Das bahnbrechende Werk von Antony C. Sutton (1925 - 2002)
untersucht den von der offiziellen Geschichtsschreibung verdrängten
Zusammenhang zwischen Wall Street Bankiers und dem Aufstieg
Hitlers. Der Perseus Verlag legt hiermit die deutsche Erstausgabe
des vor 33 Jahren auf Englisch erschienenen Klassikers des
britischen Historikers Wall Street and the Rise of Hitler vor.
Sutton ist unseren Lesern u. a. aus den Aufsätzen von Andreas
Bracher bekannt, der auch ein Vorwort zur deutschen Ausgabe
schrieb. Während die Halbwahrheit, dass der Hitlerismus mit Hilfe
der amerikanischen Streitkräfte 1945 besiegt wurde, in alle Köpfe
gehämmert wurde, bleibt die andere Hälfte der Wahrheit, dass
derselbe Hitlerismus nur mit Hilfe westlicher
(britisch-amerikanischer) Kapitalhilfe überhaupt aufgebaut werden
konnte, bis heute ein Tabu akademischer Geschichtsschreibung. Die
gegenwärtige Schleuderfahrt der Wall Street-Praktiker, die unter
dem rein kommerziellen Motto "Geld stinkt nicht",
Geschäfte treiben, wo es eben geht, legt es nahe, auch einmal Wall
Streets Geschäftsbande mit dem Dritten Reich ins Auge zu fassen.
Suttons Buch sollte jedoch nicht als Anklage gegen die Wall Street
oder gar gegen "Amerika" gelesen werden, sondern als
akribischer Nachweis, wohin eine rein wirtschafts-egoistisch
ausgerichtete Denkweise letztlich führen muss zu einem Bündnis mit
menschheitsfeindlichsten Kräften und ihren Trägern. So könnte es zu
einem Erwachen für die Notwendigkeit "höherer Zwecke als die
Bereicherung" führen, wie sich der weit blickende Laurence
Oliphant einmal ausdrückte.