DAS HÖRBUCH
Klingt komisch
Keineswegs fade: Eine Limerick-Anthologie
„The limericks form is so easy./ It‘s no trick at all to be
breezy;/ but the lines of its wit/ are oft flavoured with shit,/
arousing the qualms of the queasy.”
„The queasy”, das sind die Überempfindlichen, verrät
dankenswerterweise ein kleines Glossar im Beiheft zu den „150
Limericks”, die jetzt als Hörbuch vorliegen. Ob sich an den
manchmal recht derben Späßen des Limericks tatsächlich jemand
stört, ist ungewiss. Sicher aber bedarf der Limerick-Konsument
einer deutlichen Neigung zum Kalauer, sonst wird er kaum Freude an
dieser sehr britischen Gedichtform haben.
Wo gibt es das sonst: eine lyrische Untergattung, die einzig dem
Scherzen vorbehalten ist? Keine Frage, der Limerick mit seinem
eingängigen Reimschema, dem einnehmenden Metrum und der Kürze und
Prägnanz der Strophe eignet sich besonders gut dazu, gewitzte
Einfälle einzufangen. Seit dem 18. Jahrhundert kennt England den
Limerick, und Deutschland kennt ihn spätestens seit Hans Magnus
Enzensbergers Übertragungen der Gedichte Edward Lears, des größten
aller …