Der kleine Bruder

Der kleine Bruder

Komponist: Regener,Sven
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Produktinformation


  • ISBN-10: 3867174296
  • Best.Nr.: 26384801
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Die 48 Stunden Handlung und 300 Seiten von "Der kleine Bruder" wurden für Sven Strickers Hörspiel auf zwei Stunden zusammengeschrumpft. Aber da im letzen Teil der Lehmann-Trilogie ohnehin nicht viel passiert, ist die Verkürzung kein Problem: Anfang der 80er verlässt Frank Lehmann Bremen und fährt nach Westberlin, wo er nicht wie erwartet seinen Bruder Manfred, sondern eine für ihn neue Welt aus Hausbesetzern, Künstlern, Punks und haufenweise Dosenbier vorfindet. Lehmanns erste Berlinerfahrungen machen sich gut als Hörspiel, denn auf den nächtlichen Streifzügen der Protagonisten wird vor allem gelabert. Sven Regener ist ja bekannt für seine genial schnoddrigen Dialoge, und gelesen von Hochkarätern wie Florian Lukas (Lehmann) und Bjarne Mädel (Karl) gewinnen sie nochmals hinzu. Auch dann noch empfehlenswert, wenn man das Buch schon kennt. (kat)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 11.11.2009

DAS HÖRBUCH
Immer zu früh ist auch unpünktlich
Berlinmarketing vom Feinsten: Sven Regeners „Der kleine Bruder”
Frank Lehmann ist hier bekanntlich kein Börsenprofi, sondern ein junger Mann, der ein neues Leben beginnen will. Zu diesem Zweck verlässt er Mitte der achtziger Jahre Bremen, fährt mit Freund Wolli nach Berlin, den Bruder suchend. Ebendieser Manfred wird von seinen dortigen Kumpanen Freddy genannt, während der kleine Bruder ihn Manni ruft. Erst ganz am Ende des Romans von Sven Regener gelingt die Familienzusammenführung. In der Zwischenzeit wird Bier getrunken, Musik gehört und so getan, als halte man ein Haus besetzt. Das nämlich war Mannis größter Beitrag zum Kreuzberger Kulturleben: eine Hausbesetzungssimulation.
Die Handlung von „Der kleine Bruder” ist kaum der Rede wert. Reflexionen sucht man meist vergebens, die Poesie nistet nur zwischen den Zeilen. Dennoch oder deswegen wurde die Kreuzberger Trilogie, der außerdem „Herr Lehmann” und „Neue Vahr Süd” angehören, ein grandioser Publikumserfolg. Woran das lag und warum die Kritik dennoch gut daran tut, hier frohgemut zu …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Für Alexander Kissler macht die Hörspielbearbeitung von Sven Regeners "Der kleine Bruder", ein Band seiner unerhört erfolgreichen Kreuzberger Trilogie, das Problem dieses Publikumerfolgs evident. Der Rezensent lässt keinen Zweifel an der technischen Brillanz der Hörspielfassung aufkommen, er lobt die Dialoginszenierung und findet die Sprecher gut besetzt. Das Hörspiel sei sehr kurzweilig und evoziere überzeugend die dichte Atmosphäre der Berliner Hausbesetzer- und Kneipenszene, findet er. Aber weder die Handlung noch der Reflexionsgehalt ist laut Kissler erwähnenswert, und genauso glatt und "routiniert" wirkt auf ihn dann auch die Hörspielfassung. Er sagt es nirgends explizit, aber offensichtlich findet der Rezensent Roman wie Hörspiel schlicht belanglos.

© Perlentaucher Medien GmbH

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