Fiesta - Hemingway, Ernest

Fiesta

Roman

Ernest Hemingway 

Übersetzer: Horschitz-Horst, Annemarie
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Fiesta

Körperlich verletzt und seelisch verwundet, sucht der amerikanische Journalist Jake Barnes nach einem Lebenssinn. Er streift durch die Bohèmecafés von Montparnasse, reist zur Fiesta von Pamplona - rastlos, zweifelnd, immer im Zwiespalt zwischen Glückssuche und Zynismus. Diesen 1926 in den USA erschienenen Roman widmete Hemingway ausdrücklich der «verlorenen Generation» des Ersten Weltkriegs.
«Fiesta» ist ein Buch über den Krieg, obwohl es nicht vom Krieg handelt, sondern von den beschädigten Existenzen, die das Massensterben auf Europas Schlachtfeldern überlebt haben.


Produktinformation

  • Verlag: Rowohlt TB.
  • 2009
  • 13. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 281 S.
  • Seitenzahl: 288
  • rororo Taschenbücher Nr.22603
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 135mm x 28mm
  • Gewicht: 230g
  • ISBN-13: 9783499226038
  • ISBN-10: 3499226030
  • Best.Nr.: 07862133
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.02.2014

Niemand kostet sein Dasein aus wie die Stierkämpfer

Seine minimalistische Sprache war in den zwanziger Jahren aufregend neu. Doch wie wirkt sie heute? Eine Wiederbegegnung mit Ernest Hemingways wegweisendem Roman "Fiesta" in neuer Übersetzung.

Schön, wenn man einem Lieblingsbuch aus Anlass einer Neuübersetzung wiederbegegnet. "Fiesta", so der deutsche Titel von "The Sun Also Rises", ist Hemingways erster Roman aus dem Jahr 1926 - und ein Jahrhundertbuch, so sagt es die Erinnerung an eine euphorische Jugendlektüre des Originals. Und welche kulturgeschichtliche Bedeutung! Die erste Hälfte befeuerte den Amerikaner-in-Paris-Mythos nach dem Ersten Weltkrieg, die zweite die Spanien- und Stierkampf-Legende. Auch der stilistische Einfluss des Buches kann kaum überschätzt werden. Sei einfach, sei wahr, so Hemingways Mantra.

Wenn das mit der Wahrheit bloß so einfach wäre. "Niemand kostet sein Leben voll aus, nur die Stierkämpfer" - ein klarer Satz, aber ist er wahr? Und was ist von dem vorangestellten Gertrude-Stein-Motto über die jungen Amerikaner im Paris der frühen zwanziger Jahre zu halten, sechs Worte, die die Rezeption dieses Romans …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 03.12.2013

Jake und der coole Ton
Hemingways erster Roman „Fiesta“ in neuer Übersetzung –
und sein Briefwechsel mit F. Scott Fitzgerald
VON WILLI WINKLER
Bald hundert Jahre sind vergangen, seit der Amerikaner Ernest Hemingway Europa als exotischen und auch noch preiswerten Urlaubsort entdeckte: die Bars in Paris, das Schifahren in den Alpen, das Angeln in den Pyrenäen, den Stierkampf in Pamplona. Hemingway schildert ein scheinbar ursprüngliches Europa und beklagt auch schon den Tourismus, den er doch mit seinen schwärmerischen Schilderungen mitbegründet.
  „The Sun Also Rises“, 1926 erschienen, war der erste richtige Roman des Journalisten aus Chicago, der bis dahin nur Erzählungen veröffentlicht hatte und ein paar Gedichte. Ernst Rowohlt brachte das Buch 1928 auf Deutsch unter den einprägsamen spanischen Titel „Fiesta“ heraus, der inzwischen auch auf englischen Ausgaben gleichauf mit dem Originaltitel erscheint.
  Durch „Fiesta“ wurde Hemingway zum liebsten deutschen Amerikaner. So nüchtern wie er von Liebesbeziehungen, Trinkritualen, Sportereignissen und dem beiläufigen Töten erzählte, konnte das im Zwischenkriegsdeutschland …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Wie einem alten Bekannten begegnet Wolfgang Schneider Ernest Hemingways Roman aus dem Jahr 1926. Und wie einem alten Bekannten steht er dem Text etwas unverwandt gegenüber. Das soll das so wahnsinnig moderne, stilprägende Buch sein, das ich als Jugendlicher verschlungen habe? Doch Schneider bemüht sich, dem Text gerecht zu werden, indem er alles Zähe des Anfangs, wo der Autor seine Pariser Jahre verhandelt, jeden Drink, jede Bar, jede Bekanntschaft existenzialistisch aneinanderreihend, hinter sich lässt und Hemingway nach Pamplona folgt. Stierkampf! Doch auch hier hat der minimalistische Stil des Autors kaum mehr als ein Schulterzucken des Rezensenten zur Folge. So lakonisch und abgebrüht tautologisch ("In Wien war alles wie in Wien", sagt eine Figur einmal) wie Hemingway schreibt heute jeder Jungautor, stellt Schneider betrübt fest. Was Schneider bleibt, sind Landschaftsbeschreibungen von biblischer Schönheit. Und eine gelungene Neuübersetzung, die den Sound des Originals doch nicht ganz zu treffen vermag.

