Das Buch von allen Dingen, 2 Audio-CDs - Kuijer, Guus

Guus Kuijer 

Das Buch von allen Dingen, 2 Audio-CDs

Ungekürzte Lesung. 156 Min.

Gelesen v. Rainer Strecker
Audio CD
 
2 Kundenbewertungen
***** ausgezeichnet
Vergriffen, keine Neuauflage
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Das Buch von allen Dingen, 2 Audio-CDs

Das Meisterwerk von Guus Kuijer - jetzt als literarisches Hörbuch bei Oetinger audio Thomas kann Dinge sehen, die andere nicht sehen: tropische Fische, die in den Grachten schwimmen, oder die Magie der Nachbarin Frau Amersfoort, die ihren Mann im Widerstand verloren hat. Er sieht die Schönheit von Elisa mit ihrem Bein aus Leder, und sogar Herrn Jesus, der Thomas anbietet, ihn beim Vornamen zu nennen. Vor manchem würde Thomas allerdings am liebsten die Augen verschließen - vor seinem strengen Vater zum Beispiel. Aber er nimmt sich vor, dass er keine Angst mehr haben will. Und er weiß schon, was er werden möchte, wenn er einmal groß ist: einfach glücklich. Rainer Strecker liest den vielfach ausgezeichneten Roman (u.a. "LUCHS des Jahres 2006" (Die ZEIT/Radio Bremen) und nominiert zum Deutschen Jugendliteraturpreis), eine zeitlose, poetische Geschichte von Liebe, Glaube, Freiheit und Glück. Ungekürzte Lesung auf 2 CDs.


Produktinformation

  • Verlag: Oetinger
  • ISBN-13: 9783837303636
  • Artikeltyp: Hörbuch
  • ISBN-10: 3837303632
  • Best.Nr.: 23487682
  • Laufzeit: 156 Min.

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Sehr berührt ist Siggi Seuss von Guus Kuijers, in den Niederlanden bereits preisgekrönten Buch, das von einem Jungen erzählt, der unter einem strenggläubigen Vater aufwächst. Einem Vater allerdings, der die Bibel in den Jungen hineinzuprügeln versucht. Doch wie Seuss berichtet, werden dem Jungen der eigene Mut und die eigene Widerstandskraft nicht sehr weit bringen. Er braucht Hilfe von anderen. Und dies ist für Seuss der entscheidende Punkt in Kuijers Geschichte: Es braucht "Menschen, die den Pharaonen dieser Welt entgegentreten". Und Courage.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 19.08.2006

Da kann Jesus auch nicht helfen
Guus Kuijers wunderbares "Buch von allen Dingen"

Nein, ein Kakao-Buch ist es nicht, das "Buch von allen Dingen". Guus Kuijer erklärt zu Beginn, warum er nun doch nicht, wie geplant, einen Schmöker über eine glückliche Kindheit geschrieben hat, den man gemütlich mit einem Heißgetränk am Kamin vorlesen könnte. Ein Mann namens Thomas Klopper kam ihm dazwischen und mit ihm der Junge, der dieser Mann einmal war: neun Jahre alt, bedrückt, voller Phantasie und Bibelverse. Was er an unverständlichen und schlimmen Dingen erlebt und was er darüber denkt, schreibt er in sein "Buch von allen Dingen". Wenn man in einer streng calvinistischen Familie aufwächst, kann das sehr viel sein. Als der niederländische Kinderbuchautor Guus Kuijer diese jahrzehntealten Notizen und ihren Autor kennenlernt, ändert er seinen Plan, über eine glückliche Kindheit zu schreiben. Entstanden ist die Geschichte einer Befreiung.

Wenig dringt nach außen über den Alltag der Kinder, die von ihren Familien in ein strenges christliches Glaubensleben hineingedrückt werden. In der Belletristik für Erwachsene tauchen gelegentlich …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 29.03.2006

Ein Trostbuch
Sie waren alle miteinander wunderschön
Guus Kuijers Kindergeschichte: „Das Buch von allen Dingen”
Michael Sowas Bild auf dem Einband zeigt einen Fluss voller Fische, denen ein bäuchlings am Ufer liegender Junge nachschaut. Im Hintergrund eine Häuserzeile mit Bäumen davor, über die heitere Wölkchen ziehen. Eine idyllische Szene, wären die Fische nicht gar so exotisch bunt und wäre da nicht am rechten Bildrand diese Jesusfigur mit Heiligenschein, die sich dem Jungen nähert.
Was, fragt sich der Betrachter irritiert, hat Jesus auf diesem weltlichen Bild zu suchen, und schlägt - neugierig gemacht - das schmale Buch auf. Gleich der erste Satz der Geschichte könnte eine Erklärung sein: „Thomas sah Dinge, die sonst niemand sah.” Eine Geschichte mit übersinnlicher Thematik also, aber das passt so gar nicht zu Guus Kuijer, dem großen Meister der niederländischen Kinderliteratur, von dem wir vor allem realistische Bücher kennen. Im Prolog versucht der Autor unsere Zweifel zu zerstreuen und berichtet, dass es gar keine eigene Geschichte sei, die er da erzähle, sondern die eines gewissen Thomas …

