kleinen Händlers in der südrussischen Hafenstadt Taganrog, studierte Medizin und machte sich schon während des Studiums mit humoristischen Geschichten einen Namen. 1890 unternahm der bereits lungenkranke Tschechow eine Reise auf die Sträflingsinsel Sachalin, um von den Bedingungen im Strafvollzug im Zarenreich zu berichten. Bereits während seines Arztpraktikums wurde sein Stück 'Onkel Wanja' uraufgeführt. 1892-99 lebte Tschechow als Landarzt und Schriftsteller auf seinem Landgut in Melicho bei Moskau. 1899 siedelte er wegen seiner Lungentuberkulose nach Jalta um. 1901 heiratete er Olga Knipper, eine Schauspielerin, die oft die Titelrollen in seinen Stücken auf der Bühne des Moskauer Künstlertheaters spielte. Tschechow starb am 15. Juli 1904 in Badenweiler.

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