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Bewertung von sabisteb aus Freiburg am 09.08.2010 ***** sehr gut
Teil 1: "Interview mit Ed", gelesen von Till Hagen

Eine Zeitungsreporterin will Edward Leroy Shipman interviewen, denn Edward hat ein besonderes Talent: Er rettet Leben. Ed will aber nicht nur von seiner neuesten Rettung erzählen, er will seine ganze Geschichte erzählen, wie es dazu kam, dass er so viele Leben retten konnte, wie er schon als Baby ein Leben rettete und auch später immer wieder zur richtigen Zeit am richtigen Ort war.
Die Reporterin jedoch findet einen anderen Teil der Erzählung deutlich interessanter. Wie man Ed zu seinem Job und was hat es mit den Tarotkarten auf such, die einige Bewohner Portervilles zugeschickt bekommen?

Till Hagen liest diese Geschichte sehr gut, jedoch schafft er es nicht, die Stimme der weiblichen Reporterin glaubhaft zu verkörpern. Ich hatte zu Anfang einige Probleme dem Interview wirklich zu folgen und zu erfassen wer gerade spricht. Das mag möglicherweise beabsichtigt sein, weil die Geschichte eine unerwartete Wendung nimmt, aber diese Wendung hat mit milde gesagt einfach nur verwirrt und ratlos zurückgelassen. Daher bekommt diese Geschichte aus Porterville von mir nur 3 Sterne: ***

Teil 2: "Das böse Zimmer", gelesen von Hendrik Buchna

Frank Morgan ist Psychologe in Porterville und drauf und dran die Stadt fluchtartig zu verlassen. Er spricht seine Erinnerungen auf Band, damit sie irgendwie nach draußen gelangen, wenn er es nicht schaffen sollte.
Morgan erzählt von zwei Patienten. Einem kleinen Jungen namens Scott Harrison, der ganz zu Anfang seiner Zeit als Arzt in Porterville, einige Zeit spurlos verschwand und verwirrt wieder auftauchte und dem Arzt vom Darkside Park erzählt.
Und von einem alten Mann, der schon ewig verwirrt in der Psychatrie sitzt und nur ein einziges Mal zu sich kommt, als er in einer Zeitschrift eine alte Uhr endeckt. Er erzählt vom Bösen Zimmer und verfällt wieder in Lethargie für den Rest seines Lebens.

Hendrik Buchna erzählt diese Geschichte souverän und spannend. Er macht keine Stimmen nach, denn es handelt sich um die Aufzeichnungen eines Arztes, ein Lebensbericht über die Dinge die ihm wichtig erscheinen, um andere zu schützen. Nur leider verrät er nichts. Die Geschichte bleibt (derzeitig) Zusammenhangslos und verwirrend. Man erfährt nicht, warum er sie erzählt, warum er flüchten will und was vor sich geht. Vielleicht erschließt sich das irgendwann rückblickend. Als einzelne Geschichte betrachtet ist sie unterhaltsam und spannend gelesen. Daher von mir 4 Sterne ****

Teil 3: "Der Gesang der Ratten", gelesen von Nana Spier

Sarah Freeman zieht mit ihrem Freund Tom nach Porterville, denn dieser hat ein Stipendium für die Örtliche Universität erhalten und will dort Jura studieren. Porterville erscheint ihr als die wunderbarste Stadt der Welt, die Wohnung ist wunderschön, sie findet sofort einen Job in der örtlichen Bücherei, alles scheint perfekt, bis Sarah und ihr Freund an einem Wochenende die Psychatrie (in welcher Frank Morgan aus Teil 2 gearbeitet hat?) untersuchen. Das Gelände ist abgesperrt und vom Einsturz bedroht. Sarah und Tom werden dort von Obdachlosen angegriffen, Sarah kann entkommen, ihr Freund bleibt verschollen und keiner scheint ihr bei der Suche behilflich sein zu wollen.

Nana Spier (dt. Stimme von Buffy), verfügt über eine sehr wandelbare Stimme. Es gelingt ihr wunderbar in andere stimmliche Rollen zu schlüpfen, wenn es die Geschichte erfordert. Sie liest lebendig und spannend. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen und soweit schlüssig und sehr gut auch einzeln zu hören, daher 5 Sterne von mir *****

Darkside Park ist kein klassisches Hörbuch, denn die Bücher zu dieser Reihe erschienen erst viel später als die Hörbücher (Darkside Park 1: Ankunft in Porterville). Es ist aber auch kein Hörspiel. Am ehesten wohl könnte man es als vertonte Lesung bezeichnen, aber dafür sind zu wenige Hintergrundgeräusche eingespielt.

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