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Gabriele Hoffmann, Harry & Pooh 2007/2008 "Der Autor ist es seit 30 Jahren gewohnt, wichtige Literaturpreise für seine Bücher zu bekommen. Auch diese Geschichte wurde ausgezeichnet, und man kann mit ihr schön erläutern, was einen Text zu Literatur macht. Natürlich darf der gute Witz nicht fehlen. Die Erzählung enthält eine intelligente Mischung aus Lachen über Abstrusitäten und die Unzulänglichkeiten des Seins. Auch das Weinen über menschliche Bösartigkeiten und Gemeinheiten gehört dazu. Beides zu vereinen gelingt nur der Menschenmögliches übersteigenden Komödie. Guus Kuijer schafft dies, und das sogar in einem kleinen Kinderbuch. Auf den Ebenen der Handlung und der Personen werden wir mit einem Feuerwerk von Absonderlichkeiten konfrontiert. Das liegt vielleicht daran, dass Thomas, der Protagonist erst neun Jahre alt ist, und ihm mangels Welterfahrung die Ereignisse so manches Missverständnis bescheren. Aber es passiert ihm wahrlich auch ausgesprochen Eigentümliches: er sieht tropische Fische in den Grachten; verliebt sich in Elisa, obwohl die ein quietschendes Lederbein hat und an einer Hand nur noch den kleinen Finger. Sein Tatendrang ist ebenfalls von eigenwilliger Färbung: er probiert die Wirkung der ägyptischen Plagen aus und er führt heimliche Gespräche mit Jesus. Vor allem aber versteht er einige Erwachsenenworte nicht so recht, z.B. ""füsilieren"", ""entehren"", ""barmherzig"", ""Erbarmen"" und ""Sünder"", was wegen der Fantasielosigkeit der Erwachsenen um ihn herum leider zu mittleren bis schweren Katastrophen führt. All diese Erfahrungen schreibt er in sein Heftchen, das den Titel ""Das Buch von allen Dingen"" trägt. Der kleine Thomas betreibt im urphilosophischen Sinn sprachliche Reflexion als Möglichkeit, mit den täglichen Unzulänglichkeiten klar zu kommen. Manchmal müssen darum auch einfache Worte auftauchen wie ""bumm"" oder ""tschüs"" oder schlicht ""ach so!"". Auch sie zeigen Sprache als Weg der Verarbeitung von Erfahrungen. Thomas nimmt die Welt elementar wahr, nicht oberflächlich wie seine ""kartoffeldumme"" Schwester. Und darum stimmt der erste Satz der Geschichte vollkommen: ""Thomas sah Dinge, die sonst niemand sah."" Und so erst erhält auch sein sehnlicher Wunsch Kontur und Schärfe: Auf die Frage, was er später einmal werden will, antwortet er an entscheidender Stelle des Buchs: ""Ich werde später glücklich."" Ein großes Wort! Aber es kommt so; und das ist eine letzte Ebene, die Kuijers Buch zu großer Literatur macht: Thomas hat nämlich sein Büchlein 1951 geschrieben und erst viel später dem großen Guus zum Lesen gegeben, der es dann aufgeschrieben hat. Den Unterschied muss man erst einmal verstehen. Denn mit dieser Bemerkung tauchen wir bewusst oder unbemerkt in eine andere Welt, die uns die eigene wie durch ein Brennglas größer, klarer, reflektierter sehen lässt, und genau das sollte Literatur leisten."
Guus Kuijer, geboren 1942 in Amsterdam, war zunächst Lehrer und ist seit 1973 freier Schriftsteller. Vielfache - auch internationale - Auszeichnungen für seine Kinder- und Jugendbücher, darunter 1982 der Deutsche Jugenliteraturpries für "Erzähl' mir von Oma" sowie der Holländische Staatspreis für sein Gesamtwerk. Im Jahr wurde er mit dem Astrid Lindgren Gedächtnispreis geehrt.

Kundenbewertungen zu "Das Buch von allen Dingen, 2 Audio-CDs" von "Guus Kuijer"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von Cuniculus aus marina99 am 19.02.2011 ***** ausgezeichnet
Beim Anhören des Buches habe ich die Gefühle eines Kindes in mir wieder empfunden und hatte sogar Tränen in den Augen. Sehr empfehlenswert!

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Bewertung von xchrisx aus Hasbergen am 08.10.2010 ***** ausgezeichnet
In dem Buch "Das Buch von allen Dingen'", welches von Guus Kuijer geschrieben wurde,geht es um Thomas,der Dinge sieht,die sehr außergewöhnlich sind.Ein Problem ist sein schlagfertiger und und agressiver Vater.Eine Stütze für ihn sind die Liebe zu Elisa,die mit einem Lederbein leben muss, und die "Hexe" Frau van Amersfoort.Die Hilfe,die er von von Jesus Christus persönlich erfährt,ist eine große Stütze für ihn.
Dieses Buch ist sehr interessant und wirklich tiefgündig.Es kann einem auch bei Problemen in seinem eigenen Leben helfen und trotzdem lässt es sich sehr gut lesen.

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