Bloodlands - Snyder, Timothy

Timothy Snyder 

Bloodlands

Europe Between Hitler and Stalin

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Bloodlands

A prize-winning historian recasts the history of modern Europe around its central catastrophe: the 14 million people killed by totalitarian regimes in the lands between Hitler and Stalin.


Produktinformation

  • Abmessung: 245mm x 167mm x 48mm
  • Gewicht: 799g
  • ISBN-13: 9780465002399
  • ISBN-10: 0465002390
  • Best.Nr.: 29156862
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 05.03.2013

NEUE TASCHENBÜCHER
Terror und
Vernichtung
In Amerika wurde Timothy Snyders „Bloodlands“ gefeiert, die Historiker hierzulande zeigten sich bei Erscheinen der deutschen Ausgabe vor zwei Jahren verhaltener. Stilistisch brillant, so die Kritik, lässt die Monografie über die 14 Millionen Menschen, die von 1933 bis 1945 Stalins Terror sowie der NS-Vernichtungspolitik im Gebiet von Zentralpolen bis Westrussland zum Opfer fielen, jedoch viele Fragen offen. Etwa die, in welchem Zusammenhang die Massenmorde der beiden Regime zueinander stünden. Historische Fachdebatten, bei denen sicher noch der „Historikerstreit“ nachwirkt, mal beiseitegelassen: „Bloodlands“, ausgezeichnet mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung, sollte jeder lesen, der das „Zeitalter der Extreme“ (Hobsbawm) verstehen will. Auf der Basis jeder Menge statistischen Materials bemüht sich Snyder, die Opfer – Frauen, Kinder, Alte, Kriegsgefangene – sprechen zu lassen. Eine von ihnen, die Minsker Jüdin Junita Wischnjatskaja, schrieb vor ihrer Erschießung in einem Abschiedsbrief: „Ich habe solche Angst vor diesem Tod, denn die kleinen Kinder werden lebend in die …

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"Choice" "[A] popular history of the highest order. Not only does Snyder effectively relate the motivations behind Stalin's and Hitler's crimes, but he also exhibits a capable eye for the telling detail. The numerous stories of individuals who suffered in the 'bloodlands' humanize the carnage perpetrated in the name of the Stalinist and National Socialist ideologies. This is, perhaps, Snyder's most noteworthy accomplishment.""American Diplomacy""[A] brilliant, profoundly unsettling volume.... ["Bloodlands" is] so tempting to put down because of the tragedies it describes, [but] so impossible to dismiss because of its revelations."

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Rezensent Sönke Neitzel mag sich gar nicht vorstellen, was Timothy Snyder passiert wäre, wenn er seine Geschichte zum großen Morden in den osteuropäischen Ländern vor zwanzig Jahren veröffentlicht hätte. Eine Zusammenschau von nationalsozialistischen und sowjetischen Verbrechen? Sich gegenseitig radikalisierende Gewaltherrschaften? Erleichtert registriert Neitzel daher, dass Snyders Buch überwiegend positiv aufgenommen wurde, denn es leistet Enormes: So eindrücklich hat der Rezensent noch nicht gelesen, wie sich die Massenmorde und Hungerpolitik in Polen, Weißrussland und der Ukraine zu einer gewaltigen Eruption der Gewalt hochschaukelten. Auf welche Fülle von osteuropäischen Sprachen der Autor dabei in der Literatur zurückgreifen kann, ringt dem Rezensenten großen Respekt ab. Im Einzelnen hat er jedoch durchaus Einwände anzubringen, vor allem einen Punkt findet er erstaunlich: Der Krieg selbst findet bei Snyder nicht statt, dabei lassen sich die Verbrechen an den Zivilisten in Neitzels Augen nicht von der brutalen Kriegsführung trennen, was besonders bei der Partisanenbekämpfung und den Rückzugsverbrechen der Wehrmacht der Fall sei.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 19.09.2012

Nichts Neues im Osten
Historiker über Timothy Snyders "Bloodlands"

Timothy Snyders Befund in seinem Buch "Bloodlands" (Europa zwischen Hitler und Stalin, C. H. Beck Verlag, München 2011) war: In der Region, die vom Baltikum bis zur Ukraine reicht, wurden zwischen 1932 und 1945 mehr als vierzehn Millionen Menschen ermordet. Zunächst fielen Millionen ukrainischer Landbewohner dem Plan Stalins zum Opfer, die Sowjetunion zu industrialisieren, wofür man ihnen die Nahrung wegnahm oder sie auf der Suche nach angeblich verstecktem Getreide tötete. Snyder spricht von einem Klassengenozid.

Zugleich entfaltet sich ein Terror gegen andere Nationalitäten, insbesondere gegen Sowjetbürger polnischer Abstammung. 1937/38 wurden 111 000 von ihnen wegen Spionage exekutiert. Zwischen 1939 und 1941 sorgte der Hitler-Stalin-Pakt dafür, dass dieses Morden und Deportieren sich auch nach Polen selbst erstreckte. Danach standen die deutschen Einsatzgruppen in den "Bloodlands", und die Massenvernichtung nahm mit dem programmierten Judenmord und dem Verhungernlassen von Kriegsgefangenen eine weitere Stufe, die nach dem geplanten Kriegsgewinn noch überboten werden …

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"Snyders exzellent geschriebene Studie zeigt einem breiten Publikum das Martyrium der osteuropäischen Bevölkerung in der Zeit von 1933 bis 1945 auf und schärft den Blick für die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von nationalsozialistischem und kommunistischem Terror."
Sönke Neitzel, Frankfurter Allgemeine Zeitung 30.01.2012
Timothy Snyder is Professor of History at Yale University. He won the George Louis Beer Prize of the American Historical Association in 2003 for his book The Reconstruction of Nations, and his book Sketches from a Secret War, was awarded the Pro Historia Polonorum by the First Congress of Foreign Researchers of Poland for the best book on Polish history by a foreign author. His most recent work is The Red Prince: The Secret History of a Habsburg Archduke. He lives in New Haven, Connecticut.

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