Brooklyn - Toíbín, Colm

Colm Toíbín 

Brooklyn

Winner of the 2009 Costa Novel Award

Broschiertes Buch
 
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Brooklyn

It is Ireland in the 1950s and for Eilis Lacey, as for so many young Irish girls, opportunities are scarce. So when her sister arranges for her to emigrate to New York, Eilis knows she must go, leaving behind her family and home for the first time.
Arriving in a crowded lodging house in Brooklyn, Eilis can only be reminded of what she has sacrificed. She is far from home - and homesick. Then, just as she takes tentative steps towards friendship, and perhaps something more, Eilis receives news which sends her back to Ireland. There she will be confronted by a terrible dilemma - a devastating choice between duty and one great love.


Produktinformation

  • Verlag: Penguin Uk
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 251 p.
  • Seitenzahl: 251
  • Englisch
  • Abmessung: 183mm x 111mm x 22mm
  • Gewicht: 138g
  • ISBN-13: 9780141047768
  • ISBN-10: 0141047763
  • Best.Nr.: 26877455
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 02.10.2010

Ein Mädchen aus Enniscorthy

Fremd zu sein an zwei Orten, ist die grundlegende Erfahrung aller Emigranten: Colm Tóibíns zarter Roman "Brooklyn" erkundet, wo die Seele bleibt.

Von Verena Lueken

Dies ist eine einfache Geschichte. Eilis Lacey, ein Mädchen aus dem Irland der fünfziger Jahre, in dem es keine Arbeit und also keine Zukunft gibt, geht nach New York. Nach stürmischer Überfahrt findet sie sich in Brooklyn wieder, in einer Pension für junge Frauen und in Obhut eines irischen Priesters, der ebenfalls aus Enniscorthy an der Südostküste Irlands stammt. Sie nimmt eine Arbeit in einem Modekaufhaus an, in dem bald die ersten schwarzen Frauen einkaufen werden, sie geht zur Abendschule, sie nimmt teil an den Aktivitäten der Gemeinde des Priesters, und sie geht zögernd zum Tanz, bei dem sich einige Italiener unter die Iren mischen. Sie verliebt sich. Und dann reist sie, weil ein schreckliches Unglück geschehen ist, zurück nach Hause.

Zu der einfachen Geschichte gehören komplizierte Gefühle. Und sie sind es, denen Colm Tóibín in diesem zarten, traurigen Buch nachspürt. Er hat es ganz aus der Perspektive von Eilis erzählt, …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 05.10.2010

Willkommen in der großen kleinen Welt
Dieses Buch wird Bestand haben: Colm Toíbín erzählt in seinem Roman „Brooklyn“ von irischen Ausgewanderten in Amerika,
die zu Doppelgängern ihrer selbst werden, und taucht die Metropole New York in das Licht des Alltags Von Lothar Müller
Der amerikanische Schriftsteller Henry James, selbst ein Auswanderer, betrachtete, als er 1905 nach Jahrzehnten aus England wieder nach New York reiste, die dortigen Einwanderer mit unverhohlenem Misstrauen. Die Stadt seiner Kindheit am Washington Square schien ihm untergegangen, das moderne New York ein unberechenbarer, finsterer, von Elektrokabeln eingeschnürter Gigant, der Hafen ein beunruhigendes Einfallstor für Massen von Immigranten. In seinem Buch „The American Scene“ (1906) hielt er sie sich vom Hals, indem er sie in zoologische Metaphern sperrte wie in kleine Käfige. Henry James brachte von seiner Reise in die Heimat noch etwas mit: die Idee für seine Erzählung „The Jolly Corner“ (1908). Darin wird der Held, der nach Jahrzehnten aus Europa nach New York zurückkehrt, um den ererbten Familienbesitz zugunsten eines Neubaus niederreißen zu lassen, sein …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Vieles kommt Rezensentin Verena Auffermann an Colm Toibins neuem Roman bekannt vor: die fast mathematische Beschreibung der Milieus und Atmosphären, der Verzicht auf jede Psychologie, die dominante Mutterfigur als Katalysationspunkt von "Abhängigkeit, Furcht und Liebe". Dennoch scheint sie den Roman sehr gern gelesen zu haben, der von der irischen Auswanderin Eilis erzählt, die in den 50er Jahren in Amerika nicht die Geschichte einer Selbstverwirklichung erlebt, sondern sich, unempfänglich für Kategorien wie Freiheit, Schönheit oder Romantik, von einer Abhängigkeit in die nächste begibt. Dem "voregoistischen Zeitalter" sieht Auffermann mit diesem Roman ein Denkmal gesetzt, eines, das ganz ohne Moral und Rührseligkeit auskomme.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Vor allem hat "Brooklyn" einen betörenden Duft von Wahrhaftigkeit. Tóibín hat die Seelenlagen einer jungen Frau getroffen, die an einer Schwelle steht zwischen einem traditionellen Leben und einem in Maßen emanzipierten." (Frankfurter Rundschau)<br/><br/>"Das Brooklyn der fünfziger Jahre, atmosphärisch dicht beschrieben, wird dem Leser im Gedächtnis bleiben." (Cicero)<br/><br/>"Colm Toibins Roman "Brooklyn" berührt durch seine ruhige Beobachtungsprosa. Keine literarische Sozialstudie, keine Einwanderererzählung, und auch kein Liebesroman; Toibin hat Elemente dieser Typen verwoben zu einer Aufzeichnung darüber, wie sich der innere Blick auf die Dinge verändert, sobald man seine eigenen Erwartungen kennt." (Die Welt)<br/><br/>""Brooklyn" ist wie eines jener Papierklümpchen, die sich im Wasser zu einer wunderbaren Blume entfalten. Bloss braucht man den Roman dafür nicht einmal einzuweichen." (NZZ am Sonntag)<br/><br/>"Dieses Buch wird Bestand haben: Colm Tóibín erzählt von irischen Ausgewanderten in Amerika und taucht die Metropole New York in das Licht des Alltags." (Süddeutsche Zeitung)<br/><br/>"Ein wunderschöner Roman ... ein ganz sensibel, einfühlsam erzähltes Buch. ... Mich hat es außerordentlich berührt, denn es beschreibt unheimlich intensiv, was es bedeutet, wegzugehen, seine Heimat zu verlieren, in einem neuen Land ein neues Leben anzufangen, was Auswandern bedeutet. Das begreift man, wenn man das gelesen hat." (ZDF Die Vorleser)<br/><br/>"Es ist ein Vergnügen, dieses Buch zu lesen." (Stuttgarter Nachrichten)<br/><br/>"Colm Tóibín setzt mit Brooklyn' dem voregoistischen Zeitalter ein Denkmal." (Die Zeit)
Colm Toibin, 1955 in Irland geboren, wurde für seine Bücher mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

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Kundenbewertungen zu "Brooklyn" von "Colm Toíbín"

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Bewertung von Jessica am 14.07.2011 ***** ausgezeichnet
"Brooklyn" ist eines meiner Lieblingsbücher!
Colm Toíbín schreibt sehr einfühlsam und eindrucksvoll durch die Perspektive von Eilis.
Die Erlebnisse und Erfahrungen, die sie macht, beschreibt der Autor so eindringlich, dass man meint, sie selbst erlebt zu haben.
Spannend bis zum Schluss, da stets unerwartete Wendungen im Verlauf der Handlung stattfinden.

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