Zeitoun, English edition - Eggers, Dave

Dave Eggers 

Zeitoun, English edition

Winner of the American Book Award 2010 and Albatros Literaturpreis 2012

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Zeitoun, English edition

In the wake of Hurricane Katrina, longtime New Orleans residents Abdulrahman and Kathy Zeitoun are cast into unthinkable struggle with forces beyond wind and water. Good Samaritan Abdulrahman has stayed on in the city, traversing its deeply flooded streets by canoe, feeding trapped dogs and rescuing survivors, as New Orleans becomes a disaster zone. But nothing could prepare him for the wholly unexpected nightmare that follows...


Produktinformation

  • Verlag: Vintage, New York
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. XV, 337 p.
  • Seitenzahl: 337
  • Vintage Books
  • Englisch
  • Abmessung: 200mm x 133mm x 22mm
  • Gewicht: 375g
  • ISBN-13: 9780307387943
  • ISBN-10: 0307387941
  • Best.Nr.: 28300732
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 29.07.2011

Sie hatten ihn gebrochen

In "Zeitoun" erzählt Dave Eggers die wahre Geschichte eines Mannes, der nach dem Hurrikan "Katrina" wegen des Verdachts auf Terrorismus festgenommen wurde. Sein Buch ist ein Meilenstein im Möglichkeitsraum zwischen Fiktion und Realität.

Nachrichtenbilder über Katastrophen produzieren eine Bandbreite von Emotionen. Einer der gespenstischsten Momente beim Betrachten tritt ein, wenn man sich sekundenweise dabei ertappt, das reale Geschehen mit dem Blick eines routinierten Kinobesuchers erfasst zu haben, der ahnt, was folgt. Der fiktive Film, die Erzählung, scheint der Wirklichkeit einen Schritt voraus. Er bestimmt, wie wir wahrnehmen und was wir erwarten. Von "King Kong" bis "2012" hat sich ein Regelwerk ausgebildet. Es dramatisiert den Stoff weniger, um zu informieren, als vielmehr, um den Betrachter bestmöglich in Spannung zu versetzen. Meistens ist es dabei unerheblich, ob nun Moby Dick Menschen verschlingt, Außerirdische wüten oder die Eiszeit alles mit Stille überzieht.

Eine der wichtigsten Regeln für Filme solcher Art nutzt auch der amerikanische Autor Dave Eggers für seinen Tatsachenroman "Zeitoun" über die …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 17.03.2011

Als die Dämme brachen
Dave Eggers’ grandioser Reportage-Roman „Zeitoun“ über eine Menschenjagd im überschwemmten New Orleans
Nach dem japanischen Tsunami tauchte ein Video auf, das an einem Küstenörtchen eine beschauliche Morgenszene einfing: Auf der anderen Seite der Hafenbucht steht ein Mann in den Felsen, er scheint aufs Meer zu schauen, in neugieriger Erwartung eines Mini-Tsunamis, und winkt, winzig klein, kurz herüber. Das Grauen der Szene entsteht aus der Ahnungslosigkeit des Mannes und dem eigenen Wissen um die Welle, die in wenigen Sekunden ihn selbst und das ganze Dorf hinter ihm verschlingen wird.
Der Anfang von Dave Eggers großem Reportageroman „Zeitoun“ spielt mit genau solch einer Diskrepanz: New Orleans am Morgen des 26. August 2005, eine sechsköpfige Familie wacht auf, der feine Spinnwebaus Traumresten und Frühstückshektik, Geschwisterkabbeleien, Hundegebell und Pausenbroteschmieren, zwischenrein einige Anrufe bei der Mutter, Kathy, die bei „Zeitoun Painting Contractor“, dem Handwerksunternehmen ihres Mannes, Sekretärin, Buchhalterin und Finanzmanagerin in einer Person ist: Ob die Firma angesichts des angekündigten …

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kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Dave Eggers hat es wieder geschafft. Wie bereits in "Weit gegangen. Das Leben des Valentino Achak Deng" lässt er ein persönliches Schicksal von großen, umfassenden Missständen zeugen. Diesmal im Mittelpunkt: Das von Hurricane Katrina heimgesuchte New Orleans und die dort lebende syrisch-amerikanische Familie Zeitoun, deren Erinnerungen an die Geschehnisse die Grundlage für das Werk bilden. Der gleichermaßen arbeitsame wie sensible Familienvater Abdulrahman und seine liebevolle, emotional engagierte Frau Kathy ließen sich nichts zu Schulden kommen. Dennoch mussten sie während der Zeit der Katastrophe und ihrer Nachwirkungen sowohl von Natur- als auch von Staatsgewalt vieles erdulden. Und diese beiden Gewalten agieren ähnlich willkürlich. Ohne zu werten, ohne zu verurteilen oder künstlich zu dramatisieren, zeigt Eggers eine Stadt am Boden. Er zeigt Militär und Polizei zwischen Rat- und Gesetzlosigkeit, materielles sowie bürokratisches Chaos. Er zeigt Angst, Wut, Verweiflung. Immer wieder flechtet er retrospektive Passagen ein, die familiäre Umstände und Hintergründe erläutern und verleiht seinen Protagonisten somit große Tiefe. "Zeitoun" ist ein Tatsachenbericht, der sich als ebenso fesselnder wie ergreifender Roman liest. Und man könnte einfach froh darüber sein - wenn nicht alles wirklich passiert wäre. (lan)
Dave Eggers, geboren 1971, wuchs in der Nähe von Chicago auf und besuchte die Universität von Illinois. Er gründete 1998 einen Verlag, in dem er seine Bücher veröffentlicht, ein vierteljährliches Literaturmagazin und eine Monatszeitschrift. 2012 wurde Dave Eggers mit dem "Albatros", dem Preis der "Grass-Stiftung", ausgezeichnet.

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