© Perlentaucher Medien GmbH

Eine fesselnde, wunderschön absurde, herzzerreißende Erzählung. The New York Times

"Und es gibt nur einen Sprecher, der diese niederschmetternde Mischung aus Erschöpfung, Sprachlosigkeit und Verzweiflung so einzigartig transportiert wie Christian "Die Stimme" Brückner mit seinem kehlig-melancholischen Bariton. Der Mann liest dieses Buch, und man versteht es sofort. Man muss es gehört haben. Wirklich unglaublich." -- BRIGITTE Kultur Extra

"Und wenn ein Vortragskünstler wie Christian Brückner diese kunstvoll kunstlose Prosa liest, dann atmet die Geschichte den Geruch von Zigaretten und Parfüm, vom Tau des Morgens und vom Sommerstaub in spanischen Gassen." -- DIE ZEIT

"Seine (Christian Brückners) rauchige Raubeinstimme passt ganz ausgezeichnet zu 'Fiesta', dem Buch über die verlorene Generation der zwanziger Jahre..." -- PRINZ
Ernest Hemingway, geb. 1899 als Sohn eines Arztes in Illinois (USA), ging 1921 als Journalist nach Europa und in den Nahen Osten. 1954 erhielt er für sein schriftstellerisches Werk den Nobelpreis für Literatur. Danach verbrachte er fünf Jahre in Paris. 1961 schied er nach schwerer Krankheit freiwillig aus dem Leben.


Kundenbewertungen zu "Fiesta" von "Ernest Hemingway"

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Bewertung von Borux aus München am 29.08.2014   weniger gut
Wär schön gewesen

Um «Fiesta» von Ernest Hemingway habe ich jahrzehntelang einen großen Bogen gemacht, denn untrennbar mit diesem ersten, größeren Roman des späteren Nobelpreisträgers verband sich für mich Pamplona und der Stierkampf. Auf einer Andalusien-Reise vor zwei Jahren erzählte uns ein Reiseleiter während der Busfahrt gedankenverloren so detailliert von der Corrida de Toros, dass ein offensichtlich zartbesaiteter Mitreisender erregt eingeschritten ist und ihn ultimativ aufforderte, sofort diese blutrünstige Schilderung abzubrechen, - das war damals durchaus auch in meinem Sinne. Nach der Lektüre dieses Romans nun muss ich mein diesbezügliches Vorurteil revidieren, Hemingways Schilderung der Fiesta de San Fermin mit den dazugehörigen Stierkämpfen ist überhaupt nicht abstoßend, ja sie hat bei mir sogar ein gewisses Verständnis für die Euphorie der Spanier erzeugt. Insoweit gibt es also wirklich keinen Grund, dieses Buch nicht zu lesen, das vorab!

Hemingway ist ja ein typischer Vertreter der «Lostgeneration», jener durch den Ersten Weltkrieg desillusionierte Gruppe junger Menschen, die in diesem Roman die Protagonisten stellen und deren Ziellosigkeit die eigentliche Thematik der Geschichte bildet. Ich-Erzähler Jake, ein amerikanischer Journalist in Paris, stellt uns zu Beginn Robert vor, ein ehemaliger Box-Champion in Princeton. «Glauben Sie nicht etwa, dass mir so ein Boxtitel imponiert» heißt es dann schon im zweiten Satz, der Autor spricht seinen Leser also direkt an, stellt mit ihm sofort eine gewisse Intimität her. Robert wurde Schriftsteller, und mit Bill gehört noch ein weiterer Schriftsteller zu dem Kreis um Jake. Sie beschließen, zur Fiesta nach Pamplona zu fahren und vorher noch eine Woche lang in den Pyrenäen Forellen zu angeln. Die 34jährige Lady Ashley, ehemalige Krankenschwester, von den Freunden Brett genannt, und Mike, den sie zu heiraten gedenkt, ein Bankrotteur, wie sich später herausstellt, wollen auch nach Pamplona kommen. Brett liebt zwar Jake, sie hatten sich einst im Lazarett kennengelernt, er aber ist durch seine Kriegsverletzung impotent geworden. Darin nun liegt die Tragik dieser lebensgierigen Frau, um die sich im Grunde alles dreht in diesem Roman, sie schätzt nun mal eine robuste Virilität bei ihren Männern.

Der überwiegende Teil des kurzen Romans ist in Dialogform geschrieben, in der für Hemingway typischen, spartanisch knappen Sprache. «In diesem Buch wird viel getrunken. Erst in Paris: Absinth, Champagner, dann in Spanien der funkelnde Fundador. Und es wird auch viel geraucht ... ». Dieses Zitat stammt zwar aus dem Buch, ist aber nicht vom Autor, es ist eine durchaus stimmige, listig in mein historisches Buchexemplar von 1952 eingefügte Zigaretten-Werbung. Und in der Tat, gefühlt ein Drittel des Textes handelt vom Essen, Trinken - oft eher Saufen - und vom Rauchen, was neben Jagen, Fischen, dem Stierkampf und Frauen natürlich die Passionen Hemingways sind. Dass er seinen ihm, dem ausgewiesenen Macho, so ähnlichen Helden nun ausgerechnet impotent sein lässt, verleiht seiner Geschichte eine urkomische Tragik. Und so heißt es denn auch im Schlusssatz melancholisch: «Ach, Jake … wir hätten so glücklich sein können». Der erwidert: «Ja, … wär schön gewesen».

Die Gespräche der Protagonisten sind fast durchweg Geschwafel ohne tieferen Sinn, lebensnah eben in ihrer Banalität. Literarisch erfreulicher fand ich den Ausflug zum Forellenangeln und die wirklich gelungene Beschreibung der Corrida. Die Personen aber bleiben allesamt blass und unkonturiert, ihre Beziehungen zueinander sind oberflächlich, selbst die des Liebespaares. Begeistern konnte mich das alles nicht!

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